Nachhaltigkeitscontrolling und -reporting (Fach) / Altklausur (Lektion)

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Diese Lektion wurde von AnnalenaB erstellt.

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  • 1. Diskutieren Sie die Notwendigkeit eines betrieblichen Nachhaltigkeitsmanagements und leiten Sie daraus die wichtigsten Herausforderungen für ein Nachhaltigkeitscontrolling ab. Begründung Nachhaltigkeitsmanagement: durch wirtschaftliche Argumente (Kapitalgesellschaften), durch moralische Argumente (meist Familienunternehmen)   • aus betrieblicher Sicht: • Implementierungsphase: oft schneller Einstieg, mit großem Erfolg bei Ergebnisverbesserung • „Sättigungs-/Ernüchterungs“phase: zunehmend Konflikt Verbesserung Nachhaltigkeit – Verringerung Wettbewerbsfähigkeit Fazit: Kein weiteres Engagement für Nachhaltigkeitsmaßnahmen!!   • Globale Forderung nach „sozial gerechter Welt“ und „intakter Umwelt“ -> Anforderung an Unternehmen zur Nachhaltigkeitsverbesserung -> Aber: keine konkrete Orientierung: Was in welchem Umfang tun? • Finanzbasierte Steuerungskonzepte auf Unternehmensebene: • Verknüpfung zwischen „großem Ganzen“ (globale Sicht) und täglichem Handeln etabliert • Nachhaltigkeitsmaßnahmen von Unternehmen: Verknüpfung? Finanzbasierte Konzepte dominieren und ver-/behindern weitere Entwicklung Nachhaltigkeit -> Paralyse durch Pilotprojekte   • Herausforderungen für das Controlling: • Rechnungswesenbasierte Planung, Steuerung, Entscheidungsvorbereitung nicht ohne Weiteres auf ökologische und soziale Aspekte anwendbar • RW als Basis für umfassende, laufend aktualisierte Daten; bei Ökologie und Sozialem eher punktuelle Daten • Konkrete Zielvorgaben nur für ökonomische Ziele • Zielkonflikte zwischen ökonomischen und anderen Nachhaltigkeitszielen • Aggregation, Verrechnung von Faktoren im ökologischen und sozialen Bereich nicht ohne Weiteres möglich   • einige große Unternehmen sind gesetzlich dazu verpflichtet über Ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten zu berichten   Herausforderungen: • Schwierige Messbarkeit von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen • Langfristigkeit der Lösung von Zielkonflikten • Ergänzung betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge um ökologische Dimensionen und gesellschaftliche Wirkungen • Zurechenbarkeit von Umwelt- und Sozialwirkungen auf Produkte? • Sonderstellung Controlling und nur punktuelle Integration in Kerngeschäft
  • 6. In wie fern unterscheidet sich Nachhaltigkeitscontrolling von traditionellem Controlling? Klassisches Controlling: • Datenübernahme aus Buchhaltung • Kostenstellen, -träger • Nicht-monetäre, aber betriebswirtschaftliche Größen z.B. Verkaufs-/ Produktionsmengen, Durchlaufzeiten etc. ebenfalls möglich Grundlagen Controlling: -        Operative Analyse Kostenentwicklung -        Strategische ausgerichtete Betrachtung Konkurrenz und Markt Nachhaltigkeitscontrolling: • Wie im klassischen Bereich, Ergänzung durch • ökologische und soziale bzw. gesellschaftliche Daten – bisher nicht erhoben • Quantifizierung und Erfassung möglich • Wichtig: Aufbereitung für Verwendung als steuerungsrelevante Informationen Grundlagen Controlling: -        Operative Analyse Kostenentwicklung -        Strategische ausgerichtete Betrachtung Konkurrenz und Markt   -> Datenerfassung problematisch: Datenerfassung über eigenen Einflussbereich hinaus • Erfassung Umwelt- und Sozialdaten von direkten und indirekten Lieferanten? • Regeln zur Vereinfachung Erhebungsprozess und – aufwand • Beachtung Steuerungsrelevanz bzgl. Menge und Art der Daten • Zeitlicher Abstand bei mittelfristig beeinflussbaren Größen • Externe Partnerschaften erleichtern übergreifende Datenerhebung • Tendenzen, ungefähre Daten anstelle von Exakt-Daten Nachhaltigkeits-Controlling als konsequente Weiterentwicklung des Controllings • Komplexität der Nachhaltigkeit erfordert Steuerung (Controlling) • Methoden- und Systemkompetenz bei Controlling • Keine Trennung von Nachhaltigkeitssteuerung und Regelsteuerung • Nachhaltiges Management und nachhaltiges Controlling als Einheit • Steuerung von Nachhaltigkeit im Sinne planvollen Vorgehens erforderlich • Probleme/Besonderheiten: • Schwierige Messbarkeit von Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen • Langfristigkeit der Lösung von Zielkonflikten • Ergänzung betriebswirtschaftlicher Zusammenhänge um ökologische Dimensionen und gesellschaftliche Wirkungen • Zurechenbarkeit von Umwelt- und Sozialwirkungen auf Produkte ? • Sonderstellung Controlling und nur punktuelle Integration in Kerngeschäft • Umfang der Betrachtung der Wertschöpfungskette entscheidend für belastbares Nachhaltigkeitscontrolling • Eigener Entscheidungsraum/-rahmen nicht ausreichend • Beeinflussbarkeit von Lieferanten und Kunden in Abhängigkeit der Unternehmensgröße -> Controlling mit unternehmensübergreifendem Betrachtungshorizont erforderlich
  • 8. Erläutern Sie die Unterschiede zwischen traditionellem und Nachhaltigkeitscontrolling anhand eines Beispiels. Abgrenzung Controlling - Nachhaltigkeitscontrolling • Beispiel: gewinnorientiertes Unternehmen • Ziel: Maximierung monetärer Erfolg -> Beschaffung: Definierte Qualität zum niedrigsten Preis, Lieferant = abhängig und austauschbar -> Logistik: Kompromiss Schnelligkeit, Preis, Sicherheit -> Produktion: Verfahren mit geringen Kosten v.a. Gemeinkosten -> Verkauf: Absatz geplanter Mengen zum geplanten Preis -> Ziel: FuE: kostengünstigere Produktvarianten Grundlagen Controlling: • operative Analyse Kostenentwicklung • strategisch ausgerichtete Betrachtung Konkurrenz und Markt Praxisbsp.: Büroarbeitsplatz besteht aus Stuhl, PC, Telefon, Schreibtisch Die Kosten dafür werden im Controlling erfasst und entsprechend verbucht. Krankheitstage werden an Personalabteilung weitergegeben.   • Beispiel: nachhaltigkeitsorientiertes Unternehmen • Ziel: Steigerung langfristiger Wertzuwachs -> Beschaffung: Definierte Qualität zum akzeptablen Preis, Lieferant = Partner -> Logistik: Kompromiss Schnelligkeit, Preis, Sicherheit und Umwelt-/ Sozialverträglichkeit -> Produktion: Verfahren mit geringen Kosten v.a. Gemeinkosten und bestimmten Anforderungen an Umwelt- und Sozialverträglichkeit -> Verkauf: Transparenz Kundennutzen, Kunde = langfristiger Partner -> Ziel: FuE: neue Produktvarianten mit besseren Kundennutzen Grundlagen Controlling: • operative Analyse Kostenentwicklung • strategisch ausgerichtete Betrachtung Konkurrenz und Markt • Betrachtung langfristiger Auswirkungen operativer Handlungen Praxisbsp. Qualität der Arbeitsplätze: Wie oben, nur werden Krankheitstage erfasst die aufgrund des PC-Arbeitsplatzes entstanden sind: z.B. Bandscheibenvorfall, Rückenschmerzen Es werden PC-Arbeitsplätze mit verstellbarer Höhe gekauft und Mitarbeiter bezüglich Sitzhaltung geschult, Danach wird geschaut ob Maßnahme geholfen hat. In der Regel werden die erhöhten Kosten dafür schnell wieder reingeholt, weil Mitarbeiter weniger krank sind und besser arbeiten können → Nachhaltigkeitsmaßnahme im Bereich Soziales
  • 12. Welche CSR-Standards als Rahmenvorgaben für das Nachhaltigkeitscontrolling kennen Sie? 1.     Global Reporting Initiative 2.     Deutscher Nachhaltigkeitskodex 3.     UN Global Compact 4.     OECD Leitsätze für multinationale Unternehmen 5.     EMAS und ISO 14001 6.     SA8000 7.     ISO26000 8.     ISO 14031 9.     AA1000
  • 14. Erläutern Sie die wichtigsten Elemente/Inhalte der wesentlichen CSR-Standards. Global Reporting Initiative • Gemeinnützige Stiftung (1997 durch UNEP und CERES gegründet) • Ziel: Unterstützung von Unternehmen bei Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten durch Bereitstellung von Richtlinien (GRIGuidelines) • Sicherstellung von Mindest-Vergleichbarkeit zwischen Unternehmen in verschiedenen Branchen • „Berichtet wird über das, was gesteuert wird“ à Nachhaltigkeitsbericht als Ausgangspunkt für inhaltliche Ausgestaltung des Nachhaltigkeitsmanagements • GRI-Indikatorensystem in Bereichen Ökonomie, Ökologie und Soziales   Deutscher Nachhaltigkeitskodex • Leitfaden und Datenbank des Rates für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung • Kodex mit 20 Kriterien in 4 Kapiteln zur verbindlichen und transparenten Darstellung von Nachhaltigkeitsleistungen von Unternehmen • Zielgruppe: kleinere und mittelständische Unternehmen • evtl. Entsprechenserklärung bei Unternehmen mit Berichterstattung nach GRI   UN Global Compact • Pakt der UN (1999), geschlossen mit Unternehmen, Verbänden, wissenschaftlichen Einrichtungen und Städten • Ziel: Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards bei zunehmender Globalisierung • 10 Prinzipien in 4 Kategorien • Teilnahme durch schriftliche Willenserklärung an UN-Generalsekretär zur Einhaltung der Mindeststandards • Weltweit knapp 10.000 teilnehmende Unternehmen in 161 Ländern • Umsetzung als langfristiger Prozess mit kontinuierlicher Verbesserung • Definition/Verankerung messbarer Ziele in Unternehmensstrategie und operativem Management • Unterstützung von Unternehmen durch Leitfaden (Beschreibung Managementmodell) in Koop. mit Deloitte • Vgl. niedrige Minimalanforderungen als Kritikpunkt • Keine externe Überprüfung • Verbindliche Berichtspflicht seit 2011   OECD Leitsätze für multinationale Unternehmen • Standard für große, multinationale Unternehmen • Leitsätze seit 1976 für alle Unternehmen in 34 Mitgliedsländern als Empfehlungen (für verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln in einem globalen Kontext) • Keine Sanktionierung bei Nichteinhaltung   EMAS und ISO 14001 • Leitlinien für Umweltmanagementsysteme als Basis für Zertifizierung • EMAS (Eco-Management and Audit-Scheme) seit 1993 auf EU-Ebene • ISO 14001 als internationale Norm • EMAS umfasst ISO-Norm • Zertifizierung durch externe Stellen • Ziel: Verminderung der Umweltlasten durch Optimierung der Prozesse und Festlegung von Verantwortlichkeiten   SA8000 • Social Accountability International als Herausgeber • Management- und Zertifizierungssystem • Forderung der Einhaltung von Mindeststandards im sozialen Bereich • Basis Menschenrechtserklärung der UN und Empfehlungen der ILO • Externe Prüfung der Einhaltung der Standards möglich • Zertifizierung durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Zertifizierungsgesellschaften (TÜV DEKRA), Beratungsgesellschaften • Voraussetzung: zielgerichtetes Managementsystem (Einbindung Kriterien in Leitsätze, Verankerung im Top-Management, Bestimmung von Leistungen, Prozessen, Richtlinien und regelmäßige Überprüfung) • 8 Kriterien   ISO 26000 • Leitfaden für gesellschaftlich verantwortliches Verhalten als Handlungs- und Orientierungshilfe • Keine zertifizierbare Norm • 7 Grundsätze: Rechenschaftspflicht, Transparenz, Ethisches Verhalten, Achtung der Interessen von Anspruchsgruppen, Achtung der Rechtsstaatlichkeit, Achtung internationaler Verhaltensstandards, Achtung der Menschenrechte, • Empfehlungen zur Einbindung von Stakeholdern, Förderung der Menschenrechte mit vglw. konkreten Anforderungen   ISO 14031 • Methodik zur Bewertung von Umweltleistungen (Verknüpfung zu ISO 14001) • Seit 1999 als internes Steuerungsinstrument und für interne und externe Kommunikation • Planung der Bewertung der Umweltleistungen über Auswahl geeigneter Kennzahlen, Datenerfassung, -Analyse und Berichterstattung/ Kommunikation • Ableitung von Erkenntnissen zur weiteren Verbesserung Umweltleistungen • KVP (PDCA)   AA 1000 • Account Ability als internationaler Qualitätsstandard für Nachhaltigkeitsmanagement und – berichterstattung • Standards seit 1999 entwickelt vom Institute of Social and Ethical Accountability • Einbindung der Interessen der Stakeholder als Mittelpunkt • Stakeholder-Dialog und Wesentlichkeitsmatrix(-analyse) • Reine Prozessorientierung (Definition von Prozessen, Strukturen und Prinzipien) • Verpflichtende Prüfung des Umgangs mit Stakeholdern als zentraler Aspekt (Verantwortlichkeiten, Schnittstellen) à Stakeholder-Management • Prinzipien: Inclusivity, Materiality, Responsivness
  • 16. Welche Bedeutung kommt dem Stakeholder-Dialog im Rahmen des Nachhaltigkeitscontrollings zu? Was sind die Ziele des Stakeholder-Dialogs? Sehr große Bedeutung: Organisierte und strukturierte Gespräche zwischen Vertretern des Unternehmens und Vertretern von Anspruchsgruppen zum gegenseitigen Informationsaustausch, v.a. in Bezug auf für Anspruchsgruppen relevante Themen   -        Aktives Stakeholder-Dialog-Management -        Beobachtung und Information Stakeholder nicht ausreichend   è Einbeziehung in Diskussionen zur ökologischen und sozialen Dimension Stufenweise Durchführung in Abhängig der Ziele[PT1] /Anlässe: Information, Konsultation, Dialog, Partizipation  [PT1]Ziel: 1.     Erkennen was den Stakeholder wichtig ist und wie Unternehmen Einfluss darauf hat 2.     Information der Stakeholder über das Nachhaltigkeitsmanagement 3.     Test möglicher gesellschaftlicher Reaktionen ->Begrenzung von Risiken 4.     Erhöhung Glaubwürdigkeit des NM 5.     Vertrauensaufbau zwischen Stakeholder und Unternehmen 6.     Schaffung Akzeptanz und Offenheit 7.     Erfüllung Anforderungen verschiedener CSR-Standards 8.     Qualitätssicherung und Gewinnung von Anregungen für weitere Ausgestaltung des NM
  • 17. Erläutern Sie die wichtigsten Schritte bei der Durchführung des Stakeholderdialogs. Information: Informationen bereitstellen, Transparenz schaffen, jährlicher Konzern Nachhaltigkeitsbericht   Konsultation: zuhören lernen, Know-how transferieren, Konsultation von Stakeholdern in Arbeitsgruppen zu Nachhaltigkeitsthemen   Dialog: austauschen, Verständnis schaffen, Lösungsmöglichkeiten erarbeiten, konzernweiter Integritätsdialog   Partizipation: zusammenarbeiten, beteiligen, gemeinsame Projekte lancieren, Einholung von Stakeholder-Stimmen zur Bestimmung der Wesentlichkeit Nachhaltigkeitsthemen  
  • 19. Welche Nachhaltigkeitsstrategien kennen Sie und was sind deren wichtigste Inhalte? • Unterscheidung in 2 Kategorien im Rahmen der Strategieentwicklung • Zwingende Einhaltung der Regeln und Gesetze der Nachhaltigkeit • Optimierung/ Stärkung der Nachhaltigkeit: 3 Möglichkeiten/Wege à Effektivität (Konsistenz): Maßnahmen zur absoluten Erreichung des erwünschten Nachhaltigkeitszieles à Suffizienz: Anstreben maßvollen Umgangs mit ökologischen und sozialen Ressourcen à Effizienz: Vorgegebenes Ziel mit geringstmöglichen sozialen und ökologischen Auswirkungen erreichen Compliance Strategie • Inhalt: regelkonforme Unternehmensführung (Gesetze, Verordnungen, interne Vorschriften) • Ziel: Wahrung Legalität (Vermeidung Haftungsrisiken), Wahrung Legitimität (Sicherung Akzeptanz und Reputation) • Organisation: oft eigenständige Abteilung in größeren Unternehmen (Compliance-Manager), Querschnittsfunktion • Wichtig: fachliche, organisatorische und disziplinarische Unabhängigkeit   Konsistenz (Effektivitäts-) strategie • Inhalt: Erfüllung bestehender Bedürfnisse mit weniger bzw. regenerativen Ressourcen oder ohne Ressourcenverlust • Ziel: Absolute Verbesserung ökologischer, sozialer und ökonomischer Zielgrößen (nicht nur Verringerung negativer Auswirkungen), Sicherung dauerhafter Zustand ohne Einschränkung in Produktion und Konsum und ohne notwendige Effizienz   Suffizienzstrategie • Ziel: Verringerung Konsum, Produktion bzw. Ressourcenbedarf und negative Effekte auf ökologische und soziale Umwelt • Umsetzung: Deutlicher Eingriff in wachstumsorientierte Unternehmenspolitik, Bereicherung durch Umstellung von Lebens-/Arbeitsweisen möglich, Shareconomy als neues Geschäftsfeld/neue Ausrichtung   Effizienzstrategie • Am weitesten verbreitete Strategie • Ziel: Möglichst wirtschaftliche Durchführung des Umwelt- und Sozialmanagements • Umsetzung: Effizienzsteigerung bei Ressourceneinsatz (Optimierung bei bestehenden Produkten und Prozessen), nur teilweise Entkopplung Ressourcenverbrauch und Wachstum, Reboundeffekte
  • 29. Was verstehen Sie allgemein unter einem Nachhaltigkeitsindikator? • Grundlage für Messung und Quantifizierung • Eignung bei zuverlässiger Darstellung der Änderung eigentlicher Zielgröße à Erfolgsgrößen mit „Impact“ auf Nachhaltigkeitsleistung des Unternehmens • Vorteile der Nutzung von Indikatoren: • Zeitlicher Vorteil (Änderung Kennzahl vor Änderung Zielgröße) • Transparenz (Zielgröße oft schwer messbar)
  • 30. Welche Arten von Indikatoren lassen sich grundsätzlich unterscheiden? Nach welchem Kriterium werden Indikatoren differenziert? Es gibt Indikatoren im Ökonomischen (Gezahlte Div. Gezahlte Steuern, Wertsteigerung, Gewinn/Renditeentwicklung) Ökologischen (Energieverbrauch abs./rel., Abfallmenge, Abwassermenge, Wasserverbrauch) und im sozialen Bereich (Beschäftigungsentwicklung, Arbeits- und Sozialstandards bei Zulieferern, Ausgaben für soziale Engagements, Mitarbeiterbeschwerden)   Differenzierung nach Art der Bewertung Qualitativ: Quantitativ -        Naturwissenschaftlich (Physische Größe von „Mengen“) -        Monetär (Umrechnung, Verrechnung über monetäre Werte)   Differenzierung nach Planungsebene -        Strategische Ebene -        Operative Ebene   Differenzierung nach Stellung in Wertschöpfungskette   Inputkennzahlen: -        Ansatz im Input -        Messung wichtiger Ressourcen -        Oft leichtere Erfassbarkeit als Leistungstreiber   Leistungstreiber: -        Ansatz im Produktions-/Leistungserstellungsprozess -        Messung von Größen mit maßgeblichem Einfluss auf Zielgröße -        Enger Wirkungszusammenhang zu Nachhaltigkeitszielen       Ergebniskennzahlen: -        Ansatz am Output                                                     -        Messung konkreter Zielgrößen
  • Vor- und Nachteile der Monetarisierung Vorteile: ·       Zeitlicher Vorteil (Änderung Kennzahl vor Änderung Zielgröße) ·       Transparenz (Zielgröße oft schwer messbar) ·       Konsequentes Hinterfragen der Auswirkungen ·       Datengenauigkeit/-verbindlichkeit erforderlich ·       Bessere Vergleichbarkeit der Konsequenzen verschiedener Maßnahmen ·       Verknüpfung mit betrieblichem Rechnungswesen, Nutzung vorhandener Tools ·       Einfachere Integration in bestehendes Controlling ·       Stärkere Wahrnehmung und Akzeptanz im Management   Nachteile: ·       Methodische Schwierigkeiten ·       Scheingenauigkeit ·       Glaubwürdigkeit bei beliebigen Werten ·       Widerspruch gegen „starke Nachhaltigkeit“
  • 31. Nennen Sie Vor- und Nachteile bei der Verwendung von Nachhaltigkeitsindikatoren. Vorteile: ·       Zeitlicher Vorteil (Änderung Kennzahl vor Änderung Zielgröße) ·       Transparenz (Zielgröße oft schwer messbar) ·       Konsequentes Hinterfragen der Auswirkungen ·       Datengenauigkeit/-verbindlichkeit erforderlich ·       Bessere Vergleichbarkeit der Konsequenzen verschiedener Maßnahmen ·       Verknüpfung mit betrieblichem Rechnungswesen, Nutzung vorhandener Tools ·       Einfachere Integration in bestehendes Controlling ·       Stärkere Wahrnehmung und Akzeptanz im Management   Nachteile: ·       Methodische Schwierigkeiten ·       Scheingenauigkeit ·       Glaubwürdigkeit bei beliebigen Werten ·       Widerspruch gegen „starke Nachhaltigkeit“
  • 34. Erläutern Sie die wichtigsten Ansätze (Möglichkeiten) zur Umsetzung eines Umweltrechnungswesens auf Unternehmensebene. (Vorgehensweise/Inhalt und Vor-und Nachteile) Traditionelle Umweltkostenrechnung: Vollkostenbasis und Teilkostenbasis Vollkostenbasis: Ziel: -          Steuerung und Kontrolle der Kosten von Umweltkostenstellen -          Erfassung der Umweltkosten von Kostenträgern -          Erfassung aller Produkte vor dem Hintergrund des gesamten Unternehmens Vorteile: -          Transparenz über alle Arten verursachter und erfasster Schäden -          Identifikation verursachender Organisationseinheiten -          Identifikation Schäden verursachender Produkte -          Kenntnis der insgesamt für Produkt entstandenen Schäden Nachteile: -          Schwierigkeiten bei Erkennung, strukturierten Erfassung und Quantifizierung Umweltkosten -          Aufwändig und damit kostspielig -          Schwierigkeiten bei Abgrenzung Umweltkosten   Teilkostenbasis: -          Differenzierung in Einzel-Gemein- bzw. fixe – variable Kosten -          Differenzierung nach Lenkungswirkung von Kosten -          Umweltgemeinkosten als fester Block ohne Berücksichtigung -          Mehrstufige DB-Rechnung als Basis Vorteile: -          Transparenz -          Erfassung der Umweltkosten Nachteil: -          Abgrenzung und Zuordnung -          Umwelt = nur Kostenfaktor?   Prozessorientierte Umweltkostenrechnung: Materialflusskostenrechnung: -          Managementinstrument um Material- und Energieverbräuche besser nachvollziehen zu können -          Traditionell: Zuordnung Einzelkosten zu Produkten -          Erfassung sämtlicher Prozesse von Input zu verschiedenen Formen Output -          Bestimmung Input und Output je Mengenstelle in physischen und monetären Einheiten -          Einrichtung Mengenstelle für jeden Prozess   Vorteile: -          Übersichtliche Darstellung -          Transparenz über Energie- und Materialverbräuche Nachteile: -          Abfälle = „negatives Produkt“ (keine pauschale Zuordnung zu Endprodukt) -          Keine genaue Kenntnis über Einsatzzweck und über Verbleib von Material und Energie Flusskostenrechnung: -          Erfassung betrieblicher Stoff- und Energieströme -          Verursachungsgerechte Zuordnung mit Stoffströmen verbundener Kosten -          Bestimmung von Kostentreiber -          Horizontale Addition sämtlicher Kosten -          Interne Flusskosten: Kosten für Inputfaktoren -          Outputkosten: Verkauf Produkte und Entsorgung Abfälle Vorteile: -          Aufzeigen verbesserter Umweltschutz -          Erhöhung Kostentransparenz -          Flussorientierte Gesamtoptimierung -          Abbildung Kosten unterlassenen Umweltschutzes Nachteile: -          Hoher Erfassungsaufwand -          Zurechnung interner Fließkosten schwierig   Energie- und Materialstromanalyse: -          Analyse und Bewertung physikalischer Energie- und Materialströme -          Ökologische Wirkungen durch Material- und Energieeinsatz -          Schaffung Transparenz über Art, Umfang und Ort des Einsatzes -          Effizienzsteigerung als wichtigstes Ziel -          Transparente Darstellung Energie- und Materialströme über Sankey-Diagramme Vorteile: -          Transparente Darstellung -          Effizienzsteigerung Nachteile: -          Aufwändig und dadurch teuer   Einbezug externer Kosten: Stoff- und Energiebilanzen: -          Enge Sichtweise: stoffliche/energetische Bilanzierung technologischer Prozesse -          Weite Sichtweise: Bilanzierung Prozesse und Einbeziehung Produktqualität -          Analyse stofflich-energetischer Struktur -          Definition der Bilanzräume -          Erstellung Teilbilanzen -          Zusammenfassung Teilbilanzen zu Gesamtverfahrensbilanz Vorteile: -          Schaffung Transparenz -          Umweltbezogene Datenerfassung -          Ableitung von Planungsaussagen für zielgerichtete umweltpolitische Maßnahmen Nachteile: -          Nicht für Dienstleistungsbetriebe geeignet -          Umfangreiche Datenerfassung   Ökoeffizienzanalyse: -          Ziel: Verringerung Umweltauswirkungen eines Produktes/Dienstleistung über gesamten Lebenszyklus -          Ökoeffizienz: Kennzahl: wirtschaftlicher Wert im Verhältnis zur Umweltbelastung Vorteile: -          Als operatives Instrument für effizienzorientierte Entscheidungen einsetzbar   Nachteile: -          Relativer Vergleich -          Beurteilung erst durch Vergleich -          Bewertung Effizienz, nicht aber Effektivität Ökologischer Fußabdruck: -          Umrechnung verschiedener Inhalt von Umweltbelastung in Flächenbedarf zur Bereitstellung notwendiger Ressourcen und Aufnahme anfallender Emissionen Vorteile: -          Flächeneinheiten statt Geldeinheiten -          Gibt Gespür für Anspruch von Fläche Nachteile: -          Selten in Unternehmen im Einsatz (hemmt Verbesserungsentwicklungen) -          Noch verbesserungswürdige Berechnung   Carbon Footprint: -          Ermittlung THG-Emissionen von Produkten/Dienstleistungen über gesamte Lebensdauer -          Methodisch vergleichbar mit Ökobilanz Vorteile: -          Messung schafft Transparenz -          Messung THG für Produkt/Dienstleistung Nachteile: -          Keine allumfassende Bewertung und Basis für Entscheidung zur Optimierung   MIPS (Materialinput pro Serviceeinheit) -          Messung des Ressourcenbedarfs für Produkt/Dienstleistung -          Materialverbrauch für Herstellung, Nutzung und Entsorgung -          Ressourcen in Relation gesetzt zum Produktnutzen = Serviceeinheit Vorteile: -          Einbeziehung Rebound-Effekte Nachteile: -          Aufwändig und damit teures Verfahren Öko-Kennzahlen -          Punktuelle Messung ökologischer Leistungen -          Ergänzung zu Methode Umweltkostenrechnung Vorteil: -          Transparenz Nachteil: -          Kennzahl sehr einfach „manipulierbar“
  • Ökoeffizienzanalyse & ökolog. Fußabdruck erläutern Ökoeffizienzanalyse: -          Ziel: Verringerung Umweltauswirkungen eines Produktes/Dienstleistung über gesamten Lebenszyklus -          Ökoeffizienz: Kennzahl: wirtschaftlicher Wert im Verhältnis zur Umweltbelastung Vorteile: -          Als operatives Instrument für effizienzorientierte Entscheidungen einsetzbar   Nachteile: -          Relativer Vergleich -          Beurteilung erst durch Vergleich -          Bewertung Effizienz, nicht aber Effektivität Ökologischer Fußabdruck: -          Umrechnung verschiedener Inhalt von Umweltbelastung in Flächenbedarf zur Bereitstellung notwendiger Ressourcen und Aufnahme anfallender Emissionen Vorteile: -          Flächeneinheiten statt Geldeinheiten -          Gibt Gespür für Anspruch von Fläche Nachteile: -          Selten in Unternehmen im Einsatz (hemmt Verbesserungsentwicklungen) -          Noch verbesserungswürdige Berechnung
  • 36. Welche Ziele verfolgt das Social Accounting im Rahmen des Nachhaltigkeitscontrollings? • Identifikation negativer und positiver Auswirkungen und deren Ursachen unternehmerischen Handelns auf Stakeholder und Gesellschaft • Normative Bewertung sozialer Auswirkungen è  Stakeholderdialog als Voraussetzung • Schaffung von Transparenz, Ermöglichung Auswahl von Maßnahmen und Erfolgskontrolle 1.     Gegenüberstellung sozialer Kosten und sozialer Nutzen/Erträge unternehmerischer Tätigkeit in Sozialbilanz 2.     Keine eindeutige Struktur und Beschreibung der Inhalte 3.     Messbarmachung gesellschaftlicher Verantwortung des Unternehmens 4.     Quantifizierung schwierig bzw. nur vglw. Subjektiv möglich 5.     Stakeholderdialog deutlich relevanter als bei ökologischer Dimension 6.     Soziale Auswirkungen und Wertung abhängig von Anspruchsgruppe 7.     Auch ökologische Leistungen mit sozialer Dimension -> CSR  
  • 37. Erläutern Sie den Aufbau einer Sozialbilanz (Wertschöpfungskettenorientiert). Besteht aus: 1.     Sozialbericht: Verbale Beschreibung gesellschaftsbezogener Ziele und Maßnahmen 2.     Wertschöpfungsrechnung: Ermittlung des Gewinns für Kapitalgeber und für übrige Stakeholder geschaffener Finanzmittel è machen die wenigsten U.: welchen monetären Wert hat das U. geschaffen und wie ist der Wert auf die einzelnen Stakeholder aufgeteilt 3.     Sozialrechnung: Ermittlung der für Gesellschaft erbrachten Leistungen und der von der Gesellschaft erhaltenen Leistungen = Soziale Wirkungsanalyse: Was hat das U. für die Gesell. erbracht und umgekehrt??! - Leistung U.: Steuern, Arbeitsstellen, Vereinsunterstützung, Strukturentwicklung Region (pos&neg) 4.     Selten in Unternehmen (evtl. genossenschaftlich organisierte Banken) häufiger in Unternehmen/Org. die Non-Profit arbeiten  
  • 41. Erläutern Sie die Unterschiede zwischen traditionellen Kennzahlensystemen und Performance Measurementsystemen. Traditionelle Kennzahlensysteme 1.     Monetäre Ausrichtung 2.     Begrenzt flexibel, ein System deckt interne und externe Informationssinteressen ab 3.     Einsatz primär zur Überprüfung des Erreichungsgrades finanzieller Ziele 4.     Kostenreduzierung 5.     Vertikale Berichtsstruktur  6.     Fragmentiert 7.     Kosten, Qualität und Ergebnisse werden isoliert bewertet 8.     Unzureichende Abweichungsanalyse 9.     Individuelle Leistungsanreize 10.  Individuelles Lernen Performance Measurement 1.     Kundenausrichtung (zukunftsorientiert) 2.     Aus den operativen Steuerungserfordernissen abgeleitete hohe Flexibilität 3.     Überprüfung des Strategieumsetzungsgrades; Impulsgeber zur weiteren Prozessverbesserung 4.     Leistungsverbesserung 5.     Horizontale Berichtsstruktur 6.     Integriert 7.     Kosten, Qualität, und Zeit werden simultan bewertet 8.     Abweichungen wird direkt zugeordnet 9.     Team-/Gruppenbezogene Leistungsreize  10.   Lernen der gesamten Organisation
  • 42. Erläutern Sie Instrumente des Nachhaltigkeitscontrollings (Vorgehen, Zielsetzung, Vor- und Nachteile) Sustainability Balanced Scorecard -        Ansatz zur Leistungsmessung von Unternehmen -        Bewertung der Leistung aus Stakeholder-Perspektive -        Wichtig für langfristige Wettbewerbsvorteile o   Effiziente Nutzung Anlagekapital o   Weiche Faktoren   Zielsetzung: -        Integration tripple-Bottom-Ansatz -        Steigerung des Unternehmerischen Beitrages zur Nachhaltigkeit -        Einführung neuer Perspektiven für Ökologie und sozio-ökonomische Aspekte Vorteile: -        Integration neuer Perspektiven für z. B. Ökologie -        Verbesserung Image und Akzeptanz in Gesellschaft Nachteile: -        Als alleiniges Instrument nicht ausreichend -        Sehr eindimensional orientiert Nachhaltigkeitsbezogene Produktlinienanalyse (NPLA) Erfassung und Bewertung ökologischer, sozialer und ökonomischer Auswirkungen von Produkten über gesamten Lebensweg Kernstück NPLA: Produktfolgenmatrix: Numerische und deskriptive Bewertung Ziel: -        Schwachstellenidentifikation -> Verbesserungspotentiale aufzeigen -        Produktvergleich und Auswahl gesellschaftlicher und ökologisch verträglichste Variante Vorteile: -        Umfassende Folgenabschätzung einzel- und gesamtwirtschaftlichen Handelns -        Berücksichtigung ökologischer und sozialer Aspekte Nachteile: -        Problem der Aggregation und Bewertung -        Dilemma Mehrdimensionalität -        Vernachlässigung Wechselwirkung zwischen Dimensionen EFQM Sustainability Excellence -        Modell für ganzheitliche Sicht auf Unternehmen -        3 Säulen, 9 Kriterien -        KVP als Grundlage -        Entwicklung durch EFQM Ziel: -        Ermittlung von Stärken und Verbesserungspotentialen auf Basis von Selbstbewertung Vorteile: -        Nutzen für Kunden schaffen -        Fördert Kreativität und Innovationen Nachteile: -        Unübersichtlich -        Sehr aufwändig Input – Output – Outcome – impact Planung, Messung und Kontrolle gesellschaftlich orientierter Maßnahmen Input: alle finanziellen, personellen und materiellen Ressourcen Output: Zählbare Leistungen Outcome: Wirkungen für Zielgruppe/Unternehmen Impact: Wirkung über eigentliche Zielgruppe hinaus Ziel: -        Steuerung des gesellschaftlichen Engagements eines Unternehmens Vorteile: -        Berichterstattung mit o   Offenlegung von Grad der Zielerreichung o   Effizienz der Mittelverwendung -        Hohe Transparenz Nachteil: -        Schwierige Messbarkeit -        Schwierige Bewertung   ZNU Standard „Nachhaltiger Wirtschaften Food“ Ziele • Initiierung Lernprozesse hin zu mehr Nachhaltigkeit • Förderung Entwicklung nachhaltigerer Prozesse und Produkte Anforderungen • in bestehende Managementsysteme integrierbar • mit Hilfe eines separaten „Nachhaltigkeitssystems“ organisierbar • Berücksichtigung Nachhaltigkeitsanforderungen verschiedenster Initiativen/Standards (u.a. DNK, ISO 26000, ISO 14001/EMAS, GRI, UN Global Compact, FAO/SAFA, ISEAL) • Ableitung Handlungsfelder zu zentralen Nachhaltigkeitsthemen für Wirtschaft, Umwelt und Soziales sowie zur nachhaltigen Unternehmensführung • Bewertung geplanten Entwicklungsmöglichkeiten für jedes Handlungsfeld Vorgehensweise: 3 Phasen Phase 1: Beschreibung aktuelles CSR-Verständnis Phase 2: • Erschließung Nachhaltigkeit systematisch und abteilungsübergreifend für alle Bereiche des Managements (dauerhafte Vorteile gegenüber Mitbewerbern generieren) • Entscheidend: Nachhaltigkeitsverständnis, Lern- und Anpassungsbereitschaft der Beteiligten Phase 3: • Wechsel von Innen- zu Außenperspektive • Unternehmen primär als gesellschaftlicher Akteur mit Verantwortung für Mitgestaltung nachhaltiger Rahmenbedingungen • Aktiv offener Dialog mit internen und externen Anspruchsgruppen • Experimentieren im Rahmen themenbezogener Kooperationen, z. B. entlang der Wertschöpfungskette zur Entwicklung innovativer Produkte oder zur Erarbeitung von Standards oder Leitlinien. Vorteile: -        Konkret für Food gedacht (wurde in Revision geöffnet für andere Branchen & international) -        Andere Standards können angerechnet werden à kürzeres Audit Nachteile -        Relativ unbekannt à Nutzen für U. relativ auf internes Learning begrenzt
  • 43. Erläutern Sie die wichtigsten Anforderungen an die Berichterstattung im Hinblick auf den Informationsnutzen im Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung. • Empfängerorientierung (Rechtsrahmen beachten) • Wirtschaftlichkeit („keine „Zahlenfriedhöfe“) • Verständlichkeit, Übersichtlichkeit (klare Gliederung, kurze Präsentation) • Verlässlichkeit (schnelle Berichterstattung, wahrheitsgetreue Wiedergabe) • Aktualität • Interpretation (Verwendung von Kennzahlen, Prognosen) • Reaktionsorientierung (Anstoß von Gegensteuerungsmaßnahmen) • Präsentation (Format mit schlüssiger Struktur, Grafiken, überschaubare Tabellen)  
  • 46. Erläutern Sie die Vorgehensweise und Zielsetzung bei der Entwicklung des Integrated Reporting. Vorgehensweise: 1.     Basis: IIRC (International Integrated Reporting Council) 2.     Neue Qualität der Unternehmensberichtserstattung 3.     30 qualitativ hochwertige Seiten mit Informationen über Ökologie, Soziales, Ökonomie sowie wesentliche Chancen und Risiken 4.     Dadurch bessere verständlicherer Information für Stakeholder (wirtschaftlicher Erfolg, Ökologischer Fußabdruck, Sozialbilanz, ESG-Zielen, Maßnahmen zur Umsetzung) 5.     Verknüpfung finanzieller und nicht finanzieller Leistungen 6.     Integrierter Bericht soll kurz und umfangreich sein 7.     Integrated Report zur Sicherung „license to operate“ 8.     Integrierte Unternehmensführung als Ziel   Ziel: -        Integration von o   Inhalten o   Vernetzte Beziehungen ökonomischer, ökologischer und sozialer Faktoren o   Steuerung und Erfolgsmessung innerhalb des vernetzten Systems -        Vermeidung von Silodenken -        Integrierte Nachhaltigkeitsziele -        Frage der Gewichtung von Teilzielen
  • 47. Welche Chancen und Risiken ergeben sich aus einer Nachhaltigkeitsberichterstattung? Bewerten Sie vor diesem Hintergrund die Sinnhaftigkeit des Nachhaltigkeitsreportings. Begründen Sie Ihre Bewertung. Chancen: • Kostensenkung • Risikominderung durch Imageverbesserung • Wettbewerbsvorteile durch Differenzierung • Abbau von Informationsasymmetrien gegenüber Stakeholdern Risiken: • Zusätzliche Kosten durch Dienstleistungen, zusätzliches Personal etc. • Zu offene Informationspolitik gegenüber Öffentlichkeit (Betriebsgeheimnisse... à Konkurrenz vs. Weiterbringung NHK.)   Nachhaltigkeitsberichterstattung ist in meinen Augen sehr wichtig. Dadurch können die Anstrengungen, die ein Unternehmen im Bezug zur Nachhaltigkeit macht, nach außen getragen werden. Dadurch wird das Image verbessert. Meiner Meinung nach wird Nachhaltigkeit immer wichtiger werden. Deshalb ist es besonders sinnvoll schon heute damit zu beginnen um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein. Durch regelmäßiges Reporting können auch Synergieeffekte genutzt werden
  • 53. Welche Berichtsarten kennen Sie? Erläutern Sie kurz die wesentlichen Inhalte und geben Sie je ein Beispiel dafür. Standardberichte: z. B. Tagesberichte zu Absatzzahlen: -           Inhalt, Form und Erscheinungstermin sind standardisiert -           z. B. Quartalsbericht/Monatsberichte von Daimler Abweichungsberichte z.B. Soll-Ist-Vergleich zur Zielerreichung -           nicht nach festen Zyklen -           meistens automatisierte Erstellung -           z. B. wenn bestimmte Grenzwerte überschritten sind (Autoindustrie) Bedarfsberichte z.B. Sonderberichte zu einer Umwelttagung -           wenn Informationsbedarf des Managements über den Informationsgehalt von  Standardberichten hinausgeht -           hängen von Analyse- und Informationsbedarf des Empfängers ab -           erfolgt, wenn vorliegende Informationen nicht ausreichen -           besondere Form sind Adhoc Berichte z. B. Bericht über Pariser Abkommen Dezember 2015