315

Päd. Psychologie (Fach) / Lehren und Lernen und Diagnostik (Lektion)

Psycho EWS

Diese Lektion wurde von Lele4 erstellt.

Lektion lernen

Anzeige
  • Validität nach Lienert: ist gegeben, wenn der Test das misst was er messen soll inhaltliches Kriterium Herstellung: Transparente Anforderungen, Lerngelegenheit berücksichtigen
  • Reliablilitäts und Validitäts-Dillema zu hohe Reliabilität lässt Zusammenhänge, die im Test sind, nicht trennen und beeinträchtigt die Validität. Man weiß nicht was genau gemessen wird.
  • Unterschiede Schriftl. und Mündl. Prüfung nach Jäger Schrift.                        Mündl. fixiert                          adaptiert reaktiv                      kommunikativ Grenzen                    auslotend Gruppenbezug       singulärer Bezug zeitl Bestimmt           zeitl. unbestimmt transituativ                  situativ ausschnitthaft            umfassend
  • Mündliche Prüfung sprachliche/nicht-sprachliche Leistung prüfen formelle/informelle also unwillkürliche und willkürliche Prüfung :-( asymetrische Sozialsituation als Prüfunsgsituation - nach Lautmann -> Angstauslösung -> verhindert Leistungsmessung - nach Möller - Bestrafung, Kränkung, Abschlussprüfung/Trennung als Auslöser
  • Arten von Objektivität Durchführungsobjektivität Auswetungsobjektivität Interpretationsobjektivität
  • Durchführungsobjektivität - Gruppenbezug steigert O - besser als bei Mündl. Prüfung, schlechter als bei SLT (Diktat schlechter als Matheaufgabe) - bei Mündl Prüfung Unterschiedliche Faktoren wie situative und personale klein halten (Tageszeit, unters. fragen, Ermüdung, ...)  - bei Prüfungsangst mehr Individualisieren - Vertauter Prüfer angenehmere Atmosphäre - gleiche Hilfsmittel
  • Auswertungsobjektivität - Kriterienkatalog einsetzten, so gleiche Bewertungsmaßstäbe Studie von Starch & Elliot - Mathetest wird an ca 130 Schulen von unters. Lehrern mit 0-100 Punkten bewertet - Ergebniss : Streuung von 28-92 Punkte für die selbe Arbeit - 2. Prüfer - bei mündl. Prüfung situativen Charakter schwer gleich zu halten :-(
  • Interpretationsobjektivität - Klasseninternes Bezugssystem gegeben, aber schulinternes Bezugsystem noch besser Ingenkamp: Objektivitätskoeffizient schiftl: zw .50 und .70 - mündl: .35 Studie von Birkel und Pritz: Bewertung von Videoaufnahmen der selben mündl. Prüfung mit unterschiedl. Sprechtempi - Ergebniss: Noten schwanken zw 1 bis 5                                              -> Sprechtempi=mehrKompetenz Halo Effekt - Zusatzinfo über Schüler - Klassenintern beim selben Lehrer=HaloEffekt=Klasseninternes Bezugsystem, anderer Lehre der die Klasse nicht kennt würde anders bewerten
  • Arten von Reliabilität Vorraussetzungen für Relabilität sind die Stabilität, Konsistenz und Äquivalenz(Gleichwetigkeit) SIe sind also zu Prüfen durch vers. Verfahren Retest-Methode (Stabilität, nach Wdhl) Split-Haft-Reliabilität Paralleltestreliabilität (Äquivalenz) Konsistenzanalyse (Homogenität des Tests)
  • Retest Methode selber Test/gleiche Messung nach Zeitl. Abstand vom selben Probanden, alte und neue Messung vergleichen - zeitliche Stabilität des Merkmals wichtig, z.B. Intelligenz nach Dicker: Korrelation eines Mathetest nach 3 Monaten r = .46 - Übungseffekt oder Vergessen, Lernleistung nicht stabiles Merkmal, Note gibt eher Auskunft über Reproduktion von Wissen in einer einmaligen Situation - schwank aber auch mir Prüfer (nächstes Jahr anderer Leherer) unstabiles Messinstrument
  • Anzeige
  • Paralleltestreliabilität mehrer gleiche (kaum möglich) Testformen gleichzeitig unmittelbar nacheinander anwenden. (Nachholschulaufgabe) je höher der Zusammenhang der Ergebnisse desto Gleichwertiger der Test (Äquivalenzkoeffizient) Mündlicher Test - Prüfung von 2 Prüfern r = .45 - Messinstrument/Prüfer nicht stabil - Testverfahren stabil - situative und personale Faktoren klein halten
  • Split-Half-Reliabilität Teilung eines Tests in einem Durchgang Zusammenhang zw den beiden testteillen macht Innere Konsistenz des Tests deutlich
  • Konsistenzanalyse Zerlegung des Tests in seine einzelne Items (Aufgaben/Fragen) Zusammenhang zw. den Itembeantworten macht den Homogenitätskoeffizienten deutlich (wie homogend er Test ist (Vokabeltest ist hoch homogen - gleiche Fragen)
  • Messfehler ist durch die 4 Koeffizienten der Reliabilität abschätzbar
  • Arten der Validität Inhaltsvalidität Empirische Validität Konstruktivistische Validität (Testfairness)
  • Inhaltsvalidität Zentral in der Schule - mangelnde O und R führen zur mangelnde V - besser als mündl.(da situative Faktoren) und schlechter als SLT - Man kann nicht nur ein Testgebiert in einem Test prüfen - Lehrplan und Lerngelegenheiten berücksichtigen
  • Empirische Validität Auch Vorhersage Validität genannt nach Ingenkamp: 33% der S, die sehr geeignet fürs Gymnasium sind, könnten KEINE erfolgreiche Schullaufbahn am GYM umsetzen - NOTEN EFÜLLEN KEINE GUTE VORHERSAGEVALIDITÄT  -  zu viele vers. Faktoren des Konstrukts, die nicht genau festzulegen und vorhersehbar sind - Übereinstimmung von schriftl und mündl Tests liegt bei r = .30 nach Cronbach: predicitve validity - zukünftig auf den selben (innere V) oder auf ein anderen Verhaltenaspekt (äußere V) betreffend und concurrent validity - gleichzeitig außerhalb der Testsituation auf den selben (Innere V) oder einen anderen Verhaltensaspekt (äußere V) betreffend  
  • Konstruktvalidität relativ stabile, theoretisch angenommene Fähigkeiten/Eigenschaften messen, die auf einen Konstrukt (z.B. Intelligenz) schließen lassen :-( schwierig alle Kennzeichen des Konstrukts festzustellen - Prüfungsmethoden varrieren - Beurteilung in der Schule beinhaltet zu viele vers. Sachfremde Faktoren (persönlcihe: Sympathie, Interaktion, ...; situative: Länge der Arbeit, Klassengröße, ...) - Transparente Anforderungen, geschlossene Antwortformate, viele kleine Test statt einen großen -> steigt Konstruktvalidität Studie von Birkel: 2-Videos von 2 mündl. Deutschprüfungen ca 150 Lehrern vorgelegt, Darbietung/Reihnfolge wurde varriert und varrierte Vorinfo über die Schüler - Ergebnis: Kontrast-, Erwartungs-, Halo-Effekt, Receny-/Primacy-Effekt - Bewusstsein über Verzerrungseffekte - Lehrer mit mehr Prüfungserfahrungen beurteilen strenger
  • Klassenführung Nach Kuter & Voss: Classroom Management Koordianation des sozialen geschehens im Klassenzimmer Ziel: Lernzeit optimal nutzen
  • Vorraussetzungen für effiziente Klassenführung nach Weinstein: Routinen in - Verhalten - Unterrichtsbeginn und -beenden - Schüler und Lehrer Interaktion - Schüler und Schüler Interaktion
  • Vorraussetzungen für gute Klassenführung Routinen nach Weinstein Regeln nach McPhillimy Schwerpunkte für den Lehrer nach Kounin
  • Schwerpunkte der Klassenführung für den Lehrer nach Kounin: Allgegenwärtigkeit d. Lehrers, Reibungslosigkeit d. unterrichts, Aufrechthalten des Gruppenfokuses, Überdrussvermeidung
  • Regeln für gute Klassenführung nach McPhillimy: wenige, einsichtig, deutlich, positiv formulierte Regeln
  • Funktionen von Noten und Zeugnissen zum Vergleich, Analyse und Prognose für Lerner, Lehrer, Eltern, Saat genauer: Kontrolle, Info und Bericht, Berechtigung, Auslese, Rückmeldung und Steuerung im Lernprozess, Motivation und Disziplinierung
  • KRITIK an Lehrerrolle für Noten und Zeugnissen und Verbesserungsmöglichkeiten Auslese = wichtigste und fragwürdigste Funktion -> Lehrer wird so zum Verwalter von Lebensschicksalen empirische Befunde: Lehrer urteilen auf unters. Strengeniveaus - Lehrer schöpfen Notenskala unters. aus/Differenziertheit der Notengebung - Lehrer nutzen unters. Kriterien zur Bewertung Hier Verbesserungsmöglichkeiten: Kriterienkatalog vor Erhebung erarbeiten, viele Leistungsprüfungen und mehrere Prüfer
  • Kontrolle als Notenfunktion dient zur Kontrolle des erreichten Leistungsstandes Schüler wird informiert über erreichte Lernziele - Lehrer überwacht sein Unterrichtserfolg
  • Bericht und Informations als Notenfunktion als verkürzte Interpretation der Leistung auch für außenstehende (Eltern) Noten können auch falsch interpretiert werden
  • Berechtigung als Notenfunktion aptitude Tests (Eigung f. berufe) oder achievement tests (Erfassung v. Fertigkeiten) als formaler Nachweis für eine bestimmte Berechtigung :-( formaler Charakter - verkürzt, gibt nicht wirklich Auskunft über Kenntnis-/Leistungsstand
  • Auslese als Notenfunktion Schule als Qualifitkations- und Sozialisationsinstanz Leistungsprinzip = Verteilungsmechanismus in unserer Gesellschaft
  • Rückmeldung und Steuerung im Lernprozess als Notenfunktion zu erreichender SOLLWERT und vorhandener ISTWERT - Überprüfen des Unterrichtskonzepts, Rückmeldung für Lehrer und Schüler
  • Anzeige
  • Motivation als Notenfunktion Noten als Anreiz zu Leistungsverhalten (operantes Konditionieren) leider nur extrinsische Motivation, auch Gefahr der gegenteiligen Wirkung - Notendruck - Prüfungsangst
  • Disziplinierung als Notenfunktion .-( Leistungslähmende Auswirkung und Konkurenz und Prüfungsangst Validität wird verletzt
  • Schulleistungstest SLT nach Ingenkamp: Verfahren der pädagogischen Diagnsotik, möglichst O,R und V gemessen, ausgewertet und interpretiert. Nützlich für pad. Handeln und curricularer Lernvorgänge, Ergebnisse geben Hinweise über Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen.
  • Arten von SLT formell (standardisiert) / informell (nicht sandardisiert) summativ (Lernproszess abschließend) / formativ (Lernprozess begleitend) allgemein (fächerübergreifend) / fächerspezifisch normorientiert (soziale Norm) / kriteriumsorientiert (Ideale-sachlich Norm)
  • Kriterumsorientierte SLT nach Fricke: Routineverfahren, Gütekriterien, fesgelegte Durchführung Untersucht ob und wie gut ein Lernziel ereicht wurde (ideal-Norm) Testaufgaben repräsentieren Lernziel Vergleich des individuelle Fähigkeitsgrad mit erwünschten Fähigkeitsgrad - weniger allgemein
  • Kontsruktion kriteriumsorientierter SLT Unterrichtseinheut die geprüft werden soll festlegen curriculare Analyse Aufgaben konstruieren empirische Aufgabenanalyse KEINE EICHUNG, da keine soziale Normierung SONDERN: EINSTUFUNG der ERGEBNISSE
  • Was tun normierte SLT? Wie werden sie Konstruktiert? Dient zum Vergleich der Leistungen untereinander Analyse der Lehrpläne (InhaltsValiditä) - Aufgaben entwerfen - Vorerprobung an wenigen Fällen - Testdurchführung :-( Stichprobe oft nicht repräsentativ, da nur motivierte Schüler oder Lehrer teilnehmen - Testanalyse aus Stichprobe - Reliablitiät prüfen - TestValidierung (empirische V und Konstrikt V) - TestEICHUNG - Normwerte berechnen, standardisieren
  • formelle SLT sind standardisiert undvon experten entworfen an repräsentative Stichprobe geeicht entweder sozial oder sachlich-ideal orientiert allgemeine Lehrziele werden geprüft - hoher Allgemeinheitsgrad
  • informelle SLT sind teacher-made-tests, also nur an Klasse/schule geeicht Vom Lehrer entworfen kklassenorientiert und an deren pädagogische Bedürfnisse dennoch zu einen gewissen Grad Standardisiert Unterrichtsnah, mehr Spezifität
  • gemeinsamkeiten Informeller und formeller SLT Lehrplananalyse gewisser Grad an standardisierung ähnliche Aufgabenstellungen, Prüfungssituation, Auswertung
  • Determinanten der Schulleistung Kognitive Determinante ( Vorwissen, Intelligenz, Lernfähigkeit, Konzentration, Sprachkompetenz, Kreativität) Psychologisches Determinanten (Eltern, Peers, ...UMWELT/Sozial) Affeltiv - motivationale Determinanten (Schulangst, Neugier, Interesse, Motivation)
  • Unterschied zw Leistungs und Resultat nach Rheinberg: Leistung ist ein Resultat, wenn es auf eine Norm bezogen wird. Leistung kann untersiedlich bewertet werden, je nach dem auf was sie Bezogen wird
  • Wechselwirkungen/Einflussfaktoren auf Schulleistung nach Krapp: Familie - Schule - Schulleistung - Leistungsbewertung - Persönlichkeit d. Schülers
  • Wie wirkt Schule auf Intelligenz Schuleffekt - SChule fördert kogn EW - so positive Wirkung auf Intelligenz Studie CECI - früher eingeschulte Kinder zeigen höheren Intelligenzquotienten als später eingeschulte Altersgenossen im Kindergarten wird eher das episodische Gedächtnis geübt, in der Schule dann eher das semantische
  • Sprachgebunderner Intelligenz Test WISC IV oder für deutschland adaptiert HAWIK-R nach Wechsler zur Fesstellung der allgemeinen Intelligenz - nützlich für Schulfragen wie Sonderschule, Berufsberatung testet 4 Indexwerte die Gesamt-IQ ergeben - wahrnehmungsgebundenes logisches Denken, Sprachverständnis, Arbeitsgedächtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit Aufbau: 11 Untertestsfür 6-16 Jahre - Verbalteil fragt schulisches Wissen (rechnen, allg. Wissen, Wortschatz,...) und - Handlungsteil fragt außerschulisch Wissen (Detailsfinden, Sinn erkennen, Geometrie) Retest R r = .90
  • sprachfreier Intelligenztest CFT (Gulture Fair Test) nach Cattell ermöglicht sprachfreie Erfassung der Intellgenz mittels figuralem Aufgabenmaterial d.h. ermöglicht weltweite Chancengleichheit für Menschen aus unters Kulturen und unters. sozialer Hintergründe 5-9 Jährige logisches Denken steht im Mittelpunkt - basierend auf der zwei-Faktoren-Theorie der Intelligenz von Raymond Bernard Cattell - kristallisierte Intelligenz (Problemlöseverhalten) - fluide Intelligenz (komplexe Beziehungen in neuartigen Situationen wahrnehmen und erfassen) CFT soll vorallem fluide Intelligenz messen Allerdings gibt es Widersprüche:  fluide Intelligenz durch Übung steigerbar und die Kulturunabhängigkeit dieser Tests zweifelhaft
  • Intelligenzmodell nach Cattell - Zwei-Faktoren-Modell 1. fluide Intelligenz (geistige Kapazität/Verarbeitungsniveau): sinkt mit alter, genetisch bedingt, g-Faktor, von hirnpysiologischen Prozessenabhängig - wenig durch Umwelt und lernen beeinflussbar 2. kristalide Intelligenz (Wissen/Fertigkeiten): steigt mit Alter, abhängig von lernen und Umwelt und fluiden Intelligenz -> CFT, sprachfreier Intelligenztest
  • Zweifaktorenmodell von Intelligenz nach Wechsler eher Hierarchisches Modell 1. g-Faktor = allgm. Intelligenz (Verarbeitungsniveau, geistige Kapazität) 2. v-Faktor (verbale Intelligenz) und p-Faktor (Handlungsintelligenz) -> HAWIK - sprachgebundener IQtest
  • Def. Intelligenz nach Wehcsler: umfasst die Fähigkeit zweckvoll zu handeln, vernünftig zu denken, und sich in seiner Umgebung wirkungsvoll auseinander zusetzten LOGIK Studie: Stabilität von Intelligenz r = .50 -> ändert sich mit dem Alter, wird ab GS stabiler, also relativ Stabiles Merkmal Zwillingsstudien: Erblichkeit der Intelligenz zw r = .75 und .80 Umwelt beeinflusst Genom und bestimmen so ein Merkmal - im alter steigt Selbstwirksamkeit - Anlageunterschiede größer im Alter
  • Beispiele für formelle Tests Mehrfächertests - zur Prüfung zur Föderbedürftigkeit/Spezialfragen (Legasthenie)                         = HAT nach Ingenkamp zur Schullaufbahnberatung Rechentests - RT9+ in Hs & RS als Einzel und Gruppentest, prüft bis dahin erreichte Matheleistungen Lesetests - LGVT 6-12 LeseVerständnis-/Geschwindigkeits Test Rechtschreibtests - HSP 1-9 alle Schulformen