Trainingslehre (Fach) / Trainingswissenschaften (Raschner) (Lektion)

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Schnelligkeit

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  • Ziel des Schnelligkeitstrainings Schneller zu reagieren Schneller zu koordinieren schneller zu agieren schneller zu handeln
  • Grundsätze des Schnelligkeitsrtraining frühzeitig beginnen "Ermüdung" vermeiden koordinationsorientiert üben maximale Geschwindigkeit anstreben richtiges Aufwärmen optimale Konzentration
  • Unterschiedliche Erscheinungsformen der Schnelligkeit schnelles Laufen optimale Reaktions- und Antizipationsschnelligkeit Schnelligkeitskomponenten in Kampfsportarten hohe Abfluggeschwindigkeiten erzeugen schnelle Körperdrehungen
  • Schnelligkeitsvoraussetzungen Faserstruktur Sensomotorische Steuerung Kontraktionszeit Beherrschungsgrad der Technik Intermuskuläre Koordinaton Neuromuskuläre Steuerung Nervenleitgeschwindigkeit Emotionale Stabilität Mobilisationsfähigkeit
  • Motorische Aktionsschnelligkeit Aktionen mit geringen Widerstand(Aktionsschnelligkeit im eigentlichen Sinne)→zyklisch →azyklisch Aktionen mit großem Widerstand(Kraftschnelligkeit)→zyklisch →azyklisch Motorische Reaktionsschnelligkeit→einfach →komplex
  • Aktionsschnelligkeit gegen geringe Widerstände Elementare Schnelligkeit→zyklisch →azyklisch Intermuskuläre Koordination(Bewegungstechnik) Explosivkraftniveau
  • Trainingsmethoden zur Verbesserung der Aktionsschnelligkeit gegen geringere Widerstände TM zur Verbesserung der elementaren azyklischen und zyklischen Schnelligkeitsformen ( elementare Schnelligkeitstraining) TM zur Verbesserung der intermuskulären Koordination von Zieltechniken (Techniktraining) TM zur Verbesserung der motorischen Schnellkraft ( siehe Kraftraining)
  • Elementare Leistungsvoraussetzungen Die elementare Schnelligkeit ist eine wichtige allg. Leistungsvoraussetzung. Sie wird dominant durch die Qualität neuromuskulärer Steuer- und Regelprozesse bestimmt, die in bewegungsspezifischen Zeitprogrammen bei azyklischen und zyklischen bewegungen reflektiert werden. Qualitätsunterschiede spiegeln sich im Zeitprogramm weider (Nervenleitgeschwindigkeit, Reflexzeit und Muskelfaserstruktur erfordern ein bestimmtes Ausprgungsniveau).                                                           (Bauersfeld/Voss 1992)
  • elementare Leistungsvoraussetzungen laut Bauersfeld/Voss sie zwischen strukturähnlichen Bewegungen übertragbar sind sie für alle sport. bewegungen von Bedeutung sind sie bei hohen sportl. Leistungen nicht kompensierbar sind für ihre Ausbildung entsprechende Mittel und Methoden benötigt  werden ihr ausprägungsgrad nicht primär vom Ausprägungsgrad anderer Leistungsvoraussetzungen beeinflusst werden
  • Das Zeitaprogramm beinhaltet die Zeitliche abgestimmte neuromuskuläre Impulsfolge des Muskeleinsatzes, die Dauer und das anstiegsverhalten der muskulären Aktivität.
  • Elementare Schnelligkeit und Kraft Weineck/Köstermeyer(1998) weisen auf gewissen Kraftabhängigkeit der elementaren Schnelligkeitsleistungen hin. die völlig Kraftunabhängigkeit laut Bauersfeld/Voss (1992) kann verworfen werden.
  • Azyklische Schnelligkeit kurze Zeitprogramme - lange Zeitprogramme Die Geschwindigkeit in der die Muskulatur durch das nervale System angesprochen bzw. angesteuert wird, d.h. wie schnell und effektiv die muskuläre Aktion beginnt. Voss 1993
  • Kurze Zeitprogramme Bodenkontaktzeit <170ms direkter schneller Impuls an die Hauptmuskeln ausgeprägte Vorinnervation steiler Anstieg der Hauptaktivität gute Koaktivierung zwischen den Hauptmuskeln gute Ansprechbarkeit der Muskelspindeln erhöhte Stiffness und Elastizität des Muskels
  • Lange Zeitprogramme Bodenkontaktzeit >170ms keine schnelle direkte Ansteuerung Vorinnervationsphasen deutlich geringer Plateaubildung bzw. Einsattelungen
  • Bewegungsfrequenz Kriterium bei Leistungen mit hohen Schnelligkeitsanforderungen Schrittfrequenz Tretfrequenz Schlagfrequenz Bauersfeld/Werner (1980) es besteht eine gesicherte Beziehung zwischen Frequenzverhalten der Arme, Beine und der Schnellkraft. Schrittfrequenzen - elementare Charakter der zyklischen Schnelligkeit