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Politische Ideengeschichte (Fach) / Locke (Lektion)

Locke

Diese Lektion wurde von Effi1 erstellt.

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  • Welchen Begriff von Eigentum findet man bei Locke? Eigentum: Leben, Freiheit & Besitz → darf das Individuum selbst verteidigen und sollte vom Staat verteidigt werden, man gibt dieses Recht ab für mehr Sicherheit, Recht auf Eigentum bleibt nach Vertragsschluss bestehen
  • Warum ist Vertrauen im Liberalismus so zentral wichtig? Locke will Regierung, die durch Vertrauen seitens der bürgerlichen Gesellschaft legitimiert ist und welches sich von der Regierung verdient werden muss„Demokratisierung“ des Vertrauens → Widerstandsrecht, Regierung kann ausgetauscht werden
  • Kann man demokratisch sein und nicht liberal? Was bedeutet das? Demokratie beruht auf politischer Gleichheit und Mehrheitsentscheidungen, wobei weder das eine noch das andere etwas mit Freiheit zu tun hat → in einer Demokratie wo die individuellen Rechte nicht gewahrt werden werden die Grundsätze des Liberalismus nicht geachtet (Liberalismus steht auf dem Standpunkt, dass unabhängig davon wer regiert die Rechte der individuellen Personen gewahrt werden müssen. Zentrale Forderung des Liberalismus: persönliche Freiheit.) Liberalismus und Demokratie sind unterschiedliche Kategorien.
  • Wer wird als das "Dreigestirn der Vertragstheorie" bezeichnet? Thomas Hobbes, John Locke, Jean-Jacques Rousseau
  • Was versteht Lock unter "Wahrung des Eigentums"? Wahrung des Eigentums: man darf sein Eigentum gegen Schädigungen und Angriffe schützen und Verletzung dieses Gesetzes seitens anderer verurteilen, im schlimmsten Falle sogar mit dem Tod bestrafen→ Sicherung des Eigentums nur durch Gründung eines Staates möglich -> jeder hat von Natur aus das Recht auf Eigentum, Recht geht mit Vertrag NICHT verloren
  • Worauf beziehen sich die "natürlichen Rechte" bei Locke? Eigentum (Leib, Leben, Freiheit, Besitz) -> heute Menschenrechte
  • Wie begründet Locke das "Mehrheitsprinzip"? Locke kein Demokrat, weil Mehrheitsprinzip sich nicht auf die Mehrheit des Volkes beziehen muss, sondern auch nach einer anderen festgelegten Zahl definiert werden kann; Mehrheitsprinzip von der Regierung gewählt und definiert → Locke einziger, der das Mehrheitsprinzip so definiert hat→ man verpflichtet sich der Unterwerfung zugunsten einer Mehrheit
  • Gibt es ein Widerstandsrecht bei Hobbes, Locke und Kant? Hobbes: kein direktes Widerstandsrecht → nur durch Gewalt stürzen (Vertrauensverlust durch Nichteinahaltung der Friedenssicherung Locke: bei Vertrauensbruch kann Regierung abgewählt werden (Legislative kann vom Volk abberufen werden) Kant: lehnt Widerstandsrecht ab: Bürger sollen dem Rechtsstaat gehorchen, alle Widersetzlichkeiten gegen die gesetzliche Gewalt werden als Höchstverbrechen gesehen
  • Wie definiert Locke die Regierung? - die Regierung ist ein geeignetes Heilmittel gegen die Nachteile des Naturzustandes - gemeinsamen mit Autorität ausgestattete Richter in Regierung; Form der Regierung hängt von der Legislative ab, Exekutive ist an Gesetzgebung gebunden - „government by consent“Regierung muss die Rechte der Gesellschaft schützen
  • Was sind die Defizite des Naturzustands bei Locke? - durch ständige Übergriffe derer, die Gerechtigkeit nicht achten kommt es zu Unsicherheit und die absolute Freiheit ist voll von Furcht und Gefahr - Gewalt ohne Recht, gegen die Person eines anderen gerichtet erzeugt einen Kriegszustand - Schutz von Eigentum ist im Naturzustand nicht möglich, weil es keine Definition von Recht und Unrecht gibt und auch keinen Richter, der dies vollstrecken könnte - jeder Richter und Gewalt - keine Gesetze keine unparteilichen Richter, keine gerechte Exekutive
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  • Was sind die zentralen Punkte von Lockes Staatstheorie? Was ist liberal daran? - Funktion des Staates: - Sicherung des Eigentums des Einzelnen (Freiheit, Leben, Vermögen) - Trennung von Staat und Kirche - Entwurf des Verfassungsstaates → Zweiteilung der Gewalten in Exekutive & Legislative - Inhaber der staatlichen Gewalt ist an Gesetze gebunden - Legislative: Parlament dessen Vertreter vom Staatsvolk in regelmäßigen Wahlen gewählt werden, Budgetrecht, 2-Kammernsystem, Mehrheitsprinzip als grundlegendes Element - Exekutive: erbliche Monarchie verfügt auch über judikative Gewalt - Legislative und Exekutive sollen zum Wohl des Volkes handeln - persönliche Freiheit des Individuums - Liberal: Besitz, Privatsphäre, persönliche Freiheit, weniger Einmischung des Staatsapparates