13
Tiergesundheit und Verfahrenstechnik (Fach) / Verfahrenstechnik (Lektion)
Inhalte der Vorlesung Verfahrenstechnik
Diese Lektion wurde von Drappa erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
Anzeige
- Welche Problemsituationen gibt es nach dem Absetzen? Verlust der Mutter Neue Umgebung Immunitätslücke Neues Futter Wechsel der sozialen Struktur
- Nenne die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Ferkelaufzucht Tierschtuzgestez (rechtliche Grundlagen zur Haltung von Tieren) Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (Anforderungen an: Stallbau, Bodengestaltung, Betreuungspersonal, Stallklima) Schweinehaltungshygieneverordnung (Einzäunung, Hygieneschleusen) VDI-Richtlinie 3471 (Emissionsminderung) DIN 18 910 (Stallklima)
- Nenne die max. Konzentration pro m^3 Luft für Ammoniak, Kohlendioxid, Schwefelwasserstoff Ammoniak: 20 ppm Kohlendioxid: 3000 ppm Schwefelwasserstoff: 5 ppm
- Nenne die Maßgaben zur uneingeschränkt nutzbaren Bodenfläche über 5 bis 10 kg Durchschnittsgewicht: 0,15 qm über 10 bis 20 kg Durchschnittsgewicht: 0,2 qm über 20 kg Durchschnittsgewicht: 0,35 qm
- Nenne typische Haltungsverfahren in der Ferkelaufzucht Kleingruppen --> i.d.R. wurfweise (12 Tiere) Großgruppen --> mehrere Würfe zusammen (30 bis mehr als 200 Tiere)
- Was sind Vor- und Nachteile der Ferkelaufzucht in größeren Gruppen? + Niedriger Investitionsbedarf durch geringeren Anteil an Nebenflächen und Buchtenabtrennungen + Tiergerechte Haltung durch größeren Bewegungsraum & stärkere Differenzierung der Funktionsbereiche + Geringere Emissionen durch anteilig kleinere Kotbereiche + Rationelle Arbeitswirtschaft - Erschwerte Tierkontrolle - Hohe Anforderungen an die Managementqualität des Tierhalters
- Nenne Haltungsverfahren in der Ferkelaufzucht (strohlos/eingestreut) strohlos Vollspaltenboden Teilspaltenboden Kistenstall eingestreut Zweiflächenbucht Kistenstall Tiefstrohstall Schrägbodenstall
- Welche Bedingungen sollte der Boden in der Ferkelaufzucht erfüllen? Sollte Ferkeln eine Einteilung in Funktionsbereiche erleichtern Dreikantstahl: gut geeignet im Kotbereich und in den Buchtenecken, aber auch größere Verletzungsgefahr Kunststoffboden: v.a. im Fressbereich, aber auch im Liegebereich zu empfehlen, i.d.R. „lauter“ als Betonboden Betonboden: ausreichend Klauenabrieb, Trittsicherheit --> Laufbereich
- Anforderungen an die Ferkelfütterung Leichte / schnellstmögliche Gewöhnung der Ferkel an Futter und Technik Rationierte Fütterung kleiner Portionen unmittelbar nach dem Absetzen Durchfallprophylaxe und Minderung von hohen Futterverlusten Kontinuierliche Steigerung der Futtermenge bis zur ad libitum-Fütterung in den ersten zwei Wochen nach dem Absetzen Zeitlich synchrones Fressen entsprechend dem arttypischen Futteraufnahmeverhalten Hohes Hygieneniveau Ernährungsphysiologisch günstige Futterkonsistenz (flüssig bis breiförmig) Wasser zur freien Aufnahme Flexibel in verschiedenen Bauhüllen und Buchtengeometrien einsetzbar Hohe Funktionssicherheit, wenig störanfällige Technik und gute Bedienbarkeit Niedrige Kosten je Ferkelplatz
- Nenne Fütterungssysteme für abgesetzte Ferkel Trockenfütterung: Intervallfütterung am Längstrog Breifütterung: Breifutterautomat, Rohrbreiautomat, Sensorfütterung am Rundtrog Flüssigfütterung: Sensorfütterung am Längstrog, Sensorfütterung am Kurztrog, Sensorfütterung am Rundtrog Übergangsfütterung: Automaten zum Anmischen von Futter & Wasser in kleinen Mengen
- Anzeige
- Einflussfaktoren Wasserbedarf Alter Lebendmasse Leistungsniveau Umgebungstemperatur Wassergehalt der Futtermittel
- Ziele der Stallkimatisierung Tiergesundheit: Gesunderhaltung; Gesundheitsprophylaxe Tierwohlbefinden: Tierschutz; Tierkomfort als Qualitätskriterium Tierleistung: biologische Tierleistungen (Tageszunahmen, Futterverwertung etc.) Arbeitsplatzqualität: Staubgehalt; Schadgasgehalt; Temperatur Umwelt: Geruch; klimarelevante Gase
- Folgen schlechter Klimaführung Zugluft: zu hohe Luftrate, Undichtigkeiten, zu hoher Unterdruck Hohe Schadgaskonzentration, Geruch Reizung der Schleimhäute: geringer Volumenstrom, zu hohe Solltemperatur, Luftbewegung über der Gülle, Überbelegung Hohe Staubbelastung: Hustenreiz, zu geringe Luftfeuchtigkeit Feuchte Bauteile, tropfende Decken: zu hohe Luftfeuchtigkeit, schlechte Dämmung, geringe Luftrate