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sekundäre inhaltsstoffe (Fach) / Giftige Sekundärstoffe (Lektion)

Giftige Sekundärstoffe

Diese Lektion wurde von LenaFeistl erstellt.

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  • Giftige Sekundärstoffe als Schutz +Beispiel Sekundärstoffe sind oft nützliche Beigaben von giftigen Blütenpflanzen  für Bestäuber, zusätzlich zu Pollen und Nektar. Die Verbindungen haben Einfluss auf das Verhalten, Leistung und Überleben der Bestäuber Auch Schädlinge, die immun sind gegen Gifte ihrer Futterpflanzen, nutzen manchmal die Verbindungen um sich gegen eigene  Feinde zu schützen. Beispiel: Der Monarchfalter nimmt als Raupe Herzglykoside aus seinen  Futterpflanzen auf (Asclepia Arten). Die Gifte finden sich schließlich im Schmetterling.⇒ Der Vogel wird künftig keinen Monarchfalter mehr verspeisen wollen. Folgen:  Vergiftungen: Herzrhythmusstörungen, Sehstörungen, Übelkeit, Erbrechen
  • Nitrile ⇒ Hydrolyse-Produkte von Brassica Glukosinolaten⇒ verursachen schwere Erkrankungen  bei Weidetieren. ⇒ Nitrile sind Lebertoxine und verursachen sekundäre Photosensibilisierung
  • Wenn ein Pflanzen-Gift schädlich für Vieh ist, was ist mit zwei? Multiple Poisonous Plants = Mixture Toxicology Additive: 1+1 = 2 Synergistic: 1+1 = 5 Potentiation: 1+0 = 3 Antagonistic: 1+1 = 0,5 ⇒ Drug – Drug Interactions
  • Toxine in Nutzpflanzen-Progoitrin Progoitrin In verschiedenen Kohlarten (bis 0,8 %) und Rüben (bis 0,02 %), chinesischer Kohl (Pak-Choi) Durch enzymatische Hydrolyse entsteht die kropferzeugende Verbindung Goitrin (70–100 mg / kg
  • Natürliche Thyreostatika, die auf Glukosinolate zurückzuführen sind Glucosinolat -break-down products: Oxazolidinethione, Nitrile, Epithionitrile, Thiocyanate, Isothiocyanate , Goitrin, Thioharnstoff Oxazolidinethiones(goitrin), Thiocyanate, und Thioharnstoff:⇒ Führen zu Schilddrüsenunterfunktion (hemmen die Thyroxinsynthese) Es besteht ein Zusammenhang zwischen Glucosinolat - Aufnahme und der Bildung von Thiouracil, (eine Verbindung, früher in der Tiermast verwendet wurde und inzwischen verboten ist. Thiouracil ist als Thyreostatikum ca. 8-10 mal wirksamer als Thioharnstoff.) Thiouracil wurde im Urin von Schweinen und Rindern nach Brassica Verzehr nachgewiesen, beim Menschen in fast 70% der untersuchten Proben. Die Bildung von Thiouracil geht auf Aktivitäten der Darmbakterien zurück.
  • Goitrogene Aktivität von Soja-Isoflavonen -Einfluss auf die Schilddrüse → Iodierung blockiert, Isoflavone Genistein hemmt die Thyroid Peroxidase TPOTyrosinperoxide irreversibel gestört → Unterfunktion, zu wenig Hormone
  • Cyanid-Cyanogene Glukoside Cyanid: ⇒Lima Bohnen (nicht tödlich, aber enthalten natürlich gewisses Maß an tödlichem Gift)Vorkommen außerdem in: Äpfel, Pfirsiche, Aprikosen, Gerste, Sorghum, Leinsamen und Bambussprossen.
  • Linamarin - cyanogene Glukoside Definition, Zubereitung, Vergiftung, süße Cassava, Folgen einer Cyanid-Vergiftung ⇒ Cassava (Maniok). Essbare Knollen aus dem tropischen Amerika (Roh giftig, einige 100g roh verzehrt → tödlich (selten)) ⇒Alle Pflanzenteile enthalten cyanogene Glukoside⇒ kompliziertes zeitaufwendiges Verfahren um das Gift zu entfernen (vergiftung nur bei ungenügender Verarbeitung)Linamarase (Enzym):spontan nach verletzung des Pflanzengewebes abhängig von pH & Temp → Freisetzung von Blausäure  → jetzt erst genießbar⇒ Akute Vergiftung selten, da Verzehrsmenge meist nicht >100g Viel häufiger sind chronische Vergiftungen durch den täglichen Konsum von Produkten mit relativ geringen Mengen an Blausäure.⇒Süße Cassava Kultivare enthalten weniger Linamarin als bittere Varianten. Folgen einer Cyanid-Vergiftung: Blausäure hemmt die Zellatmung (Atmungskette) und es kann kein ATP mehr gebildetwerden. Die Zellen verarmen an Energie und sterben.Die Symptome einer Cyanidvergiftung umfassen u.a. Übelkeit, Erbrechen, Schwindel,Kopfschmerzen, Krämpfe⇒ Gegenmaßnahmen möglich falls schnell genug.
  • Chronische Blausäurevergiftungen durch Cassava in Afrika und Latein Amerika unzureichend aufbereitete Cassava-Wurzel⇒chronische Erkrankung (Kanzo) Folgeerkrankungen (in Ländern mit Jodmangel-Bedingungen): Kropf (Bei Entgiftung entstehen Thiocyanate→Schilddrüsenfunktion→Kropf) Rachitis Schilddrüse ⇒Die Entgiftung von Cyanid im Körper ist stark abhängig von einer ausreichenden Proteinernährung (Cystein), Methionin
  • Sechs pathologische Zustände die mit der chronischen Cyanidvergiftung in Zusammenhang stehen: Exazerbation (Verschlimmerung ) von Proteinmangelerscheinungen , (hervorgerufen durch Mangel an Cystein und Methionin welches für die Entgiftung von Cyaniden notwendig sind.) Kropfbildung und Rachitis. Degenerative neurologische Erkrankungen  Diabetes verbunden mit Veränderungen im Pankreas Krebs durch die Bildung von Nitrosaminen im Magen. Konzo, Schädigung der Nerven im Rückenmark , die schließlich zur spastischen Parapareseführt (unvollständige Lähmung mit Fehlstellung der Beine und Füße)
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  • Tansgene Maniokwurzeln. Linamarinkonzentration in Wurzeln geringer Acetoncyanhydrin- und Cyanid-Konzentrationen geringer Hoherer Proteinanteil
  • Giftstoffe , die in Kombination auftreten können Cyanid und Aflatoxine in Cassava
  • Aflatoxine-Mycotoxine -Definition -Bildung -Vorkommen Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) Aflatoxin B1:-blauer, kristalliner Feststoff-stärkste Krebs-erzeugender Naturstoff  -Kein Tier ist immun von den Schimmelpilzen Aspergillus flavus und Aspergillus parasiticus gebildet Vorkommen: Reis, Cassava, Nüssen, Leber, Nieren, Erdnüssen, Erdnussschrot, Baumwollsamenmehl und andere Ölsaatrückstände, Futtermittelzusätzen, gemahlenen Mandeln und Muskatnüssen, Pistazien, Feigen und Getreide. In Milch von Kühen, die aflatoxinhaltiges Futter bekamen. Übertragung direkt oder indirekt (Einnahme von Aflatoxinen/ Essen von Tieren, die Aflatoxine zu sich genommen haben)
  • Sekundär-Metabolite von Aflatoxinen Einfluss auf Darm haben einen Einfluss auf die Darmflora Verwestlichung beeinflusst Darmflora Afrikanische Jäger&Sammler (BaAka) und Landwirte (Bantu) haben unterschiedliche Darmflora Darmflora spielgelt Lebensstil wieder Darmflora von Konsumenten (z.B. aus den USA) ähneln eher den Landwirten Traditionelle Mikroorganismen gehen durch Zucker bzw. Industrialisierung verloren.