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Pflanzenproduktion I (Fach) / Pflanzenzüchtung (Lektion)

Inhalte der Vorlesungen zur Pflanzenzüchtung

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  • Tätigkeiten des Pflanzenzüchters 1. Aufstellen des Zuchtziels 2. Erschaffung von Variabilität 3. Nutzung der Variabilität
  • Definition Sorte Legalbegriff vergl. Sortenschutzgesetz § 2 Sortenschutzgesetz: Eine Gruppe von Pfalnzen einer Art, die sich utnereinander sehr ähnlich sind und die man von anderen Pflanzen der gleichen Art unterscheiden kann.
  • Definition Landsorte/Landrasse züchterisch nicht bearbeitete angebaute Pflanzenbestände Hohe Anpassung an Standortbedingungen
  • Was wird im Sortenschutzgesetz (SortSchG) geregelt? Abschnitt 1: Aufgaben und Zuständigkeiten des Bundessortenamtes Abschnitt 2: Verfahren zur Erlangung und Erhaltung des Sortenschutzes einer Sorte Abschnitt 3: mögliche Änderungen Abschnitt 4: Verfahren vor Gericht Abschnitt 5 Rechtsverletzungen
  • Wann wird nach § 1 SortSchG Sortenschutz für eine Sorte erteilt? Wenn sie... unterscheidbar homogen betständig neu durch eintragbare Sortenbezeichnung bezeichnet ist
  • Was beinhaltet das Saatgutverkehrsgesetz (SaatVerkG)? schützt den Saatgutverbraucher und soll die Versorgung der Landwirtschaft und des Gartenbaus mit hochwertigem Saat- und Pflanzengut resistenter, qualtitativ hochwertiger und leistungsfähiger Sorten gewährleisten Folgende Saatgutkaegorien werden unterschieden: Vorstufensaatgut entstammt der dem Basissaatgut vorausgehenden Generation Basissaatgut des Züchters (Vorstufe zertifiziertes Saatgut), es muss gleichfalls vor dem Verkauf anerkannt werden Zertifiziertes Saatgut ist in den Sortenlisten eingetragen, amtlich überprüft (Feldbsichtigung) und vor dem Verkauf anerkannt (Zertifikat und Plombe)
  • Welche gesetzlichen Anforderungen muss Z-Saatgut erfüllen? Feldbestand: Die Vermehrungsfläche muss eine ordnungsgemäße Bearbeitung und Behandlung aufweisen. Zudem muss sie die Standards in Bezug auf Fremdbesatz und Gesundheitszustand erfüllen. Beschaffenheit des Saatgutes: Die Beschaffenheit des Saatgutes muss den gesetzlichen Anforderungen an Keimfähigkeit, Sortenreinheit und Fremdbesatz jeder einzelnen anzuerkennenden Sorte entsprechen. Nur wenn diese hohen Anforderungen erfüllt werden, wird das Saatgut anerkannt und zertifiziert.
  • Anforderungen an die Beschaffenheit des Saatgutes Keimfähigkeit mind. Weizen/Gerste --> 92 % Roggen/Triticale/Hafer/Durum --> 85 % Technische Reinheit, mind.  Weizen/Gerste --> 98 % Roggen/Triticale/Hafer/Durum --> 98 % Höchstbesatz mit Samen anderer Pflanzenarten (ges. in 500g) --> 6 Körner anderer Getreidearten (max. in 500g) --> 3 Höchstbesatz anderer Arten als Getreide (in 500g) --> 4 Besatz mit anderen Sorten derselben Art (in 500g) --> 30
  • Beschreibe den Verfahrensablauf von Sortenzulassungen Antrag beim BSA (Bundessortenamt) Registerprüfung (Unterscheidbarkeit, Homogenität, Beständigkeit, Sortenbezeichnung) Wertprüfung (nur bei landwirtschaftlichen Arten) Prüfungsanbau beim BSA und an anderer Stelle, auch im Ausland Prüfungsbericht und Entscheidung Eintragung in die Sortenliste und in den gemeinsamen Sortenkatalog der EU Überwachung der Erhaltung einer Sorte
  • Beschreibe den Verfahrensablauf beim Sortenschutz Antrag beim BSA (Bundessortenamt) Registerprüfung (Unterscheidbarkeit, Homogenität, Beständigkeit, Sortenbezeichnung, Neuheit) Prüfungsanbau beim BSA und an anderer Stelle, auch im Ausland Prüfungsbericht und Entscheidung Eintragung in die Sortenschutzrolle Überwachung des Fortbestehens einer Sorte
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  • Unter welchen Voraussetzungen darf Saatgut nur in Verkehr gebracht werden? zu gewerblichen zwecken nur, wenn es als Vorstufensaatgut, Basissaatgut, Zertifiziertes Saatgut oder Standardpflanzgut anerkannt ist
  • Was bedeutet das Züchterprivileg? Kreuzungen sind mit zugelassenen Sorten erlaubt
  • Was bedeutet das Landwirteprivileg? Nachbau der Sorten ist erlaubt Nachbaugebühren können anfallen
  • Welche Formen von Mutationen gibt es? Genmutation Chromosommutation Genommutation Gentransfer
  • Beschreibe die Basenpaarung der DNA Komplementär Adenin (A) paart sich mit Thymin (T) Guanin (G) paart sich mit Cytosin (C)
  • Welche Formen der Chromosomenmutation gibt es? Deletion Duplikation Inversion Insertion Translokation
  • Welche Auswirkung hat Colchicin während des Mitose Colchicin verhindert die Ausbildung von Spindelfasern während der Mitose Mitose-Vorgänge werden nicht unterbrochen führt zur Polyplodisierung
  • Welche Kreuzungsarten gibt es? Fremdbestäubung --> Pollen aus Antheren von Pflanze A auf Stigmata von Pflanze B transferiert Selbstung --> Pollen aus Antheren von Pflanze A auf Stigmata von Pflanze A transferiert
  • Welche Kreuzungsverhältnisse entstehen bei A) Selbstung B) Kreuzung A) Verhältnis 3:1 (F1-Generation) B) Verhältnis 1:1 (F1-Generation)
  • Was versteht man unter Variegation (Verschiedenfarbigkeit)? Verschiedenfarbige Blätter verursacht durch Mutation in cpDNA reine mütterliche Vererbung autonome Chloroplastenvererbung
  • Cytoplasmische Segregation Genetisch unterscheidbare Organellen können per Zufall schrittweise in separate Zellen segregieren
  • Wobei ist die cytoplasmatische Vererbung wichtig? Erstellung von Hybridsaatgut Erzeugung männlich steriler Linien zur Produktion des Saatgutes
  • Apomixie Vegetative Vermehrung über Samen keine Meiose keine Verschmelzung von Gameten Nachkommen sind mit Eltern genetisch identisch reduziert Virusproblematik bei vegetativer Vermehrung Hybridzüchtung --> Hybriden könnten erhalten werden!
  • rekombinante Genotypen Meiosen generieren Rekombiante mit neuen Kombinationen der Allele Meiotischer Output unterscheidet sich vom meiotischen Input
  • Crossing-over Crossing-over zwischen Chromatiden, nicht Chromosomen findet statt im 4-Chromatid-Stadium (Struktur: Tetrade) Crossing-over zwischen zwei Nicht-Schwester-Chromatiden erzeugt Rekombinante bei längeren Regionen mehr Crossover und dadurch höhere Rekombinationshäufigkeit Häufigkeit dient zur Erstellung einer genetischen Karte eines Chromosoms
  • Multibles Crossing-over Multiple Crossover können mehr als zwei Chromatide einschließen doppelte Crossover: 3 Chromatide oder 4 Chromatide
  • Wie hoch ist die Rekombinationshäufigkeit gekoppelter Allele? unter 50 %
  • Doppel crossing-over Doppelte Crossing-over erzeugen Doppel-Rekombinante Chromatide, die elterliche Allelkombination liegt auf den äußeren Loci
  • Multiple Allelie mehrere Allele pro Genlocus Beispiel: Blutgruppe bei Menschen Allele A, B, 0
  • Epistasie Interaktion nichtalleler Gene; vergleichbar der Dominanz an einem Genlocus allerdings sind hier immer mehrere Genloci betroffen
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  • Transgression In der Züchtung wird unter Transgression verstanden, dass die Nachkommen eine große Variabilität aufweisen, die die Variabilität der Eltern übertrifft und bei der die extremen Ausprägungen sich (ggf. als Homozygote) weitervererben können. Diese Extremen erleiden keine Reduzierung in ihrer Ausprägung wie z.B. bei der Heterosis
  • Kopplung Linkage disequilibrium (LD) Linkage equilibrium --> Genotyp des einen Locus ist unabhängig vom Genotyp des anderen Locus  Linkage disequilibrium -->  Genotypen an den beiden betrachteten Loci sind nicht unabhängig voneinander  Begriff ist etwas unscharf, da nicht nur Kopplung zum LD führt und andererseits gekoppelte Loci nicht zwangsläufig ein LD aufweisen
  • Genetischer Flaschenhals Kultivierung von Wildarten und anschließende Auswahl der Sorten führt zu Elitesorten Flaschenhals-Effekt  Erzeugung von Elitesorten Gleichzeitiger Verlust der entischen Varianz
  • Heterosis-Effekt Mehrleistung der F1-Generation ggü. der vollständig ingezüchteten Elterngeneration
  • Beispiele Populationsstrukturen heterozygot, heterogen --> Panmixiesorte heterozygot, homogen --> Klonsorte homozygot, heterogen --> Vielliniensorte homozygot, homogen --> Selbstungssorte