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Mediensystem der BRD (Fach) / Einführung (Lektion)
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- Womit befasst sich - nach Lasswell - die KoWi? Kommunikationsforschung Aussagenforschung Publikumsforschung Mediensystemforschung Wirkungsforschung
- Wie lautet die Lasswell-Formel? Who says what to whom in which channel with what effect?
- Wie unterscheidet Harry Pross Medien? primäre: keine Technik (Sprache) sekundäre: Sendung technisch (Schrift) tertiäre: Sendung und Empfang technisch (Internet)
- Wie definiert Niklas Luhmann Medien? "alle Einrichtungen einer Gesellschaft [...], die sich zur Verbreitung von Kommunikation technischer Mittel der Vervielfältigung bedienen [...], sofern sie Produkte in großer Zahl mit noch unbestimmten Adressaten erzeugen. [...] Entscheidend ist auf alle Fälle: daß keine Interaktion unter Anwesenden zwischen Sender und Empfängern stattfinden kann."
- Wie können Medien noch unterschieden werden? Proto-Medien: Sprache, Gestik, Mimik Basis-Medien: Schrift, Bild Verbreitungs-Medien: immer technisch, meist Massenmedien
- Wie definiert Merten Klaus Kommunikation? Kommunikation ist das kleinste soziale System mit zeitlich-sachlich-sozialer Reflexivität, das durch Interaktion der Kommunikanden [die] Behandlung von Handlungen erlaubt und soziale Strukturen ausdifferenziert. [...] Kommunikation ist ein Prozeß der Selektion von Selektionsleistungen durch zwei zueinander komplementäre Sozialsysteme zeitlich-sachlich-sozialer Reflexivität, die sich durch Reflektion [!] an Selektionsleistungen und/oder Reflexion über Selektionsleistungen konstituieren.
- Wie funktioniert Kommunikation nach Luhmann? Kommunikation beginnt bei Alter (Zuhörer) mit dem Verstehen Kommunikation besteht immer aus Verstehen, Mitteilung, Information
- Definiere Öffentlichkeit und öffentliche Meinung Öffentlichkeit: = sozialer RaumForum, auf dem Kommunikation stattfindet und Medien benutzt werden. Öffentliche Meinung: = soziales KonstruktEinerseits Legitimationsinstanz, andererseits zur Bezeichnung kollektiver Themensetzungen, Einstellungen und Werthaltungen.
- Definiere Kommunikation, Medien und Information Kommunikation: = sozialer ProzessAustausch von/ Verständigung über Bedeutungen Mindestens 2 Menschen beteiligt Medien: = soziale Institutionen Mittel, die dem Austausch und der Verständigung über Bedeutungen (=Kommunikation) dienen Information: Nicht inhaltsleer, zufällig oder redundantWerden als Teil sozialer Kommunikation in Medien und Öffentlichkeiten prozessiert
- Was ist Massenkommunikation nach Gerhard Maletzke? Kommunikation, bei der Aussagen öffentlich (also ohne begrenzte und personell definierte Empfängerschaft), durch technische Verbreitungsmittel (Medien) indirekt (also bei räumlicher oder zeitlicher oder raumzeitlicher Distanz zwischen den Kommunikationspartnern) und einseitig (also ohne Rollenwechsel zwischen Aussagendem und Aufnehmendem) an ein disperses Publikum [...] vermittelt werden.
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- Was versteht man unter "disperses Publikum"? • Rezipienten räumlich voneinander getrennt• untereinander anonym, wissen aber voneinander • unbestimmte Masse von Rezipienten• Kennzeichen: inhomogen, unstrukturiert
- Wie funktioniert Massenkommunikation laut Maletzke? Ein Kommunikator macht eine Aussage Diese wird durch ein Medium zum Rezipienten geleitet Dieser wählt von einer Auswahl an Angeboten eine Aussage aus und rezipiert sie Aussage und Rezeption werden durch interpersonelle Faktoren mitbestimmt Auch das Bild des jeweiligen anderen ist wichtig
- Nenne 4 Merkmale der Massenmedien Aktualität Periodizität Universalität Publizität
- Nenne Funktionen der Massenmedien nach Robert K. Merton. Manifeste FunktionenMeinungsbildung, Information Latente Funktionen Sozialisation, Integration, Kulturvermittlung
- Für wen haben Massenmedien Funktionen? Gesellschaft (sozial und politisch) Mediennutzer Medienmitarbeiter Politik Ökonomie
- Zähle Funktionen und Dysfunktionen der Massenmedien auf. Unterhaltung ↔ AblenkungMeinungsbildung ↔ Manipulation Bildung ↔ VerbildungIntegration ↔ KontaktersatzRekreation ↔ Erschöpfung
- Gebe die Definition von Zeitung nach W.J.Schütz wieder. alle Periodika [...], die mindestens zweimal wöchentlich erscheinen und einen aktuellen politischen Teil mit inhaltlich unbegrenzter (universeller) Nachrichtenvermittlung enthalten
- Welche Arten der Presse gibt es? Tagespresse Wochenpresse Publikumspresse Fachpresse Vereins- oder Verbandspresse Parteipresse etc
- Emil Dovifat über Zeitungen: Die Zeitung vermittelt jüngstes Gegenwartsgeschehen in kürzester regelmäßiger Folge der breitesten Öffentlichkeit.
- Wie lautet die Definition von Zeitschrift? Welche Einschränkung nimmt Michael Schmolke vor? alle periodischen Druckwerke - mit kontinuierlicher Stoffbearbeitung - voraussichtlich zeitlich unbegrenzten Erscheinens - mindestens viermal jährliche Herausgabe Arten: Publikumszeitschriften, wissenschaftliche Zeitschriften, andere Fachzeitschriften, Zeitschriften der Vereine, Verbände u.ä., überregionale, regionale oder lokale Wochenblätter, Anzeigenblätter, Kunden- und Kennziffernzeitschriften „Die Zeitschrift bietet entweder Universalität unter Verzicht auf Aktualität oder Aktualität unter Verzicht auf Universalität.“ (Michael Schmolke)
- Nenne paradoxe Eigenschaften von Presseprodukten. Kurzlebigkeit ↔ Kontinuität (Erscheinen) Ware ↔ Dienstleistung Billiges Massenprodukt ↔ Kostenintensive Herstellung Koppelprodukt auf 2 Märkten: Leser ↔ Anzeigenmarkt
- Zeitungstypologie: Wie lassen sich Zeitungen kategorisieren? Vertrieb (Abonnement, Gratis, Kufzeitung) Verbreitung (lokal, regional, national) Politisch (Parteilich/ pberparteilich) Journalistisch (Qualitätszeitung/ Boulevardzeitung) Format (Nordisch, Rheinisch, Badisch, Tabloid)