Medizin (Fach) / Pädiatrie (Lektion)

Vorderseite Invagination
Rückseite

Hierunter versteht man eine Darmobstuktion durch eine Einstülpung des proximalen in den distalen Darmanteil, meist im Bereich des ileozökalen Übergangs. Lymphadenopathie, virale Gastroenteritiden, Polypen und Meckel-Divertikel begünstigen das Geschehen. Der Altersgipfel liegt zwischen 3 Monaten und 2 Jahren. Es kommt zur Ischämie des Darmes und dadurch zu einem akuten Abdomen. Wechsel zwischen Schreiattacken und Lethargie sind typisch. Bei längerem Verlauf wird blutiger Stuhl abgesetzt. Die Sonographie ist charakteristisch: Das Invaginat stellt sich als Kokarde dar. Die Therapie besteht in einer sogenannten hydrostatischen Desinvagination, d.h. unter Sonographiekontrolle wird angewärmte Kochsalzlösung in das Kolon infundiert. Meist kommt es dabei zu einer Lösung der Invagination.  Bei Erfolglosigkeit muss diese operativ gelöst werden.

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