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Entwicklungspsychologie (Fach) / Ich-Integrität Eigene Endlichkeit (Lektion)

2. Semester

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  • Erkläre die socio-emotiononal selectivity theory von Carstensen.  Veränderungen von Zielen im Lebenslauf 2 Zielkategorien zukunftsorientierte Ziele (Karriereplanung, neue Bekanntschaften, Wissensaneignung)       informationszentriert gegenwartsorientierte Ziele (Interaktionen mit nahe stehenden Personen)       emotionszentriert (Regulation von Affekten)  entscheidend für Zielverlagerung      nicht Alter an sich      subjektive Wahrnehmung einer begrenzten Zukunft (oft alterskorreliert)      Krankheit, Studienabschluss, 11. September
  • Was sind die drei Aufgaben der Ich-Integrität nach Peck? => erfolgreiche Entwicklung im hohen Erwachsenenalter beinhaltet Integration und Vertiefung der Persönlichkeit Ich-Differenzierung vs. übermäßige Beschäftigung mit beruflichen Rollen = neue Möglichkeiten finden, Selbstwertgefühl zu stärken (Familie, Freundschaften…) körperliche Transzendenz vs. übermäßige Beschäftigung mit dem eigenen Körper = Akzeptanz körperlicher Einschränkungen (Kompensation durch kognitive und soziale Kompetenzen) Ich-Transzendenz vs. übermäßige Beschäftigung mit dem eigenen Ich = Akzeptanz der Endlichkeit; Bemühungen, Leben überlebender Generationen sicherer, befriedigender und sinnvoller zu gestalten
  • Was sind die letzten Entwicklungsaufgaben?  Anpassung an abnehmende physische Stärke und Gesundheit Anpassung an Pensionierung und Übernahme (neuer) sozialer Rollen in flexibler Weise Anpassung an den Tod des Partners Aufbau von altersgerechtem Wohnen Annahme der eigenen Endlichkeit        Sterben und Tod
  • Erkläre das präfinale Syndrom. Reduktion von kognitiven Fähigkeiten, Auftreten von Abwehrmechanismen sowie extreme Stimmungsschwankungen (zwischen Hoffnung und Hoffnungslosigkeit, zwischen Suche und Ablehnung von Kommunikation ) hohe interindividuelle Variabilität oder fehlt oft gänzlich
  • Nenne drei Aspekte für ein "realistisches" Verständnis vom Tod. Endgültigkeit: kein Zurückbringen ins Leben Universalität: alles Lebendige stirbt Funktionsende: alle Funktionen (Denken, Fühlen, Bewegung …) enden Im Alter von 7-10 Jahren Verständnis entwickelt, wobei Funktionsende die "schwierigste" Komponente darstellt.
  • Beschreibe das Stufenmodell von Kübler-Ross für den Sterbeprozess. Was wurde kritisiert? 1.Verleugnung (Negation und Verharmlosung zum Selbstschutz) 2.Wut 3.Verhandeln, Hoffnung 4.Niedergeschlagenheit, Depression 5.Akzeptanz (oft erst Wochen/ Tage vor dem Tod; häufig Rückzug & Vernachlässigung anderer) => Regelhafte Reaktionen im Verlauf des Sterbeprozesses Kritik: deskriptiv erfasste Phasen normativ interpretiert Abfolge der Phasen nicht zwingend fehlende Berücksichtigung interindividueller Unterschiede und des sozialen Kontextes Problem: nur sehr wenige Studien gewinnen Erkenntnisse direkt aus der Arbeit mit Sterbenden
  • Was sind die typischen Verlaufsformen der Bewältigung nach Kruse?  Akzeptanz des Todes bei gleichzeitiger Suche nach Möglichkeiten, die das Leben noch bietet zunehmende Resignation und Verbitterung, Leben als Last Linderung der Todesängste durch Erfahrung eines neuen Lebenssinnes Verdrängung: Bemühen, die Bedrohung der eigenen Existenz nicht in das Zentrum des Erlebens treten zu lassen Durchschreiten von Phasen tiefer Depression zur Hinnahme des Todes
  • Wie trägt das soziale Umfeld zur Bewältigung des Todes bei? Personen- und Kontextmerkmale beeinflussen Verarbeitung und Bewältigung vor allem komprimiertes Auftreten von Belastungen Personmerkmale: materielle Ressourcen; Bewältigungskompetenzen, Art der Erkrankung Kontextmerkmale: Soziale Netzwerke, Konflikte (sozialer Tod) => Begleitung Sterbender und Hospizbewegung
  • Was sind Kriterien für eine angemessene Kommunikation mit Sterbenden? Sage die Wahrheit: Sei ehrlich bzgl. Diagnose und Verlauf: das erlaubt dem Patienten, mit seinem Leben abzuschließen; er/sie kann seinen Gefühlen und Wünschen Ausdruck verleihen und über Maßnahmen mitentscheiden Höre aufmerksam zu & erkenne die Gefühle an: Präsent sein und volle Aufmerksamkeit widmen; Personen, die Anteilnahme erleben, sind körperlich und emotional weniger angespannt Bewahre realistische Hoffnungen: Realistische Ziele setzen, die noch erreicht werdenkönnen, z.B. einen Konflikt lösen, Zeit mit geliebten Personen verbringen Unterstützung beim Übertritt in den Tod:  Versichere der Person, dass sie nicht allein sein wird; berühre sie oder bleibe ruhig an ihrer Seite; Botschaft vermitteln, dass es an der Zeit ist, aufzugeben und loszulassen
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