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Ausgewählte Themen der Wirtschaftspsychologie und angewandten Sozialpsychologie (Fach) / Psychologie der Überkompensation (Lektion)
What money can’t buy: The psychology of financial overcompensation
(Haesevoets, Van Hiel, Reinders Folmer & De Cremer, 2014)
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- Gleichwertige Kompensation = (finanzielle) Entschädigung entspricht exakt dem verursachten Schaden
- Überkompensation = (finanzielle) Entschädigung ist größer als der verursachte Schaden
- Forschungsfrage & Forschungsdesign Ist Überkompensation nach einem finanziellen Schaden effektiver, gleich effektiv oder weniger effektiv als gleichwertige Kompensation, um positive Outcomes zu erreichen? Fragebogen-/Szenariostudie/Laborexperiment
- Was wird unter positive Outcomes verstanden? Zufriedenheit des Geschädigten, positive Wahrnehmung der Situation, Vertrauen und Intention zu Kooperation in zukünftigen Situationen Konflikt zwischen ökonomischer und psychologischer Perspektive der Überkompensation wird betrachtet (Profit vs. Fairness)
- Ökonomische Perspektive Homo oeconomicus Ziel entspricht v.a. Gewinnmaximierung Je größer die (Über)Kompensation, desto besser.
- Psychologische Perspektive Konträr zu Homo Oeconomicus: Verhalten wird auch von nicht-materiellen Interessen beeinflusst Ist das Ergebnis fair und steht im Verhältnis zu dem Schaden? Überkompensation = unfaire Verteilung von Ressourcen -> führt demnach nicht zu mehr Zufriedenheit und Vertrauen des Geschädigten gegenüber dem Täter
- Zusammenfassung der Ergebnisse Bereits geringe Überkompensation erzeugt negative Outcomes Attribution mit geringem Level moralischer Orientierung Schädiger wird weniger sympathisch, positiv und vertrauenswürdig wahrgenommen Überkompensation erzeugt keine negativen Outcomes bezüglich: Aufrechterhaltung der Beziehung Späterer Kooperation
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