Medizin (Fach) / Pädiatrie (Lektion)

Vorderseite Intoxikation
Rückseite

Das beschriebene auffällige Verhalten des Jungen, sowie der körperliche Untersuchungsbefund, sprechen am ehesten für eine Intoxikation mit einem Amphetaminderivat, (C) ist richtig. Durch hohe Dosen von Amphetaminen kommt es zu einer hohen Freisetzung von Dopamin im ZNS, die zu Euphorie, erhöhtem Selbstvertrauen, aber auch zu Psychosen und Wahnvorstellungen führen kann. Ferner besitzen die Verbindungen deutliche peripheresympathomimetische Wirkung. Die Behandlung erfolgt symptomatisch z.B. mit einem Neuroleptikum, ferner kann durch Ammoniumchlorid die renale Ausscheidung beschleunigt werden.

 

(A)

Eine Atropinvergiftung kann nach Genuss von Tollkirschen oder Stechapfelsamen auftreten. Sie erzeugt eine Vaguslähmung, die Patienten zeigen ein gerötetes Gesicht, trockene Schleimhäute, Tachykardie und Mydriasis. Motorische Unruhe und zentrale Erregung sind typisch.

(B)

Die exzitatorische Phase einer Alkoholintoxikation kann Redseligkeit und Euphorie begründen, jedoch keine Erklärung für Hypertonie und Hyperthermie bieten (durch Hemmung des Vasomotorenzentrums besteht eher eine Auskühlungsgefahr). Im Verlauf sind eine stark verlangsamte Reaktionszeit, sowie Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen zu erwarten.

(D)

Lithium wird in der Behandlung manisch-depressiver Psychosen eingesetzt. Bei einer Intoxikation stehen Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen und Apathie im Vordergrund.

(E)

Bei einer Heroinvergiftung steht eine Atemdepression im Vordergrund. Es kommt zu einem Blutdruckabfall mit Bradykardie, ferner können Miosis, Obstipation und häufig allergische Reaktionen durch eine verstärkte Histaminfreisetzung beobachtet werden.

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