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Mediensystem der BRD (Fach) / Wettbewerbsverhältnisse im dualen RF-System (Lektion)

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  • Wo findet man Informationen über Verflechtungen im Medienbereich? Bericht der KEK Media Perspectiven ALM Jahrbücher  Journalism Review
  • Wie hoch waren im Jahr 2016 die Zuschaueranteile nach Veranstaltergruppen? sonstige Programme: ~13% ProSiebenSat.1 Media SE: ~19% Mediengruppe RTL Deutschland: ~23% Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: 45%
  • Was wurde im 3. Runfunkänderungsstaatsvertrag von 1996 geregelt? Richtlinien zur Meinungsmacht und Medienvielfalt. §26: "(1): Ein Unternehmen darf in der Bundesrepublik Deutschland selbst oder durch ihm zurechenbare Unternehmen bundesweit im Fernsehen eine unbegrenzte Anzahl von Programmen veranstalten, es sei denn, es erlangt dadurch vorherrschende Meinungsmacht nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen. (2) Erreichen die einem Unternehmen zurechenbaren Programme im Durchschnitt eines Jahres einen Zuschaueranteil von 30 vom Hundert, so wird vermutet, dass vorherrschende Meinungsmacht gegeben ist."
  • Gründe für den besonderen Regulierungsbedarf des Rundfunks insbesondere Fernsehens: Breitenwirkung Reichweite in Gesellschaft zeitlich und räumliche Verfügbarkeit Suggestivkraft Kombination von beweten Bildern & Ton zeichenn Sachverhalte als besonders realistisch  Aktualität ausgeprägter Live-Charakter
  • Warum warnt KEK-Vorsitzender Prof. Dr. Georgios Gounalakis vor einer Umwälzung im Medienbereich? Anlass: Medien- und Telekommunikationsunternehmen kaufen TV-Unternehmen auf.  Grund für die Käufe: bewegtes Bild ist attraktivster Inhalt der Medienwelt Problem: RTStV konzentriert sich maßgeblich auf lineares Fernsehen und blendet Wandel in Übertragungstechnik und Nutzerverhalten aus bisherige Konzentrationsmessungen an Zuschaueranteil reichen nicht mehr aus -> Medienvielfaltsmonitor der BLM
  • Beschreiben Sie den Medienvielfaltsmonitor der BLM 1. Empirische Ermittlung des Meinungsbildugnsgewichts der Massenmedien ( TNS Infratest )  2. Festellung der Reichweiten der Medienangebote auf Basis der anerkannten Marktstuden 3. Bestimmung des Anteils de Medienuntenehmen in den einzelnen MedienmärktenVernetzung der Reichweiten und Gesellschaftsanteile der Anbieter unter Verwendung der Mediendatenbank 4. Berechnung der Anteile am Meinungsmarkt durch Addition und Gewichtung der Werte in den einzelnen Medienmärkten
  • Wie wird das Meinungsbildungsgewicht der Medien empirisch bestimmt? TNS Infratestergibt sich aus: der informierenden Nutzung eines Mediums der Wichtigkeit des Mediums für die Meinungsbildung der Nutzung
  • Nennen Sie die 5 Medienkonzerne, die den größten Anteil am Meinungsmarkt haben. ARD ~22% Bertelsmann ~12% Springer ~8% ZDF   ~8% ProSiebenSat.1   ~7.5%
  • Erläutern Sie die Zusammensetzung und Funktion des Vielfaltsmonitors der BLM. Der MedienVielfaltsMonitor zeigt das Gewicht der Medien für die Informations- und Meinungsbildung in Dt. gibt Aufschluss über die quantitative Meinungsmacht der Medien und Unternehmen im konvergenten Medienmarkt Der Motior wurde von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) entwickelt und wird seit Oktober 2012 regelmäßig veröffentlicht ...ist seit 2015 Bestandteil des Medienkonvergenzmonirtors der DLM, der Gemeinschaft aller Landesmedienanstalten in Deutschland
  • Aus was besteht der Medienkonvergenzmonitor? Medienvielfaltsmonitor der BLM  Schwerpunktstudie zur Relevanz einzenlner Medienangebote und digitaler Dienste für die Meinungsbildung (Hans-Bredow-Institut) Mediendatenbank zu Beteiligungsstrukturen von267 TV-Angeboten446 Radioprogrammen1505 Printmedien500 Onlineangeobten
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  • Nennen Sie die Besonderheiten von Medienprodukten. Öffentliches Gut (steht jedem zur Verfügung) Nichtrivalität im Konsum (durch den Konsum einer Information verbraucht sich diese nicht) Mangelnde Marktfähigkeit des Gutes (Eigentumsrechte sind schwer durchzusetzen, trotz Verkauf hat der Verkäufer die Information immer noch)
  • Nennen Sie die Vorteile der vertikalen Integration Bestimmte Bereiche (Forschung, Entwicklung, Markenname, Managementwisssen) können für alle Bereiche genutzt werden Bessere Qualitätskontrollen Einheitliches Produktdesign Reduzierung von Transaktionskosten Distribution
  • Nennen Sie die Vorteile flexibler Spezialisierung. Entflechtung von Großkonzernen Konzentration auf das Kerngeschäft Flexible Reaktion auf verkürzte Produtzyklen Flexibilität durch Qualifikation der Mitarbeiter Verlagerung von Risiken auf Produktionsfirmen
  • Rezpipient als Konsument und Erlösquelle Customer ValueWerte, die sich durch das Ausschöpfen aller Aktivitäten eines Menschen schöpfen lassen (z.B aus Konsum) Customer-Relationship-MarketingAusrichtung aller unternehmerischer Strukturen, Prozessse und Aktivitäten auf Kundenbedürfnisse
  • Nennen Sie die 4 möglichen Entwicklungen des dualen Rundfunksystems. Differenz: unabhängige Entwicklung von Privaten und ÖR Konvergenz Private gleichen sich an ÖR an ÖF gleicht sich an Private an Wechselseitige Anpassung
  • Erklären Sie Konvergenz im Medienpolitischen Sinne Die wechselseitige Angleichung der zuschauerstärksten Programme in struktureller, inhaltlicher und qualitativer Hinsicht. Methode: Programmstrukturanalyse
  • Nennen sie die 4 Indikatoren anhand derer Konvergenz festgestellt werden kann Absolutes Sendevolumen relative Veränderung der Sparten Sendeplatzverschiebung Rezeptionsveränderung
  • Wodurch ist die Vergleichbarkeit von Programmstrukturanalysen eingeschränkt? Welche Sendezeit wird zugrunde gelegt? (Gesamtsendezeit - Hauptsendezeit? Wie ist die HSZ definiert? Welche Kategorien werden verwendet? Wie erfolgt die Zuweisung der Sendungen zu den einzelnen Kategorien? Welches Datenmatieral wird herangezogen? (Programmankündigung, tatsächliches Programm, Stichprobe oder Vollerhebung)
  • erklären Sie die Methode der regelmäßigen Programmstrukturanalysen der ARD/ZDF-Werbegemeinschaft seit 2001 Vollerhebung qualitativ- quantitative Inhaltsanalyse Zeitintervall 19 - 23 Uhr (HSZ) Gesamtes Sendevolumen jährliche Veröffentlichung in "Media Perspektiven" Durchführung: Institut für empirische Medienforschung Köln (IFEM)
  • 1. Differenzierung der ALM Studie Information (Sendungen und Beiträge zu geslelschaftlich kontroversen, insbes. politischen Themen; Sach- und Lebensweltthemen) Information und Unterhaltung Beiträgezu Human Touch Themen, Sportsendungen und -übertragungen Unterhaltung Fiktionlae Sparten, nonfiktionale Unterhaltung
  • Kategoriensystem der ALM Studie seit 2012 Fiktionale Unterhaltung (=Spielhandlungen) Nonfiktionale Unterhaltung (= Shows und Spiele) Fernsehpublizistik (Informations- und unterhaltungsangebot)
  • Programmpositionierung in Konkurrenzsituationen Parallelprogrammierung Direktvergleich mit Konkurrenten Anwendung bei Wettbewerb zum Konkurrenten Komplementärprogrammierung Vermeidung eines Direktvergleichs Anwendung innerhalb einer Senderfamilie
  • Fazit: Programmstrukturanalysen Medienpolitische und - ökonomische Relevanz - unterschiedliche Interessenlagen ÖR: spezifisches, Informationsorientierrtes Profil PR: Profil im Sinne einer "Marke", Parallel- und Komplementärporgrammierung Eingeschränkte Vergleichbarkeit
  • Bei Diskussionen zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten RF-anbietern benutzen die Privaten oft die Konvergenz als Argument. Wie setzen die Privaten dieses Argument ein? Die Privaten sind an einer Abschaffung des Gebührenprivilegts der ÖR sender interessiert. Die Konvergenzthese behauptet, das Programm der ÖR würde sich dem Programm der PR immer weiter annähern. Ein signifikanter Unterschied, der das Gebührenprivileg rechtfertige (Grundversorgung) sei nicht mehr gegeben.
  • Um was geht es im 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag von 2009? Was ist die Position der Gegner der ÖR? Es gehtum die Präsenz der ÖR Anbieter im Intenet. Die Gegner wollen eine Ausweitung des Angebots der ÖR verhindern, um nicht auch online Werbeeinnahmen und Nutzer an die Konkurrenz zu verlieren.  Jetzt dürfen Sendungen nur noch eine Woche abrufbar sein, die Plattformen dürfen keine Werbung beinhalten und pesseähnliche Angebote ohne konkreten Sendungsbezug sind verboten.