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Gesundheits- und Krankenpflegerin (Fach) / Temperatur (Lektion)
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- Mechanismen des Wärmetransports Wärmeaustausch (Wärmekonduktion/ Leitung) Wärmeübertragung (Konvektion) Wärmeübertragung (Strahlung) Umwandlung von Flüssigkeit in Dampf (Verdunstung) → nur Wärmeabgabe
- Wärmeleitung Konduktion ca 3% der gesamten Abgabe Wärmeaustausch zwischen Molekülen zweier Substanzen Durch Wasserkontakt | Stuhl | Schmuck
- Wärmeströmung Konvektion 15% der gesamten Abgabe Übertragung der Wärme durch Bewegung zwischen zwei Bereichen mit unterschiedlicher Temperatur
- Wärmestrahlung Radiation 60% der gesamten Wärmeabgabe Übertragung von Wärme mit Infrarotstrahlen auf kältere Objekte ohne physischen Kontakt
- Wärmeverdunstung Evaporation 22% der gesamten Wärmeabgabe Nur Wärmeabgabe keine Aufnahme Umwandlung von einer Flüssigkeit in Dampf
- Evaporation Verdunstung über Nase Mund und Atemwege nicht bemerkbar daher Perspiratio insensibilis Bemerkbar: Perspiratio sensibilis
- Hypothermie Zustand der Unterkühlung des Körpers bzw. eines Gewebes
- Stadien der Hypothermie Leichte Hypothermie >35°C – Exzitation – Abwehrstatium Mäßige Hypothermie 35-32°C – Adynamie – Erschöpfungsstadium Tiefe Hypothermie 30°C-27°C – Paralyse – Bewusstlosigkeit Vita reducta – >27°C – langsamer Tod
- Ursachen Hypothermie Unterkühlung Pathologisch: einfrieren Physiologisch: bei Operationen 2. Stoffwechselreduzierung Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) Schlaf- und Ruhezustand Schädeltraumen (Gehirnverletzungen) Vergiftungen (Intoxikationen) Hirntumore Narkose
- Kältegrad 1 Abwehrstatium Exzitation 35-32°C Muskelzittern | Uhruhe | Bewusstsein Hyperventilation | Hypertonie | Tachykardie
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- Kältegrade 2 Adynamie 32-30°C Erschöpfungsstadium Teilnahmslos | verwirrt Arrhythmische und Fläche Bradykardie Hypotonie Muskeln und Gelenke werden zunehmend starr
- Kältegrad 3 Lähmung 30-27°C Paralyse Bewusstlosigkeit Mydriasis (Weitung der Pupille über 5mm) Bradyarrythmie Hypotonie Verringerter Sympathikotonus
- Kältegrad 4 Scheintot Vita reducta Unter 27°C Apnoe (Atemstillstand) Tiefe Bewusstlosigkeit Geweitete Pupillen EKG: Kammerflimmern | Asystolie
- Hibernation Künstlicher Schlaf → Senkung des Sauerstoffbedarfs lebenswichtiger Organe vor z.B.: großen OPs Wird künstlich herbeigeführt, z.B.: bei hohem Fieber zur Herabsetzung des Stoffwechsels
- Ursachen Hypothermie Künstlich bei großen OPs z.B. Schock Lange kalte Umgebungstemperatur Bei Neugeborenen mit unreifer Wärmeregulation Schilddrüsenunterfunktion Schädeltraumen Vergiftungen (Drogen, Alkohol, Medikamente) Flüssigkeits- / Blutverlust Kachexie (starkes Untergewicht)
- Temperaturregulation Sollwert wird mit Istwert verglichen. Signal wird an den Regler im Hypothalamus gesendet Stellglieder werden aktiviert: → Wärmeproduktion: Muskeln – Kältezittern, Braunes Fett, → Wärmeabgabe: Gefäße – Basismotorik, Schwitzen – Schweißsekretion, Bewegungsapparat – Verhaltensweisen Veränderung der Körpertemperatur und Messung ÄußereRezeptoren: Haut: Wärme (stratum reticulare) Kälte (stratum papillare), Innere Rezeptoren: Hypothalamus, Rückenmark, unterer Hirnstamm Istwert wird mit dem Sollwert verglichen
- Definition Körpertemperatur Ausgleich zwischen Wärmeproduktion und Abgabe Konstanthaltung der Körpertemperatur im Körperinneren Körperschale: Wechselwarm (poikilotherm) zwischen 28-32° im Normalfall Körperkerntemperatur: gleichwarm (homoitherm) bei circa 37°
- Thermoregulationszentrum Region des Zwischenhirns im Hypothalamus Steuerung der Prozesse der Wärmebildung und -abgabe
- Gefäßweitstellung Zur Wärmeabgabe Vasodilatation
- Gefäßengstellung Vasokonstriktion Damit die Wärme im Körper bleibt
- Fiebergrade Afebril (36,3-37,4°C) Subfebril (37,5-38°C) Leichtes Fieber (38,1-38,5°C) Mäßiges Fieber (38,6-39°C) Hohes Fieber (39,1-39,9°C) Sehr hohes Fieber (40-42°C) auch hyperpyretisches Fieber genannt
- Fieber Definition Erhöhung der Körpertemperatur über 38°C aufgrund einer Sollwerterhöhung im Thermoregulationszentrum Latein Febris Griechisch Pyr
- Fieber Entstehung Exogene Pyrogene dringen in den Körper ein (z.B.: Viren | Bakterien) Makrophagen und Leukozyten lösen die Ausschüttung von endogenen Pyrogene aus Immunprozesse und Ausschüttung von hauptsächlich Interleukin 1 (endogenes Pyrogen) In der Nähe des Hypothalamus werden Prostaglandine ausgeschüttet Prostaglandine bewirken Sollwerterhöhung im Hypothalamus Stoffwechsel und Wärmeregulatoren werden nach oben gefahren
- Fieberarten Infektiöses/ septisches Fieber: Entstehung durch Erreger bei Infektionen Resorptionsfieber: Entstehung durch Resorption von Hämatomen oder Wundsekreten meist nach größeren Operationen typisch: 2-3 Tage nach OP, selten >38,5°C Zentrales Fieber: Störung oder Zerstörung des Wärmeregulationszentrums im Zwischenhirn, z.B.: Schädel-Hirn-Trauma, Tumore, schwere Hirninfarkte, Hirnblutungen (Lebensgefährliches Fieber, schwer zu kontrollieren, meist über 40°C!) Toxisches Fieber: Reaktion auf Körperfremdes, artfremdes Eiweiß, z.B.: Imfpungen, Bluttransfusionen, maligne Tumoren
- Fieberphasen Stadium 1 Incrementi – Fieberanstieg Temperaturanstieg kann langsam oder schnell erfolgen Sollwert > Istwert Frösteln Bei raschem Temperaturanstieg kann es zu Schüttelfrost kommen Stadium 2 Fastigium – Fieberhöhe Höchster Temperaturwert Sollwert entspricht Istwert Bei sehr hohen Temperaturen ist Fieberdelirium möglich Stadium 3 Decrementi – Fieberdelirium Sollwert < Istwert Temperatur sinkt, z.B.: nach Abklingen der Infektionen/ Gabe von Medikamenten Regulationsmechanismen zur Wärmeabgabe Hautdurchblutung steigt – Schweißausbrüche Lysis: langsamer Temperaturabfall über mehrere Tage, großperliger warmer Schweiß, weniger belastend für Organismus Krisis: rascher Temperaturabfall über 24 Stunden, Starke Belastung für Organismus und Kollaps Gefahr, kleinperliger kalter Schweiß Stadium 4 Erschöpfungsphase Bei Schüttelfrost, da hohe körperliche Anstrengung Körper braucht Ruhe
- Fieberdelir Beim hohem anhaltendem Fieber Bewusstsein getrübt Patient ängstlich und unruhig Sinnestäuschungen Arzt anrufen, beruhigen, Vitalzeichenkontrolle, auf Zeichen einer Exsikkose (Austrocknung) achten: trockene Schleimhäute, stehende Hautfalten
- Fieberkrampf Meist in früher Kindheit Plötzlicher Bewusstseinsverlust und rhythmische Zuckungen in der Muskulatur Nur wenige Minuten und endet von alleine Krampflösende Medikamente
- Schüttelfrost Rasche und andauernde Folge von Kontraktion und Erschlaffung Unwillkürlich Größe Muskeln der Oberschenkel, des Rückens, der Kaumuskeln In Schüben Kein Frieren, kein Krampfartiges Gefühl
- Messstellen der Temperatur Tympanal: Infrarot-Thermometer für den Gehöreingang: kurze Messedauer, Körperkerntemperatur Rektal: Körperkerntemperatur, unangenehm, unhygienisch Oral: angenehm, nicht zu genau, Kooperation nötig Axillar: angenehm, ungenau, Kooperation nötig, ungenau Schläfenthermometer: angenehm, ungenau
- Symptome Fieberanstieg Schüttelfrost Vasokonstriktion Kältegefühl Blässe Temperaturanstieg Trockene Haut Müde Atemfrequenz und Puls hoch Muskelzittern Haut bläulich Unruhe Angst
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- Symptome Fieberhöhe Rotes Gesicht Hohes Fieber Kopf- und Gliederschmerzen Puls und Atemfrequenz hoch Bewusstsein kann eingetrübt sein Urin kann vermindert sein Glasigen Augen
- Symptome Fieberabfall Großperliger warmer Schweiß Puls und Atemfrequenz sinken Erschöpfung Flüssigkeitsverlust (Exsikkose) Urin kann konzentriert sein Vasodilatation Geröstetes Gesicht Feuchte Haut
- Pflegemaßnahmen Fieberanstieg Erhöhung der Zimmertemperatur Ablenkung zur Beruhigung Zusätzliche Decke Heiße Getränke Wärmeerzeugung zur Entlastung des Körpers!
- Pflegemaßnahmen Fieberhöhe Medikamente (Antipyretika) Zimmertemperatur senken Unnütze Kleidung entfernen Flüssigkeitszufur Wadenwickel Kühle Getränke Thrombose Flüssigkeit (Austrocknung) Pneumonie Dekubitus Wärmeerniedrigung zur Fiebersenkung und Prophylaxe
- Pflegemaßnahmen Fieberabfall Waschung des Oberkörpers Kühle Getränke Flüssigkeitszufuhr Dekubitus und Intertrigo Prophylaxe Kleidung und Bettwäsche falls feucht wechseln Temperaturkontrolle um Lysis von Krisis zu unterscheiden Unterstützung des langsamen Temperaturabfalls