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Approbationsprüfung Psychotherapie (Fach) / Herbst 2010 (Lektion)

Herbst 2010

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  • 1 in der psychoanalytischen Krankheitslehre spielen Spannungen, die infolge unverträglicher, unvereinbarer Strebungen, Wünsche oder Motive entstehen, für die neurotische Symptombildung eine wichtige Rolle. Wie lautet der psychodynamische Begriff, mit dem dieses zumeist unbewusste intrapsychische Aufeinandertreffen, Zusammenstößen entgegengerichteter Motive bzw. Motivationsbündel bezeichnet wird? Konflikt
  • 2 In der Psychoanalyse wird ein psychischer Abwehrmechanismus beschrieben, bei dem eine Person sich selbst kritisiert und herabsetzt bis hin zu autoaggressiven Handlungen, um z. B. geliebte Andere vor den eigenen kritischen Regungen und Aggressionen zu schützen. Wie wird dieser psychische Abwehrmechanismus, welcher gelegentlich als ein Sonderfall der so genannten Verschiebung angesehen wird, in der Psychoanalyse genannt? Wendung gegen das Selbst
  • 3 Das psychopathologische Phänomen der teilweisen oder völligen Desintegration der Erinnerung an die Vergangenheit, des Identitätsbewusstseins, der Wahrnehmung von Empfindungen und der Kontrolle von Körperbewegungen nennt man (z. B. nach der ICD-10) Dissoziation
  • 4 Welcher Begriff wurde für ein Syndrom bei hohem und dauerhaftem Cannabiskonsum (z. B. Cannabismissbrauch- oder -ahhängigkeit) geprägt, das durch Symptome wie zunehmende Teilnahmslosigkeit, mangelnde Aktivität sowie Interessenverlust und auch Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sowie Desorganisiertheit gekennzeichnet ist? amotivationales Syndrom
  • 5 In der iCD-10 wird ein Störungsbild als chronische Folge einer extremen Belastung (wie Erlebnisse von Folter, Konzentrationslager, Katastrophen und andauernden iebensbedrohlichen Situationen z. B. als Geisel) beschrieben, weiches für die Diagnosestellung länger als 2 Jahre andauern muss. Obwohl die extreme Belastung hier wie bei der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) im Mittelpunkt steht, wird diese Störung in der ICD-10 von der PTBS abgegrenzt; eine PTBS kann nach ICD-10 aber diesem Störungsbild vorangegangen sein. Um weiche Störung nach ICD-10 handelt es sich dabei? andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung
  • 6 In der Verhaltenstherapie wird ein Analyseverfahren angewandt, bei dem aus dem Verhalten in Situationen auf übergeordnete Verhaltensstrukturen und -ziele geschlossen wird. Zudem werden abstraktere und situationsübergreifende Grundannahmen und Regeln herausgearbeitet, die z.B. auch für die Interaktion des Patienten in der Therapie handlungsleitend sind. Mit weichem Begriff wird dieses Analyseverfahren bezeichnet? Plananalyse Grundeinheit: der Plan-> Planstruktur als das Gesamt der instrumentellen Strategieneiner Person Zweck: Überblick über das instrumentelle Funktioniereneines Patienten -> Verständnis für Möglichkeiten & Anforderungen Die Verhaltens- und Problemanalyse (englisch behavioural analysis) dient zur Bestimmung, welche situativen und individuellen Merkmale das Auftreten eines (problematischen) Verhaltens begünstigen und welche Konsequenzen und somit aufrechterhaltende Faktoren das Verhalten hat. Zusätzlich wird analysiert, in welchen weiteren Situationen das relevante oder ein ähnliches Verhalten auftritt. Die Bezeichnungen Verhaltensanalyse, Bedingungsanalyse und Problemanalyse seien gleichbedeutend. Gelegentlich wird das Adjektiv „funktional“ vorangestellt, um die kausalanalytische Sichtweise zu verdeutlichen. Die horizontale oder situative Verhaltensanalyse (Mikroanalyse) ist eine der zentralen diagnostischen Verfahren in der (kognitiven) Verhaltenstherapie und basiert häufig auf dem SORKC-Modell nach Frederick Kanfer.Die vertikale oder kontextuelle Verhaltensanalyse (Makroanalyse) wird ebenfalls in der Verhaltenstherapie erstellt, wobei die Lerngeschichte, Pläne und Ziele der betreffenden Person betrachtet werden.
  • 7 Welcher Begriff bezeichnet im Rahmen der dialektisch-behavioralen (Psycho-) Therapie (DBT) Äußerungen der Therapeutin, die darauf abzielen zu vermitteln, dass die Erlebens- und Verhaltensweisen aus der subjektiven Sicht der Patientin stimmig sind? Validierung
  • 8 In der Psychoanalyse wird eine bestimmte Haltung eingefordert, bei der es darum geht, weder direktiy zu intervenieren noch für eine der Seiten der Konflikte des Patienten oder für die Anforderungen der Realität einzutreten oder Bewertungen vor- zunehmen. Entsprechend wird das Bemühen des Psychotherapeuten in einer psychoanalytisch orientierten Therapie, zu Es, Ich und Überich des Patienten gleichmäßigen Abstand zu halten nach Anna Freud bezeichnet als das Bemühen um Neutralität
  • 9 Ein Träger von Beratungsstellen für Kinder und Jugendliche beschließt, dass zukünftig die Leitungsstellen mit approbierten Psychotherapeuten besetzt werden sollen. Welcher Ebene der Qualitätssicherung (nach der auf Donabedian zurückgehenden Einteilung) ist diese Maßnahme zuzuordnen? Strukturqualität
  • 10 Im Gesundheitswesen werden zunehmend Behandlungsleitlinien entwickelt. Dies geschieht auch für verschiedene Praxisbereiche der Psychotherapie. Welche der folgenden Feststellungen zu Behandlungsleitlinien sind zutreffend? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Behandlungsleitlinien basieren u. a. auf den Ergebnissen kontrollierter klinischer Studien; die enthaltenen Behandlungsempfehlungen weisen unterschiedliche Evidenzgrade auf. (B) Behandlungsleitlinien orientieren sich ausschließlich an randomisierten kontrollierten Wirksamkeitsstudien und machen keine Aussagen über die Wirksamkeit von Interventionen unter Versorgungsbedingungen. (C) Behandlungsleitlinien sind Soll-Empfehlungen, die sich auf mindestens drei randomisierte, kontrollierte Studien beziehen. (D) Da Patienten in randomisierten kontrollierten Studien nicht den Patienten im regulären Versorgungskontext entsprechen, lassen sich für diesen Bereich keine Behandlungsleitlinien formulieren. (E) Zur Behandlung eines bestimmten Probiembereiches werden angemessene Handlungsanleitungen formuliert, die durch das vorhandene und systematisch gesammelte "objektive" Fachwissen begründet sind. (A) Behandlungsleitlinien basieren u. a. auf den Ergebnissen kontrollierter  klinischer Studien; die enthaltenen Behandlungsempfehlungen weisen unterschiedliche Evidenzgrade auf. (E) Zur Behandlung eines bestimmten Probiembereiches werden angemesseneHandlungsanleitungen formuliert, die durch das vorhandene und systematischgesammelte "objektive" Fachwissen begründet sind.
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  • 11 Der korrelative Zusammenhang zwischen Expressed Emotion (nach dem Expressed- Emotion-Konzept) und dem Rückfallrisiko bei Schizophrenie kann heute als gesichert angesehen werden. Expressed Emotion kann mit dem Camberwell Family Interview (CFI) erfasst werden. Welches sind die für die Vorhersage von Rückfällen relevanten Unterskalen dieses Interviews? Wählen Sie 3 Antworten! (A) emotionales Überengagement (B) Feindseligkeit (C) ironische Äußerungen (D) Kritik (E) narzisstische Äußerungen der Mutter (A) emotionales Überengagement(B) Feindseligkeit(D) Kritik
  • 12 Bei der Behandlung der Migräne können Biofeedback-Verfahren indiziert sein. Welche der nachfolgend genannten Vergehensweisen und Ziele des Biofeedback sind dabei am ehesten angemessen? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Biofeedback der Durchblutung (Plenthysmographie): Beeinflussung der Weite der Schläfenarterie (B) Biofeedback der elektrischen Hirnaktivität (EEG): Erhöhung der Häufigkeit des sensomotorischen Rhythmus (SMR) (C) Biofeedback der elektromuskulären Aktivität (EMG): Reduktion der Aktivität in der Rückenmuskuiatur (C) Biofeedback der Hauttemperatur: Erhöhung der Hauttemperatur im migränefreien Intervall (E) Biofeedback des Hautwiderstandes bzw. der Hautleitfähigkeit: Erhöhung der Hautleitfähigkeit zwischen den Migräneanfällen (A) Biofeedback der Durchblutung (Plenthysmographie): Beeinflussung der Weite derSchläfenarterie(D) Biofeedback der Hauttemperatur: Erhöhung der Hauttemperatur immigränefreien IntervallAuf welche Bioparameter die Therapie einwirkt, hängt stark von den individuellen Beschwerden ab. "Es ist bei Spannungskopfschmerzen und Migräne ratsam, vorab genau zu untersuchen, welche Muskeln in stressenden Situationen angespannt sind", sagt Psychologin Julia Graef von der Philipps-Universität Marburg. Bei Migräne etwa trainieren die Patienten, ihre Schläfenarterie willentlich zu verengen (Blutvolumenpuls-Biofeedback). Die Ursachen der Kopfschmerzanfälle sind zwar noch nicht vollständig geklärt. Ein bekannter Faktor ist aber, dass sich bei vielen Betroffenen die Arterie an der Schläfe kurz vor der Migräne-Attacke zunächst verengt und dann schlagartig wieder weitet.
  • 13 Welches sind Hauptmerkmale des verhaltenstherapeutischen Problemföseansatzes, wie er z. B, bei Probiemlösetrainings umgesetzt wird? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Anhand von Rollenspielen werden interaktionelle Verhaitensstile veranschaulicht. (B) Ausgangsprobleme und Zielzustände werden sorgfältig analysiert. (C) Das Problemlösetraining wird zumeist frühzeitig zu Beginn einer Psychotherapie zum Zweck des Beziehungsaufbaus eingesetzt. (D) Es wird die sequentielle und strukturierte Herangehensweise an Alltagsprobieme eingeübt. (E) Inhaltlicher Schwerpunkt von Probiemlösetrainings ist die Gestaltung der Gruppenbeziehungen des Patienten. (B) Ausgangsprobleme und Zielzustände werden sorgfältig analysiert.(D) Es wird die sequentielle und strukturierte Herangehensweise an Alltagsprobiemeeingeübt.
  • 14 Die moderne Psychotherapieforschung unterscheidet verschiedene Wirksamkeits- ebenen, die jeweils auch mit bestimmten Formen der Validität verknüpft sind. Welche der folgenden Begriffe treffen zu, wenn ein bestimmtes Therapieverfahren unter optimal kontrollierten und randomisierten Bedingungen überprüft wird? Wählen sie 2 Antworten! (A) Effectiveness (B) Efficacy (C) Efficiency (D) externe Validität (E) interne Validität (B) Efficacy(E) interne Validität
  • 15 Ein Patient, der mit dem Behandlungsergebnis seiner psychotherapeutischen Behandlung sehr unzufrieden ist, äußert in der Abschlusssitzung, dass er durch seine größere Selbstsicherheit, die er in der Therapie gelernt hat, letztlich seinen Arbeitsplatz verloren habe. Er verlangt eine Einsichtnahme in die Behandlungsunterlagen. Welchen der folgenden Feststellungen zum Einsichtsrecht des Patienten ist am ehesten zuzustimmen? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Der Patient hat ein Recht auf Einsicht in die Behandlungsunterlagen einschließlich der Prozessdokumentation. (B) Der Therapeut ist nur verpflichtet, dem Patienten Einsicht in objektive Testdaten zu geben. (C) Die Einsicht kann unter Umständen aus Gründen schützenswerter Interessen Dritter (Angehörige, Kollegen u. Ä.) eingeschränkt werden. (D) Ein Einsichtsrecht besteht nur bei einer ausreichenden, schriftlichen Begründung durch den Patienten. (E) Für psychotherapeutische Behandlungen gilt wegen der besonderen Therapeut- Patient-Beziehung das Einsichtsrecht grundsätzlich nicht. (A) Der Patient hat ein Recht auf Einsicht in die Behandlungsunterlagen einschließlich der Prozessdokumentation.(C) Die Einsicht kann unter Umständen aus Gründen schützenswerter Interessen Dritter(Angehörige, Kollegen u. Ä.) eingeschränkt werden.
  • 16 Der Bruch der Schweigepflicht kann zum Schutz eines höherrangigen Rechtsguts oder bei Notwehr ausnahmsweise gerechtfertigt sein. In welchen der folgenden Fallkonstellationen gälte dies? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Ein Patient berichtet seinem Therapeuten im Therapieverlauf darüber, dass er vor über einem Jahr einen Mord begangen hat, der bisher von den Behörden nicht aufgeklärt wurde. (B) Ein Patient ist nicht dazu zu bewegen, seine Tätigkeit als Flugkapitän wegen seiner Beruhigungsmittelabhängigkeit, durch die er die Fluggäste gefährdet, vorübergehend aufzugeben. (C) Ein Patient ist nicht dazu zu bewegen, seinen Partner darüber zu informieren, dass er an einer lebensgefährlichen übertragbaren Krankheit leidet. (D) Ein Therapeut kann sich gegen die verleumderische Nachrede durch einen Patienten nur auf dem Rechtsweg zur Durchsetzung von Unterlassungsansprüchen zur Wehr setzen. (E) Wenige Monate nach dem Tod eines Patienten treten die Angehörigen an den Therapeuten mit der Bitte heran, Informationen über den Verlauf einer vor vier Jahren abgeschlossenen Psychotherapie zu erhalten. (B) Ein Patient ist nicht dazu zu bewegen, seine Tätigkeit als Flugkapitänwegen seiner Beruhigungsmittelabhängigkeit, durch die er die Fluggästegefährdet, vorübergehend aufzugeben.(C) Ein Patient ist nicht dazu zu bewegen, seinen Partner darüber zuinformieren, dass er an einer lebensgefährlichen übertragbaren Krankheitleidet.(D) Ein Therapeut kann sich gegen die verleumderische Nachrede durch einenPatienten nur auf dem Rechtsweg zur Durchsetzung von Unterlassungsansprüchen zur Wehr setzen.
  • 17 Sie planen, die Praxis einer Psychotherapeutin zu übernehmen, um im kassenärztlichen Bereich tätig zu sein. Für die Zulassung zur Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung müssen Sie sich in das Arztregister eintragen lassen. Was sind nach dem Sozialgesetzbuch (SGB V § 95c) Voraussetzungen für Ihren Ein- trag in das Arztregister? Wählen Sie 2 Antworten! (A) Approbation als Psychotherapeut(in) nach dem Psychotherapeutengesetz (B) Nachweis der Fachkunde (C) Nachweis der Kenntnissein zwei Vertiefungsfächern (D) Nachweis über die Fortführung der Teilnahme an Supervision (E) Nachweis über einen Erste-Hilfe-Kurs (A) Approbation als Psychotherapeut(in) nach dem Psychotherapeutengesetz(B) Nachweis der Fachkunde
  • 18 Aufgabenfolge ..48-jähriger Musiker" - Teil 1 (Einfachauswahlaufgabe) Ein 48-jähriger Musiker, verheiratet und Vater zweier Söhne, sucht die Therapie wegen "depressiver Zustände sowie Schlafstörungen" auf. Im Beck-Depressions-Inventar (BDI) erreicht er einen Wert von 23. Der Patient gibt an, dass diese Probleme bereits seit 20 Jahren immer wieder aufträten. Sie dauerten dann einige Tage, mitunter, auch mehrere Wochen an. Er leide in diesen Zeiten unter gedrückter Stimmung, Einsamkeitsgefühlen und Antriebslosigkeit Darüber hinaus habe er dann Schlafstörungen, ermüde sehr schnell und sei unkonzentriert, was seine Arbeit als Musiker und Musiklehrer sehr beeinträchtige. Auch sei er in diesen Phasen ehr reiz- bar und appetitlos. Aus der ärztlichen Überweisung geht hervor, dass für die Schlafstörungen keine organischen Ursachen gefunden und sie als psychisch bedingt eingeschätzt wurden. Wegen der Beschwerden habe der Patient bereits mehrfach in den letzten 10 Jahren Psychiater aufgesucht, die ihm selektive Serotonin- Wiederaufnahmehemmer (SSRI) verschrieben und ihn für einige Zeit krankgeschrieben hatten. Daraufhin seien die Symptome jeweils allmählich zurückgegangen, so dass er die Medikamente absetzen konnte, jedoch ohne dauerhaften Erfolg. 1. Welche der folgenden Diagnosen kommt am ehesten in Frage? (A) Dysthymia (B) Erschöpfungssyndrom (C) rezidivierende depressive Störung (D) schizotype Störung (E) Somatisierungsstörung (C) rezidivierende depressive Störung F34.1Dysthymia Info:Hierbei handelt es sich um eine chronische, wenigstens mehrere Jahre andauernde depressive Verstimmung, die weder schwer noch hinsichtlich einzelner Episoden anhaltend genug ist, um die Kriterien einer schweren, mittelgradigen oder leichten rezidivierenden depressiven Störung (F33.-) zu erfüllen. Inkl.:Anhaltende ängstliche DepressionDepressiv: NeuroseDepressiv: Persönlichkeit(sstörung)Neurotische Depression
  • 19 Aufgabenfolge ..48-jähriger Musiker"-Teil 2 (Kurzantwortaufgabe) Der Patient gibt zusätzlich an, dass er schon seit seiner Kindheit im Kontakt mit anderen Menschen, etwa Freunden oder jetzt auch Musikschülern, häufig große Angst habe, einen Fehler zu machen und dann kritisiert, belächelt oder abgelehnt zu werden. Deshalb habe er Kontakte nur zu wenigen Bekannten und Freunden, bei denen er sich sicher sei, dass diese ihn mögen. Weiche zusätzliche Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nach SCD-10 könnte bezogen auf dieses Verhaltens- und Eriebnismuster am ehesten in Erwägung gezogen werden? ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung
  • 20 Aufgabenfolge ..48-jähriger Musiker” -Teil 3 (Einfachauswahlaufgabe) Der Therapeut vereinbart mit dem Patienten, an einer Veränderung ungünstiger Gedanken und Grundüberzeugungen zu arbeiten, die die Angst vor Ablehnung und Trennung aufrechterhalten. Außerdem soll Grübeln abgebaut, Gefühle und Gedanken bewusster wahrgenommen und die Fähigkeit verbessert werden, Auseinandersetzungen zu führen und für eige- ne Interessen einzustehen. Weiche der folgenden Methoden dient nicht der Erreichung dieser Ziele? (A) Achtsamkeitsübungen (B) Biofeedback (C) Gedankentagebuch (D) soziales Kompetenztraining (E) Verhaltensexperimente und sokratischer Dialog (B) Biofeedback
  • 21 Aufgabenfolge ..48~jähriger Musiker” -Teil 4 (Ende) (Einfachauswahlaufgabe) Der Patient verhält sich in der Therapie freundlich und zurückhaltend, arbeitet aber mit. Der Therapeut nimmt jedoch wahr, dass die Therapie stagniert. Ais er diesen Gegensatz anspricht, erhält er eine eher ausweichende Antwort. Welche der folgenden Vergehensweisen entspricht am ehesten dem Prinzip der komplementären Beziehungsgestaitung? (A) Der Therapeut arbeitet auf eine Erweiterung des Verhaitensrepertoires des Patienten hin, indem er stark strukturierend vorgeht, auf Schlüsselprobleme fokussiert, Veränderungsmotivation aufbaut und dem Patienten ein Model! für aktives Problemlosen vermittelt. (B) Der Therapeut geht davon aus, dass die Verhaltensweisen auf die Strategie, Fehler zu vermeiden, und den Oberplan, einen Beziehungsabbruch zu vermeiden, zurückzuführen sind. Er achtet im Folgenden besonders stark auf Verlässlichkeit, Transparenz und Empathie in der therapeutischen Beziehung. (C) Der Therapeut leitet den Patienten über längere Zeit zunächst an, eigene Kognitionen und Verhaltensweisen zu erkunden, bevor er die Korrektur der zugrunde liegenden Fehlinterpretationen des Patienten angeht. (D) Der Therapeut versucht in seinen Reaktionstendenzen auf den Patienten diejenigen Anteile, die auf eigene Probleme und Konflikte zurückzuführen sind, zu erfassen und diese Anteile in seinem eigenen Verhalten dem Patienten gegen- über möglichst nicht zum Tragen kommen zu lassen. (E) Der Therapeut vertieft die Einsicht des Patienten in seine Probleme, fördert die Umsetzung der Anregungen und Erfahrungen in der Therapie, klärt Missverständnisse auf, und ermutigt zu Fragen und Zweifeln. (B) Der Therapeut geht davon aus, dass die Verhaltensweisen auf die Strategie,Fehler zu vermeiden, und den Oberplan, einen Beziehungsabbruch zuvermeiden, zurückzuführen sind. Er achtet im Folgenden besonders stark aufVerlässlichkeit, Transparenz und Empathie in der therapeutischen Beziehung. Ausrichtung der therapeutischen Beziehung an denmotivationalen Zielen des Patienten: Der Therapeut verhältsich komplementär zu den wichtigsten Zielen des Patienten.Dabei versucht der Therapeut:- Ziele und Erfahrungen, die dem Patienten wichtig sind, aktivherzustellen und zu verstärken- Zustände und Erfahrungen, die der Patient als schlimmempfindet oder vermeidet, nur so weit zu aktivieren, wie diesnotwendig ist
  • 22 Aufgabenfolge ..35-jähriger Angestellter” - Teil t (Kurzantwortaufgabe) Ein 35-jähriger Angestellter gibt an sein Hauptproblem sei, dass er in Gegenwart anderer Männer nicht urinieren könne Er sei Mitarbeiter in der Fertigung von Computerchips, arbeite im Reinraum und habe deshalb nur zweimal am Tag die Möglichkeit zu urinieren. Er habe die Befürchtung, dass er sich lächerlich mache, wenn er am Urinal stehe und wegen des langen Einhalten-Müssens nicht gleich urinieren könne. Die Anderen machten sich dann sicher untereinander lustig über ihn. Das Problem sei deshalb außerordentlich belastend. Weicher Störungsdiagnose nach 1CD-10 ist dieses auch Paruresis genannte Syndrom zuzuordnen? soziale Phobie
  • 23 Aufqabenfolqe ..35-jähriger Angestellter" -Teil 2 (Ende) (Einfachauswahlaufgabe) Das typische Sicherheitsverhalten des Patienten besteht darin, nicht das Urinal, sondern eine abschließbare Toiiettenkabine zu benutzen. Dieses Verhalten ist ihm aber ebenfalls auf die Dauer peinlich. Welche der folgenden kognitiv-verhaltenstherapeutischen Vergehensweisen kommt bei derartigen Störungen zur Überprüfung der Befürchtungen (bei diesem Patienten: "Ich kann nicht urinieren, wenn andere im Raum sind") am ehesten zur Anwendung? (A) Bibliotherapie (B) Habit reversal (C) Kognitive Probe (D) Konfrontation in sensu (E) Verhaltensexperiment (E) Verhaltensexperiment Habit reversal training is a therapy that can effective for treating troublesome behaviors caused by a number of conditions. One of these is Tourette's syndrome, which is characterized by physical or verbal tics such as blinking, throat clearing, repeating obscenities. People dealing with symptoms of impulse control disorders such as trichotillomania (hair-pulling) and pathological skin picking also may benefit from habit reversal training, which is composed of these four main elements. Awareness TrainingAwareness training is used to bring greater attention to tics and other behaviors so that the affected person can gain better self-control. Awareness training is usually carried out in a number of smaller steps: While watching himself in a mirror, the person describes in detail each time he carries out a behavior that's associated with his condition—pulling his hair, for instance, or rubbing his eyes.The therapist will point out to the person whenever he carries out the tic or impulse repeatedly until the person is able to notice the behavior for himself.The person learns to identify the earliest warning that a tic or impulsive behavior is about to take place. These warning signs can be urges, sensations, or thoughts.The person identifies all the situations during which the tic or impulsive behavior occurs.Development of a Competing ResponseOnce the patient has developed a good awareness of his tic or impulsive behavior the next step is to develop a competing response—an action meant to replace the old tic or impulsive behavior.  Usually, the competing response is opposite that of the tic or impulsive behavior and is something that can be carried out for longer than just a couple of minutes. For example, a competing response to hair-pulling might be to ball the hands into a fist and hold them rigidly alongside the body. Someone who repeatedly sticks out his tongue might purse his lips instead. Another goal of a competing response is that it is an action other people aren't likely to notice. Building MotivationTo prevent tics and impulsive behaviors from coming back, people undergoing habit reversal training are encouraged to make a list of problems caused by their behavior. Parents and friends are also asked to praise the person for their accomplishments thus far. In addition, it can often be helpful for people to demonstrate their ability to suppress tics or impulsive behaviors to others. Generalization of New SkillsIn this phase of treatment, people are encouraged to practice their new skills in a variety of different contexts, not just those that they have mastered to date. Learning to turn off a tic in the relative safety of the doctor's office is one thing. More challenging is reaching a point at which it becomes easy to control impulsive behaviors where it really counts—in the real world: at home, work, school, and in other public places.
  • 24 Aufqabenfolqe "33-jähriqer Schreiner" -Teil 1 (Ein fachauswahlaufgabe) Ein 33-jähriger Schreiner kommt zum psychotherapeutischen Erstgespräch und berichtet, seit einem Jahr unter starken körperlichen Symptomen und Ängsten zu leiden, die von Beklommenheitsgefühlen bis hin zu intensiven Todesängsten reichten. Die Symptome träten insbesondere in der Öffentlichkeit unter vielen Menschen auf, z. B. wenn er in einem vollen Supermarkt esnkaufen müsse. Er leide dann unter Schweißausbrüchen, Atembeschwerden, Benommenheit, Hitzegefühlen, Zittern und einem Stechen in der Brust. Auch wenn er ganz alleine sei leide er unter Ängsten, da er befürchte, im Fall eines Herzinfarkts keine schnelle Hilfe zu bekommen und zu sterben. Auslöser für seine Ängste sei gewesen, dass er in einer Zeit, in der er sich das Rauchen abgewöhnen wollte, trotz Nikotinpflaster geraucht habe. Er habe Symptome „wie bei einem Herzinfarkt“ bekommen. Die Ärzte hätten aber keinen Infarkt feststellen können. Auch wenn er den Ärzten prinzipiell glaube und nicht befürchte, unter einer unentdeckten Hereerkrankung zu leiden, bestünden die ausgeprägten körperlichen Symptome und Ängste weiterhin. Infolge seiner Beschwerden sei er derzeit krankgeschrieben. Welche Diagnose trifft am ehesten zu? (A) Agoraphobie mit Panikstörung (B) generalisierte Angststörung (C) hypochondrische Störung (D) soziale Phobie (E) undifferenzierte Somatisierungsstörung (A) Agoraphobie mit Panikstörung
  • 25 Aufgabenfolge 33-jähriger Schreiner” -Teil 2 (Mehrfachauswahlaufgabe) Welche der folgenden Maßnahmen sollte der Therapeut im allgemeinen Therapieprozess vor Beginn der eigentlichen psychotherapeutischen Interventionen durch- führen bzw. in die Wege leiten? Wählen Sie 3 Antworten! (A) Analyse der Behandlungsziele (B) Einholen eines Konsiliarberichts (C) Klären der Behandlungsmotivationdes Patienten (D) Veranlassen einer erneuten kardiologischen Abklärung (E) Veranlassen eines Drogentests (A) Analyse der Behandlungsziele(B) Einholen eines Konsiliarberichts(C) Klären der Behandlungsmotivationdes Patienten
  • 26 Aufgabenfolge ..33-jähriger Schreiner" - Teil 3 (Ende) (Mehrfachauswahlaufgabe) Der Therapeut führt eine verhaltenstherapeutische Behandlung durch. Welche der folgenden Behandlungsstrategien sind für die Behandlung der beschriebenen Symptomatik am spezifischsten? Wählen Sie 2 Antworten! (A) kognitive Umstrukturierung (B) Konfrontation in vivo (C) Problemlösetraining (D) Progressive Muskelentspannung (E) Systematische Desensibilisierung (A) kognitive Umstrukturierung(B) Konfrontation in vivo
  • 27 Ein 40-jähriger Patient kommt nach einer Gewalterfahrung (Überfall auf offener Straße einige Wochen zuvor) in die psychotherapeutische Praxis. Er beschreibt depressive Symptome, sei lust- und freudlos, ziehe sich von Bekannten und Freunden zurück und könne nachts nicht durchschlafen. Bei der Erhebung der biografischen Anamnese werden irrationale Denkmuster des Patienten deutlich, die die eigene Verantwortung ("Schuld") für negative Ereignisse betonen: Beispielsweise äußert der Patient, der Verkehrsunfall des jüngeren Bruders vor 10 Jahren sei nur geschehen, weil er ihn nicht an der Fahrt bei starkem Schneefall gehindert habe. Weicher der folgenden kognitiven Fehler nach Beck liegt bei diesem Patienten am ehesten vor? (A) dichotomes Denken (B) Maximierung und Minimierung (C) Personalisierung (D) selektive Verallgemeinerung/Abstraktion (E) Übergeneraiisierung (C) Personalisierung
  • 28 Bei der Erstellung von Metaanalysen zur Zusammenfassung von Therapiestudien sind verschiedene potentielle Fehlerquellen zu beachten. Eine der möglichen Fehler- quellen ist das so genannte Publikations-Bias. Was trifft auf das Publikations-Bias am ehesten zu? (A) Das Publikations-Bias beschreibt, dass sich die analysierten Therapiestudien systematisch in der Auswahl ihrer Patienten unterscheiden. (B) Das Publikations-Bias beschreibt, dass Studien mit nichtsignifikantem Ergebnis seltener veröffentlicht werden. (C) Das Publikations-Bias drückt aus, dass Studien veröffentlicht werden, die auf Daienmanipulationen basieren. (D) Mit Publikations-Bias ist gemeint, dass sich zwischen den analysierten Therapie- Studien systematische Unterschiede in den Instrumenten zur Erfolgsmessung finden lassen. (E) Zur Berechnung des Publikations-Bias werden die Ergebnisse der Studien je Publikationsjahr analysiert. (B) Das Publikations-Bias beschreibt, dass Studien mit nichtsignifikantem Ergebnis seltener veröffentlicht werden.
  • 29 Was trifft hinsichtlich der Verblindung in Psychotherapiestudien am ehesten zu? (A) Die behandelnden Therapeuten dürfen das Anliegen und die Hypothese der Studie nicht kennen. (B) Die behandelnden Therapeuten sollten nicht wissen, welches die alternative Behandlungsoption ist. (C) Die Outcome-Maße sollten von nicht eingeweihten, externen Diagnostikern erfasst werden. (D) Die Patienten sollten nicht wissen, welche die alternative Behandlungsoption ist. (E) Eine Verblindung lässt sich bei Psychotherapiestudien nicht sinnvoll durchführen und kann daher entfallen. (C) Die Outcome-Maße sollten von nicht eingeweihten, externen Diagnostikernerfasst werden. 3.3 VerblindungEine kontrollierte Studie kann offen, einfachblind oder doppelblind durchgeführt werden. Offen bedeutet, dass die Behandlung für alle Beteiligten (Prüfarzt und Patient) offengelegt ist.In den meisten Fällen werden Studien als Doppelblindstudien durchgeführt, in welchen weder der Arzt noch der Patient über die Behandlung informiert sind. Dies dient dazu, den Effekt der Selbstsuggestion zu unterbinden und auch den Rosenthal-Effekt zu kontrollieren. Mit dem Double-Dummy-Verfahren können auch Vergleiche zweier unterschiedlicher Darreichungsformen (z.B. Tablette versus Salbe) als eine Doppelblindstudie durchgeführt werden.Bei einfach verblindeten Studien ist nur einer der Beteiligten verblindet, entweder Prüfarzt/in (investigator-blind) oder Patient/in (subject-blind). Grund für eine einfach verblindete Studie kann die Art der Behandlung sein, beispielsweise wenn es sich nicht vermeiden lässt, dass diese für die Patienten bei der Einnahme erkennbar ist (z.B. Lutschtabletten am Geschmack).
  • 30 Das Allgemeine Modell der Psychotherapie (AMP; generic model of psychotherapy) nach Orlinsky und Howard beschreibt unter anderem Wirkfaktoren, die den therapeutischen Prozess Ergebnis wesentlich beeinflussen. Zu diesen Wrkfaktoren gehört im AMP: (A) aktive Hilfe zur Problembewältigung (B) konstruktive Arbeitshaltung (C) motivationale Klärung (D) Ressourcenaktivierung (E) therapiebezogene Merkmale des Therapeuten (E) therapiebezogene Merkmale des Therapeuten
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  • 31 Neben dem Modell der "Allgemeinen Psychotherapie" hat Grawe ein weiteres theoretisches Modell entwickelt, das sich u. a. mit menschlichen Grundbedürfnissen und dem so genannten Grundprinzip des psychischen Funktionierens beschäftigt. Mit weichem Begriff wird dieses Grundprinzip des psychischen Funktionierens bezeichnet? (A) Bedürfnis nach Kontrolle und Orientierung (B) Bindungsbedürfnis (C) Konsistenz regulation (D) Ressourcenaktivierung (E) Selbstwerterhöhung (C) Konsistenz regulation Die Konsistenztheorie von Klaus Grawe (1998, 2004) versucht Aspekte des psychischen Funktionierens des Menschen psychologisch zu erklären. Dabei bemühte sich Grawe, die Theorie erfahrungswissenschaftlich zu untermauern. Die Theorie geht davon aus, dass der Organismus nach Übereinstimmung bzw. Vereinbarkeit der gleichzeitig ablaufenden neuronalen und psychischen Prozesse strebt. Diesen Zustand bezeichnete Grawe als Konsistenz. Je höher die Konsistenz ist, desto gesünder sei der Organismus. Jeder Mensch habe vier Grundbedürfnisse (Orientierung/Kontrolle, Lustgewinn/Unlustvermeidung, Bindung, Selbstwerterhöhung/-schutz), die evolutionärangelegt seien und nach Bedürfnisbefriedigung strebten. Hierzu zitiert Grawe auch ein von Seymour Epstein postuliertes Grundbedürfnis nach Orientierung und Kontrolle. In Interaktion mit der Umwelt bilden sich, Grawe zufolge, motivationale Schemata mit dem Ziel der Befriedigung dieser Bedürfnisse heraus. Motivationale Schemata sind Grawe zufolge die Mittel, die das Individuum im Laufe seines Lebens entwickelt, um seine Grundbedürfnisse zu befriedigen und sie vor Verletzung zu schützen. Dabei gebe es Annäherungsschemata und Vermeidungsschemata. Annäherungsschemata dienten der Erfüllung der Grundbedürfnisse und Vermeidungsschemata dienten der Verhinderung von Verletzungen, Bedrohungen oder Enttäuschungen der Grundbedürfnisse. Würden die aktivierten motivationalen Ziele verfehlt, trete Inkongruenz auf. Werden annähernde und vermeidende Tendenzen gleichzeitig aktiviert und hemmen sich dadurch gegenseitig, spricht Grawe von einem motivationalen Konflikt oder motivationaler Diskordanz. Dies sei auch der Fall, wenn sich überhaupt verschiedene Schemata, gleich ob annähernd oder vermeidend, gegenseitig lahm legten. "Diskordanz und Inkongruenz stellen" in Grawes Theorie "zwei besonders wichtige Formen von Inkonsistenz im psychischen Geschehen dar". Konsistenz werde erreicht, wenn die Grundbedürfnisse ausgeglichen und die motivationalen Ziele erreicht werden.
  • 32 Wenn im Gehirn Nervenzellen z. B. bei Denkvorgängen aktiv werden, kommt es zu einer Anreicherung von sauerstoffreichem Blut in der Umgebung der Zellen. Diese lokale Anreicherung kann anhand der "Sauerstoffbeladung" des roten Blutfarbstoffs mit genügend hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung gemessen werden (sog. BOLD-Effekt). Einsatz von radioaktiven Nukliden ist bei diesem Verfahren nicht erforderlich. Welche der nachstehenden, in der Gehirnforschung eingesetzten Methoden bedient sich dieses Prinzips? (A) CT (B) fMRi (C) MEG (D) PET (E) SPECT (B) fMRi
  • 33 Ein Patient ist nach einem Schädel-Hirn-Trauma nicht mehr in der Lage, mehrere Dinge parallel zu tun, also z. B. Fahrrad zu fahren und sich dabei mit seiner Freundin zu unterhalten. Welcher Aspekt der Aufmerksamkeit ist bei ihm am ehesten gestört? (A) Aufmerksamkeitsaktivierung (alertness) (B) Daueraufmerksamkeit (C) exekutive Aufmerksamkeit (D) geteilte Aufmerksamkeit (E) selektive Aufmerksamkeit (D) geteilte Aufmerksamkeit
  • 34 Was versteht man am ehesten unter dem Begriff Pathogenese? (A) Beschreibung der Entstehung und Entwicklung einer Störung sowie der beteiligten Faktoren (B) Beschreibung der Ursachen und Folgen sowie der Verbreitung von Störungen in Populationen (c) Einordnung und Differenzierung von Störungen und Krankheiten nach einheitlichen Gesichtspunkten (D) Lehre von den Ursachen einer Erkrankung und von den Faktoren, die zur Störung geführt haben (E) Vorgeschichte eines Patienten in Bezug auf seine aktuellen und früheren Erkrankungen (A) Beschreibung der Entstehung und Entwicklung einer Störung sowie der beteiligtenFaktoren
  • 35 Eine prospektive epidemiologische Studie zum möglichen Einfluss eines Umwelt- schadstoffs auf die Entwicklung von allergischem Asthma bronchiale zeigte folgen- des Ergebnis: Kinder, die im Beobachtungszeitraum diesem Schadstoff ausgesetzt waren, entwickelten 1,4-mal häufiger Asthma als nicht exponierte Kinder. Was gibt dieser Faktor an? (A) das attributable Risiko (B) das relative Risiko (C) die Inzidenz der Krankheit (D) die Resilienz der Studienpopulation (E) die Vulnerabilität der exponierten Kinder (B) das relative Risiko
  • 36 Weiche der folgenden Aussagen charakterisiert am besten den Begriff der Odds Ratio? (A) Er beschreibt den Anteil der Erkrankten an der Gesamtpopulation zu einem bestimmten Zeitpunkt. (B) Er beschreibt die standardisierte Besserungsrate, die sich in interventionsstudien ermitteln ließ. (C) Er bezeichnet den Anteil der gebesserten Klienten dividiert durch den Anteil der insgesamt behandelten. (D) Ergibt an, um welchen Faktor die Chance zu erkranken steigt, wenn eine Exposition gegeben ist. (E) Er gibt den in bildgebenden Verfahren ermittelten Anteil der aktiven Gehirnzentren an. (D) Ergibt an, um welchen Faktor die Chance zu erkranken steigt, wenn eine Expositiongegeben ist.
  • 37 Welche der folgenden Aussagen zu Suizidversuchen im Jugendalter trifft zu? (A) Das Wiederholungsrisiko liegt bei ca. 5%. (B) Der größte Teil der Suizidenten hat die Absichtzu sterben. (C) Der größte Teil der Suizidversuche endete tödlich (D) Der häufigste Auslöser ist eine schizophrene Erkrankung. (E) Die Anzahl weiblicher Jugendlicher ist bei Suizidversuchen höher als diejenige männlicher Jugendlicher. (E) Die Anzahl weiblicher Jugendlicher ist bei Suizidversuchen höher als diejenigemännlicher Jugendlicher.
  • 38 Sie entwickeln ein Konzept für eine stationäre psychotherapeutische Behandlung für Patienten mit einer Borderüne-Persönlichkeitsstörung. Damit seibstverletzende Verhaltensweisen nicht durch Aufmerksamkeit und Zuwendung seitens des Personals oder anderer Patienten verstärkt werden, werden die Patienten gebeten, sich zwei Stünden in ihrem Zimmer aufzuhalten, wenn sie ein solches Verhalten zeigen. Welche lerntheoretische Technik wird hier genutzt? (A) Belohnung (B) intermittierende Verstärkung (C) Modellernen (D) negative Verstärkung (E) Timeout (E) Timeout
  • 39 Bei der Behandlung von Patienten mit somataformen Störungen gilt am ehesten folgende Behandlungsempfehlung: (A) Auf eine vollständige Exploration der Symptomatik und der Anamnese muss zur Vermeidung von Fixierung auf die Körperbeschwerden verzichtet werden. (B) Aufmerksamkeits- und Gedächtnisverzerrung spielen bei Patienten mit somatoformen Störungen keine Rolle und somit auch nicht für die Therapie. (C) Glaubhaftigkeit und Legitimität der Beschwerden sollte in Frage gestellt werden. (D) Die Terminplanung zur Vorstellung in der Praxis sollte zur Vermeidung positiver Verstärkung des problematischen Krankheitsverhaltens zeitkontingent, nicht Symptomkontingent erfolgen. (E) Erst zu einem späten Zeitpunkt in der Behandlung des Patienten soll darauf hingewiesen werden, dass psychosomatische Zusammenhänge zur Entstehung und Aufrechterhaltung der Beschwerden beigetragen haben können. (D) Die Terminplanung zur Vorstellung in der Praxis sollte zur Vermeidung positiverVerstärkung des problematischen Krankheitsverhaltens zeitkontingent, nichtSymptomkontingent erfolgen.
  • 40 Welcher der folgenden Abwehrmechanismen weist, unter Berücksichtigung des jeweiligen "Reifegrads", am ehesten auf ein hohes Strukturniveau hin? (A) Entwertung (B) Intellektualisierung (C) Projektion (D) Spaltung (E) Verleugnung (B) Intellektualisierung
  • 41 Der sogenannten Behavioral inhibition wird in der Ätiologie sozialer Phobien Bedeutung beigemessen. Was ist unter Behavioral Inhibition am ehesten zu verstehen? (A) Dieses Modell bezieht sich auf die Hemmung von sozial angemessenem Verhalten durch traumatische Ereignisse, z. B. als Schüler in der Klasse ausgelacht zu werden. (B) Es handelt sich um ein kognitives Modell, das erhöhte Selbstaufmerksamkeit, eine verzerrte Repräsentation des Selbst und resultierende Sicherheitsverhaltensweisen als zentrale Mechanismen bei sozialen Phobien benennt. (C) Es handelt sich um ein Konzept, das die Tendenz beschreibt, in neuartigen Situationen zunächst mit Zurückhaltung und Hemmung sowie mit verstärkter physiologischer Aktivierung zu reagieren. (D) Hierunter versteht man die Beeinträchtigung von sozialen Kompetenzen durch inadäquate Kognitionen, die in der frühen Kindheit erworben werden und zu sozialen Phobien beitragen. (E) In diesem theoretischen Konzept wird die lerngeschichtliche Rolle mangelnder Verstärkung sozial kompetenten Verhaltens und ein geringes Ausmaß effektiven Lernens an sozial kompetenten Modellen betont. (C) Es handelt sich um ein Konzept, das die Tendenz beschreibt, in neuartigenSituationen zunächst mit Zurückhaltung und Hemmung sowie mit verstärkterphysiologischer Aktivierung zu reagieren. Behavioral Inhibition könnte ein ätiologischer Faktor der Sozialen Phobie sein. Laut Literatur ist das Auftreten Sozialer Phobien frühestens um das 8. Lebensjahr herum zu beobachten. Doch es gibt auch Hinweise, dass sich Schüchternheit, Vermeidung u.a. bereits im Alter von 21 Mon. feststellen lassen. BI beschreibt einerseits die Tendenz von Kleinkindern, sich vor Neuem und vor Fremden zurückzuziehen, andererseits umfasst es auch physiologische Begleiterscheinungen (hoher Herzschlag u.a.). BI wird somit als Risikofaktor für Angststörungen diskutiert. Ein Zusammenhang zur Sozialen Phobie sei nachgewiesen.
  • 42 Bei welchem der folgenden Instrumente handelt es sich um ein Fremdbeurteilungsverfahren? (A) Allgemeine Depressionsskala (ADS) (B) Beck-Depressions-Inventar (BDI) (C) Hamburger Zwangsinventar (HZI) (D) Hamilton Depressions-Skala (HAMD) (E) Screening für somataforme Störungen (SOMS) (D) Hamilton Depressions-Skala (HAMD)
  • 43 Ein Patient zeigt sich bereit dazu, aktiv an der Bearbeitung seiner Probleme und Symptome zu arbeiten und nimmt hierfür auch unangenehme emotionale Zustände in Kauf. Die in dieser Schilderung angesprochene Motivationsform ist am zutreffendsten zu bezeichnen als (A) Änderungsmotivation (B) extrinsische Motivation (C) Leistungsmotivation (D) soziale Motivation (E) Störungsmotivation (A) Änderungsmotivation
  • 44 Viele der in der Psychodiagnostik eingesetzten Tests sind nach den Prinzipien der klassischen Testtheorie konstruiert. Diese Testverfahren müssen bestimmte testtheoretische Gütekriterien erfüllen, darunter dasjenige der Reliabilität. Dieses Kriterium wird am zutreffendsten beschrieben als (A) Grad der Genauigkeit, mit dem ein Test dasjenige Merkmal, das er messen oder Vorhersagen soll, auch tatsächlich misst oder vorhersagt (B) Grad der Genauigkeit, mit dem ein Test ein bestimmtes Merkmal misst, gleich- gültig, ob er dieses Merkmal auch zu messen beansprucht (C) Grad der Genauigkeit, mit der der individuelle Testwert das Verhalten einer Person vorhersagt (D) Grad der Standardisierung des Testmateriais und der Durchführungsbedingungen (E) .Grad der Unabhängigkeit der Testergebnisse von der Person des Untersuchers (B) Grad der Genauigkeit, mit dem ein Test ein bestimmtes Merkmal misst, gleich-gültig, ob er dieses Merkmal auch zu messen beansprucht
  • 45 Bei einem Screeninginstrument zur Erkennung der an einer psychischen Störung (z. B. generalisierte Angststörung) erkrankten Personen liegt eine positive Polung vor, d. h. hohe Werte des Screeningergebnisses weisen auf die Erkrankung hin. Die Spezifität des Screeninginstruments kann erhöht werden, indem man (A) den Cut-off in einem mittleren Bereich wählt (B) den Cut-off möglichst hoch wählt (C) den Cut-off möglichst niedrig wählt (D) den Cut-off variabel wählt (E) die Sensitivität erhöht (B) den Cut-off möglichst hoch wählt Die Spezifität eines diagnostischen Testverfahrens gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass tatsächlich Gesunde, die nicht an der betreffenden Erkrankung leiden, im Test auch als gesund erkannt werden. Sie wird definiert als der Quotient aus richtig negativen Testergebnissen und der Summe aus falsch positiven und richtig negativen Testergebnissen – also allen Testergebnissen, denen tatsächlich keine Erkrankung zugrunde lag.
  • 46 Im Rahmen einer Depressionsbehandlung sehen Sie die Notwendigkeit, dass der Patient etwas an seiner sozialen Isolation verändert. Es gelingt ihnen jedoch zunächst nicht, mit dem Patienten eine Vereinbarung über das therapeutische Ziel der Aufnahme von Kontakten zu anderen Menschen zu treffen. Bei einer eingehenderen Exploration berichtet der Patient, dass er am liebsten etwas allein unternehme. Die alltägliche Interaktion bei flüchtigen Kontakten zu anderen Menschen schildert er auf Nachfrage als für ihn unproblematisch. Er sei aber einfach nicht gesellig und sei es auch noch nie gewesen. Er habe seit der Schulzeit nur einen einzigen engen Freund, der aber 800 Kilometer entfernt wohne. Ansonsten habe er keine Freunde und eigentlich wünsche er sich auch keine. Auch Frauen hätten ihn noch nie wirklich interessiert. Sein Freund habe ihm einmal gesagt, er sei immer sehr distanziert und zeige auch nicht, dass er sich freue, wenn sie sich treffen. Welche komorbide Diagnose nach ICD~10bzw. welcher Diagnosezusatz wäre hier neben der Hauptdiagnose einer depressiven Episode am ehesten zu vergeben? (A) emotional instabile Persöniichkeitsstörung (B) schizoide Persöniichkeitsstörung (C) schizotype Störung (D) somatisches Syndrom (E) soziale Phobie (B) schizoide Persöniichkeitsstörung
  • 47 Ein Patient berichtet, dass er vor einem Jahr einen Seilbahnabsturz überlebt habe, seine Frau sei dabei ums Leben gekommen. Welches der folgenden Symptome des Patienten entspräche am ehesten den Kriterien einer posttraumatischen Belastungsstörung nach ICD-10? (A) Er erlebe manchmal eine Taubheit und Lähmungsgefühle in einzelnen Körperteilen. (B) Er finde sich manchmal plötzlich an entfernten Orten wieder und habe keine Erinnerung daran, wie er dort hingekommen ist. (C) Er habe seit der Zeit Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren. (D) Er leide seitdem immer wieder unter tagelangem Durchfall. (E) Er mache sich Sorgen, was andere von ihm denken, wenn er eine neue Beziehung eingeht. (C) Er habe seit der Zeit Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren.
  • 48 Welches der folgenden Merkmale ist eher charakteristisch für eine soziale Phobie als für eine ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung nach ICD-1Ö? (A) Abneigung, sich auf persönliche Kontakte einzulassen, außer man ist sich sicher, gemocht zu werden (B) andauernde und umfassende Gefühle von Anspannung und Besorgtheit (C) peinliche Angstsymptome zu zeigen, z. B. Erbrechen, Einkoten oder Einnässen (D) Überempfindüchkeit gegenüber Ablehnung und Kritik (E) Überzeugung, sozial unbeholfen, unattraktiv und minderwertig im Vergleich mit anderen zu sein (C) peinliche Angstsymptome zu zeigen, z. B. Erbrechen, Einkoten oder Einnässen
  • 49 ln den diagnostischen Gesprächen schildert Ihnen ein Patient verschiedene körperliche Beschwerden. Er suche häufig Fachärzte auf, da er vermute, dass die Beschwerden eine organische Ursache haben. Bisher habe sich noch kein Befund ergeben. Außerdem schildert der Patient noch einige depressive Symptome. Eine diagnostische Untersuchung ergibt erhöhte Werte sowohl im Beck** Depressions-Inventar (BDI) als auch im Screening für Somataforme Störungen (SOMS). Sie erwägen, die Diagnosen einer Somatisierungsstörung und einer depressiven Episode nach ICD-10 zu stellen. Welcher der folgenden Aussagen ist am ehesten zuzustimmen? (A) Da die Werte in beiden diagnostischen Verfahren erhöht sind, müssen auch beide Diagnosen gestellt werden. (B) Da jede Somatisierungsstörung auch zu Beeinträchtigungen der Affektivität führt, sollte nur diese Diagnose gestellt werden. (C) Die Diagnosen können nur gestellt werden, wenn die Diagnosekriterien erfüllt sind; die Werte in den beiden eingesetzten Verfahren sind nicht entscheidend. (D) Nach der ICD-10 ist es nicht zulässig, in Ergänzung zur Diagnose einer Somatisierungsstörung komorbid die Diagnose einer depressiven Episode zu stellen. (E) Wenn der Wert im BDI über den kritischen Wert erhöht ist, ist die Diagnose einer Depression zu stellen; für die Diagnose der Somatisierungsstörung gelten die Kriterien der ICD-10. (C) Die Diagnosen können nur gestellt werden, wenn die Diagnosekriterien erfülltsind; die Werte in den beiden eingesetzten Verfahren sind nicht entscheidend.
  • 50 Ihnen wird ein 6-jähriges Mädchen zur Beurteilung vorgesteiit, dessen motorische Entwicklung seinen Eltern zunehmend verzögert erscheint. Welcher in der Aufstellung der anamnestischen Daten ist der letzte Zeitpunkt, bei dem der jeweils erreichte Entwicklungsstand des Kindes altersgerecht war? (A) 3. Lebensmonat längeres Kopfheben in Bauchlage (B) 8. Lebensmonat sitzt frei und stabil (C) 12. Lebensmonat steht frei (D) 24. Lebensmonat kann max. 20 Schritte allein gehen (E) 5. Lebensjahr kann eine Treppe nur mit Festhalten am Handlauf begehen (C) 12. Lebensmonat steht frei Körperliche EntwicklungTreppensteigen ist kinderleicht. Wahrscheinlich wirst Du jetzt oft den Satz „Deine Kleine ist aber groß geworden“ hören. Denn Kind ist aber nicht nur gewachsen, sondern hat inzwischen auch gelernt, wie man Treppen steigt und sich dabei am Geländer festhält oder wie man auf Stühle steigen kann. Auch ist es allmählich in der Lage, zu springen und Hindernissen während des Laufens auszuweichen. Diese neue Fähigkeit, eigenständig zu springen, birgt jedoch auch neue Gefahren. So kann es beispielsweise sein, dass der kleine Weltentdecker auf die Idee kommt, vom Sofa zu hüpfen und ihm dabei eine Tischkante in die Quere kommt. Daher solltest Du immer genau aufpassen, was Dein Kind so treibt. Hat es Dir im 23.-24. Monat inzwischen schon einen Turm aus Bauklötzen gebaut, sich alleine angezogen oder mit Deiner Hilfe selbst die Zähnchen geputzt? Prima, denn diese Dinge werden in diesem Lebensabschnitt langsam realistisch. Sei jedoch nicht irritiert, wenn diese Entwicklungen noch nicht eintreten, denn jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich schnell. Vielmehr solltest Du Deinem Kind die räumlichen Möglichkeiten schaffen, die es braucht, um seine motorischen Entwicklungen entdecken zu können. Gepaart mit viel Lob wirst Du schon bald kleine Überraschungen erleben. Besonders wichtig bei der grobmotorischen Entfaltung ist die Wahl der richtigen Schuhe. Suche dafür am besten ein entsprechendes Fachgeschäft auf, in dem die Füßchen genau vermessen werden. Idealerweise sind die kleinen Schuhe 1,5cm länger als der Kinderfuß, damit genug Platz zum Abrollen bleibt und Dein Liebling sich so richtig austoben kann.