8
Entwicklungspsychologie (Fach) / 6.1 Entwicklung des moralischen Urteils (Lektion)
Allgemeines und Piaget
Diese Lektion wurde von larissacassandra erstellt.
Diese Lektion ist leider nicht zum lernen freigegeben.
- Klassen von Moralvorstellungen •Traditionale Moralvorstellungen (abgeleitet aus Autoritäten, meist göttlichen)•Autonome Moralvorstellungen (innerweltlich, Goldene Regel: „Was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem andern zu!“)
- Was besagt die Säkulare Minimalmoral? •Prinzip der Gleichheit von Menschen •Prinzip der Schadensminimierung für alle•Konsens auf notwendige gemeinsame Regeln•Negative und positive Pflichten (Ausnahmen möglich)•Universelle Gültigkeit (auch gegenüber Fremden)
- Was besagt der Der kognitivistische Ansatz nach Piaget und Kohlberg? •Fokussierung auf das moralische Urteil, nicht mehr auf moralisches Verhalten•Kinder eignen sich moralische Normen aktiv an, sie sind nicht passive „Erziehungsobjekte“•Jugendliche können moralische Normen kritisch reflektieren•Kinder eignen sich Moral nicht nur aus selbstdienlichen Motiven an (Vermeidung von Strafen oder Liebesverlust), sondern es gibt ein intrinsisches Streben nach Verstehen sozialer Regeln
- Zwei Formen der Moral bei Piaget? Heteronome Moral•Gehorsam gegenüber Autoritäten•Belohnungen, Strafen, Verteilungen sind gerecht, wenn von einer Autorität angeordnet Autonome Moral•Verantwortlichkeit für andere•Menschen entscheiden sich aus Vernunft für gemeinsame Regeln•Bei Fehlverhalten werden Intentionen berücksichtigt
- Piaget: Entwicklung von Spielregeln Heteronom: Egozentrische Spielregeln, imitative Befolgung, Regeln sind „heilig“, unveränderbar, Änderungen sind Übertretungen Autonom: Regeln sind kodifiziert, Einhaltung wird von der Gruppe kontrolliert, Regeln aus gegenseitigem Respekt, Loyalität. Sie sind durch Verhandlungen veränderbar
- Piaget: Entwicklung von Verantwortung Heteronom: Folgen wichtiger als IntentionenAutonom: Intentionen wichtiger als Folgen
- Piaget: Verständnis der Lüge Heteronom: „hässliches Wort“, etwas Falsches sagen / Lügen sind umso schlimmer, je stärker sie bestraft werden / schlimm ist, einen Erwachsenen zu belügenAutonom: Lügen sind intentional, zerstören Vertrauen, Schlimm ist, einen Freund zu belügen
- Piaget: Verständnis von Gerechtigkeit Heteronom: Strenge Strafen sind gerecht, Sühnestrafen, Reziprozität, Gleiches mit GleichemAutonom: Angemessene Strafen, Berücksichtigung von Umständen, Strafen sollten im Zusammenhang mit dem Vergehen stehen (!)
Anzeige