8

Politische Ideengeschichte (Fach) / Rousseau (Lektion)

Rousseau

Diese Lektion wurde von Effi1 erstellt.

Lektion lernen

  • Welches Problem soll der Gesellschaftsvertrag nach Rousseau lösen? - Gemeinwohlorientiertes Wesen schaffen - führt die Gesellschaft vom „bourgeois“ (Bürger die eigene Interessen verfolgen und sich nicht mit dem Gemeinwohl identifizieren und nach Konkurrenzgesellschaft funktionieren) zum „citoyen“ (der sich mit Gemeinwohl identifiziert und nach Gemeinwille handelt) - Mensch kann von der Abhängigkeit von anderen Menschen loskommen indem er durch die Demokratie Autonomie erlangt - Realisierung des allgemeinen Willens, man gibt sich selber Gesetze und lebt danach → bürgerliche Freiheit - persönliche Freiheit: Autonomie gegen Herrschaftszwänge
  • Was versteht Rousseau unter "Volk"? - der Gesamtkörper (Republik oder Staatskörper) besteht aus den Gesellschaftsgenossen, die in ihrer gesamtheit als Volk bezeichnet werden
  • Waru kritisiert Rousseau das Repräsentationsprinzip? - Bestimmung des Gemeinwohls kann nicht an Führungselite übertragen werden - Gefahr Einheit des Volkes herzustellen, aufrecht zu erhalten und unterschiedliche Interessen zu unterdrücken (wenn oppositionelle Ansichten als Ketzerei betrachtet werden) - Volk als Legislative (Verfasser der Gesetze hat keine gesetzgebende Berechtigung) → direkte Demokratie
  • Was versteht Rousseau unter Repubik? - Republik ist der geistige Gesamtkörper bestehend aus sämtlichen Stimmabgebenden der Mitglieder (Synonym: Staatskörper)
  • Weshalb ist Rousseau ein Verfassungsphilosoph? - Urvater der Volkssouveränität - Volk überlässt dem Herrscher Souveränität zur Ausübung, ist aber unteilbar (aber nicht zwingend unfehlbar) - persönliche Freiheit heißt Autonomie und geht gegen Herrschaft (geht um Freiheit, nicht um Frieden) - direkte Demokratie
  • Was versteht Rousseau unter Demokratie? - Gesellschaftsvertrag - volonté général = Gemeinwohl → Gemeinwesen/Demokratie + volonté de tous - „Jedes Gesellschaftsmitglied mit allen seinen Rechten in der Gesamtheit, denn indem sich jeder ganz hingibt, so ist das Verhältnis zunächst für alle gleich, und weil das Verhältnis für alle gleich ist, so hat niemand ein Interesse daran, es den anderen drückend zu machen“ (S.196) - Demokratie bedingt Volkssouveränität
  • Welches Bild vom Naturzustand hat Rousseau? Was kritisiert er in dieser Beziehung an Hobbes? Menschenbild Rouesseau: Selbstliebe (amour de soi): der Mensch versucht zu überleben, bezieht sich nur auf sich selber - Mitleid (pitié): er besitzt das natürliche Unvermögen, ein Wesen gleicher Art leiden zu sehen - Perfektibilität (perfectibilité): er besitzt die Fähigkeit, sich selber zu vervollkommnen - Mensch ist genügsam
  • Welches Bild vom Naturzustand hat Rousseau? Was kritisiert er in dieser Beziehung an Hobbes? Menschenbild Rouesseau: Selbstliebe (amour de soi): der Mensch versucht zu überleben, bezieht sich nur auf sich selber - Mitleid (pitié): er besitzt das natürliche Unvermögen, ein Wesen gleicher Art leiden zu sehen - Perfektibilität (perfectibilité): er besitzt die Fähigkeit, sich selber zu vervollkommnen - der Mensch ist genügsam - Kritik: Menschen im Naturzustand: weder gut noch schlecht, besaßen weder Tugenden noch Laster (einzige Tugend ist für Selbsterhaltung sorgen & einziges Laster ist Selbsterhaltung verschlechtern), Mensch strebt nach immer mehr Macht, durch Triebe und durch Leidenschaften gesteuert, nervös und immer neue Wünsche
Anzeige