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Verwaltungswissenschaft_AMK (Fach) / 5. Sitzung (Lektion)
Pass auf! Das hier wird dein Leben verändern. In English: Jannik Bruns will change your leif
Diese Lektion wurde von Harmening erstellt.
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- Nennen Sie bitte 11 Bürokratiemerkmale nach Max Weber: Organisation · Hierarchische und monokratische Leitung (kein Kollegialprinzip) · Räumliche und sachliche Kompetenzzuweisung (klare Zuständigkeiten) o Wenig Beispiele für konkurrierende Behörden. Höchstens wenn ein Sachbehalten aus verschiedenen Gesichtspunkten beurteilt wird. · Regelgebundenheit und Unpersönlichkeit (Entscheidung ohne „Ansehen der Person“) – im Außenkontakt. Innere Arbeit ist sehr persönlich geprägt · Schriftlichkeit u. Aktenkundigkeit aller Vorgänge (Kontrolle und Nachvollziehbarkeit) – zu blöd für Digitalisierung ;) · Trennung von Haushalt und Betrieb (kein Eigentum an Verwaltungsmitteln) · Hauptamtlichkeit (kein Neben- oder Ehrenamt) · Formale Qualifikation als Einstellungsvoraussetzung (keine Laien- oder „Dilettantenverwaltung“) – Meritokratie · Einstellung und Beförderung nach Qualifikation (nicht gemäß sozialer Herkunft) o Parteipolitisierung sinkt – keine valide Umfrage · Ernennung (keine Vererbung oder Käuflichkeit von Ämtern) o Problematisch: Korruption · Feste Besoldung (keine Bezahlung durch „Kunden“) · Amtsethos und Disziplin (Binnenorientierung)
- Schließen Sie bitte aus den Bürokratiemerkmale nach Max Weber Folgerungen auf die Arbeitsweise der Verwaltung · Berechenbarkeit (Selbstbindung, Gerichtsfestigkeit) · Fachliche Expertise (Einstellung nach Qualifikation) (mehr als nur Juristen) · Neutralität (vollzieht den „Willen des Gesetzgebers“) · Eindeutige Verantwortlichkeiten (wg. fester Zuständigkeiten) · Loyalität (Treueeid auf den Dienstherrn)
- Klausurrelevant: Nennen Sie bitte die Grundprinzipien der Kommunalverwaltung · Selbstverwaltung, Rechts- und Fachaufsicht des Landes (Pflichtaufgaben nach Weisung) (legitimiert durch ihre Satzung) · Bürgermeister (= kommunaler Wahlbeamter), leitet Verwaltung · Beigeordnete/ Dezernenten (= kommunale Wahlbeamte), leiten Ämter/ Fachbereiche/ Dezernate, Geschäftskreis wird durch BM festgelegt · Rat (Name variiert nach Bundesland) der Gemeinde entscheidet über „politische Grundsätze“/ Selbstverwaltungsangelegenheiten = freiwillige Aufgaben, Pflichtaufgaben ohne Weisung
- Nennen bitte die Kommunalen Aufgabentypen · Aufgaben: Auftragsangelegenheiten (übertragener Wirkungskreis): u.a. Pass- und Meldewesen, Bauaufsicht, Ausländerwesen, Lebensmittelüberwachung · Selbstverwaltungsangelegenheiten (eigener Wirkungskreis), d.h. Gemeinde entscheidet selbst über: · Freiwillige Aufgaben (ohne Weisung): u.a. Theater, Museen, Sportstätten, Wirtschaftsförderung · und bei Pflichtaufgaben (nach Weisung): u.a. Gemeindestraßen, Bebauungspläne, Kindergärten, Sozialhilfe, Schulverwaltung, Abfallbeseitigung, Wasserversorgung
- Was passiert bei einer hohen Verschuldung einer Kommune? Bei hoher Verschuldung Haushaltsauflagen vom Land. – „Land muss für die Kommune geradestehen“ · Beispiel für Maßnahmen: Einstellung der freiwilligen Aufgaben – Konflikt: Wirtschaftsförderungen machen den Ort attraktiver für Unternehmen · Selbstverwaltung steht immer unter Aufsichts
- Nennen Sie bitte die Grundprinzipien der (nichtministeriellen) Bundes-/ Landesverwaltung: · Präsident (wird ernannt) besitzt Geschäftsleitungsgewalt · Aufgaben sind gesetzlich festgelegt, aber bei Ausführung häufig Beurteilungsspielräume · Behörde steht unter Rechts- und Fachaufsicht · Organisation ministeriumsähnlich: Leitung, Abteilungen, Referate/ Fachbereiche (meist in wiss. Behörden) · Arbeitsweise: monokratische Leitung, hierarchisch, Dienstweg (wichtig: Unterscheidung formal/informell)
- Erklären Sie bitte die Ablauforganisation der Verwaltung · Regelbindung (festgelegte Verfahren, teils. VerwVfG) · Geschäftsordnung, Geschäftsverteilungsplan · Dienstweg (vertikaler u. horizontaler Weg) o Nach Zuständigkeit · Koordination (Verhaltensabstimmung) o Intern: Federführung (Zuständigkeit einen Prozess voranzutreiben), Mitzeichnung, Kenntnisnahme o Extern: Ressortzuschnitt, (De)Zentralisierung, Veto-Punkte (z.B. durch den Haushaltsbeauftragten)
- Welche Probleme ergeben sich aus der Ablauforganisation der Verwaltung? Wie kann diesen entgegengewirkt werden? · Selektive Perzeption (= begrenzte Aufmerksamkeit) · Positive (selten) und negative Koordination o Negative Koordination bezeichnet eine Abstimmung zwischen Organisationseinheiten, bei welcher von der durchführenden Organisationseinheit lediglich geprüft wird, ob eine Entscheidungsvariante einen negativen Einfluss auf den Status quo oder die Interessen anderer Einheiten hat. Im Gegensatz zur positiven Koordination findet keine Prüfung möglicher optimaler Kombinationen statt, welche für alle Akteure den größtmöglichen Nutzen hat. Dadurch entsteht ein wesentlich geringerer Koordinationsaufwand, was die empirische Vorherrschaft dieser Koordinationsvariante begründet. Das Konzept der negativen bzw. positiven Koordination beruht auf der Arbeit von Fritz W. Scharpf. (Wikipedia) · Konfliktlösung durch Hochzonung (Problem: Überlastung der Leitung, Abschieben als Problemlösung) · Routine als Problem (Gegenmittel u.a.: Aufgabenzuschnitt, Personalrotation) · Vordringlichkeit des Befristeten (Luhmann) · Defensivhandeln durch: drohende Gerichtsklagen, demotivierende Kontrollen, interne Einflussverluste
- Welche Probleme ergeben sich aus der Ablauforganisation der Verwaltung? Wie kann diesen entgegengewirkt werden? · Selektive Perzeption (= begrenzte Aufmerksamkeit) · Positive (selten) und negative Koordination o Negative Koordination bezeichnet eine Abstimmung zwischen Organisationseinheiten, bei welcher von der durchführenden Organisationseinheit lediglich geprüft wird, ob eine Entscheidungsvariante einen negativen Einfluss auf den Status quo oder die Interessen anderer Einheiten hat. Im Gegensatz zur positiven Koordination findet keine Prüfung möglicher optimaler Kombinationen statt, welche für alle Akteure den größtmöglichen Nutzen hat. Dadurch entsteht ein wesentlich geringerer Koordinationsaufwand, was die empirische Vorherrschaft dieser Koordinationsvariante begründet. Das Konzept der negativen bzw. positiven Koordination beruht auf der Arbeit von Fritz W. Scharpf. (Wikipedia) · Konfliktlösung durch Hochzonung (Problem: Überlastung der Leitung, Abschieben als Problemlösung) · Routine als Problem (Gegenmittel u.a.: Aufgabenzuschnitt, Personalrotation) · Vordringlichkeit des Befristeten (Luhmann) · Defensivhandeln durch: drohende Gerichtsklagen, demotivierende Kontrollen, interne Einflussverluste
- Was versteht man unter dem Disziplinarrecht? Ahndung kleinerer Delikte. Z.B. mit Kürzung der Zulagen; Beispiel (D.): Polizist der Verkehrssünder anzündet wird versetzt
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- Nennen Sie Zentrale Probleme Personalpolitik im öffentlichen Sektor - Versorgungslasten (Beamtenpensionen) - Personalkosten - Angleichung von Beamten- und Arbeitsrecht - Laufbahngrundsatz vs. Leistungsprinzip - Öffnung für Karrierewechsel in den Privatsektor - Nach Föderalismusreform: Konkurrenzvorteile finanzstarker Bundesländer bzw. personelle „Austrocknung“ finanzschwacher Bundesländer - „Ende der Einheitlichkeit“ des ÖD