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Psychopathologie (Fach) / 9 Vorlesung (Lektion)

Zwangsstörungen

Diese Lektion wurde von khoelsch erstellt.

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  • Definition der Zwangsstörung (obsessive-compulsive disorder, OCD)  wiederkehrende Zwangsgedanken und / oderZwangshandlungen erhebliche Beeinträchtigung im Alltag durchHandlungsunfähigkeit wegen der Beschäftigung mit Zwängen
  • Zwangsgedanken (Obsessions  sich aufdrängende Gedanken, die nicht oder kaum abgewehrt werden können Die Gedanken werden als eigene Gedanken erlebt (Abgrenzung zurGedankeneingebung). Der Inhalt wird meistens als aversiv und unsinnig (Abgrenzung zum Wahn) erlebt.
  • Zwangsgedanken (Obsessions Unterformen:  Zwangsbefürchtungen (z.B. jemanden mit dem Auto angefahren zu haben, sichverschmutzt zu haben, Handlungen nicht richtig abgeschlossen zu haben) Zwangsimpulse (Gedanken, bestimmte Tätigkeiten auszuführen zu müssen, z.B.jemanden zu schlagen oder bestimmte Worte auszusprechen. Diese Impulsewerden aber nicht aufgeführt.) Wiederholungen (bestimmte Gedanken müssen ritualisiert wiederholt werden
  • Zwangshandlungen (Compulsions)  Handlungen, die ritualisiert ausgeführt werden, meistens umZwangsgedanken zu beherrschen
  • Zwangshandlungen (Compulsions) Beispiele:  Waschzwang (z.B. Reinigen, Hände waschen) Kontrollzwang (z.B. Türschlösser, einzelne Schritte vonArbeitsprozessen) Ordnungszwang (z.B. Gegenstände sortieren
  • Zusammenhang von Zwangsgedanken und Zwangshandlungen Angst, Unwohlsein Zwangshandlung(Händewaschen) Entspannung Abnahme des entlastendenEffektes über die Zeit, + ggf.Auslöser, z.B. Stress Zwangsgedanke(z.B. Kontamination derHände durch Bakterien)
  • Epidemiologie und Verlauf der Zwangsstörung  Lebenszeitprävalenz: ca. 2% Geschlechterverhältnis: 1:1 Erkrankungsalter: Kindheit, Jugend, junges Erwachsenenalter Verlauf: ohne Therapie Chronifizierung, Spontanremissionensind sehr selten
  • Neurobiologie der Zwangsstörung Eine Imbalance der fronto-striatal-thalamischen Schaltkreise führt zu einer Hyperaktivierung derthalamo-frontalen Projektion.
  • Funktionelle MRT bei Zwangsstörung • Symptomschwere korreliert mit der frontostriatalen Konnektivität
  • Psychotherapie der Zwangsstörung Kognitive Verhaltenstherapie:Exposition mitReaktionsmanagement
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  • Therapie Invasiv Tiefe Hirnstimulation bei Zwangsstörung