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Bdf & AVA (Fach) / 02. Terminplanung & Netzplantechnik (Lektion)
Einführung
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- 20.* Was sind Anordnungsbeziehungen in der Netzplantechnik? - AOB sind quantifizierte Abhängigkeiten (Voraussetzungen) der Ereignisse und Vorgänge zur Beschreibung der Ablaufstruktur eines Netzplans - AOB beschreiben die logisch quantifizierten Abhängigkeiten zweier aufeinanderfolgender Vorgänge oder Ereignisse, bei der Beginn und Ende des einen Vorgangs von jenen des anderen Vorgangs abhängt; zur Beschreibung der Ablaufstruktur eines Netzplans grafisch mit Pfeilen dargestellt Vorwärtsplanung Frühester Anfang (FA) Vorwärtsplanung + Dauer Frühestes Ende (FE) Rückwärtsplanung Spätestes Ende (SE) Rückwärtsplanung + Dauer Spätester Anfang (SA)
- 22.* Beschreiben Sie die Fragen, die wir für jeden Vorgang in einem Netzplan beantworten müssen 1) Welcher Vorgang geht dem betrachteten Vorgang unmittelbar voraus? 2) Welche Voraussetzungen sind für den betrachteten Vorgang nötig? (Kapazitätsbedingung, Ressourcen) 3) Welcher Vorgang folgt dem betrachteten Vorgang unmittelbar nach? 4) Welche Vorgänge können gleichzeitig mit dem betrachteten ausgeführt werden? 5) Wie lange dauert der betrachtete Vorgang?
- 23.* Beschreiben Sie die Methodik und Arbeitsschritte der Netzplantechnik/Netzplanerstellung Netzplantechnik = ist ein Hilfsmittel zur Planung, Koordination, Kontrolle und Steuerung von komplexen Projekten. Mehrere Aktionen haben technologische, zeitlich-organisatorische Abhängigkeiten. Bei der NPT sind alle Aktionen von Projektstart bis Projektende miteinander verflochten und voneinander abhängig. Methodik1. Projektanalyse: Projektart, -größe, -umfeld, -organisation, -beteiligte,...2. Tabellarische Eintragung der Netzplan-Mindestinfos in die Vorgangskonten: - VorgangsNummer (Organisationscode), Vorgangsname (Text) - technologische und kapazitive Abhängigkeiten: unmittelbarer Vorgänger und Nachfolger mit/ohne zeitlichen Abständen - VorgangsDauer (D) - Anordnungsbeziehung (AOB) Arbeitsschritte• Erstellen des Netzplan-Grundgerüstes: nach technolog. Bedingungen erstellte Vorgänge und Meilensteine• Darstellen der kapazitätsbezogenen Abhängigkeiten und Vorgangsdauer im Netzplan-Grundgerüst• Herausarbeiten der AOB• In der Vorwärts-/Rückwärtsrechnung: Berechnung der frühesten und spätesten Anfangs- und Ende-Termine der Vorgänge und Meilensteine• Pufferzeiten ermitteln durch die zeitliche Lage des Vorgängers und Nachfolgers• Durch Überlagerung/Parallellaufen verkürzt sich die Projektdauer
- 24.* Was ist der kritische Weg in einem Netzplan? Der Kritische Weg wird von allen Vorgängen gebildet, deren früheste und späteste Lage im Netzplan gleich ist. Sie dürfen nicht verschoben werden.Sie haben keine Pufferzeit. Alle Vorgänge außerhalb des kritischen Weges haben eine Pufferzeit.Der Kritische Weg wird mittels einer Computer-Software (ms-project) errechnet. (Kritischer Weg: verläuft von Projektanfang bis zum Projektende & kann Verzweigungen aufweisen)
- 21.* Skizzieren und beschreiben Sie die vier Anordnungsbeziehungen in der Netzplantechnik 4 Anordnungsbeziehungen Ende-Anfang-Beziehung = Normalfolge: Vorgang B kann erst dann beginnen, wenn der Vorgang A beendet wurde. Anfang-Anfang-Beziehung = Anfangsfolge: Der Vorgang A & B müssen gleichzeitig beginnen. Ende-Ende-Beziehung = Endfolge: Vorgang A& B müssen gleichzeitig beendet werden. Anfang-Ende-Beziehung = Sprungfolge: Vorgang B kann erst beendet werden, wenn Vorgang A begonnen hat.
- 14.* Zeichnen Sie einen Bauzeit-Balkenplan für den Neubau einer Wohnung mit 90 m² Nutzfläche: Abbruch Bad, WC, Sanitär-, Heizungs- und Elektroinstallationen, Abbruch der Bodenbeläge und Bodenaufbauten, Abbruch von 50 m² Zwischenwänden (14 cm ÖF, verputzt), Neubau: 45 m² Trockenbauwände, 5 Innentüren, Wohnungseingangstür EI230, Sanitärinstallationen [Leitungen, Bad, WC, mechan. Lüftung,Fußbodenheizung, Elektroinstallationen], Innenputz, Fußbodenaufbau, CT-Estrich, Parkett, Abdichtung, Feinsteinzeug-Boden- und Wandbeläge, Maler- und Anstreicherarbeiten. Skizze
- 15.* Skizzieren Sie ein Zeit-Weg-Diagramm für 1.350 m Kanalkünetten + Pölzung, i. M. 180 cm tief / i. M. 70 cm breit, 1-350 m Kanalgrundleitung mit Formteilen und Putzschächten, 1.350 m Hinterfüllung und Abbruch der Pölzung. Skizze
- 12. Beschreiben Sie die Terminplanarten nach der graphischen Darstellung und deren Vor- und Nachteile. • Balken-Terminpläne + Balkenlängen zeigen Dauer der Vorgänge, Start, Ende & zeitliche Überlappungen der Vorgänge sind gut lesbar + einfache Handhabung und Lesbarkeit - keine zwingenden, mathematisch beschriebenen Vorgangsverknüpfungen: schwierige Terminsteuerung - bei komplexen und zeitlich gedrängten Projekten zu ungenau • Zeit-Weg-, Zeit-Leistungs-, Zeit-Mengen-Diagramme + leichte Verständlichkeit und Lesbarkeit + Verknüpfung von Ort, Menge und Zeit + Übersichtlichkeit bezüglich der Fortschrittsgeschwindigkeit - Abhängigkeiten zwischen den Vorgängen sind nicht erkennbar • Netzpläne + logische Abhängigkeiten werden ersichtlich + Konsequenzen einer Verschiebung eines Vorganges werden auf den weiteren Projektverlauf erkennbar + Zeitreserven, -defizite und -engpässe sind ablesbar + Einfügen oder Löschen einzelner Vorgänge oder Abhängigkeiten leicht durchführbar - anspruchsvolle Darstellung - für Laien schwerer lesbar • Balken-Netzpläne + Abhilfe bei den Nachteilen des Balkenplans
- 13. Beschreiben Sie die Terminplanarten in den einzelnen Planungs- und Bauphasen. Nach den Unschärfen in den Projektphasen unterscheidet man: Rahmenterminplan → Generalterminplan → Phasenterminpläne → Detailterminpläne → To-Do-Listen die von Projektphase zu - phase fortgeschrieben unterteilt und verfeinert werden
- 16. Beschreiben Sie die Vorgangsdauer für 1.350 m Kanalkünetten + Pölzung, i. M. 180 cm tief / i. M. 70 cm breit, 1-350 m Kanalgrundleitung mit Formteilen und Putzschächten, 1.350 m Hinterfüllung und Abbruch der Pölzung. Antwort
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- 17. Skizzieren und beschreiben Sie a) die „kritische Annäherung“ und b) die „Vorgangsunterbrechung“ in einem Zeit-Weg-Diagramm. Skizze
- 25. Was ist die a) Gesamtpufferzeit, b) die freie Pufferzeit in der netzplantechnik? Gesamtpufferzeit = ist die Differenz aus frühesten und spätesten Zeiten eines Vorgangs; das ist die Zeitreserve im Projekt; sie gibt die Zeitspanne an, um die ein Vorgang verschoben oder verlängert werden kann, ohne dass der Endzeitpunkt des Projekts verschoben wird Freie Pufferzeit = Teil der Gesamtpufferzeit jedes Vorgangs bzw. jeder Vorgangsgruppe; gibt die Dauer an, um den der Anfang eines Vorgangs verschoben werden kann, ohne die frühesten Anfangszeitpunkte der nachfolgenden Vorgänge zu verschieben