TU (Fach) / Technikgenese (2,3) (Lektion)
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Diese Lektion wurde von bangboompow erstellt.
- Laienvorstellung von Technikgenese / Herkömmliche Annahmen zum technologischen Wandel geniale Erfinderpersönlichkeiten und auschließliche Befolgung technischer Logik Herkömmliche Annahmen zu tech Wandel und Technikdeterminismus technologische Entwcilung war in Vergangenheit machtvolles Instrument menschlichen Fortschritts Cultural Lag = Theorie der kulturellen Phasenversxchiebung -> autonomer Prozess, zwingt Gesellschaft zur Anpassung an Entwicklung, läuft verzögert ab
- Technikdeterminismus revisited - 4 Ansätze der sozwiss Herangehensweise Technikdeterministische Perspektive (technikentwiclung folgt nur eigener Logik) wurde von sozialwissenschaftlicher Betrachtung abgelöst, die sozialen Charakter der Technikentwicklung unterstreicht Ansätze: 1. Evolutionäre Okönomie 2. Leitbildansätze 3. SCOT 4. Netzwerkansätze
- Ausgangspunkt für Technikgenese (2 "Modelle")? Technology Push: Alte Technologien durch neue Technologien ersetzt, da diese überlegen sind Demand Pull: die Präferenzen der Verbraucher sind die wesentliche Triebfeder der Innovation Kritik an beiden modellen: Unfähigkeit, Warum, Wie des Wandels zu erklären Post-hoc Erfolgsbetrachtung tautologisch beide konzepte gehen von anerkennung der bedürfnisse aus können unternehmen a priori wissen, wohin markt sich entwickelt?
- Begriffe Innovation und Invention Invention: Entdeckung neuer technologischer Prinzipien oder wissenschaftlicher Grundlagen neuer Technologien Innovation: erfolgreiche Implementierung einer Invention
- Lücke zwischen Invention und Innovation inventionen haben nicht immer innovationen zur folge zum teil erhebliche zeitdifferenz zwischen beiden zeitverläufe: inventionen zufällig gestreut, innovationen -> eher in ökonom. krisen erklärung:(aufbauend auf schumpeters innovationstheorie): innovationen zerstören die existierenden muster, indem sie neue muster einführen. für unternehmen nicht ohne risiken, deshalb in krisenzeiten wahrscheinlicher (schöpferische zerstörung)
- Evolutionäre Ökonomie (Dosi, Gold, Nelson&Winter) Dosi 1988 Drei Fragen: Wie kommt es von Wahrnehmung einer ökonomisch verwertbaren möglichkeit zur Entwicklung? Welche rolle spielen marktsignale? worauf sind sektorale unterscheide der aktivitäten und häufigkeiten der innov. zurückzuführen? Gold: Technikentwicklung als permanenter Entscheidungsprozess (Handeln unter Unsicherheit, Risiko/Erträge kaum abzuschätzen, mehrere phasen in entscheidung für oder gegen weiterführung der innovation (nicht einmal JA/NEIN)) nelson&winter forschung/entwicklung nicht durch nutzenmaximierung erklärbar, weil nutzen von innov unbekannt technological regime: glaube an machbarkeit ist entscheidend pfadabhängigkeit -> je fortgeschrittener, desto festgefahrener bei innovation nicht immer das bessere siegreich, sondern das institutionell erfolgreich gemachte (staat > markt zB) technological trajectory ein TRAJEKT ist die Aktivität des technologischen prozesses entlang der ökonomischen und technologischen Abwägungen, die vom Paradigma definiert werden.
- Essenz evolutionäre Ökonomie: Entwicklungen laufen in Firmen kumulativ, orientieren sich an paradigmen und althergebrachtem in jeder technologie finden sich elemente schweigenden wissens, weshalb sie nicht einfach übernommen werden können erfolgreiche innovationen eher in den produktfelern, die nah an den kernkompetenzen des unternehmens liegen in jeder technikentwicklung steckt nutzerbild -> muss dem realen ähnlich sein, damit es erfolgreich ist (nicht nur funktionieren). dadurch einbettung in gesellschaft
- Technikleitbilder (Meinolf Dierkes) Funktionen von Leitbildern? (2) Leitfunktion Kollektive Projektion /machbar vs. wünschbar Synchronisierte Präadaption (bewertungsmechanismen der akteure synchronisieren) funktionales äquivalent für diskurs zweier paradigmen, wenn diese beiden eben fehlen Imagefunktion Kognitiver Aktivator, personaler Mobilisator, Interpersonaler Stabilisator
- Entwicklung einer Technik (Knie) Entstehung neuer TEchniken wird als Schließungs- und KOnsolidierungsprozess gesehen. Zur Zeit der Entstehung gültige Bedingungen sind Stand der Technik, nach Abschluss des prozesses der schließung und konsol. sind wesentlichen entscheidungen getroffen (irreversibel) stand der technik bezeichnet den jeweiligen bestand an organisationsübergreifenden regeln, methoden und bauelementen als ausdruck eines sozial gewünschten und poltisch abgesicherten verständigungsprozesses über gundlegene etwicklungsprinzipien.
- Fazit von Knie (erfolg misserfolg und so) Nicht Genialität oder Ausführung von Idee wichtig, sondern: machtpolitisches GEspür, organisatorische Fähigkeiten, glückliche Zeitpunkte Technik muss starkem legitimationsdruck unterstehen informelle Kanäle sind nötig, um prämissen und inhalte der technischen option in denkmuster des unternehmens einzubinden grad des industriellen interesses entscheidend große erfolgsaussichten, wenn rigider schließungs- und konsol. prozess organisiert wird. (schnell, deutlich)
- Der soziale Raum technischer Innovation (was hat evol. Ökon geändert?) Das naive Verständnis vermutete den sozialen Raum technischer Innov. im Erfinder, die evol. Ökon hat den Raum auf Institutionen ausgeweitet - diese wählen aus der Vielzahl von Inventionen einige aus und brechen andere ab.
- SCOT-Ansatz (Was ist das) Theoretischer Ansatz, der sich explizit mit Beitrag de Nutzer zur Technikentwicklung beschäftigt. technikentwicklung nicht zielgerichtet, sondern abfolge von variation und selektion welche alternativen überleben, welche nicht? Erfolg einer Technologie? Was ist das Problem das zu lösen ist? Problem nur dann problem, wenn es soziale Gruppe gibt die das Problem sieht (sozial konstruiert) welche probleme durch technologie gelöst werden sollen, also von solchen gruppen bestimmt
- SCOT-Ansatz: Interpretative Flexibilität->Stabilisierung->Schließung (werdegang der technik...) Int. Flexibilität: Flexibilität des Denkenes über das "Artefakt" versch. Gruppen Stabilisierung: Nach langen Aushandlungsprozessen zwischen den Interpretationen stabilisiert sich eine Form Schließung: Endgültiges Einführen der TEchnik mit Zufriedenheit aller soz. Gruppen
- Netzwerkansätze 1 Antriebssysteme von Innovationen? 1. innovationen über MARKT (Koord. durch Geld, Akteure = Erfinder und große Konzerne) 2. innovationen durch organisationen (manhattan projekt, Koord durch Markt, bedeutsam in stabilisierungsphasen, kapitalkraft ermöglicht ankauf patente, einrichtugn eigener forschungslabors, risiken werden durch routine limitiert) 3. innovationsnetzwerke (Rammert) NEU (silicon valley, netzwerkartige organisation zw. unterschiedlichen aktueuren aus wiss., pol, wirtsch.
