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Managementmethoden und -techniken (Fach) / 4) Methoden und Techniken zur Beurteilung strategischer Handlungsoptionen (Lektion)

Methoden

Diese Lektion wurde von DarkerThanCiel erstellt.

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  • Wahl der Methode abhängig von Anzahl der Ziele (siehe Folie 4) - Investitionsrechenverfahren: bei einem Ziel; Grad der Unsicherheit (Sicherheit oder Risiko) irrelevant - Nutzwertanalyse (Scoring-Modell: bei mehreren Zielen; Grad der Unsicherheit irrelevant
  • Nutzwertanalyse - Vorgehensweise 1) Problemstellung (relevante Bewertungskriterien und K.O.-Kriterien bestimmen und gewichten) 2) Alternativensuche (relevante Alternativen bestimmen; K.O.-Kriterien nicht erfüllende Alternativen eliminieren) 3) Alternativenbeurteilung (Erfüllungsgrad pro Kriterium für jede Alternative bestimmen, zu Teilnutzenwerten transformieren, Gesamtnutzenwert der Alternative berechnen) 4) Alternativenauswahl (Wahl der Alternative mit höchstem Gesamtwert) (5; für Beispiel siehe 6)
  • Investitionsanlässe und -arten - Investitionsanlässe: Erstinvestition (internes oder externes Wachstum)Folgeinvestition (Erhaltung, Erweiterung, Rationalisierung) - Investitionsobjekte (= Vermögensgegenstände mit Nutzungspotential): Realinvestitionen (zur Aufrecherhaltung/Stärkung/Ausbau des operativen Geschäfts): Potentialinvestitionen (Werbung, Forschung & Entwicklung) oder güterwirtschaftliche Investitionen (Maschinen)Finanzinvestitionen (Kapitalbindung in Finanzanlagen, als Anlage) - Investitionsvolumen: Bruttoinvestitionen oder Nettoinvestitionen (= Bruttoinv. - Abschreibungen) (8)
  • Verfahren der Investitionsrechnung - Statische Investitionsrechenverfahren:Kosten-VergleichsrechnungGewinn-VergleichsrechnungRentabilitäts-Vergleichsrechnung - Dynamische Investitionrechenverfahren:KapitalwertmethodenDynamische AmortisationsrechnungInterne ZinsfußmethodeModifizierte interne Zinsfußmethode (9)
  • Kosten-Vergleichsrechnung - statisches Investitionsrechenverfahren - Gegenüberstellung der Kosten von 2 oder mehr Investitionsalternativen; alle durch die Alternative verursachten Kosten werden einbezogen (außer: Kosten, die bei allen Alternativen gleich hoch sind) - Wahl der kostengünstigsten Alternative (10; Beispiel auf Folie 11+12)
  • Gewinn-Vergleichsrechnung - Gewinn aller Investitionsalternativen berechnen - benutzt bei mengenmäßigen und qualitativen Leistungsunterschieden von Alternativen - Wahl der Alternative mit dem höchsten Gewinn - periodenbezogene Rechnung: Umsatzerlöse pro Periode - Umsatz- bzw. Gesamtkosten pro Periode = Betriebsergebnis pro Periode- stückbezogene Rechnung: Umsatzerlöse pro Stück -  Umsatz- bzw. Gesamtkosten pro Stück = Betriebsergebnis pro Stück 13; Beispiel auf Folie 14
  • Rentabilitäts-Vergleichsrechnung - Vergleich der Kapitalrenditen von Alternativen - benutzt wenn Kapitaleinsätze der Investitionen unterschiedlich sind - Kapitalrendite = Ergebnis vor Zinsen : Investiertes Kapital - Wahl der Alternative mit höchster Kapitalrendite - wenn Rentabilität einer Alternative höher als ein bestimmter Grenzwert ist, ist Investitionsobjekt absolut vorteilhaft- wenn Rentabilität einer Alternative höher als die Rentabilität anderer Alternativen ist, ist Investitionsobjekt relativ vorteilhaft 15
  • Unterschied statische und dynamische Verfahren statische Verfahren:- zeitliche Verteilung der Erfolgskomponenten (zB Ein-/Auszahlungen) nicht berücksichtigt- Investitionsalternativen nicht vollständig vergleichbar- Differenzinvestitionen nötig, um Unterschiede in Höhe der Anschaffungszahlung, Höhe der Kapitalbindung während der Laufzeit und in Länge der Nutzungsdauer auszugleichen- Rechnungen mit periodischen Erfolgsgrößen dynamische Verfahren:- Höhe und zeitlicher Anfall von Zahlungen werden berücksichtigt- Zahlungen werden ab- oder aufgezinst, um zeitliche Unterschiede zu eliminieren/versch. Zahlungsreihen vergleichbar zu machen (17)
  • statische Verfahren - stärkster Nachteil: Annahme einer Durchschnittsperiode (Zeitpunkt der Zahlungen nicht berücksichtigt) 18
  • dynamische Verfahren - Zeitwert des Geldes (Höhe und zeitlicher Anfall der Zahlungen) berücksichtigt - meist Gegenwartswerte berechnet (Zahlungen auf den jetzigen Zeitpunkt auf- oder abgezinst (diskontiert)), damit Zahlungsreihen vergleichbar sind 19
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  • Kapitalwertmethode - dynamisches Verfahren - Bewertung einer Alternative anhand des Netto-Kapitalwerts (Net Present Value) - (Netto)-Kapitalwert: Summe aller diskontierten Ein- und Auszahlungen; diskontiert mit Zinssatz i auf Zeitpunkt t=0 - Wertsteigerungsmaß: je höher der positive Netto-Kapitalrückfluss, desto besser - indirekte Ermittlung des (Netto-)Kapitalwerts aus der GuV: Berechnung der Zahlungsüberschüsse durch Ermittlung der Freien Cash-Flows (FCF, Free Cash Flows) für Formeln siehe Folie 21- Kapitalwert = ∑( (E-A) / (1-i)t )- Kapitalwert = -A + ∑ ( FCF / (1+i)t ) - absolutes Entscheidungskriterium: Investition nur realisieren, wenn sie postivien (Netto-)Kapitalwert hat- relatives Entscheidungskriterium: Investition mit höchstem (Netto-)Kapitalwert wählen 21; Beispiel Folie 22; 24
  • dynamische Amortisationsrechnung (Dicounted Payback Period) - dynamisches Verfahren - Berechnung der Amortisationszeit über die diskontierten, kumulierten Einzahlungen (Netto Cash Flows) des Projekts - Risikomaß (je kürzer die Zeit bis Netto-Kapitalrückfluss positiv ist, desto besser) 23; 24
  • Interne Zinsfußmethode - interner Zinsfuß: Diskontierungssatz, bei dem (Netto-)Kapitalwert einer Investition 0 ist (Netto-Kapitalwert = 0) - interner Zinsfuß gibt an, welche Verzinsung das noch gebundene Kapital bringt - absolutes Entscheidungskriterium: interner Zinsfuß >= Kalkulationszinssatz (IZ>= i) (durch Investition erzielbare Rendite ist höher als Rendite, die von Kapitalgebern gefordert wird- relatives Entscheidungskriterium: Investition mit höherem internen Zinsfuß wählen - Nachteil: Wiederanlagemöglichkeit nicht berücksichtigt - Problem: Kapitalwertkurven von Investitionen können sich schneiden (Kapitalwert von Investitionen ist stark abhängig vom Kalkulationszinssatz) 25, 26, 27
  • modifizierte interne Zinsfußmethode - modifizierter interner Zinsfuß = Baldwin-Methode: Wiederanlagemöglichkeit zu festem, vorgegebenen Kalkulationszins - Anlagezins: abgeleitet von durchschnittlicher Unternehmensrendite, erzielbarer Kapitalmarktverzinsung, relevanter Kreditzins - Vorgehensweise: alle Einzahlungsüberschüsse auf Ende des Planungszeitraums aufgezinstalle Auszahlungsüberschüsse auf Bewertungstag diskontiertBaldwin-Zins: Zins, bei dem diskontierter Endwert = Barwert der Auszahlungsüberschüsse - absolutes Entscheidungskriterium: Baldwin-Zinssatz > geforderte Rendite- relatives Entscheidungskriterium: Investition mit höchstem Baldwin-Zinssatz wählen 28, 29
  • Entscheidungsbaumverfahren - bei mehrstufigen Investitionsentscheidungen und mehreren Szenarien mit bekannten oder abschätzbaren Eintrittswahrscheinlichkeiten verwendet - Entscheidungsbaum besteht aus Entscheidungspunkten (Rechtecke) und Ereignispunkten (Kreise) und Ergebnissen 32; Beispiel 33
  • Sensitivitätsanalysen - Prüfung, wie stark entscheidungsrelevante Outputgröße (abhängige Variable) auf Veränderung einer oder mehreren Inputgrößen (unabhängige Variable) reagiert - bei quantitativen Analysen Sensitivitätsanalyse als letztes durchführen - kritischer Zins: Zins, bei dem der Kapitalwert beider Investitionen gleich hoch ist 35
  • Selektionsmethoden siehe Folie 37 - benutzt, um Anzahl der Entscheidungsalternativen zu reduzieren (durch Eliminierung ungeeigneter oder nicht-realisierbarer Alternativen) - Trichtermodell: Alternativen durchlaufen verschiedene Auswahlkriterien, bei denen aussortiert wird - Stage-Gate-Modell:Alternativen durchlaufen Phasen, bei denen jeweils eine Alternative aussortiert/eliminiert wird bis nur noch die zu realisierende Alternative übrig bleibt
  • Trichtermodell siehe Folie 38 - schrittweise/kontinuierliche Reduktion der Alternativenanzahl - Handlungsalternativen müssen Auswahlkriterien erfüllen, Plausibilitäts und Machbarkeitprüfung bestehen - Es bleiben die Alternativen übrig, die alle Auswahlkriterien erfüllen; diese werden nochmal detailliert geprüft Beispiel Folie 39
  • Stage-Gate-Modell siehe Folie 40 - Alternativen durchlaufen Entwicklungsphasen (Stages); jede Entwicklungsphase hat ein Gate; für das Passieren eines Gates müssen Alternativen bestimmte Voraussetzungen erfüllen; bei wiederholtem Scheitern am Passieren wird Alternative eliminiert Beispiel 41