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Persönlichkeitspsychologie Aufbau (Fach) / Klassische Testtheorie (Lektion)
KTT, Ableitung der Reliabilität
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- KTT - Allgemein = älteste Messtheorie Messfehlertehorie / Reliabilitätstheorie: Messfehler und Reliabiltiätstheorien ableiten liefert theoretische Begründung der Reliabilität Axiome der KTT = Basis mathematischer Ableitung der Reliabilität
- Messfehler = Gesamtheit aller unsystematischen Einflussgrößen, die aus unterschiedlichen Quellen entstehen können: Testkonstruktion (mehrdeutige Items) Testdurchführung (variierende Testsituation, Motivation) Testauswertung (Fehler bei der Bestimmung des Testwertes) X = T + E x = beob. Wert, T = wahre Wert, E = Messfehler
- systematische Fehler Antworttendenzen Waage gibt immer 5kg mehr an >> die Fehler gehen immer in die gleiche Richtung (≠ Teil der KTT)
- Axiome der KTT Existenzaxiom Verknüpfungsaxiom Unabhängigkeitsaxiom
- Axiom 1: Existenzaxiom Erwartungswert entspricht dem wahren Wert einer Person Erwartungswert = Mittelwert über Messwiederholungen (>> Messfehler ausgeglichen) Erw (X) = T T = wahre Wert: Messwiederholungswerte sammeln sich um den T-Wert in einer Normalverteilung, d.h. extreme Verschätzungen sind eher selten
- Axiom 2: Verknüpfungsaxiom der beobachtete Wert setzt sich aus dem wahren Wert und dem Messfehler zusammen ( X = T + E ) unter Berücksichtigung von Axiom 1 ergibt sich: Erwartungswert des Messfehlers ist 0 Erw (E) = 0
- Axiom 3: Unabhängigkeitsaxiom die Korrelation zwischen den Messfehlern und den wahren Werten eines Tests sind unabhängig voneinander, d.h. der Messfehler ist unabhängig vom wahren Wert Corr (T,E) = 0
- Zusatzannahmen der KTT die Messfehler zweier Tests (A und B) sind unabhängig voneinander Corr (EA, EB) = 0 die Messfehler in einem Test A sind unabhängig von den wahren Werten in Test B Corr (EA, TB) = 0
- Was ist Reliabilität? beschreibt die Genauigkeit mit der ein Merkmal erfasst wird / wie fehlerfrei die Messungen sind = Anteil der Varianz der wahren Werte (T) an der Varianz der beob. Werte (X) Je ungenauer das Messinstrument, desto kleiner die Rel. Rel = Var (T) / Var (X)
- Wie kommt man an die wahre Varianz / den wahren Wert? mehrfache Widerholung der Messung pro Person (2 Messungen pro Person reichen aus, um die wahre Varianz zu schätzen) MW = wahrer Wert (Erw (X) = T) Varianz der MW = Varianz der wahren Werte
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- Herleitung der wahren Varianz der gleiche Test wird unter identischen Bedingungen mit den gleichenn Personen 2x durchgeführt: X = T + E X' = T' + E' Cov (XX') = Cov (TT') + Cov (TE') + Cov (T'E) + Cov (EE') aus den Axiomen ergibt sich: alle Cov = 0 außer dCov (TT') Cov (XX') = Cov (TT') Cov (XX') = Var (T) Kovarianz der wahren Werte entspricht der Varianzformel
- Interpreation der Reliabilität: Rel. = .80 >> 80% der Varianz bezieht sich auf die Varianz wahrere Werte (zwischen Personen) und 20% ist die Fehlervarianz (zwischen Personen)
- Vorteile der KTT sparsame Theorie praktische Ableitungen zur Testkonstrutkion, Rel.schätzung und darauf bezogene Minderungskorrektur, CI KTT liegt 95% aller psychologischen TEstungen zugrunde keine perfekte Rel., aber sehr gute Schätzungen >> sehr praktikabel
- Grenzen der KTT Axiome sind nicht empirisch überprüfbar und nicht durchweg plausibel (v.a. Unabhängigkeit des Messfehlers vom wahren Wert) Messfehler verteilen sich nicht immer zufällig um den wahren Wert nimmt einen invarianten wahren Wert an die Parameter sind populations- und stichprobenabhängig Stubstichproben können mit unterschiedl. Rel. einhergehen Skalenniveau wird missachtet