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Psychodiagnostik (Fach) / Grundlagen Diagnostik (Lektion)

Grundlagen Diagnostik

Diese Lektion wurde von larissacassandra erstellt.

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  • Hypersensitive Persönlichkeitsstörung: Hypersensitive Persönlichkeiten sind außerordentlich empfindlich für möglichesoziale Zurückweisung, Erniedrigung und Beschämung und zögern daher, sichauf Beziehungen einzulassen, auch wenn sie sich nach Nähe, Zuneigung undAngenommenwerden sehnen. Ihre Selbstachtung ist gering, sie schämen sichihrer Unzulänglichkeiten und werten eigene Leistungen ab.
  • Dependente Persönlichkeitsstörung: Die dependente Persönlichkeit ist ohne Selbstvertrauen und unfähig zuselbständigen Entscheidungen. Sie überlässt der/dem Partner/in passiv dieEntscheidungen darüber, wo die Familie lebt, wovon sie lebt und mit wem manFreundschaft schließt. Sie ist unfähig, Forderungen zu stellen und stellt dieeigenen Bedürfnisse hintan, um nicht die Beziehung zu Menschen zugefährden, von denen sie abhängig ist. Die Selbstherabsetzung derdependenten Persönlichkeit erinnert an das, was wir umgangssprachlich einen„Minderwertigkeitskomplex“ nennen.
  • Zwanghafte (anankastische) Persönlichkeitsstörung: Zwanghafte Persönlichkeiten sind perfektionistisch und übermäßig mitEinzelheiten, Regeln und Plänen beschäftigt. Arbeit geht ihnen vor Vergnügenund es fällt ihnen über die Maßen schwer, Entscheidungen zu treffen und ihreZeit einzuteilen. Ihre zwischenmenschlichen Beziehungen sind häufig schlecht,denn sie bestehen darauf, dass alles auf ihre Art und Weise gemacht wird.Menschen mit dieser Störung sind gewöhnlich ernst und förmlich und kaum inder Lage, Wärme und Freundlichkeit zu vermitteln.
  • Borderline-Persönlichkeitsstörung: Borderline-Persönlichkeitsstörung: Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung zeigen eine ausgeprägte Instabilität der interpersonalen Beziehungen, des Selbstbildes und des Affekts sowie deutliche Impulsivität. Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung sind so instabil, dass ihre Beziehungen gar nicht anders als gestört sein können. Solche Klienten zeigen starke Stimmungsschwankungen und durchleben Depressions-, Angst- und Erregungszustände, die Stunden bis Tage anhalten können. Sie neigen zu Wutanfällen und Anwandlungen von Feindseligkeit. Wenn sie ihre Wut nach außen richten, kann dies zu tätlicher Aggression und Gewalttätigkeit führen. Genauso oft jedoch richten sie diese Wut nach innen und drücken sie in selbstschädigenden Handlungen aus. Diese Handlungen werden impulsiv ausgeführt und können beträchtliche körperliche Schädigungen zur Folge haben.
  • Antisoziale Persönlichkeitsstörung (Soziopathie): Als klassische Merkmale der Soziopathie gelten:a) Oberflächlicher Charme und durchschnittliche bis überdurchschnittlicheIntelligenzb) Keine Wahnvorstellungen oder andere Anzeichen irrationalen Denkensc) Keine Angst; auffallende Gelassenheit, Ruhe und Wortgewandtheitd) Unzuverlässigkeit, keinerlei Pflichtgefühl, weder in großen noch in kleinenDingen Verantwortungsgefühle) Falsch und unaufrichtigf) Kennt weder Reue noch Schamgefühlg) Antisoziales Verhalten, das weder angemessen motiviert noch geplant istund dessen Ursache eine unerklärliche Impulsivität zu sein scheinth) Geringe Urteilskraft und unfähig, aus Erfahrung zu lerneni) Pathologisch egozentrisch, vollkommen selbstzentriert, unfähig zuwirklicher Liebe und Bindungj) Genereller Mangel an tiefen und dauerhaften Emotionenk) Fehlen jeglicher echten Einsicht; unfähig, sich selbst mit den Augenanderer zu sehenl) Keine Anerkennung für besonderes Bemühen, für Freundlichkeit undentge-gengebrachtes Vertrauenm) Launisches und anstößiges Verhalten; unter Alkoholeinfluss und manchmalsogar auch nüchtern Pöbelhaftigkeit, Grobheit, schnellerStimmungswechseln) Keine ernsthaften Suizidversucheo) Ein unpersönliches, triviales und kaum integriertes Sexuallebenp) Unfähig, sein Leben zu planen oder seinem Leben irgendeine Ordnung zugeben.
  • Die Persönlichkeitsstörungen werden nach ihrem Erscheinungsbild zu drei Clustern zusammengefasst: Cluster A: „Sonderbare“ Persönlichkeitsstörungen: Hierzu zählen die paranoide, schizoide und schizotypische Persönlichkeitsstörung. Cluster B: „Dramatische“ Persönlichkeitsstörungen: Hierzu zählen die antisoziale, die histrionische und die narzisstische Persönlichkeitsstörung. Cluster C: „Ängstliche“ Persönlichkeitsstörungen: Hierzu zählen die selbstunsichere, die dependente und die zwanghafte Persönlichkeitsstörung.
  • Kriminogene Persönlichkeitsmerkmale: Charakteristika des kognitiven Stils: Antisoziale Einsichten und Einstellungen Identifikation mit kriminellen Rollenmodellen Defizite im Planvollen Denken Unfähigkeit, Schwierigkeiten zu antizipieren  Irrationales und Dysfunktionales Denken
  • Kriminogene Persönlichkeitsmerkmale: Emotionale Merkmale: Defizite der Gefühlswahrnemung  Impulsivität bei affektiver Anspannung Störungen der Aggressionskontrolle/Selbstkontrolle Empathie-Defizite 
  • Kriminogene Persönlichkeitsmerkmale: Merkmale im interpersonell-interaktionellen Verhalten: Genereller Mangel an sozialen und zwischenmenschlichen Kompetenzen  Defizite der Problemlösefertigkeiten Externalisierung von Verantwortung  Kontakte zu dissozialen peer-groups selbstschädigende Anpassungsstrategien 
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