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Psychologie (Fach) / Bildungspsychologie (Lektion)

Uni Wien 2017

Diese Lektion wurde von FlorianMiehe erstellt.

Lektion lernen

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  • was sind die vier Aufgaben der schule? qualifikation (vorbereitung auf beruf)sozialisation (auf soziales Leben)selektion (zuweisung der position in der gesellschaft)legitimation (integration ins system)
  • welche Bildungsprodukte gelten als überregional stabil? verfügbare wissensbestände und kulturelle fähigkeiten, sowie eine im sozialen Umgang erfahrbarekommunikative kompetenz und ausstrahlung
  • ziele der bildungsprozesse nach Baumert? a) Vermittlung der kulturellen Basiskompetenzen(verkehrssprache, manthe, fremdsprachen, IT Kompetenz, selbstständiges lernen)b) hinreichend breites orientierungswissen in allen schulfächern(allgemeinbildung)c) Aufbau sozial-kognitiver und sozialer kompetenzen(fähigkeit zum perspektivwechsel, empathie, hilfsbereitschaft, kooperation, verantwortung, moral)
  • nenne die sieben stufen der bildungskarriere bildung im...1. kleinkind und säuglingsalter2. vorschulbereich3. im primär4. sekundär5. und tertiärbereich6. im mittleren erwachsenenalter7. im hohen erwachsenenalter
  • zwei kernfaktoren des LLL? 1. Bildungs und lernmotivation d.h. beritschaft und offenheit für neues2. die kompetenzen diese motivation erfolgreich zu realisieren
  • nenne die drei arten der lernstrategien 1. kognitive lernstartegien2. metakognitive strategien3. ressourcenmanagement
  • drei phasen des selbstorganisierten lernens? 1. vor dem lernen: wie wichtig ist es, die lernaufgabe zu schaffen (& wie groß ist meine selbstsicherheit, dass ich es auch schaffe) = Ziele & Selbstwirksamkeit2. lernphase: überblick, zeit- und arbeitsplan, einteilung des stoffs, brauche ich material oder hilfe? etc. (metakognitive strategien & ressourcenmanagement + kognitive stategien fürs konkrete lernen)3. reflexion des gesamten lernprozesses & ergebnisses. ist es gelungen? wenn nicht, warum?kann ich feedback einholen etc.
  • nenne die dre arten des wissens, die gemeinsam kompetenz ergeben? deklaratives, prozedurales, konditionales wissen
  • die vier ebenen der evaluation nach kirkpatrick? 1. Reaktion: Erfassung von Akzeptanz/Zufriedenheit mit einer Maßnahme2. Lernen: Erfassung inwiefern Wissen oder Fertigkeiten erweitert bzw. Einstellungen verändertwerden konnten3. Verhalten: Erfassung der Veränderung im Verhalten, des Transfers des Gelernten in denAlltag4. Ergebnisse: Erfassung von Ergebnissen /Veränderungen auf Ebene der Organisation/desSystems
  • VIP-Modell von Pickl (2004) VIP – Vermittlung , Inhalte , PersonTransferförderung ist nicht die alleinige Vermittlung von fachspezifischem Wissen, sondern auch die Vermittlung transferförderlicher Strategien.
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  • Schritte zur Konzeption von Interventionen nach Hager und Hasselhorn (1995):  Auswahl des zu verändernden Bereichs (zB Leistungen in M im Sekundarbereich I) Festlegung der Zielsetzung der Maßnahme (zB höhere Kompetenzen, Interesse) Realisierung der Zielsetzung: Art und Inhalte der Intervention (zB Training) Realisierung der Zielsetzung: Auswahl geeigneter Vermittlungsstrategien (zB Reattribution) Auswahl der abhängigen Variable (zur Evaluation) (zB Noten)
  • Modell von Pekrun 2004 (4 Faktoren der konzeption von interventionen) Nicht nur individuelle Faktoren sondern auch Bedingungsfaktoren müssen bei der Konzeption von Interventionen und bei der Prüfung von Interventionseffekten berücksichtigt werden.Pekrun führt in 4 zu berücksichtigende Faktoren an: distale Umwelten, proximale Umwelten, individuelle Bildungsbedingungen, Bildung
  • 3 hauptdeterminanten des transfers von wissen in den alltag (intervention) Diese 3 Komponenten bestimmen, inwieweit eine Person über transferförderliche Strategien verfügt:-Art der Vermittlung: Anzahl und Dauer der Trainingseinheiten, Ausmaß eigenständigenÜbens, Vermittlung von Basiskompetenzen wie Selbstregulation-Merkmale der vermittelten Inhalte: Nutzen und Anwendungsaufwand, Relevanz der Inhaltefür die Zielgruppe-Merkmale der Person: Einstellungen gegenüber Training, Widerstand gegen Veränderungen,kognitive Fähigkeiten, Selbstdisziplin, Selbstwirksamkeit
  • welche 4 schritte der evaluation sind nach hager und husselhorn obligatorisch (4 von 11) 2. Performanzsteigerung für trainingsferne AV3. kompetentsteigerung für trainingsferne AV7. Transfer in den alltag11. metaevaluation
  • ws ist der vorteil von interventionsstudien gegenüber korralationsstudie? Da Interventionsstudien im Unterschied zu Korrelationsstudien auch die Beantwortung von Forschungsfragen und Rückschlüsse im Hinblick auf Kausalität ermöglichen, liegt in der vermehrten Durchführung systematisch evaluierter Interventionsstudien eine besondere Herausforderung und Chance für die BP.
  • 3 theoretische grundlagen von lerntagenbüchern? (Die Studierenden sollen nach der Seminarstunde aufschreiben, welche wichtigen Dinge sie gelernt haben, was sie gut verstanden haben und was sie nicht verstanden haben. -> Damit wird eine Auseinandersetzung mit dem Lernstoff und Reflexion über den eigenen Lernprozess gefordert.) -> Strong Text ViewSchreiben als spontaner, intuitiver ProzessBasiert auf der Annahme, dass ein Großteil unseres im Gedächtnis gespeicherten Wissens impliziter Natur ist und durch den Akt der Versprachlichung bzw. Verschriftlichung für uns zugänglich gemacht wird.Freies und expressives Schrieben soll das Lernen am besten fördern-> Writing as Problem Solving View (kann auch leicht überfordern)Schreiben als zielgerichteter und intentional geplanter ProzessSchreiben führt zu einem großen Lernerfolg, wenn es dem Schreibenden gelingt, einen qualitativ hochwertigen Text zu produzieren (Seminararbeit zB)-> Self-Regulation View=> Das Lerntagebuch ist eine Kombination aus Strong-Text View und Self-Regulation View.
  • was ist die Primäre, sekundäre und tertiäre Prävention (Caplan, 1964)? Primäre: Reduktion von Inzidenzraten (Verhindern, dass ein Problem überhaupt auftritt) Sekundäre: Reduktion von Prävalenzraten (vorhandene Probleme in ihrem Schweregrad mildern oder gänzlich aufheben) Tertiäre: Vermeidung und Abschwächung unerwünschter Folgen von Problemen/Erkrankungen, die nicht mehr aufzuheben sind
  • was sind universelle / gezielte präventionen? Universelle: richtet sich an unausgelesene Gruppen (Personen, die keine Probleme und auch kein erhöhtes Risiko haben, zB alle Kinder einer Regelschule) Gezielte: richtet sich auf bestimmte Zielgruppen  ->Selektive Prävention: Arbeit mit Risikogruppen  ->Indizierte Prävention: Personen mit Vorläuferproblemen oder geringe Ausprägungen eines Problems (davon können dann wiederum therapeutische und rehabilitative Konzepte abgegrenzt werden)
  • Formalisierte Trainingsprogramme Gehören zu den beliebtesten Präventionsmethoden Ansatz: strukturierte und (zeitlich) begrenzte Intensivförderung um definierte Fertigkeiten zu erwerben 3 Kategorien: 1. kognitive Förderprogramme:kognitiven und metakognitiven Kompetenzen gelten als Grundlage schulischen Lernens(Programme zum induktiven Denken von Klauer), Förderung von Kulturtechniken = Lesen, Rechnen, Schreiben, Förderung der phonologischen Bewusstheit im Vorschulalter, zB Würzburger Hören-Lauschen-Lernen-Programm der Arbeitsgruppe Schneider) als Prävention von LRS 2. Soziale TrainingsprogrammeFörderung sozialer Kompetenzen/Strategien zur Vermeidung von VerhaltensproblemenSoziale Kompetenz hängt mit Lern- und Verhaltensproblemen (kognitive Leistungsparameter)zusammen -> Daher ist die Förderung von sozialen Kompetenzen in der bildungspsych.Prävention von Bedeutung 3. Programme zur Gesundheitsförderung und StressbewältigungSystematische Erziehung zu gesundheitsförderlichem Verhalten (bzw. Vermeidung vongesundheitsschädlichem Verhalten) oder die Ausbildung in Methoden der Stressbewältigungv.a. im Kontext schulischer Belastungen.
  • was sind Präventiv orientierte Breitbandansätze Umfassendere Konzepte, die durch eine Kombination unterschiedlicher Maßnahmen gekennzeichnet sind und geringen Formalisierungsgrad aufweisenz.b. Frühförderung und Vorschulerziehung
  • was ist WiSK? Das WiSK-Programm der Uni Wien ist ein ganzheitliches Schulprogramm, das aggressives Verhalten nicht nur als Problem der aggressiven Individuen sieht, sondern als Gruppenphänomen, als Schulproblem. ->Gewaltprävention als Aufgabe der gesamten Schule-> präventiv orientierter breitbandansatz
  • entwicklungsaufgaben im primärbereich?  Physischen Fähigkeiten für normale Spiele (zB Ballwerfen)  Angemessenen Einstellungen zu sich selbst,  angemessenem Umgang mit Gleichaltrigen,  geschlechtstypischen Verhaltensweisen,  grundlegenden Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen,  Konzepten und Fertigkeiten für den Alltag,  moralischen Vorstellungen und Werten,  persönlicher Unabhängigkeit,  Einstellungen gegenüber sozialen Gruppen und Institutionen.
  • was bedeutet effiziente klassenführung? Eine effiziente Klassenführung zeichnet sich durch ein……klares Regelsystem…eine effektive Zeitnutzung…Störungskontrolle aus.
  • drei phasen des lesen lernens? 1. Alphabetische Phase mit geringer IntegrationIn dieser Phase entwickelt sich die phonologische Rekodierung (Laut-Buchstaben-Zuordnung).Diese Strategie wird von den Kindern sehr rasch gelernt (aufgrund der hohen Regelmäßigkeit in der Laut-Buchstaben-Zuordnung der deutschen Sprache) 2. Alphabetische Phase mit teilweiser IntegrationIn dieser Phase entwickelt sich die Fähigkeit zum schnellen lexikalischen Abrufen von Wörtern.Es werden immer mehr Wortteile, Wörter und Buchstabenkombinationen im mentalen Lexikon gespeichert (schneller + weniger fehler)3. Alphabetische Phase mit vollständiger IntegrationDas Lesen ist bereits stark automatisiert. Lesefehler sind äußerst selten und die Lesegeschwindigkeit ist deutlich angestiegen.