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Kunststoffe (Fach) / Faserverstärkte Kunststoffe [3] (Lektion)
Faserverstärkte Kunststoffe, Schäumen, Mechanische Verbindungen, Kleben
Diese Lektion wurde von duxxl7 erstellt.
- 3.7 Faserverstärkte Kunststoffe Arten von faserverstärkten Kunststoffen: -Faserverbundwerkstoffe (FUM) -Glasfaser verstärkte Kunststoffe (GFK) -Kohlefaserverstärkte Kunststoffe (CFK) -Glasmattenverstärkte Thermoplaste (GMT)
- 3.7.1 Fasern Glasfasern: - Im Schmelzespinverfahren hergestellt - Durchmesser der Primärfasern: 10-20μm - Zur besseren Einarbeitung in den Kunststoff sind die Glasfasern mit Haftvermittlern (Schlichte) beschichtet - Handelsformen: - Kurz-Langfasern - Matten (Schnittmatten, Endlosmatten) - Vliese - Glasfasergewebe - Rowings Kohlenstofffasern: - Aus Polyacrylnitril-Fasern durch verschiedene thermische Behandlungsprozesse hergestellt - Ca. 5-6 mal höherer E-Modul als Glasfasern (GF) Aramidfasern: - Aromatische Polyamide
- Handlaminieren a) Handlaminieren - Tapezier- oder Kontaktverfahren - Einarbeitung des Harzes in den Verstärkungstote durch: Pinsel, Riffelwalze, Lammfellrolle - Typische Flächenverstärkungen: - Glasfasermatten - Rovinggewebe - Glasfasergewebe - Lohnintensiv, da viel Handarbeit
- b) Faserharzspritzen - Teilmechanisiertes Handlaminierens - Faserharz Spritzgeräte mischen Harz, Reaktionsmittel und Fasern und spritzen diese auf das Bauteil - Besondere Absauganlage da viel Styrol verdampft Grafik
- c) Wickeln - Zur Fertigung von Rohren und Hohlkörpern - Hohe Genauigkeit und Reproduzierbarkeit - Harzgetränke Verstärkungselemente werden durch drehende (Wickeldorn) und hin-und hergehende (Support) Bewegung abgelegt - Entweder Kalthärtung oder Warmhärtung über HR-Strahlung - Oberfläche: Außen Rau, Innen relativ Glatt Grafik
- d) Schleudern - Für Hohlkörper mit glatter Außenfläche - Glasfasern oder andere Verstärkungsmittel werden vor der Harzzugabe in die Schleudertrommel eingelegt - Eine Lanze verteilt das Harz- Oberfläche: Außen relativ Glatt, Innen Rau Grafik
- e) Ziehverfahren - Herstellung: Ebener oder gewellter Platten/Profile aller Art - Härtung in der Anlage integriert => lange Strecken
- f) Pultrusion („Extrusion mit Zugabe von Fasern“) - Herstellung von Voll-oder Hohlprofilen - kontinuierliche Produktion möglich
- g)Prepregs (Preimpregnated Sheet material) - Ebenes Halbzeug (Bänder, platten) aus Fasern und Hatz Verfahrenstechnik 1. Herstellung der Prepegs -Schmelzharzmethode -Lösungsmittelmeerraume 2. Ablagen und Umformen der Prepreglagen 3. Prepegelege werden mittels Druck und Temperatur in einer Heißpresse oder im Autoklauen ausgehärtet Eigenschaften: - Hohe Halbzeug kosten, daher nur für hochbeanspruchte Teile verwendet - Hohe Reproduzierbarkeit und Qualität in der Fertigung - Hoher Integrationsgrad möglich Werkzeuganforderungen: - Hohe Konturgenauigkeit auch unter Prozessbedingungen - Hohe Oberflächengüte - Beständigkeit gegen Reaktionsstoffe - Vakuumintegrität - Thermisches Verhalten Grafik
- Schäumen Schaumstoffe sind nach DIN 7726 künstlich hergestellte Werkstoffe mit zelliger Struktur und niedriger Rohdichte. Es können zwei Arten von Strukturen unterschieden werden: 1)Schaumstoff mit gleichmäßiger Zellstruktur 2)Schaumstoff mit geschäumten Kern, aber dichter Randzone (Struktur -oder Integralschaum) Arten von Zellstrukturen: - Geschlossen zeilig (Hohlräume stehen nicht in Verbindung) - Offenzellig (Gas kann zwischen den Zellen frei zirkulieren) - Gemischtzellig Härteprobe: - Weichschäume: PE, PVC(weich), PUR(weich)... - Hartschäume PS, PVC(hart), PUR (hart)... Eigenschaften von Schäumen: - Niedrige Dichte - Geringe Eigenspannungen - Gute Isoliereigenschaften - Leichte Bearbeitbarkeit - Viele Formgebungsmöglichkeiten durch niedrige Werkzeugkosten Herstellen von Schäumen: Herstellung von zeiligen Strukturen durch Treibmittel a)Schäumbarer Kunststoff - Blähfähige Einzelteilchen - Reaktive, flüssige Ausgangsverbindungen - Thermoplasteschmelzen b)Treibmittel 1. Physikalische Treibmittel Chemische Stoffe, die bei der Verarbeitungstamp. den Aggregatszustand (flüssig => gasförmig) ändern. Beispiele: CO2, FCKW, n-Petan, Cykloalkane, n-Butan 2. Chemische Treibmittel Chemische Stoffe, die sich beider Verarbeitungstamperatur zersetzen und dabei als ein Zersetzungsprodukt ein Gas (CO2, N2) freisetzen. Beispiel: Azodicarbonid Anwendungen: - Isolierungen - Verpackungen (Styroporflakes oder –formteile) - Integralschäume: Sitz- und Gartenmöbel, Sportartikel, Fensterprofile mit Metallversteifungen - Wechselschäume: Sitzkissen, Autositze, Matratzen, Polstermöbel, Schäume Blockschaumanlage - Iso-Cyanat, Polyol und Treibmittel werden gemischt - Anschließend erfolgt Aufbringung auf ein Transportband - Schaumhöhe kann durch gasundurchlässige Bahnen begrenzt werden - Breite bis ca. 2m, Schaum. bzw Blockhöhe bis 1m Grafik
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