Intervention (Subject) / Kapitel 5 (Lesson)
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Klinisch-psychologische Basisinterventionen
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- Was versteht man unter dem (psychotherapeutischen oder Beratungs-)Prozess? Handlungen, Wahrnehmungen, Gedanken, Gefühle etc. des Beraters/Therapeuten und des Patienten, die innerhalb der Sitzung auftreten und sich wechselseitig beeinflussen. Variablen, die den Prozess beeinflussen: Therapeut: Kompetenzwissen Patient: Schweregrad der Störung, Komorbiditäten, Veränderungsmotivation therapeutische Beziehung
- Prozessmodell der VT (nach Kanfer et al., 2005) Eingangsphase: Schaffen günstiger Ausgangsbedingungen Aufbau von Änderungsmotivation Verhaltensanalyse und funktionales Bedingungsmodell Vereinbaren therapeutischer Ziele Planung, Auswahl uund Durchführung spezieller Methoden Evaluation therapeutischer Fortschritte Endphase: Erfolgsoptimierung und Therapieabschluss Booster-Sitzungen, Katamnese → keine Remoralisierungsphase
- Bei welchen Störungen wird die kognitive Umstrukturierung angewendet? Depression Angststörung Persönlichkeitsstörungen Abhängigkeiten
- Ansätze zur Identifikation negativer automatischer Gedanken Analyse aktueller Problemsituationen bzgl. Gedanken, Gefühle, Verhalten Analyse affektiver Veränderungen innerhalb der Therapiesitzung Gedankentagebücher Konfrontation mit problematischen Situationen Rollenspiele
- Welche Methoden werden unter dem Begriff der Kognitiven Umstrukturierung zusammengefasst? Explizite ↔ Implizite Methoden Explizite Methoden: Identifikation dysfunktionaler automatischer Gedanken Sokratischer Dialog Einübung der Überprüfung von Kognitionen: Tagebuch, Selbstinstruktionstraining Implizite Methoden: Verhaltensexperimente Vorstellungsübungen
- Problemlösetraining (Funke, 2003) Problemorientierung, Problemdefinition und Zieldefinition Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten (Brainstorming) Bewertung der Lösungsmöglichkeiten Entscheidungsprozess (Welches ist die beste Lösungsmöglichkeit) Lösungsumsetzung Lösungsbewertung
- Soziales Kompetenztraining: Assertiveness-Training-Programm (ATP): 4 Angstbereiche (Ullrich de Muynck, 1998) Kritik- und Fehlschlagangst Kontaktangst Ablehnungsangst beim Äußern eigener Bedürfnisse Ablehnungsangst bei Abgrenzung gegenüber ungerechtfertigten Forderungen Anderer
- Soziale Kompetenzbereiche , die im Gruppentraining sozialer Kompetenzen bearbeitet werden (GSK, Hinssch & Pfingsten, 2007) Eigene Rechte vertreten: Nein sagen Versuchungen zurückweisen Widerspruch/andere Meinung äußern Rechtfertigungen vermeiden Beziehungen pflegen: Loben um einen Gefallen bitten Komplimente machen und akzeptieren sich entschuldigen Sympathie wecken: Gespräche beginnen Gespräche aufrecht erhalten Gespräche beenden Ziele verfolgen über ich selbst sprechen können
- Erklärungen zur Wirksamkeit von Exposition Habituation: Abfall der Angsterregung: bei wiederholter Exposition tritt eine Löschung der Angstreaktion ein Furchtgedächtnis Foa (kognitve Theorie): Integration neuer Informationen & Veränderung von Assoziationen → Rückgang der Angst durch Ausbleiben der erwarteten Katastrophe und entsprechender Neubewertung andere kognitive Modelle: Neubewertung des Stimulus als nicht bedrohlich + Entwicklung positiver Selbstwirksamkeitserwartungen bzgl. der Möglichkeit der Angstbewältigung
- Wie unterscheiden sich die Vorgehensweisen zwischen habituationsorientierter Exposition und Verhaltensexperimenten bei Angststörungen? habituationsorientierter Exposition: Vorbedingung für die Habituation ist ein maximales Angstniveau und das Verbleiben in der Situation, bis eine Angstreduktion eintritt Verhaltensexperiment: werden vor dem Aufsuchen einer angstauslösenden Situation die Erwartungen operationalisiert und in der Situation überprüft, das Ausmaß der Angst ist weniger wichtig als die Möglichkeit, neue Informationen aufzunehmen
