18
Klinische Aufbau (Fach) / Exkurs: Antisoziale Persönlichkeitsstörungen (Lektion)
Exkurs: Antisoziale Persönlichkeitsstörungen
Diese Lektion wurde von sofiesfood erstellt.
Anzeige
- Andere Namen (2) Kurt Schneider: Psyhcopathie, Soziopathie ICD 10: dissoziale Persönlichkeitsstörungen
- DSM 5 Kriterien A-D tiefgreifendes Muster von Missauchtung und Verletzung der Rechte seiut dem 15 LJ, mind. 3/7 mind. 18 Jahre alt Störung des Sozialverhaltens schon vor 15. LJ erkennbar nicht ausschliesslich bei Schizophrenie / bipolarer Störung
- 7 Kriterien DSM 5, aus denen mind. 3 erfüllt sein müssen Versagen sich gesellschaftl Norm anzupassen > Handlungen, die Grund zur Festnahme sind Falschheit > Lügen, Decknamen oder Betrügen zum Vergnügen/pers. Vorteil Impulsivität, nicht vorausschauend planen Reizbarkeit / Aggressivität > Schlägerei oder Überfälle rücksichtlos Missachtung Sicherheit selbst oder andere Verantwortungslosigkeit > keine dauerhafte Tätigkeit, finanz. Verpflichtungn nicht nachkommen fehlende Reue > Gleichgültigkeit und Rationalisierung gegenüber Opfern
- Psychopathy Checklist Revised Faktor 1: Persönlichekit Aggressiver Narzissmus: ua manipulativ, unfähig reue zu empfinden und für tiefe gefühle Faktor 2: sozial abw. Lebensstil: ua schnell gelangweilt auf suche nach kick, lebt gern auf kosten anderer, schlechte selbstbeherrschung
- Epidemiologie 1-3%, 3-37% unter psychiatrischen Patienten, 12-70% in Strafsvollzugsanstalt, 4x häufiger bei Männern, niedriger sozialer Status eher
- Differentialdiagnose Ähnlichkeiten mit Borderline, histrionisch und narzisstischer Persönlichkeitsstörungen
- Komorbidität am häufigsten mit Alkohol und Drogenkonsum
- Suizidrate 5-10%
- Ätiologie (3) genetisch: eineigge Zwillinge 50-60%, zweieiige 10-12%, fam Häufung von Alkoholabhängigkeit biologisch: pyhsiolog. Besonderheiten, die auf niedrige Erregungen des symp. Nervensystems hindeuten > entwickeln niedrige Angst und hohe Risikobereitschaft psychoszial: geirnge Ausbildung Schuld-und Schamgefühl, inkonsistente Erziehung, fehldne Modell für Normierung, geringe Orientierung an soz./gesell. Normen
- Typische dysfunktionale Kognitionen andere menschen sind sündenböcke und dummköpfe ich muss angreifen, sonst werde ich zum opfer meine gedanken und gefühle sind vollkommen richtig, einfach, weil ich sie habe
- Anzeige
- Therapie und Prognose (5) Prognose mäßig meist niedrige compliance Motivation hauptsächlich durhc externe Faktoren Rehabilitationsprogramme im gefängnis wenig effektiv Bei Alkohol/Drogenkonsum steht oftmals die Behandlung dessen im Vordergrund
- Therapieinhalte und -ziele Verbesserung der Frustrations-/Spannungstoleranz Etabliserung moral. grundkategorien Entwicklung Respekt anderen gegenüber längere Beibehaltung von Plänen Achtsamkeitstraining Verrinerung des ruhelosen Suchens nach neuen Sensationen (zB durch Entspannungsübungen) Klärung rechtl. Situationen Verminderung des Risikos einer erneuten Straftat
- Rahmenbedingungen der Therapie (6) Schwiegepflicht gilt nicht gegenüber Justiz/koop. Institutionen Vorgehen bei Versäumten Sitzungen Einbeziehung zus. Informationsquellen Aufsuchen des Probanden in nat. Umfeld Vorgehen bei krisen, Fremdgefahr Bedingenen unter denen Sitzungen nicht stattfinden
- Therapiestudien (4) bislang überwiegend KVT bei jugendlichen Wirksamkeit belegt günstig: Einbezug der Eltern in strukt. Programme Olver at al zB
- Schuldfähigkeit Strafrecht: Diagnose impliziert nicht automatisch Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit, sondenr nur im Rhamen Gesamtbetrachtung der Persönlichkeit, Lebensumstände und Tatkonstellation
- Therapeutische Beziehung Tendenz, den Therapeuten in die eignene Ziele einzuspannen als Verbündete gegen die Erzwinger der Therapie als jemand, der durch Parteinahme eigene Interessen unterstützt, zB Aussage Gericht oft vordergründig Übermaß an Einsicht, Veränderungsmotivation etc. jedoch kaum wirkliche Verändeurngsmotivation. Therapeut sollte klarstellen, dass er nicht die Rolle eine Richters/Schiedsrichters inne hat, nicht auf Machtkämpfe einlassen
- Komponenten zu berücksichtigen S2 Leitlinien (5) Störungstypische Verhaltens und Erlebensmuster indiv. Ausprägung der Muster Komorbide Achse I Störung Komorbide somatische Störung soziale Variablen
- Therap. Beziehungsgestaltung nach AWMF Leitlinie Phase 1: Interaktionserwartungen auf Therapie richten, Patient erwartet Schemakonformes Verhalten Therapeut -> kontempläre Beziehungsgestaltung Phase 2: nach Beziehungsaufbau beginnt Therapeut, die dysfunktionalen Erwartungen zu irrtierne und Patient zu neuen Erfahrungen und Verhaltensexp anzuregen