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Ausgewählte Themen der Wirtschaftspsychologie und angewandten Sozialpsychologie (Fach) / 7 Psychologie der Finanzentscheidungen (Lektion)
Artikel: The Psychology and Neuroscience of Financial Decision Making (Frydman & Camerer, 2016)
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- 1 Zusammenfassung In dieser Studie wurde untersucht, wodurch finanzielle Entscheidungen wie Lebensraumwahl, Hypotheken, Investitionen und Ausgaben beeinflusst werden Studie bezog sich jedoch nur auf Nordamerika und Europa Es zeigte sich, dass die meisten Leute keine „finanzielle Bildung“ hatten, z.B. wussten viele nicht, wie sie Geld sparen sollten mit den besten Zinsen Aber auch, dass es Trugschlüsse gab, wie dieser, dass Investmentberater, im Gegensatz zu ihnen selbst wussten, wie man den größten Gewinn erzielt, obwohl dies mehr mit Glück als mit Können zu tun hat Andere finanzielle Entscheidungen, die optimiert werden sollten, war, dass viele ihr Geld in die eigene Firma investieren, doch damit besteht die Gefahr, dass wenn die Firma pleite macht, auch das Risiko der Privatinsolvenz Zusätzlich wurden oft die Zinsen auf geborgtes Geld unterschätzt wodurch oft größere Geldbträge entstanden, welche dann nicht mehr gestemmt werden konnten Besonders beeinflusst wurden potentielle Käufer dazu, etwas sofort zu kaufen, wenn diese an die Zukunft dachten (z.B. Ich möchte gerne irgendwann in einem schönen Haus wohnen) die Hypothese dazu war, dass Menschen sich eine sichere Zukunft wünschen und deswegen den Zielzustand so schnell wie möglich erreichen wollen Weitere interessante Erkenntnisse waren: dass zwar > 92% ein Girokonto hatte, jedoch nur 25-75% der Leute eine Altersrücklage hatten und selbst Menschen mit einem Gehalt von mehreren Millionen $ im Jahr unter Altersarmut lebten
- 2 Managemententscheidungen Managemententscheidungen sind aus finanzpsycholog. Sicht so interessant, da sie Auswirkungen auf große Organisationen und viele Menschen haben Manager_innen zeigen oft höheres Selbstbewusstsein und neigen auch zu Selbstüberschätzung Aber auch Einstellungen und Erfahrungen beeinflussen Manager_innen Die Theorie des “bestärkenden Lernens” (reinforcement learning; RL) sagt, dass bei 50-jährigen Personen 18 Jahre alte Erfahrungen immer noch halb so viel Einfluss haben wie Erfahrungen aus dem letzten Jahr Beispiele für den Einfluss der Erfahrungen sind... ○ Manager_innen die während der “großen Depression” in Amerika geboren wurden neigen dazu keine Schulden zu machen ○ Manager_innen, die Militärdienst geleistet haben gehen höhere finanzielle Risiken ein. ○ Weibliche Managerinnen nutzen seltener Steuersparmaßnahmen die in legalen Grauzonen liegen Manager_innen nutzen auch psychologische Verzerrungen (Biases) von Anlegern, um diese zu höheren Investitionen zu verleiten oder bei Finanzproblemen zu beschwichtigen („Conference Calls“)