Verschiedene Fachbegriffe (Fach) / Bewegungsformen der Muskulatur (Lektion)
In dieser Lektion befinden sich 5 Karteikarten
Fachbegriffe für die Bewegungen der Muskeln.
Diese Lektion wurde von urlicht erstellt.
- Adduktion Adduktion (v. lat.: adducere = heranführen) ist in der Medizin das Heranführen eines Körperteils an die Körper- bzw. Gliedmaßenachse. Somit werden als Adduktoren diejenigen Muskeln bezeichnet, welche ermöglichen, dass die Längsachse einer Gliedmaße auf die Ebene der Körperlängsachse verlagert wird. Bewegungsbeispiele: Ein abgespreiztes Bein wird gerade unter den Körper gezogen. Ein abgestellter Arm wird an den Körper herangezogen. Abgespreizte Zehen werden wieder zusammengezogen. Das Anziehen des abgespreizten Daumens zur Hand An den 3-achsigen Kugelgelenken wie Hüftgelenk oder Schultergelenk erfolgt die Hauptbewegung um die sagittale = dorsoventrale Hauptachse. Ein Adduktor („Hinführer“) (v. lat.: adducere „hinführen“, „hinziehen“) ist ein Muskel zum Heranziehen eines Körpergliedes. Adduktoren gehören zu der Gruppe der Skelettmuskeln. Ihre Antagonisten („Gegenspieler“) sind die Abduktoren. Die Muskeln der Adduktorenloge des Oberschenkels ziehen beispielsweise das abgespreizte Bein zurück in die Ausgangslage.
- Abduktion In der Medizin bezeichnet man mit dem Begriff der Abduktion (v. lat.: abducere = wegführen) das Abspreizen z. B. eines Armes oder eines Beines bzw. eine Bewegung eines Körperteils (z. B. Daumen) von der Körpermitte oder Gliedmaßenachse weg. Das Gegenteil ist die Adduktion. Entsprechend werden die Muskeln, die diese Bewegungen ermöglichen, auch als Abduktoren beziehungsweise Adduktoren bezeichnet. An der Hand unterscheidet man zwischen Ulnarabduktion und Radialabduktion. Bewegungsbeispiele Ein Bein wird abgespreizt. Zehen werden abgespreizt. Die Fußspitze wird von der Sagittalebene weg bewegt. Ein Daumen wird abgespreizt
- Flexion Inklination der Wirbelsäule als Skizze Die Flexion (von lateinisch flectere = biegen, beugen, wenden) ist die Beugung eines Gelenkes. Die gegenläufige Bewegung wird als Extension (Streckung) bezeichnet. Beim Handgelenk wird die Flexion (Bewegung Richtung Hohlhand) meist als Palmarflexion bezeichnet, beim Sprunggelenk (Bewegung fußrückenwärts) als Dorsalflexion. Bei der Wirbelsäule wird meist der Begriff Inklination oder Ventralflexion verwendet. Als Flexor bezeichnet man einen Skelettmuskel, der die Beugung eines Gelenks vollzieht. In einigen anatomischen Muskelnamen, insbesondere bei Muskeln des Unterarms und des Unterschenkels, kommt der Begriff explizit als zweiter Namensteil vor, z. B. Musculus flexor hallucis longus („Langer Beuger der großen Zehe“).
- Extension Die Extension (von lat. extensio „Streckung“) ist die Streckung eines Gelenkes. Die gegenläufige Bewegung wird als Flexion bezeichnet. Beim Sprung- und Handgelenk wird die Extension (Hebung der Fuß- oder Fingerspitze) beim Menschen meistens als Dorsalextension bezeichnet. An der Wirbelsäule wird meist der Begriff Reklination verwendet. Wird ein Körperteil überstreckt, so spricht man von einer Hyperextension (z. B. beim Kniegelenk als Genu recurvatum). Als Extensor oder Strecker bezeichnet man einen Skelettmuskel, der eine Streckung eines Gelenks vollzieht. In einigen anatomischen Muskelnamen, insbesondere bei Muskeln des Unterarms und des Unterschenkels, kommt der Begriff explizit als zweiter Namensteil vor, z. B. Musculus extensor carpi ulnaris („ellenseitiger Streckmuskel der Handwurzel“).
- Lateralflexion Die Lateralflexion ist die Seitwärtsneigung der Wirbelsäulen-Gelenke. Die Richtung der Neigung wird danach bezeichnet, auf welcher Seite eine „Außenwölbung“ (konvex) entsteht, also eine rechts bzw. links konvexe Lateralflexion. Man kann sie auch nach der „Innenwölbung“ (konkav) beschreiben, allerdings wird der Begriff in dem Zusammenhang kaum verwendet. Die Vorneigung der Wirbelsäule wird als Inklination oder Ventralflexion bezeichnet. Die Lateralflexion des Oberkörpers findet hauptsächlich in der Lendenwirbelsäule statt. Die Bewegung wird durch das Aneinanderstoßen zwischen dem unteren Rippenbogen des Brustkorbes mit dem Darmbeinkamm des Beckens begrenzt. Eine Lateralflexion ist aber auch in der Halswirbelsäule und der Brustwirbelsäule möglich. Als Lateralflexor bezeichnet man einen Skelettmuskel, der die Seitwärtsneigung eines Wirbelsäulengelenks vollzieht.
