IMPP (Fach) / chirurgie (Lektion)

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Vorderseite Abszess Empyem Gangrän Phlegmone
Rückseite

Ein Abszess ist eine eitrige Gewebeeinschmelzung, die durch einen Granulationswall abgekapselt ist, meist ausgelöst durch eine Infektion mit Staphylokokken. Beispiele sind der Spritzenabszess in der Glutealmuskulatur oder ein perianaler Abszess. Die adäquate Therapie besteht in der Inzision und offenen Nachbehandlung, evtl. mit Drainageneinlage. Eine Antibiotikatherapie ist bei einem lokal begrenzten Prozess in der Regel nicht notwendig.

Zu (A): Bei einem Empyem handelt es sich um eine Eiteransammlung in einer präformierten Höhle; es kann durch eine lymphogene oder hämatogene Fortleitung von Keimen oder durch direkte Infektion entstehen. Auslöser sind meist Staphylokokken. Betroffene Organe können Gelenke, Pleura, Gallenblase oder Nierenbecken sein. Die Therapie besteht in Spülung, Drainage, Antibiotikagabe und evtl. Organentfernung (z. B. Cholezystektomie).

Zu (C): Bei einer Gangrän handelt es sich um eine Nekrose des Gewebes. Findet diese ohne Verflüssigung bzw. Verjauchung statt, ist es eine trockene Gangrän. Durch bakterielle Besiedelung kann die trockene in eine feuchte Gangrän übergehen.

Zu (D): Eine Phlegmone ist eine flächenhaft fortschreitende eitrige Entzündung des Zellgewebes. Die Ausbreitung findet bevorzugt im lockeren Bindegewebe der Subkutis, zwischen Muskeln und unter dem Periost statt. Erreger sind v. a. hämolysierende Streptokokken.

Zu (E): Bei einer Induration handelt es sich um eine umschriebene oder diffuse Verhärtung und Verdichtung eines Gewebes oder eines Organs.

Diese Karteikarte wurde von dahbali erstellt.