9

Psychopathologie (Fach) / 14. Vorlesung (Lektion)

Persönlichkeitsstörungen

Diese Lektion wurde von khoelsch erstellt.

Lektion lernen

  • Definition: Persönlichkeitsstörung Persönlichkeitseigenschaften, die das Verhalten und Erleben einerPerson so stark beeinflussen, dass sie erhebliche negativeKonsequenzen für den Betroffenen und/oder das Umfeld haben
  • Persönlichkeitsstörung: Cluster Cluster Aparanoidschizoidschizotyp Cluster Bemotional-instabil(Borderline)narzisstischhistrionischdissozia Cluster Cängstlichdependentanankastisch
  • Paranoide PS misstrauisch; aggressiv; wähnt Umwelt als feindlich; oft querulatorisch; oft Diktatorenod. Tyrannen
  • Schizoide PS  Einzelgänger; braucht keine soziale Nähe oder Beziehungen; wenig affektiveAnteilnahme; beschäftigt sich eher mit Dingen und Phantasien als mit Personen
  • Schizotype PS  bizarres, „schrulliges“ Verhalten; Hang zum magischen Denken; verminderte sozialeInteraktions- und Beziehungsfähigkeit; wird auch dem Schizophrenie-Spektrumzugeordnet
  • Gemeinsamkeit aller Persönlichkeitsstörungen  Entwicklung ab der Kindheit im Kern überdauernd und schwer veränderbar ab dem mittleren Erwachsenalter in der Symptomausprägunghäufig milder häufig Komorbidität mit Depression, Angststörungen undAbhängigkeitserkrankungen häufig soziale Probleme, inkl. Delinquenz Behandlung der Persönlichkeitsstörung durch Psychotherapie(u.a. kognitive Verhaltenstherapie, psychodynamische Therapie,Schematherapie)
  • Emotional-instabile Persönlichkeitsstörung (Borderline Störung)  Prävalenz ca. 2 % , 60% Frauen Beginn in der Jugend Mindestens 80% aller Patienten wurden in der Kindheit Opfervon Missbrauch. stark verminderter Selbstwert; sehr geringe Ich-Stärke; wenigRessourcen zur Regulation von Emotionen Neurobiologisch wird eine Regulationsstörung des amygdalafrontalenEmotionssystems vermutet.
  • - Symptomatik -  stark schwankende Affekte innerhalb von Minuten bis Stunden hoch empfindlich für positive und negative Interaktionen; häufigwechselnde, sehr intensive Beziehungen sehr starke Reaktionen auf Enttäuschung oder Zurückweisungen(u.a. Verzweiflung, starke Wut, Depression, Dissoziation,Suizidalität) Selbstverletzungen (z.B. Schneiden) zur Regulation vonDissoziationen, auch zur Selbstbestrafung, meistens nicht insuizidaler Absicht Suizidrate von 10%Emotional-instabile Persönlichkeitsstörung
  • - Therapie Spezifische Psychotherapie Dialektisch-behaviorale Therapie, DBT (M. Linnehan)
Anzeige