Medizin (Fach) / Pulmonologie (Lektion)
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Pulmonologie
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- Hering Breuer-Reflex reflektorisches Stoppen der Einatmung nach Erreichen einer bestimmten Lungenausdehnung. so wird die Alveolenüberdehnung verhindert. Über Dehnungsafferenzen des N.vagus. Bei Überdruckbeatmung im Rahmen einer Schlaf-Apnoe, wird so bei einigen Patienten durch diesen Reflex das Atemzentrum gehemmt.
- Biot-Atmung Der Begriff Biot-Atmung wird für Hirnläsionen und frühgeburtliche Atemrhythmusstörungen bei Kleinkindern verwendet. Dabei beobachtet man ein unregelmäßiges periodisches Auftreten von Tachypnoe und Bradypnoe mit wechselnden Atemzugsvolumina und unterschiedlichen Apnoepausen (,,chaotische Atmung“). Man führt diese Störung auf eine mangelnde Reife des Atemzentrums zurück.
- Kußmaul-Atmung bezeichnet die Hyperventilation als Folge schwerer metabolischer Azidosen mit tiefen, regelmäßigen Atemzügen. Häufig besteht zusätzlich eine Tachypnoe.
- Cheyne-Stokes-Atmung zeichnet sich durch ein wellenförmiges An- und Abschwellen des Atemvolumens aus. Zwischen den Atemsequenzen treten intermittierende Apnoeintervalle auf. Man beobachtet diesen Atmungstyp am häufigsten bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz und nach zerebraler Schädigung unterschiedlicher Genese. Bei Gesunden in Höhen über 4000 m ist dieser Atmungstyp im Schlaf fast physiologisch.
- Seufzeratmung Wird eine mehr oder weniger unregelmäßige Atmung periodisch von einem tiefen Atemzug durchbrochen, spricht man von einer Seufzeratmung. Sie wird vor allem im Schlaf bei herabgesetzter Ansprechbarkeit des Atemzentrums beobachtet
- Ornithose Die Ornithose stellt eine akute Infektionserkrankung durch den Erreger Chlamydia psittaci dar, der durch Vögel übertragen wird. Die Inkubationszeit der Ornithose beträgt 7-15 Tage. Das Prodromalstadium ist gekennzeichnet durch: • Fieber • Hals- und Gliederschmerzen • quälenden, trockenen Husten mit Auswurf. Das Fieber steigt im weiteren Verlauf an und sinkt nach einer Kontinua während 1-2 Wochen wieder ab. Der Lungenauskultationsbefund kann unauffällig sein oder fein ausklingende Rasselgeräusche sowie eine mäßig erhöhte Atemfrequenz aufweisen. Das Röntgen-Thoraxbild zeigt häufig eine vorwiegend interstitielle Infiltration. Mittel der Wahl ist die Gabe von Tetracyclinen für 7-10 Tage.
- exogen-allergische Alveolitis Eine diffuse, interstitielle, granulomatöse Lungenerkrankung, die durch die allergische Reaktion (Hypersensitivitätspneumonie) auf organische Stäube verursacht wird. Das Röntgenthoraxbild zeigt einen Normalbefund oder in der akuten Krankheitsphase bilaterale, fleckige oder noduläre Infiltrate, selten eine Vergrößerung der hilären Lymphknoten, im Spätstadium tritt eine diffuse, interstitielle Fibrose auf. Die Lungenfunktionsprüfung zeigt eine restriktive Ventilationsstörung mit Abnahme der Vital- und Totalkapazität, der Compliance und der CO2-Diffusionskapazität (Transfer-Faktor ↓), Belastungs-Hypoxämie und Veränderungen des Ventilations-Perfusions-Verhältnisses. Bei der akuten Erkrankung besteht meist keine Atemwegobstruktion! Bei der bronchoalveoläre Lavage findet man im chronischen Stadium eine Lymphozytose.
- Lungensequestration eine umschriebene Fehlbildung im Sinne einer „akzessorischen Lunge“ mit abnormer arterieller Versorgung, die überwiegend im Unterlappenbereich lokalisiert ist. In ca. 85 % ist der sequestrierte Lungenanteil von regelrechtem Lungengewebe umgeben (intralobäre Form). Nur in ca. 15 % ist ein eigener Pleuraüberzug vorhanden (extralobäre Form). Die arterielle Gefäßversorgung erfolgt rechts aus der Aorta, links häufig über Interkostalarterien, der venöse Abfluss in der Regel über die Vena pulmonalis. Symptome resultieren aus der Infektion des Lungenanteils: Husten, Auswurf, rezidivierende Pneumonien, selten Hämoptysen. Therapeutisch ist die Entfernung des sequestrierten Lungenabschnittes erforderlich.
- Monaldi-Drainage handelt es sich um eine im 2. Interkostalraum der Medioklavikularlinie angelegte Thoraxdrainage zur Behandlung eines Pneumothorax.
- Bülau-Drainage wird zur fortlaufenden Entleerung von Sekreten aus der Pleurahöhle angelegt. Übliche Lokalisation ist der 4. Interkostalraum der hinteren Axillarlinie.
- Lungenfunktionsprüfung DD COPD und Asthma bronchiale. ist die FEV1 vermindert liegt eine Obstruktion vor, zur Abgrenzung wird ein Bronchospasmolysetest mit Salbutamol durchgeführt. Verbessert sich die FEV1 um mind. 15% liegt eher ein Asthma bronchiale vor.
- Wie ist die Pulmonalarterielle Hypertonie definiert? Liegt vor bei pulmonalarteriellem Mitteldruck über 20mmHg in Ruhe und bei über 30mmHg bei Belastung (Rechtsherzkatheter).
