Intervention (Subject) / Sucht (Lesson)
There are 22 cards in this lesson
Vorlesung
This lesson was created by Ratte.
This lesson is not released for learning.
- Allgemeine Ansätze zur Behandlung von Abhängigen Psychologische Behandlung Psychologische Behandlung Verhaltenstherapeutische Strategien (!!) Systemische Therapie bei jugendlichen Drogenabhängigen (!!) Tiefenpsychologische Ansätze (?) Eklektische Ansätze (Gesprächsführung, körperorientierte Ansätze, etc)
- Sozialtherapeutische Behandlung Therapeutische Wohn- und Lebensgemeinschaft mit ehemaligen Abhängigen als „Personal“ Therapeutische Gemeinschaft mit professionellen Therapeuten (Fachklinik) Ambulante Selbsthilfegruppen (z.B. Blaukreuz, Guttempler)
- Medikamentöse Behandlung Unterstützung bei der Entgiftung (z.B. Beruhigung, Schmerzlinderung) Behandlung der Begleit- und Folgeerkrankungen Methadon-Substitution bei Drogenabhängigen (Behandlung mit legalen Ersatzstoffen illegaler Substanzen) Opiatantagonisten Alkoholsensibilisierende Medikamente (z.B. Disulfiram) Anti-Craving-Substanzen bei Alkoholabhängigen (z.B. Acamprosat)
- allgemeine Therapiegrundsätze Prävention des Erstkonsums Prävention der Progression nach Probierkonsum (Versuch, dass aus einmal Kiffen pro Woche nicht mehr wird) Harm reduction (Pillentesten, Substitution [Methadon]) (wenn schon eine Abhängigkeit vorliegt, Versuch unangenehme Begleitumstände zu reduzieren) Entzugsbehandlung/Entgiftung (Voraussetzung: Abstinenzwunsch) Motivationsbehandlung Abhängigkeitsbehandlung Rückfallbehandlung (Aufrechterhaltung einer Abstinenz)
- Ätiologiemodelle Vulnerabilitätsstressmodell (EDSP) neurobiologisches Modell (opponent Prozess-Theorie)
- sehr gut empirisch nachgewiesene Personenfaktoren beim Vulnerabilitäts-Stress-Modell (EDSP) Alter Geschlecht Temperament genetische und biologische Vulnerabilität
- sehr gut empirisch nachgewiesene Soziale Faktoren beim EDSP Erziehung
- für den Drogenhunger (Craving) sind andere Prozesse zuständig als für die Hauptwirkung des Erstkonsums: Welche? Positive Verstärkung (a-Wirkung): ErstkonsumNegative Verstärkung (b-Wirkung): Craving/ Vermeidung von Entzugssymptomen
- neurochemische Korrelate: Erstkonsum, Sensitiverung & Gegenregulation Erstkonsum: Vermehrte Sekretion von Glucocorticoiden, Aktivierung limbischer Corticotropin-Releasing Hormone (CRF) Sensitiverung: Verstärkte dopaminerge und opioiderge Neurotransmission Gegenregulation Vermidenrte dopaminerge, opioiderge und serotonerge Neurotransmission
- Zielbereiche: Prävention, Frühintervention, Suchttherapie 1, harm reduction Prävention: Verhindere den Erstgebrauch Frühintervention: Verhindere die Progression von einmal zu mehrmals, zu regelmäßig Suchttherapie 1: Unterstütze den Ausstieg vom Gebrauch bei Abhängigen harm reduction: Reduziere die negativen Auswirkungen abhängigen Substanzkonsums
- 1. Überlebenssicherung/ Schadensminderung „harm reduction“ Behandlung von Folgeschäden und Begleiterkrankungen Gelegenheit zur Reflexion der eigenen Situation Aufklärung über „safer use“
- 2. Stabilisierung primäres Ziel: einen chronischen Kranheitsprozess an jeder Stelle zu verhindern Klärung der aktuell bestehenden sozialen, juristischen und ökonomischen Probleme Motivation zur Aufnahme weiterführender therapeutischer Maßnahmen
- 3. Abstinenzorientierung Substitution (Beigebracuhs-) Entzugsbehandlung
- 4. Abstinenz Rückfallprävention Rehabilitation
- Einrichtungen und Phasen für die abstinenzorientierte Behandlung von Abhängigen Therapievorbereitung Entgiftungsbehandlung (zahlen i.d.R. die Krankenkassen) Entwöhnungsbehandlung (zahlen i.d.R. die Rentenkassen) Nachsorgebehandlung
- Phasen der Verhaltensänderung (Prochaska & DiClemente, 1982) Absichtslosigkeit/ Vorbesinnung Absichtsbildung/ Besinnung Vorbereitung/ Handlungsbereitchaft Handlung Aufrechterhaltung → Rückfall ODER Ausstieg
-
- 5 Phasen der Verändeurngsbereitschaft bei Abhängigen Beginn der Behandlung Aufrechterhaltung der Behandlungsziele Rückfall Fehlendes Problembewusstsein Aufbau eines Problembewusstseins
- Die Grundvoraussetzung für eine Intervention ist eine ausreichende Motivation … Auszusteigen Veränderungen einzuleiten Mitzumachen (Compliance) Durchzuhalten
- Prinzipien motivtionaler Gesprächsführung (Millner & Rollnick, 1991) Empathie (reflective listening, Verzicht auf konfrontativen Stil) Auf Widersprüche aufmerksam machen Wortgefechte vermeiden Nachgiebig auf Widerstand reagieren (nicht brechen !) Selbstwirksamkeits-Erwartung fördern
- Vorgehen - Überblick Anamnese : Trinkhäufigkeit, Trinkmenge, alkoholbedingte Probleme im Betrieb oder Straßenverkehr, Versuche das Trinken zu reduzieren Klinische Untersuchung : auf Alkoholprobleme verdächtige Befunde Labor : bei Verdacht auf riskanten/schädlichen Konsum, der vom Patienten negiert wird Klärung der Veränderungsbereitschaft Motivierendes Interview
- Empfehlungen zur risikoarmen Trinkmenge Frauen <16 g/Tag Männer <24 g/Tag ein drink=8 g=0.2 l Bier=0.1 l Wein Buch: Frauen; max. 20g (5x po Woche) = ca. 0,5 l Bier oder 0,2 l Wein pro Tag Männer: max. 40g (5x pro Woche) = ca. 1 l Bier oder 0,4 l Wein pro Tag
- wissenschaftlich gut begründete und effektive Maßnahmen und Manuale gibt es bei... Nikotin-, Alkoholabhngigkeit einigen illegalen Drogen
