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Vertiefung Kognition (Fach) / Räumliches Gedächtnis (Lektion)

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  • Was ist das räumliche Gedächtnis? → Fähigkeit, sich an Orte zu erinnern (Ich weiß, wo Dinge sind, obwohl ich sie nicht sehen kann.) räumliches Kurzzeitgedächtnis, räumliches Arbeitsgedächtnis- für eben präsentierte Reize wird nach Präsentation Aktivität (Feuerungsrate) aufrechterhalten (aber auch aktivierte LZG-Repräsentation tragen zum AG bei)- gibt Hirnregionen, die bei räumlicher Aufmerksamkeit und AG aktiv sind räumlichen Langzeitgedächtnisepisodisch oder semantisch Erinnerungen:- aus selber Perspektive- aus anderer Perspektive- in anderer Umgebung
  • Welche Referenzrahmen gibt es? Welche nutzen Menschen eher? egozentrisch: relativ zu mir selbst- auch: relativ- Das Schwein ist rechts von der Kuh. allozentrisch: relativ zu anderen Objekten / Achsen ...- intrinsisch / objektzentriert  Das Schwein ist vor der Kuh.- absolut / geozentrisch  Das Schwein steht östlich der Kuh. Experiment von Li & Gleitmann (2002)- Objekte auf Tisch präsentiert → VP sollten sich umdrehen und Objekte genau so anordnen → Maya meist geozentrisch, Holländer relativ → Angewohntheit, welchen Referenzrahmen man nutzt
  • Was ist Spatial Updating? = Aktualisierung räumlicher Repräsentationen bei Eigenbewegung (enorme Rechenleistung des Gehirns, aber kostet keine Anstrengung → Automatismus) Spatial Updating geschieht in gewissem Rahmen automatisch, basierend auf:- visueller Information- antizipierter Eigenbewegung- registrierter Eigenbewegung Eigenbewegung verändert egozentrische Lage, nicht allozentrische allozentrische Gedächtnisrepräsentationen sind unabhängig zu Eigenbewegungen
  • Was zeigt die Studie von Simon & Wang (1998) zu Spatial Updating und räumlichem Gedächtnis? Objekte auf einem drehbaren Tisch, eins der Objekte wird verändert → welches?3s präsentiert, 7s verdeckt während Verdeckung:a) wechselt Proband zu anderem Ort oder bleibt stehenb) wird der Tisch gedreht oder nicht (mit Ankündigung) Personen, die am Platz bleiben und Tisch sich dreht→ schlechtere Leistung als ohne Tischdrehung Personen, die Positionen verändern und Tisch dreht sich mit→ schlechtere Leistung als ohne Tischdrehung Personen, die stehen bleiben und Tisch sich nicht dreht & Personen, die Positionen änder und Tisch sich nicht dreht→ bessere Leistung (beide ungefähr gleich) → Nicht retinale Projektion entscheidend→ durch Ankündigung bei Tischdrehung Beweis, dass bei Änderung meiner Position mein Gehirn die Ansicht automatisch dreht, obwohl ich weiß, dass Tisch sich mit dreht
  • Wann entwickelt sich Spatial Updating? schon 1-Jährige finden Spielzeug im Sandkasten überzufällig oft Kinder ab 22 Monaten nutzen Landmarken (deutlich bessere Leistung, wenn Sandkasten nicht von Vorhang eingeschlossen)
  • Was sind Ortszellen? Was ist die Morris Water Maze? Und was zeigt das Experiment von Miller et al. (2013) bezüglich Ortszellen? Pyramidenzellen im Hippocampus feuern, wenn sich Ratte an bestimmtem Ort aufhält Ortszellen liegen ungeordnet, können in neuen Umgebungen andere Rollen einnehmen → Remapping: Ortszellen differenzieren sich innerhalb von Minuten in neuer Umgebung Ortszellen und Morris Water Maze Ratten müssen in trübem Wasser Plattform finden → Ratten mit Hippocampusläsionen lernen Position der Plattform zunächst nicht ringförmige Morris Water Maze: für Plattformen bilden sich Ortszellen aus (Hollup et al., 2001) → für die wichtigsten Orte bilden sich Ortszellen aus Ortszellen und episodisches Gedächtnis VP erkunden virtuelle Realität & müssen am Ende Güter zu Geschäften liefern anschließend: Erinnerung an Güter Vergleich des Feuerungsverhaltens von Neuronen bei bestimmtem Ort in VR und Erinnerung an Objekte → Ableitung von ortsspezifischen Neuronen → befanden sich nicht nur im Hippocampus → ortsspezifische Zellen = richtungssensitiv→ Zellen feuern bei Nähe zu bestimmtem Ort mehr / bei Erinnerung an nahen Ort mehr
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