NIÖ (Fach) / Grundlagen NIÖ (Lektion)

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Grundlagen NIÖ

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  • Alte Institutionen Friedensabkommen Wirtschaftssystem Geldwesen Brieftaubendienst Institutionen als Regelsysteme
  • Institutionenbegriff nach North Institutionen als Spielregeln einer Gesellschaft Formale Regeln: politische, juristische und ökonomische Regeln, erhalten Bindungskraft durch externe Sanktionen Informelle Regeln: ungeschriebene Verhaltensregeln, ohne formelle Sanktionen (Bsp. Siezen) Institutionelle Konsistenz: Formale Institutionen funktionsfähig, wenn sie in informelle Institutionen eingebettet sind Instabilität, wenn Anreize aus informellen und formalen Institutionen widersprüchlich sind Informelle Insitutionen verändert sich im Laufe der Zeit, formale Institutionen müssen angepasst werden (Bsp. Einführung Frauenwahlrecht, Organspendeausweis, Homoehe)
  • Institutionenbegriff nach Homann & Suchanek Institutionen als Werkzeuge für eine Gestaltung der Handlungsspielräume der Interaktionspartner Institutionen als standardisierte Lösungen von Informations- und Anreizproblemen
  • Institutionenbegriff nach Dietl Institutionen als sozial sanktionierbare Erwartungen, die sich auf die Handlungs- oder Verhaltensweisen von Individuen beziehen
  • Institutionenbegriff nach Erlei, Leschke & Sauerland Institutionen als Verträge oder Regeln inklusive ihrer Durchsetzungsmechanismen, durch die das Verhalten von Individuen bestimmt wird
  • Durchsetzungsmechanismen Sich selbst erhaltende Regelsysteme: Nachteile für alle durch individuelle Nichtbeachtung -> Befolgung im individuellen Interesse (z.B: Grundlegende StVO) Überwachungsbedürftige Regelsysteme: individuelle Vorteile durch Nichtbefolgung -> Zusammenarbeit nicht bzw. kaum möglich, keine Realisierung gemeinsamer Ziele
  • Institution vs Organisation Organisation: Gruppe von Personen mit gemeinsamen Ziel. Handlungssysteme mit Verhaltensregeln. Organisationen = Personen + Institutionen Bsp. Ehe=Institutionen + Familie=Organisation
  • Institutionenbegriff nach Göbel Institutionen lenken individuelles Verhalten und setzen Anreize Alltägliche Handlungen werden gemäß einer Leitidee geordnet Unsicherheit wird gemindert
  • Arbeitsteilige Wirtschaft / Dilemmasituation Interessen der Akteure stehen sich oftmals gegenüber -> individuelle Nutzenmaximierung Erwartungen über Verhalten des anderen beeinflussen eigenes Verhalten Lösung: Einschränkung der Handlungsalternativen Sanktionsmechanismen führen zur Verhaltensbindung Anreizstruktur: Regelbefolgung muss sich lohnen bzw. Verletzung darf sich nicht lohnen
  • Ziel der NIÖ Findung eines Regeldesigns, um optimale Mischung von Kooperation und Wettbewerb (coopetition) bei Gestaltung der Beziehung zwischen Geschäftspartnern zu ermitteln
  • Akteure der NIÖ sind unvollkommen informiert handeln begrenzt rational besitzen keine eindeutigen und stabilen Präferenzen asymmetrische Informationsverteilung eigennütziges Verhalten -> handeln nach dem Kosten-Nutzen-Kalkül
  • Beispiele von Institutionen Politische Institutionen: Bundesrat, Bundestag, Behörden, Parteien Rechtliche Institutionen: Gerichte, Polizei, Zoll Wirtschaftliche Insitutionen: EZB, Rating Agenturen, IHK Kulutrelle/Informelle Institutionen: Werte, Sitten, Moral
  • Gefangenendilemma Transfer auf Kooperationen in der Wirtschaft: Zurückhaltung von Informationen + Versuch von Informationen des Partners zu profitieren -> Zusammenbruch der vorteilhaften Kooperation Nash-Gleichgewicht: Akteure verhalten sich aus ihrer Sicht rational und egoistisch. Akteur kann sich durch alleiniges Abweichen von seiner Strategie (ohne, dass sich ein anderer Akteur ebenfalls anpasst) nicht verbessern Praxisbeispiele Nash-Gleichgewicht: Klimaschutzabkommen, EU-Abkommen Pareto-Effizientes Optimum: Allokation ist pareto-effizient, wenn keine Pareto-Verbesserung möglich ist. Gesamtwohlfahrt erhöht sich.