BWL Bachelor (Fach) / WiPo (Lektion)
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Wirtschaftspolitik BV03
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- Lerner-Index Spiegelt die Marktmacht wieder und somit auch die Marge der Firma. Bei vollkommenem Wettbewerb ist P = GK, bei unvollständigem Wettbewerb ist P > GK.
- Ineffizienzen durch Marktmacht - Allokative Ineffizienz (zu geringe Konsummenge wegen positiver Marge)- Produktive Ineffizienz (auch X-Effizienz)- Dynamische Ineffizenz (Innovationsanreize)- Polit-ökonomische Ineffizienz (Rent-seeking, Lobbying) Fokus auf allokaitve Ineffizienz. Wettbewerb auch nicht kostenlos (z.B. Duplizierung von Fixkosten)
- Ursachen für Monpolmacht Angebotsseite:- Technologie bestimmt Ausmaß von Größenvorteilen- Marktgrößen und Fixkosten/technologisch Unteilbarkeiten- Markteintrittsbarrieren- vertikale Beschränkungen Nachfragerseite:- unelastische Nachfrage wegen mangelnden Alternativen aufgrund von Regulierungsschranken- mangelnde Information von Verbrauchern- Loyalität und Wechselkosten- Netzeffekte und Inkompatibilitäten
- Nachfrage lineare Nachfragekurve: x(p) = 10-pinverse Nachfragekurve: p(x) = 10-x
- vollkommene Konkurrenz Das Unternehmen hat keine Marktmacht und somit kein Einfluss auf den Preis. Preis = GrenzkostenDie Gleichgewichtsallokation ist Pareto-effizient. Handelsgewinne werden maximiert.
- Monopol Der Monpolist kann den Preis beeinflussen.Beim Monopolist gilt im Gleichgewicht Grenzerträge = Grenzkosten.Ineffizienz des Monospols: Es existiert ein Konsument, der bereit ware fur eine zusatzlicheEinheit des Gutes einen Preis zu zahlen, der hoher ist, als die zusatzlichen Kosten zurProduktion dieser Einheit (Moglichkeit zur Pareto-verbesserung).
- Preiselastizität der Nachfrage e = dx/dp * p/x Das Verhaltnis der prozentualen Nachfrage-änderung bezogen auf die prozentuale Preisanderung (Bsp: e = -1,5, eine einprozentigePreiserhohung fuhrt zu einem Nachfrageruckgang von 1,5%). Bei linearen Nachfragekurven: a-b*p -> bp/a-bp = e
- Mengensteuer Steuer, die pro Menge unabhängig vom Preis erhoben wird. T = t * x -> t = T/x Beispiel Staat will Steuern in Höhe von 700 GE: 700 = t*x -> t = 700/x Immer die Besteuerungsmenge wählen die höher ist, da besser für den Markt!
- Problem des öffentlichen Gutes Nicht-Rivalität im Konsum: Das Gut ist von mehreren Personen ohne zusätzlichen Kosten nutzbar (pos. externe Effekte). Nicht-Ausschließbarkeit vom Konsum: Ein Ausschluss von Konsum ist ohne weiteres nicht möglich. Trittbrettfahrerproblem: Bereitstellung des Gutes wird erschwert durch free-riding. Die Personen geben zu niedrige Zahlungsbereitschaften an in der Hoffnung die anderen Personen werden das Gut bereitstellen.
- Kritik an Lindahl-Preisen - Voraussetzung ist, dass ein Konsumenten von Konsum des öffentlichen Gutes ausgeschlossen werden können, da sonst das Trittbrettfahrerproblem aufrtritt. - Es muss ein Markträumungsprozess unterstellt werden, wobei Preisnehmerverhalten auf Seiten der Konsumenten vorliegen muss, was problematisch ist, weil ja für jeden Konsumenten ein separater Markt existiert, wo er der einzige Käufer ist.
- Vickrey-Auktion Eine Vickrey-Auktion ist eine Zweitpreis-Auktion: Alle Bieter machen ihre Angebote simultan und der höchst Bietende gewinnt die Auktion zum Preis des zweithöchsten Gebotes. -> (schwach) dominante Strategie seine wahre Präferenz anzugeben
- Pivotale Personen Eine Person ist pivotal, wenn ihre Berücksichtigung die Entscheidung der Gesamtgruppe verändert.
- Komplementaritäten Eine Fusion, Bündelangebote oder Schaffung eines Wettbewerbsmarkters durch Standardisierung führt zur besseren Lösung als bei einer unabhängigen Preisabsetzung. D.h. Preis niedriger als einer unabhängigen Preissetzung, da negative Preissetzungsexternalitäten auf die Nachfrage des anderen Anbieters nicht internalisiert werden. p1+p2 > p**
- Netzeffekte sind ein Wettbewerbsproblem Weil es Markt zur Monopolisierung kommt! Die Monopolisierung kann ineffizient sein, weil:- excess inertia: ein alter Standard der sich durchgesetzt hat wird nicht durch einen besseren ersetzt wird -> ineffizientes Verharren- excess momentum: ein neuer Standard setzt sich durch obwohl der alter besser ist: ineffizienter Wechsel Staatliche Eingriffe sind jedoch beschränkt wirksam, weil der technische Fortschritt sehr groß ist und schnell ist, somit ist die Zukunft kaum vorhersehbar!
- Coase-Theorem - Definition und eindeutige Zuteilung von Eigenstumsrechten ist eine kritische Voraussetzung für das Erreichen effizienter Allokationen- In einer Welt ohne Transaktionskosten wird Effizienz erreicht. => Bedingungen damit private Akteure effizient mit externen Effekten umgehen
- Zertifikatenhandel Verteilung der Last der Vermeidung von Verschmutzungen -> Zertifikate können frei gehandelt werden und der Erwerb zusätzlicher Zertifikate ermöglicht die Umweltverschmutzung einer Firma zusätzlich zu erhöhen. Preis für Verschmutzung
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- Pigou-Steuer Mit dieser Steuer wird das Pareto-effiziente Verschmutzungsniveau erreicht(Ergebnis einer Fusion). Problem: das optimale Verschmutzungsniveau muss bekannt sein! Dann ist aber auch eine direkte Auflage für den Verschmutzer einfacher.
- Tragödie der Allmende Die Tragödie der AllmendeWir sehen, dass Privatbesitz eine Möglichkeit für e¢ ziente Allokationen ist, wobeiwir hier nur den gemeinsamen Gewinn der Dorfgemeinschaft betrachten und nichtdie Nutzen der Käufer der Kuhmilch.Bei der Allmende kommt es zur Übernutzung, so dasss Formen der Rationierungder Nutzung der Weideäche optimal sind.Für E¢ zienz ist der Ausschluss notwendig, was durch Privateingetumerreicht undauch durch andere Zuteilungsmechanismen erreicht werden kann. Auch Formen dersozialen Kontrolle können hier wichtig werden.Beispiele: Über schung: Fangquoten Emmissionsstandards bei Automobilen, um die Umweltverschmutzung einzu-dämmen.
- natürliches Monopol Durchschnittskostenkurve im Bereich der relevanten Nachfrage fällt monoton. Ableitung von DK muss negativ sein! DK
- Ursachen für natürliche Monopole Unteilbarkeiten in der Produktion führen zu Größenvorteilen (Skaleneffekte)- Das Ausmaß der Unteilbarkeiten bestimmt die minimale effiziente Größe!
- Subaddivität Ist die Kostenfunktion im Bereich der Nachfrage subadditiv, dann liegt ein natürliches Monopol vor -> fallende DK implizieren Subaddivität
- natürliches Monopol im Mehr-Güter-Fall Subaddivität im Mehr-Güter-Fall kann analog interpretiert werden wie im Ein-Güter-Fall. Subaddivität impliziert, dass Verbundvorteile vorleigen müssen. Dies ist jedoch nicht hinreichend, es m+ssen auch Größenvorteile eintreteten, damit ein natürliches Monopol vorliegt.
- Angreifbare Märkte "contestable markets" abhängig von den Marktzutrittsschranken. Asymmetrische Marktbedingungen:1. Zugang zu Absatz und Beschaffungsmärkten2. Verfügbarkeit der effizienten Technologien3. Vorliegen erheblicher "Sunk Cost" Im Notfall wendet der Monpolist die Ramsey Preise an (Gewinn des Monopolisten gleich 0)
- Monopolistische Engpässe Monopolistische Sektoren sind meist durch Unteilbarkeiten und Irreversibilitätenin Verteilernetzen gekennzeichnet. Die Verteilernetze stellen dann eine notwendigeEinrichtung (essential facility) dar.Die Identi kation monopolistischer Engpässe ist Voraussetzung für einen disag-gregierten Regulierungsansatz, der1. die Teile der Wertschöpfung identi ziert, die unteilbar und mit irreversiblenInvestitionen verbunden sind,2. und dann durch Zugangsregulierung Wettbewerb in den übrigen Teilen derWertschöpfung ermöglicht.3. Durch Zugangsregulierung soll ein level-playing- eld gescha¤en werden, sodass der Altmonopolist keinen Vorteil in den wettbewerblichen Bereichen derIndustrie hat.
