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Approbationsprüfung Psychotherapie (Fach) / Herbst 2006 (Lektion)
Herbst 2006
Diese Lektion wurde von schnauzevoll erstellt.
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- 1 Eine junge Frau schildert das plötzliche Auftreten von Herzrasen, Erstickungsgefühlen und Schwindel. Sie habe dann so ein Gefühl, alles hinter einem Vorhang zu sehen, und Angst, dass mit ihr etwas passieren könnte, dass sie umfallen oder sterben könnte. Diese Symptome könnten überall auftreten und ließen sich nicht Vorhersagen. Weiche Diagnose ist für die beschriebenen Beschwerden am ehesten zu vergeben? Panikstörung
- 2 Ein Verhaltenstherapeut begibt sich mit einem Patienten, der unter einer Agoraphobie leidet, in eine Reihe von Situationen, die bei diesem Patienten mit starker Angst besetzt sind. Mit dem Patienten wurde besprochen, dass er sich mit dem Therapeuten den verschiedenen Situationen jeweils so lange aussetzt, bis sich seine Angst deutlich verringert. Welches psychophysiologische Prinzip soll, neben kognitiven Elementen, dabei in erster Linie wirksam werden? Habituation
- 3 Verhaltensweisen treten nicht nur bei genau den Hinweisreizen auf, die während des Lernprozesses Vorlagen. Vielmehr werden häufig die gleichen oder ähnliche Verhal- tensweisen gezeigt, wenn der auslösende oder diskriminative Reiz nur eine gewisse Ähnlichkeit mit dem ursprünglichen Stimulus hat. Wie nennt man dieses Phänomen der Ausweitung einer konditionierten Reaktion auf Reize, die dem konditionierten Stimulus ähnlich sind? Reizgeneralisierung, Generalisierung
- 4 Eine Patientin gibt als Ursache ihrer Beschwerden an, von ihren Arbeitskollegen schlecht behandelt zu werden (Mobbing). Dem Therapeuten fällt im Gespräch auf, dass sie sich sehr negativ über ihre Kollegen äußert und unterschwellig aggressiv wirkt. Welcher psychoanalytische Abwehrmechanismus könnte die Mobbing- Anschuldigung am ehesten erklären? Projektion
- 5 Ein Patient, dem in den letzten zwei Jahren mehrmals gekündigt wurde, weil er den Arbeitsanforderungen nicht gerecht geworden sei, schätzt sich im Persönlichkeitsfragebogen als wenig leistungsfähig ein. Sein Psychotherapeut geht aufgrund dieser Selbsteinschätzung des Patienten davon aus, dass dieser auch in anderen Bereichen, z. B. in der sozialen Interaktion, Defizite aufweist und deshalb von anderen Menschen weniger gemocht wird. Welcher Beurteilungsfehler liegt in diesem Beispiel beim Psychotherapeuten am ehesten vor? Halo-Effekt, Hofeffekt, Oberstrahlungseffekt
- 6 Ein Patient berichtet, dass er einer der wenigen Überlebenden eines Zugunglücks sei, das sich vor zehn Jahren ereignet habe. Er habe damals viele Menschen sterben sehen. Er sei der Meinung, dass er das Unglück seit einigen Jahren einigermaßen verarbeitet habe. Er sei nicht mehr so schreckhaft wie in den ersten Jahren nach dem Unglück, könne wieder gut ein- und durchschlafen, auch Albträume habe er nur noch selten. Die „inneren Filme", die ihn früher tagsüber sehr erschreckt und belastet hätten, träten kaum noch auf. Er bemerke aber, dass er sich in der Zeit seit dem Unglück grundlegend verändert habe. Er sei sehr misstrauisch gegenüber anderen Menschen und der Gesellschaft geworden, fühle sich häufig ohne konkreten Anlass bedroht, wodurch er innerlich sehr angespannt sei. Er lebe deshalb inzwischen sehr zurückgezogen, gehe nur soweit notwendig aus dem Haus oder unter Leute. Welche Diagnose trifft bei dem Patienten zum Zeitpunkt der Schilderung am ehesten zu? andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung
- 7 Nach einem Schädel-Hirn-Trauma ist ein Patient - trotz ungestörter Funktionstüchtigkeit seiner Sinnesorgane - unfähig, bestimmte (ihm eigentlich vertraute) visuell wahrgenommene Gegenstände zu erkennen und zu benennen. Mit Hilfe seiner nicht-visuellen Sinnesorgane gelingt ihm dieses dann aber rasch. Wie wird dieses Störungsbild bezeichnet? Agnosie, Seelenblindheit, visuelle Agnosie
- 8 Für einen 14-jährigen Jungen mit Hundephobie wurde eine Angsthierarchie erstellt, die, beginnend mit dem niedrigsten Angstlevel, unter Entspannung zunächst auf der Vorstellungsebene „abgearbeitet" wurde. Das Verfahren erbrachte nicht den gewünschten Erfolg. Der Therapeut entschließt sich daher, den Jungen ohne Entspannung direkt längere Zeit in langsam ansteigender Angstintensität den Situationen der Hierarchie in vivo auszusetzen. Wie nennt man das Verfahren der Verhaltenstherapie, das nun zum Einsatz kommen soll? graduierte Exposition, graduierte Konfrontation
- 9 Der Qualifikation des Personals wird für die Qualitätssicherung im Gesundheitswesen große Bedeutung zugemessen. Welcher der in Qualitätsmanagementansätzen üblicherweise unterschiedenen drei Ebenen der Qualitätssicherung ist die Qualifikation des Personals zuzuordnen? Strukturqualität
- 10 Eine 45-jährige Patientin stellt sich in der psychotherapeutischen Praxis zum Erstgespräch vor. Sie berichtet über Schlafstörungen, Antriebsverminderung und Verlust ihres Selbstvertrauens. Auf Nachfrage schildert sie, dass sie in den letzten Jahren auch Phasen erlebt habe, in denen sie sehr aktiv gewesen sei und viel unternommen habe, ein geringes Schlafbedürfnis verspürt und wenig geschlafen habe und auch sexuell sehr aktiv gewesen sei. Welche Verdachtsdiagnosen sind unter Berücksichtigung der angeführten Symptomatik und der anamnestischen Informationen am ehesten in Betracht zu ziehen? Wählen Sie 2 Antworten! (A) bipolare affektive Störung (B) dissoziative Störung (C) Dysthymia (D) histrionische Persönlichkeitsstörung (E) sexuelle Beziehungsstörung (F) Zyklothymia (A) bipolare affektive Störung(F) Zyklothymia
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- 11 Welche der nachfolgenden Prinzipien sind für die Klassifikation psychischer Störungen nach ICD-10 und DSM-IV am ehesten kennzeichnend? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Diagnosestellung nach vorwiegend ätiologischen Gesichtspunkten (B) Festlegung der Störungen durch operationale Diagnosekriterien (C) hierarchisches Vorgehen: die am längsten bestehende Störung wird als Hauptdiagnose festgelegt (D) Komorbiditätsprinzip (E) Zusammenfassung der Störungskategorien nach dem Endogenitätsprinzip (B) Festlegung der Störungen durch operationale Diagnosekriterien(D) Komorbiditätsprinzip
- 12 Eine Patientin berichtet im Erstgespräch, dass sie seit vielen Jahren Sedativa einnehme, die sie von ihrem früheren Hausarzt verschrieben bekommen habe. Sein Nachfolger habe ihr ins Gewissen geredet, dass die Medikamente nicht gut für sie seien. Sie habe sie von sich aus abgesetzt. Aufgrund welcher Symptome ist am ehesten von einem Entzugssyndrom bei der Patientin auszugehen? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Auftreten von Kontrollzwängen (B) Kopfschmerzen (C) Schläfrigkeit (D) selbstverletzende Verhaltensweisen (E) Tremor bei vorgestreckten Händen (F) vorübergehende optische Halluzinationen (B) Kopfschmerzen(E) Tremor bei vorgestreckten Händen(F) vorübergehende optische Halluzinationen Leichte Symptome,subjektivNeuropsychopathologischeSymptomeAngst, innere Unruhe, Irritabilität,depressive Verstimmung,emotionale Labilität, Agitiertheit,bizarre, oft angstbesetzteTräumeNeurovegetativeSymptomeInappetenz, Übelkeit, Muskelkrämpfe(nicht objektivierbar),Palpationen, Kopfschmerzen,retroorbitale SchmerzenStörungen der sensorischenPerzeption (am ehesten typischfür BenzodiazepinEntzugssyndrom) Augenflimmern, Verschwommensehen,Mikro-Makropsie,Verminderung des GeruchsoderGeschmackssinnes, ÜberempfindlichkeitgegenüberLicht, Geräuschen, Berührung,Tinnitus (am häufigsten),KörperschemastörungenLeichte Symptome,objektivSchlafstörungen, Inappetenz,Schwitzen, Tachykardie/Hypertonie(selten so ausgeprägt wiebeim Alkoholentzug, selten behandlungsbedürftig),Muskelzuckungen,Tremor, Hyperkinesien,unkoordinierte BewegungSchwere Symptome –selten (<2 % bei Hochdosis),Entzug vomSedativa-/ HypnotikatypIllusionäre Verkennung, Halluzinationen,Verfolgungsideen,Delir, Krampfanfall, Hyperpyrexie(extrem selten)
- 13 Welche der nachfolgenden unerwünschten Wirkungen sind unter einer Psychopharmakotherapie mit hochpotenten Neuroleptika am ehesten zu erwarten? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Echolalie (B) Frühdyskinesie (C) Inkohärenz (D) psychotische Episoden (E) Spätdyskinesie (F) Suizidalität (B) Frühdyskinesie(E) Spätdyskinesie
- 14 Sie behandeln eine Patientin verhaltenstherapeutisch, bei der eine depressive Episode mit verschiedenen Symptomen wie z. B. Antriebsverminderung, Anhedonie, Konzentrationsstörungen und Appetitverlust diagnostiziert wurde. Was zählt zu den typischen Interventionen einer kognitiv- verhaltenstherapeutischen Depressionsbehandlung? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Exposition mit Reaktionsverhinderung (B) gestufte Aktivierung (C) Rückfallprophylaxe (D) systematische Desensibilisierung (E) verdeckte Sensibilisierung (B) gestufte Aktivierung(C) Rückfallprophylaxe
- 15 Welche der folgenden Vorgehensweisen können zu den verhaltenstherapeutischen Techniken des Verstärkerentzuges gezählt werden? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Chaining (B) Habit-reversal-Training (C) Prompting (D) Response cost (E) Shaping (F) Time-out (D) Response cost(F) Time-out
- 16 Als Teil der in einer analytischen Therapie wünschenswerten psychoanalytischen Haltung des Therapeuten gelten die Abstinenz und die Neutralität. Welche Aussagen beschreiben am deutlichsten Aspekte der Neutralität? Wählen Sie 2 Antworten! (A) auf alle Äußerungen des Patienten zu achten (B) keine Ratschläge zu erteilen (C) keine Vorerwartungen zu haben (D) nicht ehrgeizig zu sein (E) nicht eigene Bedürfnisse in der Therapie zu befriedigen (F) nicht selbst Stellung zu beziehen (B) keine Ratschläge zu erteilen(F) nicht selbst Stellung zu beziehen
- 17 Welche der nachfolgenden Forderungen sind am ehesten mit den Zielsetzungen supportiver (unterstützender) Interventionen in der psychodynamischen Psychotherapie vereinbar? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Der Patient soll ein so genanntes Wir-Bündnis mit dem Therapeuten gestalten und erleben können. (B) Der Patient soll eine möglichst hohe Therapiemotivation und Introspektionsfähigkeit mitbringen. (C) Der Patient soll möglichst rasch seine Übertragung auf den Therapeuten auflösen. (D) Der Patient soll sich vom Therapeuten unterstützt und verstanden fühlen. (E) Der Patient soll zunächst vertiefte Einsicht in seine Problematik gewinnen. (A) Der Patient soll ein so genanntes Wir-Bündnis mit dem Therapeutengestalten und erleben können.(D) Der Patient soll sich vom Therapeuten unterstützt und verstanden fühlen.
- 18 Unter welchen Bedingungen bedeutet die Weitergabe von Personen- und Behandlungsdaten auch an ärztliche und psychotherapeutische Kolleginnen/Kollegen ohne das explizite Einverständnis des Patienten einen Verstoß gegen die Schweigepflicht? Wählen Sie 2 Antworten! (A) bei erkennbarem stillschweigenden Einverständnis des Patienten (B) bei unmittelbarer Gefahr für den Patienten, z. B. bei Suizidalität (C) bei Weitergabe der Daten an Personen, die ihrerseits der Schweigepflicht unterliegen (D) im Rahmen der Teamarbeit, wenn der Patient von vornherein mit dem Datenaustausch im Team rechnen musste (z. B. aufgrund der ihm ersichtlichen Arbeitsteilung) (E) in der Supervision (C) bei Weitergabe der Daten an Personen, die ihrerseits der Schweigepflichtunterliegen(E) in der Supervision
- 19 Aufqabenfolge „Junge Frau mit Stimmverlust” - Teil 1 (Einfachauswahlaufgabe) Eine 18-jährige Frau wird von ihrem Arbeitgeber in die Klinik gebracht, da sie ihre Stimme verloren hat, nachdem er sie zurechtgewiesen hatte. Sie stammt aus einem kleinen Alpendorf und war von der Mutter im Alter von 15 Jahren dem Eisdielenbesitzer anvertraut worden. Sie arbeitet 12 Stunden am Tag, spricht kaum Deutsch und verlässt auch kaum die Räumlichkeiten der Eisdiele. Ihr Verdienst wird an ihre Eltern geschickt. Nach einer eingehenden somatischen Abklärung, die keinen Befund erbrachte, wird die Patientin in die psychosomatische Klinik überwiesen. Sie verständigt sich schriftlich. Sie gibt an, dass sie zu Beginn ihrer Arbeit in der Eisdiele ihre Eitern gelegentlich gebeten habe, sie wieder nach Hause zu holen. Diese hätten sich aber wenig um sie gekümmert. Jetzt sei ihre Lebens- und Arbeitssituation für sie aber „in Ordnung". Mit ihren Eltern verstehe sie sich bei den eher seltenen Kontakten „gut". Für welchen der folgenden Störungsbereiche nach 1CD-10 liegen am ehesten diagnostische Anhaltspunkte vor? (A) depressive Episoden (F32) (B) dissoziative Störungen (F44) (C) phobische Störungen (F40) (D) schizotype Störung (F21) (E) somatoforme Störungen (F45) (B) dissoziative Störungen (F44)
- 20 Aufgabenfolge „Junge Frau mit Stimmverlust" - Teil 2 (Einfachauswahlaufgabe) Die Patientin wird zunächst stationär aufgenommen, wo sie Kontakte knüpft, aber ihre Stimme kaum benutzen kann. Wenige Tage später ruft die Mutter an und verspricht, sie nach Hause zu holen; sie müsse auch nicht mehr an ihren bisherigen Arbeitsplatz in der Eisdiele zurückkehren. Welche psychodynamische Funktion der Erkrankung kommt in dieser Schilderung am ehesten zum Ausdruck? (A) Angstvermeidung (B) Bewältigung durch Wiederholung (C) Kompromissbildung (D) sekundärer Krankheitsgewinn (E) Triebabwehr (D) sekundärer Krankheitsgewinn
- 21 Aufgabenfolge „Junge Frau mit Stimmverlust" - Teil 3 (Ende) (Einfachauswahlaufgabe) Die Patientin erinnert sich nicht, was sie in der Situation gefühlt hat, in der ihr die Stimme wegbiieb. Welcher Abwehrmechanismus könnte hier am ehesten am Werk sein? (A) Emotionalisieren (B) Reaktionsbildung (C) Verdrängung (D) Verleugnung (E) Verschiebung (C) Verdrängung
- 22 Aufgabenfolge „Patientin mit Diebstahlhandlungen - Teil 1 (Kurzantwortaufgabe) Eine 46-jährige Patientin berichtet Ihnen von wiederholten Diebstahlhandlungen, die sie alle alleine durchgeführt habe. In Kaufhäusern könne sie manchmal dem Impuls, Dinge zu stehlen, nicht widerstehen. Sie fühle sich vor diesen Diebstählen irgendwie getrieben und verspüre eine starke Spannung, danach sei sie erleichtert, habe dann aber Schuldgefühle. Alle gestohlenen Dinge horte sie zuhause in einem Schrank. Welche vorläufige Diagnose einer psychischen Störung kommt nach ICD-10 am ehesten in Betracht? pathologisches Stehlen, Kleptomanie
- 23 Aufgabenfolge „Patientin mit Diebstahlhandlungen" - Teil 2 (Einfachauswahlaufgahe) Die Patientin, gegen die seit ca. drei Wochen ein gerichtliches Verfahren anhängig ist, berichtet auf weiteres Befragen, dass sie in den letzten Monaten oft niedergeschlagen sei, schlecht schlafe und sich schlapp und antriebslos fühle. Manchmal falle ihr jede Bewegung schwer. Dann wieder sei sie sehr unruhig und fühle sich „zappelig". Zu den Diebstählen äußert sie, dass sie bevorzugt Gegenstände mitnehme, die sie gut gebrauchen, sich aus finanziellen Gründen aber nicht leisten könne. Sie achte auch darauf, ob die Abteilung elektronisch überwacht werde. Den Impuls zu stehlen könne sie dann aber nicht kontrollieren. Wie sind diese zusätzlichen Informationen am ehesten zu verwerten? (A) In Bezug auf die Verdachtsdiagnose haben diese Informationen keine weitere Bedeutung. (B) Sie bestellen den Ehemann zu einem Gespräch ein. (C) Sie erwägen die Differenzialdiagnose einer depressiven Störung mit Diebstahl. (D) Sie verlangen Einsicht in die Gerichtsakten. (E) Sie ziehen das Vorliegen von Ladendiebstählen bei Vorliegen einer emotional instabilen Persönlichkeitsstörung in Betracht. (C) Sie erwägen die Differenzialdiagnose einer depressiven Störung mitDiebstahl.
- 24 Aufgabenfolge „Patientin mit Diebstahlhandlungen" - Teil 3 (Ende) (Einfachauswahlaufgabe) Welche der folgenden Aussagen trifft unter juristischen Gesichtspunkten in diesem Fall nicht zu? (A) Bei einer Gerichtsverhandlung dürfen Sie als sachverständiger Zeuge nur dann eine Aussage machen, wenn die Patientin Sie von der Schweigepflicht entbunden hat. (B) Bei einer Gerichtsverhandlung gegen die Patientin können Sie die Aussage verweigern. (C) Im Falle einer Entbindung von der Schweigepflicht sind Sie verpflichtet, als Zeuge vor Gericht auszusagen. (D) Die Ihnen bekannt gewordenen Diebstahlhandlungen unterliegen der Schweigepflicht. (E) Sie sind zur Anzeige verpflichtet, da die jeweiligen Kaufhäuser finanziellen Schaden erleiden. (E) Sie sind zur Anzeige verpflichtet, da die jeweiligen Kaufhäuser finanziellenSchaden erleiden.
- 25 Aufgabenfolge „Therapie mit Methylphenidat” - Teil 1 (Einfachauswahlaufgabe) Bei dem 8 Jahre alten Peter wurde eine hyperkinetische Störung diagnostiziert und eine multimodale Behandlung eingeieitet. Von seiner Kinderärztin bekam er bisher ein Methylphenidat-Präparat verordnet, das er morgens und nach der Schule einnehmen musste. Seit dem letzten Besuch bei der Ärztin wurde er auf ein Methylphenidat-Präparat umgestellt, das länger wirkt, gleichmäßigere Blutspiegel erzeugt und nur einmal am Tag (morgens) einzunehmen ist. Die geschilderten Unterschiede zwischen den beiden Präparaten beziehen sich auf folgenden pharmakologischen Aspekt: (A) Nebenwirkungsspektrum (B) Pharmakokinetik (C) Tachyphylaxie (D) therapeutische Breite der Wirksubstanz (E) Toleranz (B) Pharmakokinetik
- 26 Aufgabenfolqe „Therapie mit Methylphenidat" - Teil 2 (Einfachauswahlaufgabe) Die Mutter ist hinsichtlich der Medikation verunsichert und fragt den mitbehandelnden Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, was es mit der Umstellung auf sich habe. Welche Information können Sie der Mutter geben? (A) Bei dem neuen Medikament braucht man nur einmal am Tag das Kind zur Tabletteneinnahme anzuhalten, das erleichtert das Befolgen der ärztlichen Verordnung. (B) Bei dem vorher verordneten Medikament brauchte man eine höhere Gesamtdosis (Wirkstoffmenge pro Tag). (C) Bei dem vorher verordneten Medikament setzte die Wirkung nicht rasch genug ein. (D) Das neue Medikament wirkt intensiver, deshalb ist eine Verkürzung der Therapiedauer zu erwarten (E) Das neue Medikament wirkt spezifischer im Organismus, deshalb sind weniger Nebenwirkungen zu erwarten. (A) Bei dem neuen Medikament braucht man nur einmal am Tag das Kindzur Tabletteneinnahme anzuhalten, das erleichtert das Befolgen derärztlichen Verordnung.
- 27 Aufgabenfolge „Therapie mit Methylphenidat" - Teil 3 (Ende) (Mehrfachauswahlaufgabe) Die Mutter möchte wissen, wie lange die Therapie mit Methylphenidat fortgesetzt werden muss. Welche Auskünfte können in Bezug auf die Behandlung und deren Beendigung gegeben werden? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Die Behandlung ist nur wirksam, solange sie durchgeführt wird. (B) In der Regel muss die Medikation während der Pubertät intensiviert und bis ins Erwachsenenalter kontinuierlich weitergeführt werden. (C) Nach Absetzen ist mit progredienter Verschlechterung der Symptomatik zu rechnen. (D) Nach längerer Medikation können in Absprache mit der Kinderärztin Aussetzversuche unternommen werden, um zu sehen, ob die Symptomatik noch fortbesteht. (E) Während der Ferien und am Wochenende empfiehlt sich ein Aussetzen der Medikation, um eine Suchtentwicklung zu verhindern. (A) Die Behandlung ist nur wirksam, solange sie durchgeführt wird.(D) Nach längerer Medikation können in Absprache mit der KinderärztinAussetzversuche unternommen werden, um zu sehen, ob die Symptomatiknoch fortbesteht.
- 28 Welcher der folgenden Aspekte hat sich in der empirischen Forschung am ehesten als bedeutender so genannter allgemeiner (methoden- und schulenübergreifender) Wirkfaktor der Psychotherapie erwiesen? (A) die durch treffende Interpretationen erreichte Einsicht des Patienten in die Pathogenese seiner Erkrankung (B) die hilfreiche Allianz zwischen Patient und Therapeut (C) die intellektuellen Fähigkeiten des Therapeuten (D) die nachgewiesene wissenschaftliche Kompetenz des Therapeuten (E) eine nachweisbare Faszination des Patienten vom souveränen Auftreten des Therapeuten (B) die hilfreiche Allianz zwischen Patient und Therapeut
- 29 Was wird in der Psychotherapieforschung am ehesten unter Effektstärke verstanden? (A) das Ausmaß der Veränderung einer einzelnen Person durch eine systematische psychotherapeutische Intervention (B) die Differenz der Mittelwerte von Therapie- und Kontrollgruppe nach Therapieende dividiert durch die Standardabweichung der Kontrollgruppe (C) die Differenz der Prä-post-Werte einer Behandlungsgruppe (D) die Differenz der Prä-post-Werte einer einzelnen Person unter Berücksichtigung der Frage, ob der Wert am Ende der Therapie in den Wertebereich einer gesunden Vergleichspopulation fällt (E) die Stärke des Effekts einer Intervention in einer Sitzung (B) die Differenz der Mittelwerte von Therapie- und Kontrollgruppe nachTherapieende dividiert durch die Standardabweichung der Kontrollgruppe
- 30 Die klassische Konditionierung wurde von Pawlow an Hunden erforscht, indem er diesen einen zunächst neutralen Stimulus, ein Glockensignal, wiederholt präsentierte. Die Präsentation eines solchen neutralen Stimulus geschieht bei der klassischen Konditionierung typischerweise kurz vor (A) dem unkonditionierten Reiz (B) der konditionierten Reaktion (C) einem anderen konditionierten Stimulus (D) einem diskriminativen Stimulus (E) einer operanten Reaktion (A) dem unkonditionierten Reiz
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- 31 Beim sog. Stressimpfungstraining kann dem Patienten in der Informationsphase das Prinzip der Zwei-Faktoren-Theorie der Emotion nach Schächter vermittelt werden. Diese Theorie besagt, dass Emotionen aus dem Zusammenwirken zweier Faktoren entstehen. Welche beiden Faktoren sind dies? (A) Beobachtung und Imitation (B) Gesichtsausdruck und soziale Reaktion (C) Motivation und Triebabfuhr (D) physiologische Erregung und kognitive Bewertung (E) Verhalten und Verstärkung (D) physiologische Erregung und kognitive Bewertung
- 32 Man teilt den Schlaf in den sog. REM-Schlaf und in vier sog. NREM-Schlafstadien (von Leicht- bis Tiefschlaf) ein. Welche der folgenden Aussagen charakterisiert eines dieser Schlafstadien am zutreffendsten? (A) Das EEG von Schlafstadium 4 enthält 20-30% Delta-Wellen (B) In der frühen Nacht dominiert REM-Schlaf, in der zweiten Nachthälfte N REM-Schlaf. (C) ln Schlafstadium 2 wird etwa die Hälfte des Gesamtschlafes verbracht. (D) Schlafstadium 1 ist durch das Auftreten von K-Komplexen und Schlafspindeln im EEG gekennzeichnet. (E) Schlafstadium 2 ist durch typische schnelle Augenbewegungen gekennzeichnet. (C) ln Schlafstadium 2 wird etwa die Hälfte des Gesamtschlafes verbracht.
- 33 Unter dem Begriff Propriozeption wird vorrangig verstanden: (A) Selbstwahrnehmung von Erlebnisreizen und emotionalem Erleben (B) Wahrnehmung aus dem Bereich des kardiovaskulären Systems (C) Wahrnehmung von Signalen aus Gelenken, Sehnen und quergestreifter Muskulatur (D) Wahrnehmung von Umgebungsreizen (E) Wahrnehmung von Vorgängen im Körperinnern (Organempfindungen) (C) Wahrnehmung von Signalen aus Gelenken, Sehnen und quergestreifterMuskulatur Die Tiefensensibilität oder Propriozeption liefert Informationen über Position und Bewegungen des Körpers (Ausnahme: der Vestibularapparat gilt als eigenständiges System). Man unterscheidet 3 Sinnesqualitäten: Stellungssinn: liefert Informationen über die Stellung der Gelenke. Die Rezeptoren des Stellungssinns adaptieren praktisch nicht.Bewegungssinn: registriert die Geschwindigkeit und Richtung einer Stellungsänderung.Kraftsinn: liefert Informationen über die eingesetzte Kraft, um so die Kraftentfaltung der Muskulatur den Erfordernissen anzupassen.Die Sensoren der Propriozeption sind v.a. Muskelspindeln, Golgi-Sehnenorgane und Gelenksensoren. Die bewusste Prozeption(z.B. die Wahrnehmung, dass man auf einem Stuhl sitzt) wird über die Hinterstrangbahnen nach Umschaltung in deren Kernen an den Thalamus und von dort an den sensorischen Kortex weitergeleitet. Die unbewusste Prozeption (z.B. dass man ohne nachzudenken Treppen steigen kann) wird über die Kleinhirnseitenstrangbahnen (Tractus spinocerebellares) an das Kleinhirn gemeldet.
- 34 Welche beiden der nachfolgenden Hormone werden bei akuten Stressreaktionen vorrangig freigesetzt? (A) CRH und Cortisol (B) FSH und GABA (C) Glukagon und Insulin (D) Melatonin und Dopamin (E) TSH und Serotonin (A) CRH und Cortisol
- 35 Ein Patient mit chronischen Rückenschmerzen hat aufgrund seiner Schmerzen die Erlaubnis, die wöchentlichen zweistündigen Meetings seiner Abteilung schon nach 20 Minuten verlassen zu dürfen. Die Kollegen berichten ihm häufig danach, dass es wieder eine Reihe von Konflikten gegeben habe. Insgeheim ist der Patient froh, nicht dabei sein zu müssen. Zur Aufrechterhaltung der Schmerzen trägt nach der Schilderung am ehesten folgender Lernprozess bei: (A) Habituation (B) intermittierende Verstärkung (C) Modelllernen (D) negative Verstärkung (E) Preparedness (D) negative Verstärkung
- 36 Eine klassische psychoanalytische Deutung der Agoraphobie interpretiert diese als motiviert durch die Angst vor den eigenen Triebwünschen. Welche der folgenden Funktionen wird der angstauslösenden und gemiedenen Situation, sich in die Öffentlichkeit zu begeben, mit dieser Deutung am ehesten zugeschrieben? (A) Projektion (B) traumatische Situation (C) Übertragung verinnerlichter Normen und Werte (D) Ungeschehenmachen (E) Versuchungssituation (E) Versuchungssituation Angst ist motiviert durch eigene Triebwünsche angstauslösende Situation = Versuchungssituation
- 37 In der psychodynamischen Krankheitslehre werden Grundkonflikte (z. B. depressiver Grundkonflikt, Grundkonfiikt der Autonomie) und deren Verarbeitungsformen beschrieben. Welcher der folgenden Begriffe kennzeichnet eine nach diesen Modell Vorstellungen typische Verarbeitungsform (bzw. Bewältigungsform) des depressiven Grundkonfliktes? (A) altruistische Verarbeitungsform (B) Borderline- Verarbeitungsform (C) projektive Verarbeitungsform (D) psychotische Verarbeitungsform (E) zwanghafte Verarbeitungsform (A) altruistische Verarbeitungsform altruistische Verarbeitungsform (regressiv = altruistisch/überfürsorglich) vs. narzisstische Verarbeitungsform (progressiv) GRUNDKONFLIKTENACH RUDOLF (2004)• Grundkonflikt der Nähe (Schizoider Grundkonflikt)Wunsch nach Nähe vs. Angst vor Überwältigung• Grundkonflikt der Bindung (Depressiver Grundkonflikt)Verlangen nach einem haltgewährenden, idealen Objekt vs. Objektenttäuschung, -entwertung, -vermeidung• Grundkonflikt der Autonomie (Narzisstischer Grundkonflikt)Autonomiewunsch vs. Objektverlustangst• Grundkonflikt der IdentitätBedürfnis, eigene Identität zu leben vs. Anpassung an Erwartungen und Verbote anderer KONFLIKTERLEBENBEI ENTWICKLUNGSPATHOLOGIE„Frühe Konflikte“ und Grundbedürfnisse• Intentionaler Grundkonflikt („Nähe-Distanz-Konflikt“ > Regulation)Grundbedürfnis nach Angenommen sein und Bezogenheit (Intentionalität) (bis 6 Monate)• Depressiver Grundkonflikt:Grundbedürfnis nach Bindung, Sicherheit und Versorgung (6 - 18 Monate)• Autonomiekonflikt:selbstbestimmt leben und eigenständig handeln (2.-3. Lebensjahr)• (Identitätskonflikt > Suche nach dem Standort im Leben)
- 38 Im Rahmen der psychodynamischen Psychotherapie spricht man von dem Phänomen der projektiven Identifizierung. Was ist darunter am ehesten zu verstehen? (A) Anpassen des Verhaltens im Sinne einer gedachten Erwartung (B) Aufnahme eines Teils der Außenwelt, der zum Gegenstand von unbewussten Phantasien wird, ins Ich (C) eine unbewusste Polarisierung von Partnern in komplementären Rollen mit dem Ziel, wie Schlüssel und Schloss zueinander passende Beziehungsbedürfnisse zu realisieren (D) psychischer Vorgang, durch den ein Subjekt einem Objekt vollkommene Eigenschaften zuschreibt (E) unbewusst manipulierendes Verhalten, das darauf abzielt, die eigenen Erwartungen im anderen bestätigt zu finden (E) unbewusst manipulierendes Verhalten, das darauf abzielt, die eigenenErwartungen im anderen bestätigt zu finden Es handelt sich hierbei um einen unbewussten Abwehrmechanismus von Konflikten, bei dem Teile des Selbst abgespalten und auf eine Art und Weise auf eine andere Person projiziert werden, dass diese andere Person die Projektion annimmt und in der Folge entsprechende Verhaltensweisen zeigt. Dadurch werden eigene Inhalte (Werte, Gedanken, Gefühle) nicht nur wie bei der Projektion als die der anderen Person wahrgenommen, sondern dort tatsächlich hervorgerufen. Dies geschieht in der Regel, ohne dass sich die beteiligten Personen dieses Mechanismus' bewusst sind. Der Begriff wurde von Otto Kernberg im Zusammenhang mit seinen Arbeiten zur Borderline-Persönlichkeitsstörung weiterentwickelt. Borderline-Patienten neigen besonders dazu, den Therapeuten in ihre psychische Konfliktkonstellation miteinzubeziehen. Aus diesem Grund erzeugen Borderline-Patienten beim Therapeuten häufig heftigere Gegenübertragungsgefühle als Patienten mit anderen psychischen Störungen. Die projektive Identifikation ist jedoch nicht auf die Borderline-Persönlichkeitsstörung beschränkt. In der therapeutischen Praxis sind projektive Identifikation seitens des Patienten und Gegenübertragung seitens des Therapeuten in der Regel eng miteinander verbunden. Patienten setzen Tendenzen zur projektiven Identifikation zur eigenen Entlastung unbewusst besonders bei Therapeuten ein, welche aufgrund intensiver Gegenübertragungsgefühle auf den Patienten stark reagieren. Therapeuten reagieren meist intensiver mit Gegenübertragungen auf Patienten, die sie in ihre Konfliktkonstellation miteinbeziehen. Im Idealfall ist die Gegenübertragung dem Therapeuten völlig bewusst und kann so im Sinne des Therapieerfolges genutzt werden.
- 39 Einem Patienten mit einer schweren Persönlichkeitsstörung passiert es in Gesprächen mit seinen Mitpatienten auf Station immer wieder, dass die anderen nicht verstehen, wovon er spricht Er teilt seine Gedanken zusammenhanglos mit und setzt voraus, dass die anderen schon wissen, was er meint. Welche Ich-Funktion ist hier am ehesten beeinträchtigt? (A) Abwehr (B) Frustrationstoleranz (C) lmpulssteuerung/-kontrol!e (D) Selbst-Objekt-Differenzierung (E) Selbststeuerung (D) Selbst-Objekt-Differenzierung
- 40 Verhaltensmedizinische Vorstellungen zur Entstehung chronischer Schmerzen sind am ehesten mit dem Postulat vereinbar, dass (A) chronische Schmerzen im Allgemeinen durch die Umwandlung eines seelischen Konflikts in ein körperliches Symptom entstehen (B) chronischer Schmerz ein psychobiologisches Phänomen ist und. durch Lernprozesse beeinflusst wird (C) chronischer Schmerz im Allgemeinen durch eine entsprechende Prädisposition zur „Schmerzpersöniichkeit" entsteht (D) der empfundene Schmerz proportional zum Ausmaß der zugrunde liegenden Gewebsschädigung ist (E) der somatische Befund die wichtigste Determinante des Ausmaßes chronischer Schmerzen ist (B) chronischer Schmerz ein psychobiologisches Phänomen ist und. durchLernprozesse beeinflusst wird
- 41 Bei einem Patienten ist abzuwägen, ob eine Psychotherapie angezeigt ist und welches psychotherapeutische Verfahren gegebenenfalls für ihn in Betracht kommt. Mit welchem der nachfolgenden Begriffe lässt sich diese Entscheidung zur Indikationsstellung am zutreffendsten kennzeichnen? (A) absolute Indikation (B) adaptive Indikation (C) kausale Indikation (D) selektive Indikation (E) vitale Indikation (D) selektive Indikation
- 42 Welches der nachfolgenden Symptome zählt zu den formalen Denkstörungen? (A) Halluzination (B) Perseveration (C) überwertige Ideen (D) Wahn (E) Zwangsgedanken (B) Perseveration
- 43 In einer Psychotherapie sollen bei einem Patienten mit Kopfschmerzen die Schmerzverläufe und begleitende Umstände dieser Schmerzen über einen Zeitraum von mehreren Wochen erhoben werden. Welches Verfahren ist am ehesten geeignet? (A) Befindlichkeitsskala (v. Zerssen) (B) Cold-Pressor-Test (C) McGill Pain Questionnaire (D) objektive Algesimetrie (E) Schmerztagebuch (E) Schmerztagebuch
- 44 Unter Grübeln bzw. Grübelzwang versteht man ein unfreiwilliges, unablässig kreisendes Nachdenken über immer wieder dieselben Themen. Bei welcher der folgenden Störungen besteht eine besonders enge Beziehung zum Grübelzwang? (A) Depersonalisations- und Derealisationssyndrom (B) Depression (C) phobische Störung (D) Schizophrenie (E) somatoforme autonome Funktionsstörung (B) Depression
- 45 Eine Patientin berichtet, dass sie sich seit einem Jahr wegen eines Magenulkus in internistischer Behandlung befinde. Ihr Arzt habe ihr geraten, sich in psychotherapeutische Behandlung zu begeben. Sie wisse zwar nicht so recht, wieso eine solche Behandlung ihr helfen könne, wolle es aber versuchen. Welcher der folgenden Aussagen stimmen Sie hinsichtlich einer Indikationsstellung zu? (A) Da die Patientin die psychosomatischen Zusammenhänge nicht kennt, ist eine Psychotherapie nicht indiziert. (B) Da eine psychosomatische Krankheit vorliegt, sind weitere diagnostische Maßnahmen zur Indikatiönsstellung für eine Psychotherapie nicht erforderlich. (G) Da es sich um eine diagnostizierte körperliche Erkrankung handelt, ist eine Psychotherapie nicht indiziert. (D) Eine Psychotherapie ist dann indiziert, wenn psychische Faktoren zu diagnostizieren sind, die eine wesentliche Rolle in der Ätiologie der Erkrankung spielen. (E) Um die Patientin im Rahmen der kassenärztlichen Versorgung psychotherapeutisch behandeln zu kennen, muss gleichzeitig eine affektive Störung (ICD-10 F3) oder eine neurotische, Belastungs- oder somatoforme Störung (ICD-10 F4) vorliegen. (D) Eine Psychotherapie ist dann indiziert, wenn psychische Faktoren zudiagnostizieren sind, die eine wesentliche Rolle in der Ätiologie derErkrankung spielen.
- 46 Welches der folgenden Merkmale ist am ehesten kennzeichnend für die akute Belastungsreaktion nach ICD-10? (A) Die Reaktion beginnt in deutlichem zeitlichem Abstand (z. B. ein bis zwei Tage) vom belastenden Ereignis. (B) Die Symptomatik erreicht nicht vor Ablauf von 3 Tagen ihre maximale Ausprägung. (C) Die Symptome chronifizieren häufig. (D) Es besteht ein gemischtes, wechselndes Symptomspektrum. (E) Meist ist ein Symptom über längere Zeit vorherrschend. (D) Es besteht ein gemischtes, wechselndes Symptomspektrum. F43.0Akute Belastungsreaktion Info:Eine vorübergehende Störung, die sich bei einem psychisch nicht manifest gestörten Menschen als Reaktion auf eine außergewöhnliche physische oder psychische Belastung entwickelt, und die im Allgemeinen innerhalb von Stunden oder Tagen abklingt. Die individuelle Vulnerabilität und die zur Verfügung stehenden Bewältigungsmechanismen (Coping-Strategien) spielen bei Auftreten und Schweregrad der akuten Belastungsreaktionen eine Rolle. Die Symptomatik zeigt typischerweise ein gemischtes und wechselndes Bild, beginnend mit einer Art von "Betäubung", mit einer gewissen Bewusstseinseinengung und eingeschränkten Aufmerksamkeit, einer Unfähigkeit, Reize zu verarbeiten und Desorientiertheit. Diesem Zustand kann ein weiteres Sichzurückziehen aus der Umweltsituation folgen (bis hin zu dissoziativem Stupor, siehe F44.2) oder aber ein Unruhezustand und Überaktivität (wie Fluchtreaktion oder Fugue). Vegetative Zeichen panischer Angst wie Tachykardie, Schwitzen und Erröten treten zumeist auf. Die Symptome erscheinen im Allgemeinen innerhalb von Minuten nach dem belastenden Ereignis und gehen innerhalb von zwei oder drei Tagen, oft innerhalb von Stunden zurück. Teilweise oder vollständige Amnesie (siehe F44.0) bezüglich dieser Episode kann vorkommen. Wenn die Symptome andauern, sollte eine Änderung der Diagnose in Erwägung gezogen werden. Inkl.:Akut: BelastungsreaktionAkut: KrisenreaktionKriegsneuroseKrisenzustandPsychischer Schock
- 47 Welches psychopathologische Phänomen ist für die Diagnose und Differenzialdiagnose der generalisierten Angststörung von zentraler Bedeutung? (A) Angst vor anderen Menschen und Vermeidung sozialer Situationen (B) Angst, „verrückt" zu werden (C) offenes Vermeidungsverhalten in verschiedenen Situationen (D) starke vegetative Reaktionen in spezifischen Angstsituationen (E) übermäßige Sorge bezüglich mehrerer alltäglicher Ereignisse oder Tätigkeiten (E) übermäßige Sorge bezüglich mehrerer alltäglicher Ereignisse oderTätigkeiten
- 48 Ein Patient stellt sich bei Ihnen in der Praxis vor. Er berichtet, dass er unter einer Schizophrenie gelitten habe und belegt dies durch verschiedene Arztbriefe, die er mitgebracht hat und die mehrere Episoden mit paranoider Symptomatik dokumentieren. Er nehme jetzt Medikamente und die Stimmen, die er während der Erkrankung oft gehört habe, seien seit über einem Jahr verschwunden. Der Patient zeigt leichte Zeichen von mangelnder körperlicher Pflege. Die Mimik und der Blickkontakt sind eingeschränkt, im Affekt wirkt er verflacht und eine psychomotorische Verlangsamung ist deutlich. Welche Diagnose trifft am ehesten zu? (A) Anpassungsstörung (B) depressive Episode (C) schizophrenes Residuum (D) Schizophrenia Simplex (E) schizotype Störung (C) schizophrenes Residuum
- 49 Ein 39-jähriger Patient wird zu Ihnen überwiesen. Die diagnostische Untersuchung ergibt vereinzelte depressive Symptome, die aber nicht die Kriterien für eine psychische Störung erfüllen. Im zweiten Gespräch berichtet er, dass sich seine sexuellen Phantasien auf die Schuhe seiner Frau beziehen. Er benutze die Schuhe, um sexuell zum Höhepunkt zu kommen. Er habe von dieser Neigung schon vor seiner Ehe gewusst, aber gehofft, dass er durch die Heirat „normal" werde. Seit einem Jahr bestünden aber wieder starke Impulse, unter denen er und auch die sexuelle Beziehung zu seiner Frau sehr leide. Er befürchte, seine Ehe zerbreche daran. Welche der folgenden Aussagen trifft zu? (A) Es handelt sich um eine artifizielle Störung (B) Es handelt sich um eine Störung der Geschlechtsidentität (C) Es handelt sich um eine Störung der Sexualpräferenz (D) Es handelt sich um eine Zwangsstörung (E) Es handelt sich um keine psychische Störung im Sinne der ICD-10 (C) Es handelt sich um eine Störung der Sexualpräferenz
- 50 Ein 8-jähriges Kind zeigt bei einem IQ von 100 Lese-Rechtschreib-Leistungen, die einem T-Wert von 28, und Rechenleistungen, die einem T-Wert von 22 entsprechen. Die Leistungsprobleme sind nicht auf mangelnde Förderung oder eine neurologische Erkrankung zurückzuführen. Welche der folgenden Diagnosen ist am ehesten zu stellen? (A) isolierte Rechtschreibstörung (B) kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten (C) kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung (D) umschriebene Lese- und Rechtschreibstörung (E) umschriebene Rechenstörung (B) kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten