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Volkswirtschaft (VWL) (Fach) / VWL 3 (Lektion)

Klasurvorbereitung

Diese Lektion wurde von kbecker erstellt.

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  • Wirtschaftspolitik (Definition Klump) bezeichnet zielgerichtete Eingriffe in den Bereich der Wirtschaft durch dazu legitimierte Instanzen
  • Wirtschaftsprozess fortlaufende Produktion, Verteilung und Verwendung von Gütern
  • Wirtschaftssystem Gesamtheit der Beziehungen zwischen (konsumierenden und produzierenden) Wirtschaftseinheiten in einer Volkswirtschaft
  • Wirtschaftsordnung Gesamtheit der verbindlichen Rechtsnormen (Wirtschaftsverfassung) und der wirtschaftlich relevanten sozialen Normen in einer VW.
  • Ordnungskonforme Wirtschaftspolitik Erfahrungswissen und konzeptionelle Überlegungen zur Funktionsweise marktwirtschaftlicher Systeme
  • Theoriegeleitete Wirtschaftspolitik Theoretische Modelle (zumeiste math. Modelle; teilweise ergänzt durch Erkenntnisse anderer Fächer)
  • Evidenzbasierten Wirtschaftspolitik Systematische empirische Untersuchungen zu den Effekten wirtschaftspolitischer Maßnahmen
  • Idealtypen von Wirtschaftsordnungen links: Eigentum an Produktionsmitteln (Private oder kollektiv) oben: Planung und Koordination (dezentral oder zentral) Reine Marktwirtschaft (privat, dezentral) Staatskapitalismus (privat, zentral) Konkurrenzsozialismus (kollektiv, dezentral) Zentralverwaltungswirtschaft (kollektiv, zentral)
  • Unterscheidung Ordnungs- und Prozesspolitik (Hayek) Handelsebene: Konkrete Handlungen Regelebene: Bestimmt, welche Handlungen zulässig sind
  • Unterscheidung Ordnungs- und Prozesspolitik Grunsätzlich: Prozesspolitik: Setzt an der Handelnsebene an = Politik, die durch konkrete Eingriffe in den Marktprozess oder Korrektur der marktlichen Allokation das wirtschaftliche Geschehen in bestimmten Märkten, Regionen oder der ganzen VW steuert. (Bsp.: Festlegung von Mindestlöhnen) Ordnungspolitik: Setzt an der Regelebene an = Politik, die einen geeigneten Rahmen von Regeln für die privaten Wirtschaftsbeziehungen bereitstellt und durchsetzt. (Bsp.: Streikrecht und Tarifautonomie)
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  • Ordnungskonforme Wirtschaftspolitik WP, die mit den funktionsbedingungen einer marktwirtschaftl. Wirtschaftsordnung möglichst gut vereinbar ist
  • Theoriegeleitete Wirtschaftspolitik Wirtschaftspolitik, die sich von den Ergebnissen theoretisch ökonomischer Modelle leiten lässt
  • Evidenzbasierten Wirtschaftspolitik Wirtschaftspolitik, die sich von den Ergebnissen systematischer, empirischer Untersuchungen leiten lässt und fortlaufend auf ihre Effekte untersucht wird.
  • Markt freiwilliger Tausch zwischen Anbietern und Nachfragern - Knappheit als Voraussetzung - Ausgleich von Angebot und Nachfrage durch dezentrale Selbstorganisation 
  • Transaktion Übertragung von Verfügungsrechten gegen eine Gegenleistung
  • Transaktionskosten "Kosten der Nutzung des Marktes" Arten: Anbahnungskosten (Informationssuche) Vereinbarungskosten (z.B. Vertragsverhandlung) Anpassungskosten (Durchsetzung von Änderungen) Abwicklungskosten (z.B. Transport) Kontrollkosten
  • Allokation und Verteilung Allokation: Aufteilung von Ressourcen einer VW auf versch. Verwendungen (Was und wie soll produziert werden?) -Aufteilung begrenztes Einkommen auf Güter Verteilung: Aufteilung der Produktionsergebnisse auf die Mitglieder der Gesellschaft (Für wen soll produziert werden?) - Personelle Verteilung
  • 1. Hauptsatz der Wohlfahrtsökonomik Jedes Gleichgewicht auf einem Wettbewerbsmarkt ist pareto-effizient. Bed.: durch staatl. Eingriffe nicht weiter verbesserbar setzt voraus: Individuelle Rationalität und vollständige Konkurrenz Eingriffe können gerechtfertigt sein, wenn Annahmen verletzt
  • 2. Hauptsatz der Wohlfahrtsökonomik Jede Pareto-effiziente Allokation kann als GG auf einem Wettbewerbsmarkt realisiert werden Bed.: Durch Veränderungen der Anfangsausstattungen kann Politik Einfluss darauf nehmen, welches GG im Marktprozess realisiert wird, ohne dass dadurch Ineffizienz entsteht - Trennung Allokations- und Verteilungsziele
  • individuelle Rationalität Vollständigkeit Transitivität Reflexität Stetigkeit zusätzlich strenge Konvexität und Nichtsättigung
  • Kaldor-Hicks-Kriterium Effizienzsteigerung: Veränderung der Allokation derart, dass der Wohlfahrtszuwachs der Gewinner die Wohlfahrtsverluste der Verlierer übersteigt Vorteil: deutliche konservativer als Pareto-Kriterium Nachteil: nicht umbedingt widerspruchsfrei lässt im Gegensatz zu Pareto-Kriterium zu, dass einzelne Individuen an Nutzen gewinnen können, während andere Individuen an Nutzen einbüßen nur möglich wenn WF Zuwachs und „Entschädigung“ kompensationskriterium
  • Konsumentenrente Individuelle KR: Individuelle Zahlungsbereitschaft - Marktpreis Differenz aus dem Marktpreis und dem maximalen Preis den ein Kunde bereit wäre für eine Einheit des Gutes zu bezahlen
  • Produzentenrente Individuelle PR: Marktpreis - Grenzkosten der Produktion der einzelnen Einheiten  Die Different zwischen dem Marktpreis und dem Reservationspreis des Produzenten
  • Aggregierte KR und PR KR: Summe der individuellen KR für alle Konsumenten, die das Gut erworben haben PR: Marktpreis - GK der Produktion der einzelnen Einheiten
  • Gesamtwohlfahrt Gesamtwirtschaftlich die Summe aller Renten der einzelnen Individuen
  • Ziel einer Höchstmiete (Höchstpreis) - Verteilungs- und Gerechtigkeitsziele
  • Steuer Eine Steuer ist eine Geldleistung bzw. nicht zweckgebundene Abgabe ohne Anspruch auf staatliche Gegenleistung.
  • Zölle alle Importe werden verhindert: Prohibitiver Zoll / Importverbot (liegt im GG) Importe decken Teil der einheimischen Nachfrage: Nicht-prohibitiver Zoll/Importquote
  • Wer trägt die Steuerlast? Wenn NE relativ zum AT: wenig elastisch - Konsumenten (weniger stark auf Preiserhöhung reagieren) stark elastisch - Produzenten
  • Wer profitiert von der Subvention? Wenn NE relativ zum AT: wenig elastisch - Nachfrager stark elastisch - Anbieter
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  • Interventionspreis vs. Mindestpreis Mindestpreis = staatl. festgesetzter Preis, der nicht unterschritten (wohl aber überschritten) werden darf Interventionspreis = zusätzlich zu Mindeshöhe des Preises wird garantiert, dass der Staat bzw. eine Interventionsstelle jede beliebige Menge aufkauft, die für die Erzeuger zu diesem Preis nicht am Markt absetzbar ist. (Überproduktion, kann durch Exporte verringert werden) Interventionspreis im Vergleich zu Mindestpreis für Produzenten attraktiver  Problem: Anreiz zur Überproduktion
  • Monopolistische Preisdifferenzierung Preisdifferenzierung 1. Grades (Personalisierte Preise) z.B. Flohmarkt - Jeder Nachfrager zahlt den Preis in Höhe seiner Zahlungsbereitschaft Preisdifferenzierung 2. Grades (Selbstselektion) z.B. Mengenrabatte, zweiteilige Tarife - Nachfrager/in zahlt den Preis, der von der individuellen NE-Menge abhängt Preisdifferenzierung 3. Grades (Segmentierung) z.B. Senioren- und Studentenrabatte - versch. Preise für Nutzergruppen mit versch. Preiselastizitäten 
  • Das natürliche Monopol Ein Markt ist dann ein natürliches Monopol, wenn die Kostenfunktion der Anbieter über den gesamten relevanten Bereich des Outputs subadditiv ist.
  • Voraussetzungen für beständiges natürliches Monopol auf angreifbarem Markt Der nat. Monopolist produziert kosteffizient Der nat. Monopolits macht keinen Gewinn Innerhalb der vom natürlichen Monopolisten produzierte Angebotsmenge gibt es keine interne Subvention Nur ein effizientes nat. Monopol ist beständig!
  • Regulierungsbedarf gemäß Theorie der angreifbaren Märkte links: Kostenirreversibilität  oben: Subadditivität Regulierungsbedarf (ja, ja) kein Regulierungsbedarf (ja, nein Subaddivität) angreifbares nat. Monopol ohne Regulierungsbedarf (nein Kostenirreversibiltät, ja) kein Regulierungsbedarf "normaler Markt" (nein, nein)
  • Price-Cap- Regulierung Preise der aktuellen Periode dürfen maximal so hoch sein, dass die Ausgaben der Vorperiode , korrigiert um den Faktor (RPI-X) reichen, um die Mengen der Vorperiode zu kaufen.
  • Price-Cap- Regulierung Preise der aktuellen Periode dürfen maximal so hoch sein, dass die Ausgaben der Vorperiode , korrigiert um den Faktor (RPI-X) reichen, um die Mengen der Vorperiode zu kaufen. Kunden sollen dazu in der Lage sein, zu heutigen Preisen, dieselben Waren eines Dienstleistungskorbes wie in der Vorperiode nachfragen zu können, ohne das Mehrkosten entstehen.
  • Vertikale Integration Vertikale Integration erhöht die GG-Menge, senkt den GG-Preis und erhöht den Gewinn. Es profitieren alle Nachfrager von der höheren Menge, dem niedrigeren Preis, Produzenten von höherem Gewinn.
  • Vertikale Integration Vertikale Integration erhöht die GG-Menge, senkt den GG-Preis und erhöht den Gewinn. Es profitieren alle Nachfrager von der höheren Menge, dem niedrigeren Preis, Produzenten von höherem Gewinn. - zwischen versch. Stufen der Wertschöpfungskette - Formen: Vertikaler Zusammenschluss, Exklusivverträge, Preis- und Mengenbindungen
  • Wesentliche Unterschiede vertikal zu horizontalen Zusammenschlüssen Akteure sind keine Konkurrenten Vermeidung "doppelte Marginalisierung" - erhöht Allokationseffizienz
  • Externe Effekte Externe Effekte liegen vor, wenn der Nutzen eines Individuums/ Gewinn eines Unternehmens von mind. einer Variablen beeinflusst wird, deren Größe von anderen Akteuren (mit)bestimmt wird.
  • Externe Effekte - Arten Technologische externe Effekte Pekuniäre externe Effekte Psychologische externe Effekte
  • Technologische externe Effekte - technisch/physisch bedingter Zusammenhang zwischen den Aktivitäten eines Akteurs und den Nutzen- bzw. Gewinnfunktion anderer Akteure, der nicht durch den Marktprozess erfasst und kompensiert wird - begründen Marktversagen (notwendige Bedingung für wohlfahrtssteigernden wirtschaftspolitischen Eingriff in den Marktprozess erfüllt- nicht hinreichend)
  • Pekuniäre externe Effekte - Auswirkungen auf die Nutzen- bzw. Gewinnfunktion eines Akteurs, die durch verändertes Angebots- oder Nachfrageverhalten anderer Akteure und dadurch verursachte Preisänderungen entstehen
  • Psychologische externe Effekte - in die Nutzenfunktion eines Akteurs geht das Konsumniveau oder der Nutzen eines anderen Akteurs ein, ohne dass ein physischer Zusammenhang oder eine Marktbeziehung besteht
  • Instrumente der Wirtschaftspolitik Programminformationen Zölle Subventionen Geld- und kreditpolitische Eingriffe Eigentumsordnung, Vertragsrecht Wettbewerbsrecht, Regulierung des Marktzugangs bei freien Berufen Steuern und Sozialhilfe Staatliche Nachfrage/Angebote Wirkung wirtschaftspolitischer Instrumente ist immer unsicher. Abhängig davon, wie die wirtschaftenden Menschen auf die Maßnahmen der Wirtschaftspolitik reagieren
  • Coase Theorem Bei vollständig definierten Verfügungsrechten führen die Verhandlungen zwischen Verursacher und Geschädigtem zu Pareto-effizienter Allokation - Effizienztheorie Das Verhandlungsergebnis ist unabhängig von der Allokation der Verfügungsrechte - Invarianzthese Aber: Wohlfahrtssteigerung hängt von Allokatiom der Verfügungsrechte ab Grenzen: hohe Transaktionskosten, fehlende Verfügungsrechte Voraussetzung: Vollständiges Wissen über externe Effekte
  • Prinzipal- Agent-Probleme Verborgene Eigenschaften - Adverse Selektion (Negativauslese) Verborgene Handlungen - Moral Hazard (moralisches Risiko) Verborgene Absichten - hold up (opport. Verhalten)
  • Marktlösungen für Probleme asymmetrischer Information Screening (Beschaffung von Informationen über die Eigeschaften und das Verhalten von Agenten) ASESSMENTCENTER Signaling (Informationsbereitstellung/-übertragung) AUSBILDUNG Interessenharmonisierung
  • Monopol Beim Monopol hat der einzige Anbieter sehr viel Markteinfluss, während der Nachfrager verhältnismäßig wenig Macht haben. Monopolmacht: bedeutet, dass der Anbieter den Preis oberhalb der GK ansetzen kann (Vollkommener Wettbewerb p=GK) - Betrag hängt vom Kehrwert der Preiselastizität der Nachfrage ab (Je geringer, umso größer Monopolmacht)