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Entwicklungspsychologie WiSe 17/18 (Fach) / 2. Vorlesung (Methoden) (Lektion)

2. Vorlesung (Methoden)

Diese Lektion wurde von friedrich_abc erstellt.

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  • Kurzformen!!! Klassische Theorien der Entwicklungspsychologie: Psychodynamische Klassische Theorien der Entwicklungspsychologie: Behaviorismus Psychodynamische Psychoanalytische Entwicklungstheorie (Freud) Psychosoziale Entwicklungstheorie (Erikson) Beobachtung des Inneren, interessieren sich für Wünsche/Erinnerungen/Triebe/... Behaviorismus Klassische Konditionierung (Watson) Operante Konditionierung (Skinner) Soziale Lerntheorie (Bandura) Inneres (wie bei psychodynamischer) nicht beoabachtbar >> interessieren sich für das äußerlich sichtbare, nicth Wünsche/Erinnerungen
  • Kurzformen!!! Klassische Theorien der Entwicklungspsychologie: Kognitive Theorien Klassische Theorien der Entwicklungspsychologie: Entwicklung im Kontext Kognitive Theorien Piagets Theorie kognitiver Entwicklung Informationsverarbeitungstheorien Kognitive Neuroentwicklungswissenschaft weniger Fokus auf Triebe/Wünsche (wie psychodynamische) sondern auf die kognitive Ebene Entwicklung im Kontext Ökologische Systemtheorie/Bioecological (Bronfenbrenner) Wygotskis (Vygotsky) soziokulturelle Entwicklungstheorie Weniger auf Individuum (wie alle anderen) sondern auf Entwicklung im Kontext, bspw. Wechselspiel zwischen Erziehendem und Kind
  • (Humanistische Theorien) (Evolutionäre Theorien) Humanistische Theorien: Rogers, Maslow; Menschen haben natürliches Bestreben eigene Entscheidungen zu treffen >> Fokus auf Entscheidungskompetenz Evolutionäre Theorien: Darwin, Lorenz; Verhalten ist das Resultat des genetischen Paares
  • Psychoanalytische Entwicklungstheorie nach Freud - Was entwickelt sich? - Wie wird die Entwicklung definiert? - Basis? - Wichtige Begriffe? - Allgemein anerkannt? - Kritik? Was entwickelt sich: Frühkindliche Entwicklung ist von herausragender Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung Wie wird die Entwicklung definiert: Entwicklung als Triebwandlung/-befriedigung, die Normen gerecht ist. Bestimmte Entwicklungsaufgabe/Konfliktsituation Basis: Individueller Entwicklungsablauf ist stark von Eltern-Kind-Beziehung abhängig. Die Instanzen der Persönlichkeit und Ich-Reifung: Es (id, Triebe), Ich (ego, wie man ist), Über-Ich (superego, wie man sein möchte) Wichtige Begriffe: Entwicklungsstufen: Oral (0-1), anal (1-3), phallisch (Penis, 3-6), latenz (Umlenkung des genitalen Lustgewinns und Zunahme der intellektuellen Wissbegier als Umlenkung von Es-Energien, 6-11) genital (Adoleszenz); Fixation Allgemein annerkannt: Bedeutung der unbewussten Prozesse Kritik: Psychosexuelle Entwicklungsphasen und ihre universelle Gültigkeit empirisch kaum belegbar
  • Psychosozial Entwicklungstheorie nach Erikson - Was entwickelt sich? - Wie wird die Entwicklung definiert? - Basis? - Wichtige Begriffe? - Allgemein anerkannt? - Kritik? Was entwickelt sich: Persönlichkeitsentwicklung über die Lebensspanne Wie wird die Entwicklung definiert: Durch grundlegende psychische Konflikte, die für jede Entwicklungsstufe eine gesunde oder schlechte Anpassung erlauben Basis: Die Entwicklung wird im Kontext der kulturbedingten Lebenssiutation betrachtet Wichtige Begriffe: 8 Entwicklungsstufen: Urvertrauen vs. Misstrauen (0-1), Autonomie (Selbstständig handeln) vs. Scham & Zweifel (sich selbst zurücknehmen, weil es bspw. die Gesellschaft verlangt) (1-3), Initiative vs. Schuldbewusstsein (3-6), Fleiß vs. Minderwertigkeit (6-11), Identität vs. Rollendiffusion (Adoleszenz), Initimität (auf andere eingehen, intime Beziehungen führen) vs. Isolierung (Frühes Erwachsenenalter), Generativität (Kinder kriegen, Famiilie Gründen) vs. Stagnation (Abkapselung) (Mittleres Erwachsenenalter), Integrität vs. Verzweiflung (spätes Erwachsenenalter) >> Gegenspieler sollten im Großen und Ganzen im Gleichgewicht sein Allgemein anerkannt: Entwicklung über die Lebensspanne Kritik: Unpräzise und nur begrenzt empirisch überprüfbar
  • Klassische Konditionierung nach Watson - Was entwickelt sich? - Wie wird die Entwicklung definiert? - Basis? - Wichtige Begriffe? Was entwickelt sich: Fokus auf das sichtbare Verhalten und Umwelteinflüsse Wie wird die Entwicklung definiert: Entwicklung als Reiz- und Reaktionsschema, Verhalten ist ein Ergebnis der Umwelteinflüsse: alles Verhalten - auch jede Verhaltensstörung - ist umweltbedingt; die Entwicklungsveränderungen sind quantitativ (es ändert sich nicht was wir lernen, sondern wie viel) Basis: Jegliches Verhalten ist konditionierbar >> Vorhersage und Kontrolle des Verhaltens Wichtige Begriffe: "little Albert" (bekommt Angst vor weißen Ratten "beigebracht" durch unangenehmes Geräusch wenn er eine Ratte sieht >> hat daraufhin Angst vor Reizen mit Fell (Hund, Hase, Pelzmantel, ...)): Stimulussubstitution, bedingte Reaktion
  • Operante Konditionierung nach Skinner - Was entwickelt sich? - Wie wird die Entwicklung definiert? - Basis? - Wichtige Begriffe? Was entwickelt sich: Fokus auf das sichtbare Verhalten und Umwelteinflüsse Wie wird die Entwicklung definiert: Jegliches Verhalten wird durch bisher erlebte Verhaltenskonsequenzen beeinflusst Basis: Bekräftigungslernen = Lernen aufgrund von Belohnung. Je nach Art der Folgen erhöht oder erniedrigt sich die Ausführung von Verhalten Wichtige Begriffe: Skinner-Box*, Pavlovscher Reflex (Hund sabbert wenn er Glöckchen hört), Verstärkung/Belohnung (reinforcment) und Bestrafung (punishment) *Sie besteht aus einem Behälter für das Tier, einem Bedienungsteil, z.B. in Form eines Hebels, den das Tier drückt und einer Belohnungseinrichtung, meist als Futterspender konstruiert. Das Tier muss nun in verschiedenen Durchgängen lernen, durch Betätigung des Hebels an die Futterbelohung zu kommen.
  • Konditionierung Unterschied klassische / operante Konditionierung Konditionierung: betrifft ursprüngliches, spontanes Verhalten, das je nach der dem Verhalten folgenden Konsequenz zielgerichtet wird  Unterschied klassische/operante Konditionierung: Klassische Konditionierung betrifft ausgelöstes (reflektorisches) Verhalten, der lernende Organismus hat keine Kontrolle über den Reiz und die von ihm ausgelöste Reaktion. Die operante Konditionierung betrifft ursprüngliches, spontanes Verhalten, das je nach der dem Verhalten folgenden Konsequenz zielgerichtet wird 
  • Soziale Lerntheorie nach Bandura - Was entwickelt sich? - Wie wird die Entwicklung definiert? - Basis? - Wichtige Begriffe? Was entwickelt sich: Verhalten/Fertigkeiten/Einstellungen - innere Prozesse werden explizit als Grundlage des Lernens angenommen (kognitive Lerntheorie) Wie wird die Entwicklung definiert: Menschen lernen nicht nur anhand von Verhaltenskonsequenzen, sondern auch durch Beobachtung Basis: Damit Beobachtungslernen stattfindet, muss der Beobachtende das Modell aufmerksam beobachten (Aufmerksamkeitsprozesse), das Beobachtete Verhalten können (Behaltensprozesse) sowie fähig und motiviert sein, es auszuführen (Reproduktionsprozesse und Verstärkungs- und Motivationsprozesse) Wichtige Begriffe: Modelllernen und aggressives Verhalten bzw. die Bedeutung der Verstärkung ("Rocky Experiment" mit Puppe "Bobo" (Bandura, 1965; Bandura & Walters, 1965)* * Das Experiment von Bandura wird „Rocky-Experiment“ genannt und schließt die Serie von Experimenten mit der Bobo doll ab. Das Originalexperiment von Bandura lief folgendermaßen ab (die Kinder wurden einzeln getestet): Vierjährige Kinder aus drei verschiedenen Gruppen sahen einen Film über einen Erwachsenen namens „Rocky“, welcher sich sehr aggressiv gegenüber der Puppe „Bobo“ verhielt (schlagen, treten, Schimpfworte …). Die Kinder sahen bis zu diesen Szenen alle den gleichen Film. Am Ende unterschieden sich die Filme darin, wie auf Rockys Verhalten reagiert wurde: ·        Rockys Verhalten wurde belohnt (Verstärkung) ·        Rockys Verhalten wurde bestraft ·        Rockys Verhalten hatte keine Konsequenzen (Kontrollgruppe) Die Kinder wurden nach dem Sehen des Films in einen Raum geführt, in dem viele Spielsachen verteilt waren, darunter auch die Puppe Bobo, die von Rocky im Film zuvor getreten, geschlagen bzw. kaputtgemacht worden war. Es wurde nun beobachtet, bei welchen Kindern das Verhalten Rockys auftrat und bei welchen nicht. ·        War Rocky zuvor gelobt worden, wurde sein Verhalten von vielen Kindern imitiert. ·        War Rocky zuvor bestraft worden, wurde sein Verhalten von wenigen Kindern imitiert. ·        Zudem ließ sich beobachten, dass Jungen unabhängig der Verstärkung eine höhere Nachahmungsquote aufwiesen als die Mädchen. Wenn aber den Kindern eine Belohnung (Süßigkeit) versprochen wurde, falls sie das Gesehene nachspielten, zeigten alle das gesehene Verhalten, wobei im Vergleich zu den männlichen Teilnehmern die Mädchen eine deutlich gesteigerte Bereitschaft zeigten. Gab es noch deutlich erkennbare Unterschiede in der Wahrscheinlichkeit der Nachahmung vor der positiven Verstärkung, so stellte sich nach der Verstärkung ein ungefähres Gleichgewicht der Wahrscheinlichkeit ein.
  • Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung - Was entwickelt sich? - Wie wird die Entwicklung definiert? - Basis? - Wichtige Begriffe? - Allgemein anerkannt? - Kritik? Was entwickelt sich: Aufbau der kindlichen Logik des Denkens  Wie wird die Entwicklung definiert: Entwicklung als Anpassung an die Umwelt; Faktoren, die Einfluss auf die kognitive Entwicklung haben: Reifung, aktive Erfahrung, Streben nach Gleichgewicht (Äquilibrium (Gleichgewicht) zwischen Assimilation (Herstellung eines Gleichgewichtszustandes) und Akkomodation (Anpassung der inneren Welt durch Schaffen eines neuen Wahrnehmungsschemas) Basis: Entwicklungsstufen: das kindliche Denken unterscheidet sich in jeder (Entwicklungs-)Stufe vom Denken des Erwachsenen Wichtige Begriffe: Sensomotorische Phase (0-2), Präoperationale Phase (2-7), Phase der konkreten Operationen (7-12), Phase der formalen Operationen (ab 12-15) Allgemein anerkannt: Beschreibung der Entwickungsphänomene Kritik: Wenig Verständnis von kognitiven Prozessen und Mechanismen; frühe Kompetenzen (z.B. Säuglingsforschung)
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  • Informationsverarbeitungstheorien - Was entwickelt sich? - Wie wird die Entwicklung definiert? - Basis? - Wichtige Begriffe? - Allgemein anerkannt? - Kritik? Was entwickelt sich: Grundlegende Prozesse (Enkodierung; Verarbeitungsgeschwindigkeit) >> am häufigsten eingesetzte geistige Aktivitäten; Strategien  (rehearsal, selektive Aufmerksamkeit) >> im Laufe der Entwicklung erworben; Inhaltswissen >> erleichtert das Lernen neuen Wissens Wie wird Entwicklung definiert: Entwicklung = kontinuierliche kognitive Veränderungen,. Analyse von Prozessen, Entwicklung verläuft unterschiedlich schnell in unterschiedlichen Domänen und wird durch die Erfahrung beeinflusst Basis: Der Mensch als informationsverarbeitendes System (eine Art Computer) Wichtige Begriffe: Lernen, Gedächtnis, Problemlösen Allgemein anerkannt: Sorgfältiger Einsatz von Forschungsmethoden Kritik: keine umfassende Theorie
  • Kognitive Neurowissenschaft - Was entwickelt sich? - Wie wird die Entwicklung definiert? - Basis? - Wichtige Begriffe? - Allgemein anerkannt? - Kritik? Was entwickelt sich: Beziehung zwischen Veränderungen im Gehirn und Mustern der kognitiven Verarbeitung des Verhaltens Wie wird Entwicklung definiert: Bidirektionale Interaktion zwischen Genen, Strukturen und Funktionen des Gehirns und Erfahrung Basis: Faktoren, die Entwicklung des Gehirns fördern oder hemmen können Wichtige Begriffe: Lern- und Verhaltensstörungen, Tierstudien und Genetik, Plastizität (Gehirn verändert sich) Allgemein anerkannt: Praktische Relevanz Kritik: Noch viele offene Fragen
  • Ökologische Systemtheorie nach Bronfenbrenner - Was entwickelt sich? - Wie wird die Entwicklung definiert? - Basis? - Wichtige Begriffe? - Allgemein anerkannt? - Kritik? Was entwickelt sich: Der Mensch ist sowohl Produkt als auch Produzent seiner Umwelt. Mensch und Umwelt bilden ein Netzwerk voneinander abhängiger Wechselwirkungen Wie wird die Entwicklung definiert: Biologische Dispositionen verbinden sich auf vielen Ebenen mit ökologischen Kontexten, um die Entwicklung auf einzigartige Weise zu formen Basis: Die Umgebung ist ein dynamischesSystem, das sich ständig verändert Wichtige Begriffe: Mikrosystem, Mesosystem, Exosystem, Makrosystem, Chronosystem Allgemein anerkannt: Multidirektionale Wirkung zwischen Individuum und der Umgebung Kritik: schwierig prüfbar
  • Die Umweltstruktur in der ökologischen Systemtheorie: Mikrosystem, Mesosystem, Exosystem, Makrosystem, Chronosystem Das Mikrosystem besteht aus den Beziehungen zwischen der sich entwickelnden Person und der unmittelbaren Umgebung Das Mesosystem beinhaltet die Beziehungen zwischen den Mikrosystemen (also zwischen den Umgebungspersonen/-faktoren der sich entwickelnden Person) Das Exosystem umfasst den gesellschaftlichen Rahmen, der die sich entwickelnden Personen beeinflusst, aber mit diesen nicht in direktem Kontakt steht Das Makrosystem beschreibt dei Wertevorstellungen, die Gesetze, Gebräuche sowie die Ressourcen der betreffenden Kultur, die sich auf die Aktivitäten und Wechselwirkungen aller inneren Schichten auswirken Das Chronosystem bezieht sich nicht auf einen spezifischen Kontext, es bezieht sich auf die dynamische stets in Veränderung begriffenen Kontexte der betreffenden Person
  • Soziokulturelle Entwicklungstheorie nach Wygotski/Vygotsky - Was entwickelt sich? - Wie wird die Entwicklung definiert? - Basis? - Wichtige Begriffe? - Allgemein anerkannt? - Kritik? Was entwickelt sich: Alle höheren psychischen Funktionen werden zuerst in einer sozialen Interaktion ausgebildet und dann nach innen verlagert (werden interiorisiert - Interiorisierungskonzept) Wie wird die Entwicklung definiert: Das kulturelle Überzeugungssystem beeinflusst in welchem Maße und worüber Kinder nachdenken, welche Fähigkeiten und Fertigkeiten sie erwerben und wann sie diese beherrschen sollen. Denken ist immer sozial und reflektiert die Kultur. Basis: Vermittlung geschieht durch mentale (psychische) Werkzeuge: Sprache, Symbol, Zeichen - kulturabhängig. Dabei ist die soziale Interaktion mit kompetenten Partnern sehr wichtig Wichtige Begriffe: Die Zone der nächsten (proximalen) Entwicklung; das aktive Kind Allgemein anerkannt: Einfluss der Kultur auf die Entwicklung Kritik: Vernachlässigt Wirkung des Individuums auf die Umgebung
  • Welche Theorie ist "richtig"? >> Keine
  • Korrelative Studie Korrelative Studie Erfassung "natürlicher" Phänomene Ziel: Beschreibung Bsp.: Fernsehen und Gewalt? Experimentelle Studie Gezielte Beeinflussung der Umgebung Ziel: Erklärung Bsp.: ist die kognitive Leistung in störungsarmer Lernumgebung höher als in störungsreicher Lernumgebung
  • Korrelative Studie Experimentelle Studie Korrelative Studie Erfassung "natürlicher" Phänomene Ziel: Beschreibung Bsp.: Fernsehen und Gewalt? Experimentelle Studie Gezielte Beeinflussung der Umgebung Ziel: Erklärung Bsp.: ist die kognitive Leistung in störungsarmer Lernumgebung höher als in störungsreicher Lernumgebung
  • Korrelative Studie Experimentelle Studie (Korrelative Studien: Korelationskoeffizient) Korrelative Studie Erfassung "natürlicher" Phänomene Ziel: Beschreibung Bsp.: Fernsehen und Gewalt? Experimentelle Studie Gezielte Beeinflussung der Umgebung Ziel: Erklärung Bsp.: ist die kognitive Leistung in störungsarmer Lernumgebung höher als in störungsreicher Lernumgebung Korrelative Studien: Korrelationskoeffizient / Correlation Coefficient so eine Art mittlere Korrelation >> Zeigt im Graph wie die Korrelation im Mittel ausfällt
  • Korrelation ist keine... ... Kausalität! Korrelation kann über verschiedene Wege zustande kommen!
  • Experiment: Ursache und Wirkung >> abhängige / unabhängige Variable Forschungspläne: Längsschnittstudie Experiment: Ursache und Wirkung >> abhängige / unabhängige Variable unabhängige (indipendent) Variblen = manipuliert abhängige (dependent) Variablen = gemessen Beeinflussung der abhängigen Variablen durch Manipulation der unabhängigen Variable >> schauen wie das Ergebnis im Gegensatz zu Nicht-Manipulation der UV Vorteil: Kausalzusammenhänge nachweisbar Nachteil: manchmal unethisch, ökonomisch nicht durchführbar Forschungspläne: Längsschnittstudie Einzelperson über längere Zeit beobachtet Vorteil: intraindividuelle Veränderungen beobachtbar Nachteil: zeitaufwendig, ökonomisch aufwendig
  • Forschungspläne: Querschnittsstudie Forschungspläne: Querschnittsstudie Peresonen aus verschiedenen (Alters-)Gruppen beobachtet Vorteil: Altersunterschiede messbar Nachteil: Kohorteneffeket (Personen kommen aus unterschiedlichen Hintergründen / Grundvoraussetzungen) Kohorten-Sequenzplan Kombination von längs- und querschnittlichen Designs
  • Erhebungsmethoden der Entwicklungspsychologie >> Allgemeine Erhebungsmehoden >> Datenerhebung mit Säuglingen Allgemeine Erhebungsmethoden: Experimente, Fragebögen, Methoden zur Untersuchung der Gehirnfunktion und -struktur Datenerhebung mit Säuglingen: systematische Beobachtung, Beobachtung in experimentellen Kontexten
  • Präferenzparadigma Habituations-Dishabituations-Paradigma Präferenzparadigma Zwei oder mehr Stimuli werden präsentiert und aus der Reaktion des Kindes wird auf seine Präferenzen für einen Stimulus geschlossen Reaktion kan unterschiedlich definiert werden: Gesamte Beobachtungszeit, durchschnnittliche Dauer der Fixationen, erste Blickrichtung, Frequenzen der Blickrichtungsänäderungen zwischen Stimuli, physiologische Messungen (z.B. lässt sich erhöhte Aufmerksamkeit aufgrund von sinkender Herzfrequenz erkennen) Wird vor allem bei visuellen und akustischem Stimulus-Material eingesetzt; evtl. auch bei Geruchs- oder Geschmacksstimuli Habituations-Dishabituations-Paradigma Enie Reihe gleichartiger Stimuli wird wiederholt dargeboten, bis eine Reizgewöhnung (Habituation) eingetreten ist. Wird ein abweichender Stimulus präsentiert (oder einer den das Kind so wahrnimmt) kommt es zu einer Orientierungsreaktion - längere Betrachtungszeiten, niedrigere Frequenz Daraus lässt sich schließen, dass das Kind den neuen Stimulus vom bekannten unterscheidet
  • Erwartungs-Enttäuschungs-Paradigma Paradigma der verzögerten Nachahmung Erwartungs-Enttäschungs-Paradigma Die Erwartungen über eintretende Ereignisse können schon im Säuglingsalter vorliegen - und werden erkennbar, wenn eintritt, was den Erwartungen widerspricht Bei Säuglingen sind längere Beobachtungszeiten und Anzeichen von Verunsicherung bei Erwartungsenttäuschungen beobachtet worden Paradigma der verzögerten Nachahmung Kindern wird eine Modellhandlung gezeigt und nach bestimmter Zeit die Gelegenheit gegeben, die gleiche Modellhandlung selbstständig durchzuführen Bei Reproduktion: Modellhandlung wurde gespeichert Voraussetzung: motorische Reproduktionsfähigkeit (ab ca. 6 Monaten) Einsatz vor allem in Lern- und Gedächtnisforschung
  • (Population) (Population) Sich normal entwickelnde Kinder/Erwachsene Kinder/Erwachesne mit Entwicklungstörungen (z.B. Autismus, Lernstörungen, ...) Kinder/Erwachsene, die einer sensorischen oder sozialen Deprivation (= Entbehrung) ausgesetzt waren Zwillingsstudien Studien an Tieren
  • Studien der Entwicklungsstörung/Gen-Studien Anomalien der Gehirnstruktur Mutation des einzelnen Gens (z.B. Fragile-X) Abnormalität in Chromosomenstruktur (z.B. Down-Syndrom) Mikrozerstörungen an mehreren Genen von einem Teil des Chromosoms (z.B. Williams Syndrom) Multiple Gens (z.B. Autismus - mehr als 20 Gene) Verhalten >> sehr oft nicht spezifisch für nur ein Gen-Syndrom Verhalten Sozio-emotionale und kognitive Entwicklung
  • Studien: Sensorische und umweltbedingte Deprivation Zwillingsstudien Studien an Tieren Sensorische und umweltbedingte Deprivation Der Effekt der Erfahrung auf die Entwicklung des Gehirns: Studien über die Sprachentwicklung bei Gehörlosen, Studien über die Gesichtswahrnehmung bei Sehbehinderten Soziale Deprivation: Heimkinder Zwillingsstudien Eineiige vs. zweieiige Zwillinge - getrennt oder zusammen aufgewachsen >> Frage nach Anlage- und Umweltanteilen an der Entwicklung Studien an Tieren Verhalten und kognitive Funktionen, Gehirnentwicklung, Anlage-Umwelt Interaktionen
  • Ethische Fragen Schutz vor Verletzung/Schaden der Probanden Einwilligung (Zustimmung nach Aufklärung)  Wahrung der Privatsphäre Kenntnis der Ergebnisse Wirkungsvolle Behandlungsmethoden