25
Bevölkerungsgeographie (Fach) / Bevölkerungsgeographie (Lektion)
Anzeige
- Demographische Grundgleichung Population1 = Population0 + Geburten - Sterbefälle + Zuwanderung - Abwanderung
- De-facto-Bevölkerung Tatsächlich anwesende Personen (-1925)
- De-jure-Bevölkerung: Personen mit Wohnsitz (Wohnbevölkerung) (1925-)
- Abhängigkeitsindex AB = (Jugendliche + Alte) / ErwachseneRelation zw Nichterwerbstätigen und Erwerbstätigen
- Altersindex AI = Alte / JungeRelation alter zu junger Menschen
- Medianalter 50 Prozent der Bevölkerung sind jünger als das Medianalter
- General Fertility Rate Allg. FruchtbarkeitsrateGFR = Bi / Fi * 1000Bezug der Lebendgeborenen auf die weibliche Bevölkerung im gebärfähigen Alter
- Fertility Rate Altersspezifische FruchtbsarkeitsrateFRi = Bi / Fi * 1000Fruchtbarkeit für jedes Altersjahr (i) zwischen 15 und 49detaillierte Aussage über die Fruchtbarkeit jedes Alterjahres
- Total Fertility Rate totale FruchtbarkeitsrateTFR = Summe 15-49 Bi/FiSumme aller altersspezifischen Fertilitätswerte für die gebährfähigen JahrgängeDurchschnittszahl an Kindern, die eine Frau nach Abschluss ihrer Reproduktionsfähigkeit
- Crude death rate rohe SterberateCDR = D / P * 1000Anteil der Gestorbenen pro 1000 Personen der Bevölkerung
- Anzeige
- Mortality Rate Altersspezifische SterblichkeitMRi = Di / Pi * 1000häufige Trennung nach Geschlechtern, da Sterblichkeit der Männer höher als die der Frauen
- Demographischer Übergang Phasen1 prätransformativ Geburten- & Sterberate hoch; Zuwachsrate niedrig2 frühtransformativ G hoch; S sinkt; Z steigt3 mitteltransformativ G sinkt; S sinkt; Z konstant4 spättransformativ G sinkt; S konstant; Z sinkt5 posttransformativ G konstant; S konstant; Z konstant
- Demographischer Wandel: Ursachen Erwerbsneigung der FrauenLockerung gesell. FormenRückgang d Stabilität von PartnerschaftenMangel an kindergerechtem LebensumfeldEmpfängnisverhütung
- Demographischer Wandel: Dimensionen IndividualisierungAlterungSchrumpfungInternationalisierung Bevölkerung, Wohnungsmarkt, Technische Infrastruktur, Soziale Versorgungsinfrastruktur, Peripherie, Raumplanung
- Mobilität soziale: horizontale Mobilität vertikale Mobilitäträumliche: ohne Wohnsitzwechsel mit Wohnsitzwechsel Außenwanderung Binnenwanderung Umzug
- Migrationsgesetze (1889 Ravenstein) 1. Die Mehrzahl der Wanderungsvorgänge erfolgt über kurze Distanzen,2.Wanderungen über größere Distanzen verlaufen häufig in Etappen (Kettenwanderung),3. Bei Wanderungen über größere Distanzen werden große Industrie-& Hafenstädte als Zielorte bevorzugt,4.Wanderungsströme bestehen stets aus zwei gegenläufigen Komponenten,5.Die Landbevölkerung ist in Wanderungsströmen überrepräsentiert,6.Frauen wandern eher über kürzere, Männer eher über längere Distanzen,7.Die Mehrzahl der Migranten sind Alleinstehende,8.Die Bevölkerungszunahme in Städten ist mehr durch Wanderungsgewinne als durch natürliche Bevölkerungsbewegungen bedingt,9.Das Wanderungsvolumen steigt synchron mit der industriellen und verkehrstechnischen Entwicklung,10.Die meisten Wanderungsvorgänge werden durch ökonomische Anlässe ausgelöst
- Natürliche, demographische Merkmale Alter, Geschlecht, Ethnische Zugehörigkeit
- Sozio-ökonomische Merkmale Familienstand, Haushalte, Konfession, Bildung, Einkommen, Erwerbstätigkeit
- Bestandserhaltungsniveau Um eine Bevölkerung konstant zu halten (ohne Wanderungen), muss die TFR in den westlichen Industrieländern z.Zt. 2,07 betragenIst: 1,0
- Kriterien für Volkszählungen VollständigkeitGleichzeitigkeitEinzelpersonen (nicht Haushalte)gebietsscharfe ErhebungPeriodizität
- Räumliche Muster der Bevölkerungsverteilung Dispersion: gleichmäßig zufälligKonzentration: zentralisiert dezentralisiert
- Bevölerungspyramide Dreieck: lange Zeit anhaltend hohe Geburten- und SterberatenBienenkorb: niedrige Geburten- und Sterberaten, stationäre BevölkerungUrne: kontinuierlicher Rückgang der Geburtenrate und niedrige Sterberate, AlterungGlocke: nach längerer Zeit mit relativ niedrigen Geburten- und Sterberaten, Zunahme der GeburtenhäufigkeitTropfen: deutlicher Rückgang der Geburtenrate bei anhaltend hoher Sterberate
- Gravitations- und Distanzmodelle zur Migration aus makrotheoretischer PerspektiveKernkonzept: Übertragung des Newtonschen Gravitationsgesetzes auf WanderungsbewegungenKernthesen : • Wanderungsumfang ist abhängig von der Einwohner - zahl eines Zentrums • Wanderungsumfang nimmt mit Distanz ab• Kritik:: Mangelnde Begründung von Wander
- Push-und Pull-Modell als Variante des Gravitationsmodells • aus mikrotheoretischer Perspektive des Individuums (z.B. im Hinblick auf sozioökonomische Aspekte )• Vertreter: u.a . Lee (11966))• Kernthesen :• Pull - Faktoren = anziehende Faktoren• Push - Faktoren = abstoßende Faktoren• Indifferente Faktoren = neutrale Faktoren in Hinblick auf die Wanderungsbereitschaft
- Constraints-Modelle • Constraints - Modelle (uunter Berücksichtigung vorhandener Einschränkungen))• Vertreter:: u..aa . Desbarats (11983))• Kernthesen :• Kein unbegrenzter Handlungsspielraum für Wanderungsentscheidungen• Constraints (ääußere Zwänge)) = lösen Wanderungen aus oder verhindern sie1.. Persönliche Faktoren2.. Gesellschaftliche Rahmenbedingungen3.. Strukturen des Wohnungsmarkts 4.. Natürliche Umweltbedingungen