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Werkstoffe und Kreisläufe (Fach) / Umweltbilanzierung "Ökobilanz" (Lektion)
Umweltbilanzierung „Ökobilanz“
Diese Lektion wurde von LenaFeistl erstellt.
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- Definition Ökobilanz „Die Ökobilanz ist ein möglichst umfassender Vergleich der Umweltauswirkungen zweier oder mehrerer unterschiedlicher Produkte, Produktgruppen, Systeme, Verfahren oder Verfahrensweisen.“Umweltbundesamt Bekannteste, am höchsten entwickelte und am weitesten verbreitete Methode zur Bewertung von Umweltwirkungen. Achtung:Das Wort „Bilanz“ ist auf einen Stichtag bezogen. Öko-Bilanzen umfassen jedoch die Material-, Energie-, Schadstoff- und Abfallströme während eines Zeitraums.
- Definition Betriebsbilanz In- und Output von Stoffen und Energien werden vollständig und systematisch erfasst und gegenübergestellt. Der betriebliche Transformationsprozess wird als „Black Box“ behandelt.
- Definition Prozessbilanz In- und Output einzelner Prozesse (Produktion, Lagerhaltung, Verwaltung usw.) werden gegenübergestellt.Aufhebung der „Black Box“-Betrachtung des betrieblichen Transformationsprozesses,es ergeben sich detaillierte Informationen über Stoff und Energieflüsse innerhalb des Unternehmens.
- Definition Produktbilanz In- und Output werden gesondert nach Produkten ausgewiesen. Der gesamte Produktlebenszyklus wird zur Überprüfung der Umweltrelevanz herangezogen. „Von der Wiege bis zur Bahre“. Diese Bilanzart ermöglicht durch die produktspezifische Zuordnungeine Erkennung von ökologisch relevanten Materialien (z.B. FCKW haltige Kühlmittel, giftige Lösungsmittel).
- Definition Standortbilanz Keine In- und Output-Analyse von Stromgrößen, sondern eine zeitpunktbezogene Bestandsrechnung. Es werden alle Produktionsanlagen, Gebäude und Flächen erfasst,und die ökologischen Verbesserungsmöglichkeiten untersucht.
- Struktur einer Ökobilanz Jede Ökobilanz sollte aus 2 Teilen bestehen:1. Input-Output-Analyse der Material- und Energieströme(Stoff- und Energiebilanz)2. Bewertung der ökologischen Auswirkungen (Umweltrelevanz) Input Stoffe (Rohstoffe, Halb- und Fertigwaren, Betriebsstoffe, Hilfsstoffe) Energien (gasförmig, flüssig, fest) Output Produkt (Primär-, Kuppelprodukte) Stoffliche Emissionen (Abfall, Wasser, Abluft) Energetische Emissionen (Abwärme, Lärm, Strahlung)
- Nenne 3 Methoden der Bilanzierung ABC-Methode Umweltkennzahlen Produktorientierte Ökobilanzen
- ABC-Methode -Definition -Gruppierungskriterien in In- und Outputs Bewertung der ökologischen Auswirkungen (Umweltrelevanz) der Material- und Energieströme⇒stuft die Umweltwirkungen verschiedener Faktoren des betrieblichen Handelnsauf Grundlage der Stoff- und Energiebilanzen über ein Klassifizierungsschema ab.Gruppierungskriterien in In- und Outputs Qualitative Bedeutung Quantitative Bedeutung (t, cbm, Betriebsstand, etc) A-Bestandteile X-Bestandteile (großer Handlungsbedarf) (hohes Volumen) B-Bestandteile Y-Bestandteile (mittlerer Handlungsbedarf) (mittleres Volumen) C-Bestandteile Z-Bestandteile (geringer Handlungsbedarf) (niedriges Volumen)
- Beurteilung der ABC-Bewertung Kompromiss zwischen naturwissenschaftlicher Exaktheit und Praktikabilität. Problem der fehlenden Gewichtung der Umweltkriterien. (Ist Kriterium 1 wichtiger als Kriterium 2 ?) Schwierigkeit der verbalen Interpretation. Vergleiche zwischen Unternehmen sind nahezu unmöglich. z.B. aufgrund unterschiedlicher Strukturen der Produktionsprozesse Die Einteilungen der Stoffe müssen ständig überprüft und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen angepasst werden. Problem der Operationalisierbarkeit der ABC-Kriterien.
- Operationalisierbarkeit der ABC - Kriterien klar definiert, gut überprüfbar ∨ Kriterium 1 „Einhaltung der Gesetze“ Kriterium 4 „Internalisierte Umweltkosten“ abnehmende Exaktheit ∨ Kriterium 6 „Erschöpfung der Reserven“ Kriterium 3 „Gefährdungspotenzial" Kriterium 2 „Gesellschaftliche Akzeptanz" „schwache Signale“, schwierig zu definieren ∨ Kriterium 5 „Externe Kosten“und zu überprüfen
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- Definition Umweltkennzahlen Umweltkennzahlen sind absolute Zahlen und Verhältniszahlen, die inkonzentrierter Form über quantifizierbare, betrieblich-umweltrelevanteSachverhalte entscheidungsorientiert informieren.
- Funktionen Umweltkennzahlen Im Zeitvergleich zeigen sie Entwicklungen der betrachteten Größen über verschiedene Perioden hinweg auf, Trends und Veränderungen können so frühzeitig erkannt werden. Im Soll-Ist-Vergleich geben sie quantitative Anhaltspunkte für die Zielerreichung der Umweltziele des Unternehmens. Im Betriebsvergleich zeigen sie, wie die Kennzahlenwerte innerbetrieblich (im Vergleich einzelner Betriebsteile) und überbetrieblich (im Vergleich zu anderen Unternehmen, zum Branchendurchschnitt etc.) einzuordnen sind.
- Beispiele für Umweltkennzahlen Energiekennzahlen Abluftkennzahlen Wasser- und Abwasserkennzahlen Materialkennzahlen Abfallkennzahlen Produktkennzahlen Infrastrukturkennzahlen Verkehrskennzahlen Umweltmanagementkennzahlen
- Beurteilung des Einsatzes von Umweltkennzahlen Umweltkennzahlen stellen eine vergleichsweise einfache und in der Praxis weit verbreitete Methode dar. Umweltkennzahlen zeigen lediglich quantitative Relationen auf, sie liefern jedoch keine ursächlichen Begründungen. Aufgrund bislang ungelöster Bewertungsprobleme lassen sich Umweltkennzahlen nicht zu einem Gesamtwert aggregieren. Aussagen über das umweltrelevante Gesamtverhalten des Unternehmens sind nicht möglich. Relative Umweltkennzahlen geben die Entwicklung absoluter Umweltbelastungen verfälscht wieder, wenn sich die verwendeten Basisgrößen (z.B. Input- oder Outputeinheiten) im Zeitablauf ändern.
- Ziele der Produktbilanzierung Aufzeigen des Zusammenhangs zwischen Produkten und Umweltbelastungen. Übergang von einer punktuellen Betrachtung ökologischer Probleme auf deren ganzheitliche und medienübergreifende Sicht. Verknüpfung verschiedener Lebenszyklusstufen von Produkten, womit ökologische Problemverlagerungen aufgedeckt werden können. Identifizierung von Verbesserungs- und Entlastungsmöglichkeiten.
- Der Produktlebenszyklus - Welche Phasen gibt es ? Phasen des Lebenszyklus: Rohstoffgewinnung Rohstoffverarbeitung Vorproduktion Produktion Gebrauch Beseitigung
- Definition: Produkt – Ökobilanzierung nach ISO 14040 „Unter einer Produkt-Ökobilanz wird prinzipiell die Erfassung und Bewertung von Umwelteinflüssen über den Lebenszyklus eines Produktes hinweg verstanden.“
- Definition Zieldefinition Die Zieldefinition beschreibt den Rahmen, in den eine Produktbilanz eingebettet ist, sie grenzt die Studie ein und legt die notwendigen Annahmen und Prämissen fest. Beschreibung der Zielgruppen Beschreibung des Verwendungszwecks Auswahl der Produktgruppe Festlegung der funktionalen Äquivalenz (Bilanzeinheit) Auswahl der Bilanzobjekte Abgrenzung des sachlichen, räumlichen und zeitlichen Untersuchungsrahmens Festlegung der Bewertungsmethodik
- Erläutern sie die Sachbilanz Systematische Erfassung und Darstellung der Stoff- und Energieflüsse, die mit einem bestimmten Produkt verbunden sind, unter Berücksichtigung der verschiedenen Produktlebensstufen. (Input-Output-Modell) Input – Output -Materialeinsatz -Wasserbedarf und –belastung-Transporte -feste Abfälle-Energiebedarf für -gasförmige Luftemissionen durch Herstellung, Herstellung, Recycling, Montage, Demontage, Benutzung, Transporte, EntsorgungDemontage,Transporte
- Was ist die Wirkungsabschätzung In der Wirkungsbilanz wird auf Grundlage überwiegend naturwissenschaftlichabgesicherter Ursachen-Wirkungs-Zusammenhänge dargelegt, welche Wirkungendurch den Produktlebensweg hervorgerufen werden könnten.
- EuP/ErP (Energy using Product) Ziel der EuP - Richtlinie Mit der Richtlinie soll ein umfassender und konsistenter Rechtsrahmen für die Festlegung von Ökodesign-Anforderungen geschaffen werden, um den freien Verkehr mit energiebetriebenen und energierelevanter Produkten in der EU zu gewährleisten, die Umweltverträglichkeit dieser Produkte insgesamt zu verbessern und so die Umwelt zu schonen, die Sicherheit der Energieversorgung zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Wirtschaft zu verbessern, die Interessen der Industrie und der Verbraucher zu wahren.
- Für wen gilt die EuP - Richtlinie? Die Richtlinie gilt im Prinzip für jedes Produkt, das Energie benötigt, um bestimmungsgemäß zu funktionieren. Die Produkte müssen in großen Stückzahlen vertrieben werden. Die Produkte müssen eine erhebliche Umweltwirkung haben. Die Produkte müssen Möglichkeiten zur wesentlichen Verbesserung ihrer Umweltverträglichkeit ohne übermäßig hohe Kosten bieten.
- Methode des Ecodesigns für Energie verbrauchende Produkte Technische Analyse des Produkts Produktion : Sachbilanz Vertrieb Gebrauch : Energieverbrauch, Interaktion des Produktes mit seiner Umwelt Entsorgung bzw. Verwertung Erstellen des Ökoberichts Betrachtung von der „Wiege bis zur Bahre“ Umweltkategorien basierend auf dem Eco-Design Gewichtung der Umweltwirkung mit den Gewichtungsfaktoren Behandlung der Entsorgung gemäß den Vorschriften und der aktuellen Handhabung
- Struktur der EuP-Methode: Eco-Design/ Erklären Sie die 8 Gestaltungsmaßnahmen des Eco-Design für Energie-verbrauchende Produkte. 1. Produktdefinition, Standards und Gesetzgebung ⇓ ⇓ ⇓2. Analyse von 3. Verbraucher 4. Technische AnalyseÖkonomie und Analyse und lokale existierenderMarkt Infrastruktur Produkte ⇓ ⇓ ⇓ ⇓ 5. Definition eines Referenz-Produkte ⇐ EuP Ökoreport ⇓ ⇓ ⇑ 7. Überprüfung 6. Technische Analyse (LCA) Beste verfügbare Technologie (BAT) 8. Analyse unterschiedlicher Szenarien