Konsumsoziologie (Fach) / Wirtschaftssoziologie (Lektion)
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Uni Bonn, ELW
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- Erläutern Sie die Grundgedanken des Arena-Konzepts - formeller, kultureller und sozialer Raum für die Interaktion von Akteuren zu bestimmten Themen; dabei wird der EInzelne auf nicht starr festgelegte Regeln des gegenseitigen Umgangs verwiesen Akteure: Staat, (trans-)internationale Wirtschaftsunternehmen, internationale Organisationen und NRO'S (Nichtregierungsorganisationen), sowie vergleichbare Organisationen auf regionaler/lokaler Ebene: letzlich jeder Einzelne können in Gruppen formieren wie strategische Gruppen oder Staatsklassen Steuerungsmedien: Recht, Macht, Geld, Information und Kommunikationsfähigkeit Ressourcen: neben materiellen Gütern, Wissen, Prestige, Macht oder religiöse Ziele Gefahr: das Konzept rekonstruiert ein Politikfeld über Netzwerk wobei a-priori häufig eine Entscheidung über die Struktur des betroffenen Sektors getroffen wird, ohne dies zu diesem Untersuchungszeitpunkt belegen zu können
- Erläutern sie die Grundgedanken des RREEM-Ansatzes von Esser Resourceful Restricted Expecting Evaluating Maximzing - R: Akteur besitzt bestimmte Ressourcen - R: er ist in seinen Möglichkeiten eingeschränkt - E: erwartet bestimmte Ereignisse aufgrund bestimmter Handlungen - E: er bewertet die verschiedenen Ergebnisse - M: er versucht so zu handeln, dass er bei gegebenen Ressourcen für sich den größtmöglichen Nutzen erreicht
- Beschreiben sie den historischen Wandel des Begriffsverständnisses von "Arbeit" und die wesentlichen Dimensionen des Begriffs. griechische Antike: körperliche Arbeit ist sklavisch, weil durch sie die Lebensnotwendigkeiten herbeigeschafft werden Mittelalter: unterscheiedet zwischen "Arbeit des Körpers" und dem "Werk der Händer": Arbeit mehr als Überwinden der äußeren Natur oder inneren Verfassung, das Werk die willentliche Nutzbarmachung der Natur Neuzeit: der Begriff "Arbeite" wird auch auf die geistige Tätigkeit des Menschen bezogen: neben produktiver erscheint die unproduktive Arbeit heute: Arbeit umfasst v.a. die berfuliche Tätigkeit, bei der Mühe, Last, Fremdbestimmtheit und Anstrengung entlohnt wird Dimensionen: 1. naturale Dimension: Sicherung Lebensunterhalt 2. soziale Dimension: Arbeitsteilung, Zusammenarbeit 3. personale Dimension: Identität, Fertigkeiten, Bedeutung
- Benennen Sie wesentliche Aussagen der soziologischen Klassiker Marx, Proudhon, Durkheim und Weber zu Arbeit und Arbeitsteilung und machen Sie unterschiedliche Sichtweisen deutlich Marx: Arbeit hat den Menschen erschaffen, Vernunft unterscheidet Mensch von Tier, historische Materialismus: Produktivität -> Arbeitskraft, Mensch verwirklicht sich in seiner Arbeit Proudhon: betont Selbstverwirklichung des Einzelnen durch das Wer,, die Umgestaltung der Natur: "Arbeit ist das erste Attribut und der wesentliche Charakter der Menschen, Lohn als Wert der Arbeit, nicht die Arbeitskraft, fehlendes Eigentum, Anarchie Durkheim: Arbeitsteilung = Abgrenzungskriterium zur traditionellen Gesellschaft, funktionale Abhängigkeit, organische Solidarität im Gegensatz zu mechanischer auf Traditionen, Normen beruhender Gesellschaftsgefüge lenkt den Einzelnen Weber: Arbeitsteilung als soziale Differenzierung der Berufe, Arbeit als wirtschafltich orientiertes aber soziales Handeln
- Diskutieren Sie die Aussage: "Arbeit hat einen Sinn" ab Folie 18
- Benennen Sie Motive für das Arbeiten der Menschen und diskutieren sie den Aspekt der "Arbeitszufriedenheit". 1. Existenzsicherung 2. Realisierung eines hohen individuellen Lebensstandards 3. Prestige erlangen 4. persönliche Entfaltung und weiterentwicklung Maslow's Hierarchy of Needs intrinsische Motive: aus Interesse an der Handlung, mit entsprechenden personeninternen Belohnungen: Bedürfnis nach Tätigkeit, Kontakt-Bedürfnis, Machtstreben, Wunsch nach Sinngebung und Selbstverwirklichung extrinsische Motive: aus Interesse an der durch Arbeit erreichten Belohnung von außen: Bedürfnis nach Geld, inhaltlich spezifizierte Konsumbedürfnisse, Sicherheitsstreben, Geltungsstreben, Kontaktbedürfnis, Sexualität Arbeitzufriedenheit: alleine über zeitliche Dimension nicht von Lebenszufriedenheit trennbar: Generalisierun: (Übertragung der (Un-)Zufriedenheit bei der Arbeit auf Freizeit) Kompensation: (Freizeit entschädigt für Arbeitsleid, berufl. Erfolg entschädigt für familiäre Probleme) Neutralität: (kein wie auch immer gearteter Einfluss) AF kann erst bei Entstehung einer eigenständigen Zeitkategorie zum Betrachtungsgegenstand werden und hängt damit starkt von der zeitl Gliederung, Strukturierung und spezifischen Zuweisungen im Tagesverlauf ab
- Zeigen sie Veränderungen im Verhältnis von Arbeit und Zeit im gesellschaftilichen Wandel am Beispiel Zeit= Medium gesellschaftl. Integration: Rhythmus des sozialen Lebens: Individualisierung der Zeit führt zu Desintegration - mit zunehmender Komplexität der Arbeitswelt, Arbeitsteilung, verändert sich das Verhältnis von Arbeit und Zeit "Zeit ist Geld" => Primat der Zeit führt zu Orientierung der Arbeit and der Zeit und nicht an Aufgabenerfüllung - aufgabenbezogenen Zeiteinteilung (Agrarsektor) sind plausibler, den psychosozialen und physischen Bedürfnissen eher entsprechend - moderne Kommunikationsmedien ("Rund-um-die-Uhr-Standby) bringen aufgabenorientierte Zeiteinteilung nicht zurück "Zeit ist knapp"-Mentalität =>Plädoyer für Entschelunigung und Langsamkeit Strategien gegen Zeitknappheit => Planung, Multitasking, Delegation, Routinen, Substitutionen - können zu Anspruchsreduktion, Qualitätsmiindern, Unterlassung, Verzicht führen
- Zeigen Sie den Bedeutungswandel der Berufe und zeigen Sie auf, wie die Berufe die Gesellschaft strukturieren. Bedeutungswandel früher: im engen Lutherschen Sinne: Arbeit stellt ein Verhaltens- und Charakterideal dar, das eine moralische Brücke zwischen Arbeit und Leben schlägt seit frz. Revolution: Berufswahl und -ausübung gesichert heute: Berufe müssen aus der jeweilige Situation heraus betrachtet werden: Diversifizierung der realen Ausprägung hält an, aber; es bleibt die Bziehung zwischen Ausbildung und den mit der Berufsausübung verbundenen Einkommenschancen und -erwartungen Berufe strukturieren die Gesellschaft: - vertikale Ungleichheit entlang der Berufshierarchie - horizontale Ungleichheit in Verbindung mit anderen Determinanten sozialer Ungleichtheit (Alter, Ethnie, Geschlecht...) viele Determinanten sozialer U. haben Berufsbezug: Einkommen, ENtwicklungschancen, Status, Prestige, Gesundheit gleiches gilt für Dimensaionen: Freizeit, Wohnform, Lebensstil - Statusbestimmung- Verortung des Einzelnen im Gefüge einzelner oder mehrer Dimensionen sozialer U (Statusgruppe, Statuskonsistenz, vertikale Mobilität) - Im Zuge der Differenzierung und Individualisierung der Arbeitswelten hat der Beruf seine Schutzfunktion vor sozialem Abstieg verloren: heutige Gesellschaften sind nicht mehr durch Klassen- und Schitenzugehörigkeit, sondern mehr durch soziale Milieus und Lebensstile gekennzeichnet, aber ohne Berug steigt Exklusionsrisiko
- Charakterisieren Sie verschiedenen Arbeitssysteme. 1. differenziertes AS: hierarchisch und funktional gegliederte Unternehmungen im Sinne von Taylors Rationalisierungsansatzes; heute Industrieunternhemen mit Massenfertigung bzw. Anbieter standardisierter Dienstleistung (Call Center) 2. flexibel differenziertes AS: anpassungsfähige Arbeitnehmer werden durch interne Anlern- und Qualifizierungsmaßnahmen mittels aufstiegsorientierter Anreizsysteme auf wechselnde Aufgaben und Platzierungen vorbereitet (Chemieproduktion) 3. polarisiertes AS: im Nebeneinander verschiedener beruflicher Qualifikationen findet in "job territories" Aufgabenerfüllung unter Gewährung von Teilautonomie statt, wobei Qualifizierungs- wie Aufstiegsmöglichkeiten innerhalt des Systems existieren müssen 4. integratives AS: große Funktionsbereiche mit relativ hoher Autonomie steuern die Teilprozesse, erhalten Vorgaben zu Terminen, Budgets und Umfänge
- Zeigen sie die historische Unternehmensorganisation auf und charakterisierne sie die verschiedenen Unternehmenstypen nach Mintzberg. Historische Entwicklung: 1. Phase: Ende 19. Jhrdt: Aufbau von Großunternehmen 2. Phase: ab Beginng 20. Jhrdt: bürokratische, talyorsche Unternehmen 3. Phase: vor 1. WK: diversifizierte Unternehmen 4. Phase: ab 1. WK: divisionale Unternehmensorganisation 5. Phase: v.a. ab 1980: Dezentralisierung Unternehmenstypen 1. bürokratisches Großunternehmen = funktionale & hierarische Arbeitsteilung, ausidfferenziertes Management, zentralisierte Unternehmensleisung, unterstützende Stabsstruktur (Mangel an Flexibilität, hohe organisatorische Komplexität, mangelnde Arbeitsmotivation imoperativen Kern) 2. Eigentümerzentriertes Unternehmen = wenig ausdiffernzierte Struktur, auf Schlüsselpersonen zugeschnitten + pragmatische Produktionsgemeinschaft - seelenloses Arbeitshaus 3. divisonales Unternehmen = Kopplung weitgehen autonomer Einheiten, gegliedert nach Region, Produkt- o. Kundengruppen, starke Dezentralisierung, strategische Entscheidungen durch Unternehmensspitze 4. professionelles Unternehmen = geregelte Grundstruktur in Kombi mit wenig strukturierten operativen Bereichen, schlankes Management, individuelle Arbeitsorientierung bedarf der aufwändigen Koordinierung, garantiert aber Leistungsbereitschaft und hohe fachliche Identifikation 5. innovatives Unternehmen = kaum strukturiert, weitgehend ohne Mangement, informelle Kommunikationsstil und flexible Arbeitsverteilung bei hoher Leistungsmotivation, "Adhocracy": sehr innovativ, dynamisch, vernetzungsorientiert
- Bennen Sie verschiene Tendenzen zur Veränderung der Arbeitsformen in der Gesellschaft und beschreiben sie ein alternatives Model zur heutigen Erwerbsarbeit. = Formen prekärer Beschäftigung 1. befristete Beschäftigung 2. Teilzeit-/Leih-/Zeit-/Heim-/Saison-/Gelegenheitsarbeit 3. geringfügige Beschäftigung 4. Scheinselbstständigkeit alternatives Modell: Mindestlohn/Lohnuntergrenze oder Hartz IV Hartz IV: Zusammenführung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt) für Erwerbsfähige zum Arbeitslosengeld II (ALG II) zum Teil auf ein Niveau unterhalb der bisherigen Sozialhilfe. Die laufenden Leistungen der alten Sozialhilfe waren zwar nominell niedriger als die Regelleistung des neu eingeführten ALG II, wurden aber im Bedarfsfall durch diverse Einmalleistungen ggf. auch über den Satz des entsprechenden ALG II aufgestockt.
- Begründen Sie die Zunahme der Unternehmensnetzwerke und charakterisieren Sie verschiedene Formen dieser Netzwerke. Ursachen für Zunahme seit 1980: 1. Marktdruck erfordert Rationalisierung in der gesamten Wert- und Produktionskette 2. vom Markt geforderte Verkürzungen von Innovationszeiten führen zu steigenden, mit Risiken behafteten Investitionskosten 3. bei Ausfall einzelner Segmente ist durch die Flexibilität und Offenheit schneller ein neuer Partner gefunden 4. Einbindung des Kunden in das Netzwerk ist möglich: stärkere Bindung (so können Unternehmen Ressourcen bündeln, Kapazitäten und Leistungsspektren erweitern, schneller Strukturen wandeln und leichter Aufforderungen aufnehmen) Formen: 1. strategische Netzwerke: hierarische koordinierte, im Prinzip von einem dominatem Unternehmen koordiniert, aber kleine Partner in Abhängigkeit von ihrem Innovationspotential haben Einflussmöglichkeiten (Zuliefersysteme/-pyramide in der Automobilindustrie) 2. virtuelle Netzwerke: Projektnetzwerkem, zeitl. relativ begrenzt, themenspezifisch organisiert, zumeist basierend auf lockeren sozialen, räumlich tw. begrenzten face-to-face-Beziehungen, aber auch größere, IuK-Technologie-basierte Netzwerke mit hohen Koordinationsaufwand möglich 3. symmetrische Netzwerke: dauerhafte, reziproke regionale Netzwerke von KMU`s auf F+E, Beschaffung, Produktion oder Absatz ausgerichtet => Cluster-Ansatz
- Was ist ein Tarifvertrag und auf welcher gesetzlichen Grundlage basiert er? Kennzeicnen Sie die wesentlichen Inhalte von Tarifverträgen. Tarifautonomie: Recht der Arbeitsmakrtparteien, unbeeinflusst von 3. (v.a. Staat) autonom Arbeitsbedüngungen in Tarfiverträgen zu vereinbaren, die als Mindestarbeitsbedingungen für alle dem Vertrag unterliegenden Arbeitnehmer und Arbeitgeber zwingend sind, ein Tarifvertrag ist also eine Form des Arbeitsvertrags Tariftvertrag = schriftl. Vertrag zwischen Arbeitgeberverband/AG und einer Gerwerkschaft zur Regelung von Rechten/Pflichten zwischen den Vertragsparteien gesetzliche Grundlagen: 1. Verfassungmäßige Grundlage Artikel 9 (3) GG 2. Ausgestaltung: Tarifvertragsgesetz TVG vom 9.4.1949 wesentliche Inhalte: 1. normativer Teil: - Löhne, Gratifikationen, Lohnsysteme, Arbeitszeit, Urlaub, -geld -Ge-/Verbote, Formschriften zum Abschluss von Arbeitsverträgen - Form & Fristen der Kündigung - Gefahren-, Gesundheitsschutz - gemeinsame Einrichtungen, betriebl. Wohlfahrtseinrichtungen 2. schuldrechtliche Teil - Durchführungspflicht - Friedenspflicht - EInwirkungspflicht
- Worin liegen die Unterschiede im amerikanischen und im deutschen Managementmodell? Amerikanisches Managementmodell Deutsches Managementmodell sachlich • Starke finanzwirtschaftl. Orientierung • Starke Marketing-O. • Dominanz kaufmännisch qualifiz. Führungskräfte • Starke Produktorientierung • Hohe Bedeutung von F + E • Dominanz technisch qualifizierter Kräfte Organisa-torisch • Zentralisierung der Unternehmens–/ Arbeitsorganisation • Wenig Partizipation • Konfliktorientierung • Dezentralisierung • Hohe Bedeutung partizipativer Strukturen • Konsensorientierung zeitlich • Kurzfrist-Orientierung • geringe Verweildauer • Horizontale Karrieremobilität • Langfrist-Orientierung • Lange Verweildauer • Vertikale Karriereorientierung
- Was ist ein Arbeitskampf und welche Aufgaben hat er? Was versteht man unter Streik und Aussperrung? Wann ist der Einsatz von Streik gerechtfertigt? Nennen Sie bitte Kriterien. Arbeitskampf: Druckausübung von AG/AN mittels kollektiver Störung der Arbeitsbeziehungen Aufgabe: Austragung und Lösung von Tarifkonflikten = Institution zur Gewährleistung der Tarifautonomie Streik: Arbeitskampfmittel der AN, Vorenthaltung der Arbeitsleistung, gemeinsame Vorenthaltung (gewerkschaftliche oder wilde Streiks) Aussperrung: Arbeitskampfmittel der AG, Einzel- oder Verbandsausperrung) Rechtmäßgkeit tarifvertragsbezogener Arbeitskämpfe: - Führung durch tarifvertragsfähige Parteien - Tarifvertrag als Kampfziel - Beachtung der Friedenspflicht - Beachtung der Treuen und Glauben - Beachtung des Übermaß-Verbotes: Grundsatz der Erforderlichkeit (ultima-ratio-Prinzip), Grundsatz der Verhältnismäßigkeit - Grundsatz der freien Kampfmittelwahl unter Beachtung von Drittwohlbetroffenheit/ Geimwohlbetroffenheit
- Auf welchen Gesetzen beruhen die Kompetenzen des Betriebsrates? Welches sind die wesentlichen Aufgaben und Grundsätze seiner Arbeit? - auf dem Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) § 20: Niemand darf die Wahl des Betriebsrates behindern Aufgaben: Mitbestimmung in sozialen, personellen, wirtschaflitchen Angelegenheits Grundsätze: - Verhandlung mit AG mit dem ernsten WIllen zur Einigung in strittigen Fragen - Maßnahmen des Arbeitskampfes zwischen AG und BR unzulässig - AG und BR wachen darüber, dass alle AN nach den Grundsätzen von Recht und Billigkeit behandelt werden - zur Beilegung von Meinungsverschiedenheiten ist bei Bedarf Einigungstelle einzurichten - Betriebverinbarungen sind von BR und AG zu beschließen und schriftlich nieder zu legen, sie gelten unmittelbar und zwingend - Mitglieder im BR dürfen in ihrer Tätigkeit nicht benachteiligt/begünstigt werden - Mitgliedschaft im BR ist ein unentgeltliches Ehrenamt mit Anspruch auf Aufwandserschädigung: ab 200 AN wird BR-Mitglied vollständig freigestellt - Sitzungen sind nicht öffentlich: Geheimhaltungspflicht
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- Nennen sie bitte die Mindestgröße des Betriebes für die Errichtung eines Betriebsrates und die Dauer seiner Wahlperiode - Betriebe mit mind. 5 ständig wahlberechtigten AN, davon 3 frei wählbar - Betriebswahlen alle 4 Jahre in der Zeit vom 1.3. - 31.5. (bei 5 AN unter 18: Wahl einer Jugend- & Ausbildungsvertretung)
- Nennen sie bitte Funktion und Bereiche der Mitbestimmung. Geben sie Beispiele für die Mitbestimmung in versch. Bereichen, kennzeichnen sie den grundlegenden Unterscheid zwischen der Mitbestimmung im Betrieb und im Unternehmen. Funktion der Mitbestimmung: Aufhebung einseitig ausgeübter Herrschafts- oder Leitungsbefugnisse durch die AG durch die Beteiligung der AN an Entscheidungen auf 1. betrliebliche Mitbestimmung: Recht der AN eines Betriebes zur Beteiligung an Entscheidungen über betriebl. Angelegenheiten 2. Mitbestimmung im Unternehmen: Recht der AN zu Mitwirkung an Entscheidungen der leitenden Unternehmensorgane Bereiche + Beispiele 1. in sozialen Angelegenheiten: Betriebsordnung, Festlegung und Verteilung von Arbeitszeiten, Urlaubsregelungen, Aufstellung von Entlohnungsgrundsätzen, Einführung neuer Entlohnungsmethoden, Festsetzung von Akkord- und Prämiensätzen 2. in wirtschaftlichen Angelegenheiten: in Betrieben mit > 100 AN: Wirtschaftsausschuss, Unterrichtung über wirtschaftl., finanzielle Lage des Unternehmens, Investions- und Produktionsprogramm, Absatzlage, Rationalisierungsvorhaben 3. in personellen Angelegenheite: i.A. personelle Angelegenheiten (Personalplanung), ab 20 AN, bei personellen Einzelmaßnahmen (Einstellung, Ein-/Ausgruppierung, Versetzung, Kündigung)
- Grenzen Sie begrifflich "Organisation", "Verband", "Interessenverabd" und "soziale Bewegung" voneinander ab. Organisation: die Ordnung von arbeitsteilig und zielgerichtet miteinander arbeitenden Personen und Gruppen, umfasst alle Institutionen, Gruppen und soziale Gebilde, die bewusst auf ein Ziel hinarbeiten, dabei geplatn arbeitsteilig gegliedert sind und ihre Aktivitäten auf Dauer ausgerichtet haben, weiterhin Führung, Mitgliederabgrenzung, rationale Koordination Verband: eine nach außen regulierend beschränkte oder geschlossene soziale Beziehung, deren Innehaltung ihrer Ordnung garantiert wird durch das eigene auf deren Durchführung eingestellte Verhalten bestimmter Menschen Interessenverband: freiwillig gebildete soziale Einheiten mit bestimmten Zielen und arbeitsteiliger Gliederung (Organisation), die individuelle, materielle und ideelle Interessen ihrer Mitgleider im Sinne von Bedürfnissen, Nutzen und Rechtfertigungen zu verwirklichen suchen, sie tun dies innerhalb der sozialen Einheit u/o ggü anderen Gruppen, Organisationen und Insititutionen soziale Bewegung: soziales Subjekt aus einer großen Anzahl von Individuen ohne sehr fefster Organisation, aber mit gemeinsamen Anliegen
- Was unterscheidet Parteien und Verbände und welche Motive gibt es für die Mitgliedschaft in Verbänden? geben sie bitte Beispiele - Verbänder beteiligen sich nicht am Mandatswettbewerb bei Wahlen zu Parlamenten - der Wirkungskreis von Verbänden ist stärker nach Funktionsbereichen und sozialen Gruppen differenziert - Verbände sind auch thematisch ener auf spezifische Bedürfnisse ihrer Mitglieder zugeschnitten und in deren Sozialstruktur besser eingebettet Motive für Mitlgiedschaft - Sachanreize: Verbandszweck, Dienstleistungen - sozio-emotionale Anreize: Kollegialität, Geselligkeit, Anerkennung, Beachtung als Gruppe -- Mitgestaltung: als politisches Wesen
- Beschreiben sie den akutellen Wandel der Verbandslandschaft in der Gesellschaft. - wachsende Bedeutung "politischer Unternehmer": Einzelunternehmer werben mittels Non-Membership-Vereinigungen/Mobilisierungsagenturen Mittel ein und arbeiten mit kleinen professionellen Stabsstellen - mehr advokatorische Interessenvertretung: Behinderten-, Umweltschutz-, Naturschutz-, Tierschutzvereinigungen - angesichts des stärkeren Kosten-Nutzen-Denkens der Mitglieder: verstärkung der selektiven Anreize für Mitlgieder - Boom von Non-Member-Ship-Vereinigungen mit wenigen formellen, aber vielen fördernden Spendern - Selbstfinanzierung von Verbänden durch Eigenunternehmen - finanzielle Förderung durch Staat und Gesellschaft direkt durch Zuschässe oder über Stiftungen
- Bennen sie die Kriterien für die Analyse von sozialen Systemen wie Verbänden folgt
- Beschreiben sie die Einflussmöglichkeiten von Verbänden auf die unterschiedlichen gesellschaftlichen Entscheidungsträgern 1. unmittelbarer Einfluss: - Kontakte, Informationen, Eingaben, personelle Durchsetzung -> Ministerialbürokratie - Stimmpakete, Spenden, personelle Durchsetzung -> politische Parteien 2. mittelbaren Einfluss: - Eingaben, Unterstützung/Sabotage von Maßnahmen -> Bundesregierung - Sachverstand, personelle Durchsetzung -> Bundestag - Informationen, Stellungnahme, Demonstration, eigene Medien -> öffentl. Meinung
- Welche Funktion haben Verbände nach innen und nach außen zur Gesellschaft hin? erläutern sie diese bitte folgt
