gerontologie (Fach) / 010 Laborwerte (Lektion)
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Diese Lektion wurde von Annkathete erstellt.
- Wie wird die Wahrscheinlichkeitskurve des Referenzbereichs für Laborwerte eingeteilt? Wie groß ist der Bereich links und rechts vom Refernzbereich? Eine glockenförmige Wahrscheinlichkeitsverteilungskurve (Normalverteilung) repräsentiert viele Labordaten gesunder junge Erwachsener (z.B. Werte für den Hämoglobingehalt des Blutes), die gesammelt wurden. Der Großteil der Werte unter dieser Kurve bzw. 95% davon wird als "Referenzbereich"definiert. Ganz außen links und rechts, an den beiden flachen Seiten der Kurve, da wo nur noch relativ wenige Werte zu finden sind, werden jeweils 2,5% ( also zusammen 5 %) abgeschnitten. Das sind ebenfalls Werte gesunder Menschen, die per Definition aber nicht mehr in den Referenzbereich gehören.
- Präanalytik Fehler: Was kann sich durch Lagerungs und Transportzeiten schon im Vorfeld der Labor Analyse verändern? Der Blutzuckerwert (Blutzellen leben weiter und entnehmen Blutzucker) Gerinnungsfaktoren Urinwerte
- Sarkopenie bei älteren Menschen, repräsentieren die Cut Off Werte was pathologisch ist? Cut Off Werte passen oft nicht auf die Population älterer Menschen. Für über 80jährige Männer lägen anhand der Cutoff Werte die Prävalenz bei fast 100%. Gleich Probleme ergeben sich bei Osteporose-,Cholesterin- und BMI Werten.
- Sensitivität und Spezifität eines Tests: Worüber sagen sie jeweils etwas aus? Sensitivität: Die Wahrscheinlichkeit mit einem Test eine kranke Person auch als krank zu identifizieren. Die Berechnung erfolgt nach (SEN = Sensitivität): SEN = richtig als krank Erkannte / alle Kranke Spezifität: Die Wahrscheinlichkeit eines gesunde Person auch als gesund zu identifizieren. Die Berechnung erfolgt folgendermaßen (SPE = Spezifität): SPE = richtig als gesund Erkannte / alle Gesunden
- Was bedeuten positiver und negativer prädiktiver Wert eines Tests? Positiver prädiktiver Wert eines Tests: Wie wahrscheinlich ist es, dass ein positives Ergebnis auch wirklich eine kranke Person identifiziert? (keine falsch positiven Ergebnisse) Negativer prädiktiver Wert eines Tests Wie wahrscheinlich ist es, dass ein negatives Ergebnis auch wirklich eine gesunde Person identifiziert? (keine falsch negativen Ergebnisse)
- Die Wahrscheinlichkeit falsch positiver Ergebnisse bei Test (wie dem Hämokkult Test) wird von den meisten Leuten, und auch von Ärzten unterschätzt / überschätzt?? Unterschätzt! Es liegt daran, dass nicht beachtet wird, dass in der Gesamtpopulation nur ein geringer Anteil Kranker enthalten ist und Wahrscheinlichkeiten intuitiv falsch berechnet werden.
- Hohe Spezifität und hoher negativ prädiktiver Wert bedeuten: Hohe Wahrscheinlichkeit dass ich viele Patienten als ........ identifiziere, die auch wirklich........sind. Hohe Spezifität und hoher negativ prädiktiver Wert: Hohe Wahrscheinlichkeit, dass ich viele Patienten als gesund identifiziere, die auch wirklich gesund sind. Ich verliere somit auch wenige an das Kollektiv mit falsch positiven Ergebnissen.
- Sensitivität und positiver prädiktiver Wert eines Test sinken wenn.....? Sensitivität und positiv prädiktiver Wert eines Test sinken, wenn ich zu wenige kranke Menschen als krank identifiziere. (zu wenig richtig positive Ergebnisse die ich an das Kollektiv falsch negativer Ergebnisse verliere)
- Wann ist ein Test mit hoher Sensitivität günstig, auch wenn die Spezifität dadurch niedriger ist? Z.B. Beim Myorkard-Infarkt z.B. ist es günstig lieber mehr falsch Positiv Ergebnisse zu haben, als Kranke zu übersehen.
- Wieviel Prozent der Analysefehler fallen auf Prä-und Postanalytik an? Abnahmefehler und Transport, Einflussgrößen durch den Patienten selbst (Genetik..) 40-17% der Fehler Analyse: 15-30 Prozent der Fehler Postananlytik: 15-30 Prozent
- Einflussgrößen des Patienten auf Laborparameter: Nenne kurz und langfristige! Kurzfristige: Biorythmus, Stress, Ernährung.... Langfristige: Geschlecht, Alter, Gewicht, Muskelanteil, Genetik, Lebensumstände, Rauchen, biografische Faktoren wie Klima
- Durch welche zwei Haupt-Faktoren sind viele Laborparameter beeinflusst? Viele Parameter sind Alters und Geschlechtabhängig!
- Welche Laborparameter sind beispielsweise Zirkadian beeinflusst? Cortisol: Tagsüber nach oben Monatliche Schwankungen der weiblichen Geschlechtshormone Jahreszeitlich: Melatonin und Vitamin D
- Wie kann Stehen und Liegen und Stauung die Blutparameter beeinflussen? Durch die Lageänderung Stehen/sitzen (am besten wäre 15 Minuten liegen vor der Blutabnahme) und die Dauer der Stauung (sollte unter 60 Sek. sein, sonst wird Wasser aus dem Gefäß gedrückt) werden Parameter verändert.
- Wenn die Sensitifität eines Tests gesteigert werden konnte, was ändert sich bei den Grenzwerten für Gesund/krank? Wenn die Sensitivität eines Test steigt, kann man mit die Grenzwerten für Gesund/Krank ausweiten, ein Patient kann dann leichter als "krank" eingestuft werden.
- Erythrozyten: Hämoglobin und Hämatokrit Wert: Was zeigen sie an? Erythrozyten (rote Blutkörperchen) (auch sie werden im Blut "gezählt") Zu ihnen gehören die Werte: Hämoglobin (roter Blutfarbstoff der Erythrozyten) Ist der Wert niedrig, spricht dies für Eisenmangel. Hämatokrit zeigt das % Volumen der Erythrozyten am Gesamtblut an. Dieser Wert sinkt normalerweise, wenn es weniger Erythrozyten gibt.
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- Kleines Blutbild: Nenne die Wichtigsten Blutzellen die hier gemessen werden! Leukozyten (weiße Blutkörperchen): (Immunschwäche; Leukämie (Blutkrebs), erhöht bei Infekt)Im großen Blutbild weiter unterteilt Thrombozyten (Blutplättchen): wichtig für Gerinnung Erythrozyten (rote Blutkörperchen):Sauerstofftransport (siehe auch Hämoglobin und Hämatokrit)
- Cholesterinwerte im höhren Lebensalter steigen physiologisch an, besonders bei Frauen.
- Tagesschwankungen von Laborwerten, nenne Bsp.! Prolaktin (Milchfluss) Melatonin (auch Jahreszeitbedingt, lichtabhängig) Cortisol (Stresshormon, tags höher nachts niedriger)
- Präanalytische Fehlerquellen durch Lagerungzeiten, nenne Bsp.! Hämolyse trübt das Blut und verfälscht Werte. Lichtempfindliche Stoffe vermindert. Der Blutzuckerwert (Blutzellen leben weiter und entnehmen Blutzucker) Gerinnungsfaktoren Urinwerte (Baktereien vermehren sich)
- Präzison und Richtigkeit: Was bedeuten sie im Labor? Richtigkeit: Den zu messenden Wert (Mittelpunkt) mögichst genau treffen. Präzision: Wie stark streuen die Messwiederholungen, wie nah liegen sie beieinander und am Mittelpunkt? Kriterien für die Qualität eines Labors.
- Welcher Wert gibt Auskunft über eine Herzschädigung? (Myocardinfarkt) Troponin (cTNT) wird am Anfang langsam und dann immer schneller ins Blut abgegeben und kann dort gemessen werden, klares Zeichen für eine Herzschädigung.
- Was ändert sich wenn man Patienten an mehreren Tagen hintereinander Blut abnimmt? es lohnt sich nicht, zu engmachig kontrollieren, man riskiert Anämien, Unterschiede sind nicht informativ, da sie innerhalb der biologischen Schwankungsbereite von Patienten liegen.
- Interpretationsfehler: Vorlaufzeiteffekt (Vorlaufzeitbias) was ist das? Fehler bei der Interpretaion klinischer Studien (mit Biomarkern). Ich entdecke den Biomarker so früh, dass es so wirkt, als ob die frühe Diagnose lebenszeitverlängert wirkt. Ich setzte früher an, aber der Tod findet zum gleichen Zeitpunkt statt, genau wie in einer untersuchten Gruppe ohne Biomarkeruntersuchung. (Es sei denn, es existiert eine erfolgsversprechende Therapie)
- Interpretationsfehler: Überdiagnosebias; was ist das? Überdiagnosebias: Screening führt zu Diagnosen von Erkrankungen (z.B. Prostatakrebs) die zu Lebzeiten überhaupt keine Symptome mehr bewirkt hätten.
- Wasserhaushalt beim älteren Menschen kann man ihn messen? bei 25% der Krankenhauseinweisungen ist der Wassermangel bei älteren Menschen an der Ursache beteiligt. Man kann den Wassergehalt des Körpers nicht direkt messen, weil wir zwischen den Zellen, im Blut und in den Zellen Wasser haben. Man kann sich nur die Zusammensetzung der Elektrolyte ansehen.
- Elekrolyte: welche Bedeutung haben sie für den Wasserhaushalt? Natrium und Kalium sind wichtige Parameter für den Wasserhaushalt, der nicht direkt gemessen werden kann. Die Prozentuale Verteilung von Na und Ka gibt Auskunft darüber.
- Anämie... ist bei älteren Menschen recht häufig und kann die Mortalität steigern. Durch häufige Blutabnahmen im Krankenhaus kann es sogar zu Anämie kommen.
- Wenn die Zahl der Erythrozyten sinkt, dann sinkt auch welcher Wert? dann sinkt auch der Hämatokritwert. Er gibt Auskunft über das Volumen der Erythrozyten im Verhältnis zum Volumen des Plasmas.
- Ist der Hämatorit-Wert isoliert erhöht, dann kann die Ursache.....sein? Ist der Hämatorit-Wert isoliert erhöht (Hämoglobin und Erythrozytenwert aber normal) kann ein Vit B12 Mangel und/oder Folsäuremangel dahinter stecken. Warum? Steigerung des Volumens entsteht hier nicht weil mehr Erythrozyten da sind, sondern weil sich die einzelnen Erythrozyten aufblähen. Dies zeigt an, dass etwas kompensiert werden soll. Ohne genügend Vit B 12 u. Fols. können die Erythrozyten sich nicht mehr richtig regenerieren. Es kommt so zum einem Mangel an Hämoglobin. Dieser Mangel an sauerstofftransportierendem Blutfarbstoff Hämoglobin soll durch die Aufblähung ausgeglichen werden.
- Nierenwerte: Creatinin kann auch physiologisch erhöht sein bei....? Bei muskulösen Menschen. Manche Leute essen sogar Creatinin um ihre Sportleistung zu steigern. Creatinin ist ohnehin ein recht unempfindlicher Wert, v.a. bei älteren Patienten ist die Creatinin Clearance viel aufschlussreicher, wenn man die Nierenfunktion beurteilen möchte.
- Nierenwerte: Harnstoff kann auch physiologisch erhöht sein wenn....? .....zuvor Spargel gegessen wurde.
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- Leberwerte: Warum soll man AST (GOT); ALT (GPT); AP und GGT immer parallel messen? AST (GOT); ALT (GPT); AP; GGT sind 4 Leberwerte (Leberenzyme). Sind sie erhöht, kann das auf eine Leberschädigung hinweisen. Diese Enzyme sind aber auch in anderen Geweben vorhanden (Muskel) darum sollte man mehrere parallel messen, dann weiß man, dass die Ursache ggf. wirklich bei der Leber liegt.
- Wie kann man Vitamin B 12 Mangel und Folsäure Mangel bestimmen? Vitamine schwanken im Blut, um einen Mangel zu bestimmen, messen wir hier Hämoglobin und Hämatokrit. Man kann, um indirekt auf Vit B u. Folsäure Mangel zu schließen, schauen ob sich ein Hämoglobin Mangel entwickelt, weil Folsäure und B12 für den Aufbau von Hämoglobin nötig sind.
- Was ist der Hauptunterschied zwischen großem und kleinem Blutbild? Im großen Blutbild werden die Leukozyten (weiße Blutkörperchen) noch einmal differnziert betrachtet. Identifizierung über Mikroskopie: Erkennung von Blutkrebszellen Erkennung von Veränderungen von Erythrozyten (durch Erkrankungen fehlgeformte) Krankheitserregern Verklumpung von Throbozyten
- Calcium: Was sind seine Funktionen ? Nenne 4! Zusammen mit Vit D ist es wichtig für den Knochenaufbau (Vermeidung Osteoporose) Weitere Funktionen von Calcium sind:Teil von EnzymenSignalweiterleitung (Muskelzellen)Wichtig für Gerinnung
- Calcium: Wieviel Prozent Calcium sind fest gebunden an Knochen und Zähne? 99% sind fest gebunden an Knochen und Zähne. Der Rest ist frei oder mit Enzymen verbunden.
- Gerinnung: Über welche zwei Werte wird die Blut-Gerinnung gemessen? Es gibt zwei Möglichkeiten die Gerinnung in Kraft zu setzten, darum werden zwei Werte gemessen: PTT und Quick Wert Intrinsisch: Gerinnung durch Kontakt von Blut mit unphysiologischer Oberfläche (z.B. Glas, wenn man sich schneidet)------Fibrin entsteht, es kommt zur Gerinnung.PTT (Partielle Thromboplastinzeit) Extrinsisch: Gerinnung durch Kontakt mit Gewebethromboplastin aus verletztem Gewebe------Fibrin entsteht, es kommt zur Gerinnung.Quick-WertCharakterisiert extrinsischen GerinnungswegZur Standardisierung in INR-Wert (International Normalized Ratio) umgerechnet
- Nierenwerte, welche zwei gibt es? Harnstoff und Creatinin (Creatinin hat jedoch im Alter eine recht hohe Sreuung und ist ein nicht sehr empfindliches Nierenparameter, besser mit Harnstoff zusammen zur Beurteilung verwenden, bzw. auch Creatinin Clearance messen)
- Elektrolyte: Was sind sie? Vor allem Kalium, Natrium sind hier besonders gemeint, sie werden sehr häufig kontrolliert. Weitere: Calcium, Magnesium, Chlorid, Phosphat und Hydrogencarbonat. Sie sind für die Funktion der Zellen unentbehrlich. Elektrolytgleichgewicht sorgt für die Regulierung des osmotischen Drucks. Regulation des Wasserhaushalts des Körpers undpH-Wert des Blutes. Wichtig für die Funktion von Nerven- oder Muskelzellen. Ihr Austausch erfolgt durch Ionen-Kanäle, darum gibt es auch Medikamente die spezifische Kanäle blocken. Natrium: zeigt Störungen des Wasserhaushalts anKalium: ist wichtig für Reizweiterleitung, beeinflusst Muskelaktivität bei Störungen kann es zu Herzrythmusstörungen; Herzstillstand kommen Calcium: Reizweiterleitung Muskel, auch Herz
- Blutbild, klein, enthält: Blutzellen: - rote Blutkörperchen (Erythrozyten) und Retikulozyten (Vorstufe der Erythrozyten) - weiße Blutkörperchen (Leukozyten) - Blutplättchen (Thrombozyten) Hämoglobin (Blutfarbstoff) Hämatokrit (Anteil der Blutzellen am Gesamtblut) (Die meisten davon sind Erythrozyten)
- Blutbild, groß, enthält: - das kleine Blutbild sowie zusätzlich: - das Differenzialblutbild das alle Arten von weißen Blutkörperchen ausdifferenziert
