Baustoffkunde (Fach)
Baustoffkunde 1 / 2 (Lektion)
Grundlagen, Metalle, Beschichtung, Holz, Glas, natürl. u. künstl. Steine,
Keramik, Bindemittel, Beton usw.
Diese Lektion wurde am 03.09.2010 erstellt und gehört king
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- Was versteht man unter Stoffe? Die definierte Form der Materie, die aus kleinsten Teilchen zusammengesetzt ist
- Aggregatzustand? Als Aggregatzustand bezeichnet man , qualitativ verschiedene, temperatur- und druckabhängige physikalische Zustände von Stoffen => fest, flüssig, gasförmig
- Was bedeutet a) Isotropie und b) anisotropie a) die Unabhängigkeit einer Eigenschaft von der Richtung, z.B. Metall b) die Abhängigkeit einer Eigenschaft von der Richtung, z.B. Holz
- Wie entsteht ein Verbundsstoff und wofür macht man es? Entsteht durch Mischung von unterschiedlichen Phasen eines Werksstoffes oder Kombination verschiedener Werkstoffe Grund: Bestimmte Eigenschaften erziehlen, die die Kombination alleine nicht erbringen ...
- Was ist eine Dichte? Dichte ist eine physikalische Eigenschaft des Materials. SIe ist über das Verhältniss der Masse m eines Körpers zu seinem Volumen V definiert ==> Dichte = Masse/Volumen Reindichte(ohne Hohlraum), Rohdichte(einschließlich ...
- Porosität? Unter Porosität versteht man die Gesamtheit, Ausbildung und Verteilung von Poren in einem Festkörper. Poren sind Hohlräume, gefüllt mir Flüssigkeit oder Gasen. Beeinflusst Stoffe: Die Rohdichte, Festigkeit, ...
- Einfluss der Wasseraufnahme auf Eigenschaften poröser Feststoffe! Quellung, Dehnung, Reduzierung der Festigkeit, anstieg der Wärmleitfähigkeit, Reduzierung des Frostwiederstandes, erhöhte Reaktionfähigkeit des Baustoffes mit Schadstoffen. (offene Poren)
- Kapillare Wasseraufnahme (Wasseransaugen) Unter kapillarer Wasseraufnahme eines porösen Stoffes ist das kapillare Einsaugen von Wasser in dessen Kapillar Poren zu verstehen, wenn das Stoff an der Oberfläche von Wasser berührt wird.
- Wasseraufnahme durch Kondensation Als Kondensation wird der Übergang des Wasserdampfes zum flüssigen Zustand bei Überschreitung des Kondensationspunktes(Taupunkt) bezeichnet. Auf Baustoffoberfläche kondensiert Wasser und Baustoff nimmt ...
- Hygroskopische Wasseraufnahme Bedeutet die Wasseraufnahme aus der Umgebungsluft. Dabei nimmt, das Baustoff um so mehr Feuchtigkeit auf je höher die Luftfeuchtigkeit und je höher der Verzalzungsgrad des Baustoffes ist auf.
- Härte und Festigkeit Unter Härte versteht man den Wiederstand den ein Körper dem Eindringen eines anderen Körpers engegenbringt. Festigkeit gibt Auskunft darüber, bei welcher Last eine Baustoffprobe versagt. Festigkeit eines ...
- Vorteile und Nachteile von Stahl Vorteile: Hoher Wirkungsgrad, Anpassbarkeit der Querschnitte und Bauteilform, leichte Demontier- und Ersetzbarkeit von Konstruktionen, hohe aufnehmbare Last Nachteile: Korrosionanfällig normaler Baustahl, ...
- Wie wird Stahl hergstellt? - Erze werden gebrochen und gemahlen -Reduktion des Erzes mit Koks im Hochofen zu flüssigem Roheisen => C - Gehalt 3-4 % -Frischen des flüssigen Roheisen mit Sauerstoff im Konverter zur Verringerung von ...
- Nichtrostende Stähle -hoch legiert ( 5 % Legierungsgehalt) - Chrom (Cr), Nickel (Ni) -> Chrom-Nickel-Stähle - Edelstähle sind korrossionsfrei, haben 20-30% Legierungsgehalt
- Nichteisenmetalle Nach Dichte ♦ Leichtmetalle mit p < 4,5 g/cm3 ♦ Schwermetalle mit p > 4,5
- Metallkorrosion Ist die Reaktion eines metallischen Werkstoffes mit seiner Umgebung, die eine meßbare Veränderung des Werkstoffes bewirkt und zu einem Korrosionsschaden führen kann. Kontakkorrosion, Flächenkorrosion, ...
- Korrosionsschutmaßnahmen! - Elektrolyt (Wasser usw) fernhalten o. kurze Verweilzeit ermöglichen - Beschichtung auftragen - Kontakte unterschiedlicher Metalle bei freier Bewitterung nur zulassen wenn bei gewählten Paarung Kontaktkorrosionausgeschlossen ...
- Elektrochemicher Korrosionsschutz Kathode kann sich Metall nicht auflösen (korrodieren) daher z.B. das zu schützende Objekt zur Kathode polarisieren. -- Das Objekt mit einer Opferanode elektrischleitend verbinden (Anode löst sich auf ...
- Aluminium u. Aluminniumlegierung Vor- und Nachteile Vorteile: -gut verformbar -benötigt keinen Korrosionsschutz, weil auf der Oberfläche sich eine Oxidschicht bildet (Al2O3) Nachteile: -Festigkeit bei Rohaluminium ist gering - Reagiert empfindlich gegen ...
- Aluminium Eigenschaften! p= 2,7 g/cm3 βz= 60 N/mm2 rein, 600 N/mm2 mit Legierung E= 70000 N/mm2
- Einiges über Kupfer! Hohes Verformungs vermögen, hohe elektr. Leitfähigkeit, Korrosionsbeständig ( Schutzschicht aus Kupfersalzenüberzieht Oberfläche), Legierungselement für Kupfer ist Zink ( Messing)-> Festigkeit steigt ...
- Einiges über Zink Gute atmosphärische Beständigkeit (Oxidationsschicht auf Oberfläche). Verwendung: hauptsächlich für Korrosionschutz von Stahlbauteilen ( Verzinkung).
- Anwendung der Kunststoffe im Bauwesen Beschichtung für fast alle Untergründe, elektr. Isolierung, Kleber, Bindemittel, Rohrleitung, Dämmstoffe, Fugemasse
- Vor- und Nachteile von Kunststoffe? Vorteile: geringe Rohdichte, beständig gegen wässrige Lösungen (säuren, Laugen und Salze), hohe Verformbarkeit, niedrige Wärmeleifähigkeit, elektr. nicht leitend, gut verarbeitbar (schweißbar) Nachteile: ...
- Was sind die Grundbausteine für Kohlenstoff? Kohlenwasserstoffe (Moleküle die im wesentlichen aus Kohlenstoff und Wasserstoff bestehen); Rohstoffbasis sind: Erdöl, Erdgas und Kohle usw.
- Rohmaterialien für Zement Kalkstein, Ton, Sand, Eisenerz
- Herstellung von Zement In Drehrohröfen wird das Rohmaterial bei einer Temp. > 1300 °C gebrannt, dabei enstehen wasserfrei chem. Verbindungen (die Klinkerphasen)
- Was sind die Hauptklinkerphasen? Tricalciumsilikat 3CaO•SiO2 C3S Alit Dicalciumsilicat 2CaO•SiO2 C2S Belit Tricalciumaluminat 3CaO•Al2O3 C3A ...
- Festigkeitsentwicklung bei Zement Ansteifen / Erstarren: (dauer: Minuten, Stunden) wichtig für Verarbeitbarkeit von Beton Erhärten: (dauer: Stunden, Wochen, Monate) Wichtig für Festigkeit des Betons
- Hydratation die Anlagerung von Wassermolekülen in Festkörper (Mineralien) als Kristalwasser (chem. Bindung von Wassermolekülen) Anorganische- mineralische Bindemittel erhärten hydraulisch, wenn nach Anmischen mit ...
- Die hydraulischen Bindemittel Belit (C2S) und Alit (C3S) Sind wasserfreie Calciumsilikate und erfüllen die Anforderungen für hydraulische Bindemittel. Beide Calcium-Silikate sind anorganisch und mineralisch und reagieren an der Luft und unter Wasser zu Calcium-Silikat-Hydrat ...
- Gefügeänderung bei der Zementhydratation Es gibt drei Hydratationsstufen: Ansteifen, Erstarren und Erhärten - das Tricalciumaluminat C3A reagiert sehr rasch mit Wasser --> sofortiges Ansteifendes Leimes -> Problem bei Verarbeitung Zement - Tricalciumaluminat-Hydrat ...
- Einfluss auf Zementeigenschaften - Mehlfeinheit Auswirkung---> Erhärtungsgeschwindigkeit, Verarbeitbarkeit, Festigkeit - Reaktionsgeschwindigkeit u. Wärmeentwicklung lassen sich steuern durch: C2S, C3S, S, P, O, T
- Zementarten und ihre Zusammensetzung Portlandzement: CEM I reiner Portlandzementklinker Portlandkompositzement: CEM II Portlandzementklinker + jeweils ein weiterer Hauptbestandteil Hochofenzement: CEM III Portlandzementklinker+ Hüttensand ...
- Eigenschaften von Zementstein ( vollständiger erhärtetter Zementleim) Die beim Anmischen zugesetzte Wassermenge beeinflusst in ganz erheblichem Maße die Porosität und damit auch Festigkeit und Dichtheit (Dauerhaftigkeit, Bestän-digkeit) des Zementsteins.
- Wasserzementwert und Porosität Der w/z-Wert beeinflusst die Porosität des Zementsteins. Er übt somit einen erhebli-chen Einfluss auf die Festigkeit, die Möglichkeit des Eindringens von wässrigen Lösun-gen (Dichtheit) und somit auf ...
- wie hoch muss der w/z-Wert um die Verarbeitbarkeit des Zementleims zu ermöglichen sein? Um eine Verarbeitbarkeit des Zementleims zu ermöglichen, muss jedoch der w/z-Wert größer als 0,4 sein. In der Praxis (z. Bsp. für die Betonherstellung) sind w/z-Werte von 0,45 bis 0,65 erforderlich und ...
- Abhängigkeit der Festigkeit von Wasserzementwert Der prozentuale Abfall der Festigkeit mit zunehmendem w/z-Wert ist gravierend! Von w/z = 0,4 bis w/z = 0,65 fällt z. Bsp. die Druckfestigkeit um ca. 50 %, das heißt sie reduziert sich um die Hälfte!
- Vor- und Nachteile von Holz Vorteile: rel. hohe Festigkeit, niedriges Gewicht, vielfältige Einsatzmöglichkeiten, leichte Bearbeitbarkeit Nachteile: Streuung der Eigenschaften wegen der unterschiedl. Wuchsbedingen, das hohe Quell ...
- Hauptbestandteile von Holz 50 Masse % Kohlenstoff (C), 40 Masse % Sauerstoff (O), 6 Masse % Wasserstoff (H), Rest aus Stickstoff und Minerale
- Nadelholz und Laubholz Nadelholz Tanne, Fichte Kiefer Lärche harzreich, geringes Schwindmaß Laubholz Buche : hohe festigkeit, fault leicht, schwer zu bearbeiten hohes Schwindmaß Eiche : sehr hohe Festigkeit, fault nicht, ...
- Holzeigenschaften Materilakennwerte schwanken über große Bereiche geringer Eigenlast, gute Festigkeitseigenschaften Ingenieurbau hauptsächl. Nadelholz ( geringes Eigengewicht und regelmäßig gewachsen)
- Holzfehler Asthaltiges Holz hat eine höhere Dichte als astfreies, jedoch sowohl geringere Zug- als auch Druckfestigkeit
- Holzschutz Trockenheit ist der beste Schutz gegen Fäule konstruktiver Holzschutz Chemischer Holzschutz (fungizid->pilz tötend, insektizid->Insekten tötend), Imprägnierung duruch Kasseldruckverfahren Beschichtung ...
- Brandverhalten bei Holz Holz ist bis ca. 100-150°C thermisch beständig, oberhalb dieser Temp. -> chemische Zersetzung rasche Erwärmung-> Entzündung bei 340-430°C Bei 400°C wird der höchste Anteil an Kohlenwasserstoff gebildet ...
- Bautechnische Bedeutung von Glas Raumabschließender u. lichtdurchlässiger Baustoff geringer Wärmetransmissionsverlust hohe Lichtdurchlässigkeit bei geringer Wärmestrahlungsdurchlässigkeit Lärmschutz Schutz gegen Feuer Schutz gegen Einbruch ...
- Bestandteile des Glases ( Fensterglas-Spiegelglas) Fensterglas Kieselsäure SIO2 71,7 % Tonerde Al2O3 0,7 % Kalk CaO 9,7 % Magnesia MgO 4,3 % Notron Na2O 13 % Spiegelglas Kieselsäure SIO2 ...
- Formgebung (Glas) Durch ziehen aus der Schmelze, Auswalzen, Pressen. Ziehen aus der Schmelze-> Glas wird auf einem flüssigen Zinnbad hergestellt. Zinn hat eine höhere Dichte als Glas daher schwimmt das flüssige Glas auf ...
- Eigenschaften von Natron-Kalk-Silikatglas (Normalglas) Dichte p 2500kg/m3 Elastitätsmodul E 70000 N/mm2 Druckfestigkeit βD 700-900 N/mm2 Biegezugfest. βBZ 45 N/mm2 Schmelzbereich Ts 1300-1600°C Erweichung Te ...
- Chemische EIgenschaften von Glas Gegen fast alle wässrigen Chemikalien beständig (keine Langzeiteinwirkung) Wiederstandsfähigk. steigt mit Siliciumgehalt Verwitterungserscheinung bei längeren einwirken von Lösungen Alkali-Ionen lösen ...
- Floatglas ( Kalk-Natron-Glas) durchsichtig, klar, gefärbt, plan feuerpolierte Oberfläche hergestellt durch kontinuierl. Aufgießen u. Fließen über ein Metallbad Floatglas ist das Basisprodukt für weiter Verarbeitung z.B. durch Einfärben/Beschichten ...
- VSG? Verbundsicherheitsglas: Zwei Glasscheiben mit einer hochelast. Kunststoffschicht verbunden. Eine Folie wird eingelegt und gewalzt (keine Scherben zerfall, bleibt alles an der Folie hängen)
- Isolierglas Mehrscheibenisolierglas (Wärmeschutzglas) Eine Verglasungseinheit aus mehreren Glasscheiben, getrennt durch ein abgeschlossenen Zwischenraum (gefüllt mit Luft o. Edelgas-> keine Wärmeverlust)
- Sonnenschutzglas Absorbsionsglas Einfärben-> Infrarot-Durchlässigkeit herabgesetzt-> Glas erwärmt sich-> Abgabe von Wärme nach Innen und Aussen Reflexionsglas Metallbedampfung reflektiert Infrarot Anteil des Sonnenlichtes-> ...
- Verwitterung und Schutzmaßnahmen (natürl. Steine) Um Natursteine dauerhaft zu erhalten sollten Maßnahmen gegen folgende Faktoren ergriffen werden: Frost• Wasser in Poren und Rissen gefriert Sprengdruck durch VolumenzunahmeOrganische Substanzen• ...
- Künstliche Steine Gebrannte Steine: Ziegel, Klinker, Steinzeug Anorganisch - mineralisch gebundene Steine: Kalksandstein, Betonstein, Porenbetonstein, Hüttensteine
- Gebrannte Steine Aus den Ausgangsstoffen Ton / Lehm werden nach deren Aufbereitung Rohlinge konti-nuierlich gepresst, getrocknet und gebrannt. Die Brenntemperatur variiert je nach Pro-dukt zwischen etwa 900 und 1500 °C ...
- Brennprozess bei gebrannten Steinen Beim Brennprozess entstehen neue Phasen, die zusammenwachsen. SiO2 bildet mit anderen Bestandteilen Silikate. Bei Brenntemperaturen über 1100 °C setzt ein Sinter-prozess ein. Geht man beim Brand bis zur ...
- Mineralisch gebundene Steine (Kalksandstein) Silikatisch gebundene Sandsteine. Das Bindemittel besteht aus Calciumsilikathydrat. Künstlich hergestellt Forgebung durch Pressen und Hochdruckdampfhärtung Bestandteile: Kalk CaO→ C ...
- Eigenschaften von künstl. Steinen Ziegel: p[g/cm3]= 1,0-2,5 , βD= 5-75, Wasseraufnahme= 15% KS-Stein: p[g/cm3]= 0,6-2,2 , βD= 5-28, Wasseraufnahme= 15% Porenbeton: p[g/cm3]= 0,3-1,0 , βD= 2,5-10, Wasseraufnahme= 15%
- Mauerwerk heterogener Verbundstoff der Komponenten Stein u. Mörtel Mauermörtel besteht aus Natursand, Bindemittel, (Luftkalk, hydraul. Kalk, Zement) u. Wasser
- Aufgaben des Mörtels Herstellung des Verbundes Ausgleich von Ungenauigkeiten im frischen Zustand Abdichten der Fugen gegen Witterungseinflüsse
- Aufgaben des Mauerwerks Lastabtrag von Eigengewicht und Verkehrslast Verformungen Rissfrei ertragen Wärmeschutz Schallschutz Feuchteschutz Hoher Feuerwiederstand bei langem erhalt der Tragfähigkeit
- Verformungsverhalten von Mauerwerk Der Mörtel muss einen geringeren E-Modul als der Stein besitzen. In diesem Fall führt dies unter Last zu einer größeren Verformung ohne das Mauerwerk zu zerstören. Im Mörtel werden horizontale Druckspannungen ...
- Einfluss auf die Festigkeit und Verformbarkeit von Mauerwerk • Das kapillare Wasseraufnahmevermögen der Steine muss beachtet werden. Unge-nügend vorgenässte Steine können dem frischen Mörtel Wasser entziehen, welches er zur Erhärtung benötigt. Hierbei sind ...
- Steingut und Steinzeug (Keramik) Steingut (wesentl. Bestandteil Rohstoffe -> Silikate SIO2) gebrannt< 1000°C entsteht weicher poröser Scherben (Wasseraufnahme von 15% daher 2. Brand, dabei eine Glasur aus Blei- o. Zinksilikat z.B. ...
- Eigenschaften von Keramik Strapazierfähigkeit, Langlebigkeit, Pflegeleicht u. hygenisch, sehr geringe Wasseraufnahme, nicht brennbar, Frostsicher, Formbeständigkeit, Geschmack- u. Geruchlosigkeit
- Glasierte Fliesen werden entsprechend ihrer Strapazierfähigkeit in unter-schiedliche Abriebklassen eingeteilt: • Klasse 1 Für Räume mit leichter Beanspruchung, z. Bsp. den Barfuss- und Hausschuhbereich in Bädern und Schlafzimmern oder als Wandbelag • Klasse 2: Für Räume mit mittlerer Beanspruchung, wie ...
- Was versteht man unter Bindemittel? Stoffe, die nach dem Ver-mischen mit gröberen und feineren Gesteinskörnungen diese fest miteinander verbin-den, so dass ein monolithischer Verbundbaustoff entsteht. Die Erhärtungsreaktion der Bindemittel ...
- Warum erhärtet das Bindemittel von selbst? Erkenntnis der Thermodynamik Übergang von Zustand Z2 (höher Energiegehalt) in einen Zustand Z1 (niedrigerer Energiegehalt), schnelleres ablauf um so mehr Energiefreigegeben wird.→ angestrebt wird ...
- Anorganisch-mineralischer Bindemittel Typ: Gips, Kalk, Zement, Magnesiabinder Form: pulverförmig Verwendung: Putze, Mörtel, Estrich, Beton, Steine
- Hydraulische u. nicht hydraulische Bindemittel Hydraulische u. nicht hydraulische Bindemittel unterscheiden sich in der Erhärtung nicht hydraul. ist z.B. Gips, Luftkalk → Erhärtung nur an der Luft hydraul. ist z.B. hydraul. Kalk, Zement → ...
- Was ist Gips? Ein Bindemittel, das in der Natur als Gipsstein gefunden wird. Ein kristalliner Stoff besteht aus Calciumsulfat u. Wasser. Das Wasser ist im Kristallgefüge eingebaut. Gips kommt sowohl massiv, in feinkörniger ...
- Herstellung u. Erhärtung von Gips Der Gipsstein CaSO4•2H2O (stabil, energiearm) auch Calciumsulfat-Dihydrat genannt, bei 100-1000°C gekocht o. gebrannt→ austrieb des Wassers ganz o. teilweise. CaSO4•2H2O+Energie → ...
- Unterschied zwischen α- u. β-Halbhydrat Beim Halbhydraten untescheidet man zwischen α- u. β-Halbhydrat. Chemisch identisch jedoch ist α-Halbhydrat, wenn es ausgehärtet ist eine dreimal höhere Festigkeit als β-Halbhydrat. ...
- Verschiedene Calciumsulfat-Phasen • α-Halbhydrat (CaSO4 • ½ H2O) entsteht in einem geschlossenen Gefäß (Autoklav) unter Nassdampfatmosphäre, bzw. drucklos in Säuren und wässrigen Salzlösungen. Aufgrund seiner höheren Dichte ...
- Eigenschaften von Gips nach der Erhärtung • Volumenzunahme (≈ 1 - 2 Vol.-%) beim Abbinden • nicht dauerhaft Feuchte beständig, da Wasser löslich • deutlicher Festigkeitsverlust bei Durchfeuchtung (bis zu 2/3) • porös, ...
- Gipssorten und Anwendungsgebiete Stuckgipsβ-Halbhydrat15 – 30 min3 – 5 N/mm2Stuck, Gipsbauplatten PutzgipsHalbhydrat + Anhydrit> 30 min.> 3 N/mm2Wandputz, Mörtel HartputzgipsHalbhydrat> 30 min40 - 50 N/mm2Putz,künstlicher ...
- REA-Gips (synthetisch hergestellter Gips) Alternativ zu natürlichem Gipsstein wird heute synthetisch hergestellter Gips in großen Mengen eingesetzt, der als Anfallstoff (anfallender Wertstoff) in Rauchgas-Entschwefelungs-Anlagen von Kohlekraftwerken ...
- Volumenzunahme bei der Erhärtung von Gips Volumenzunahme bei der Erhärtung von GipsBei der Erhärtung von Gips nach dem Anmachen mit Wasser ergibt sich durch den Einbau der Wassermoleküle in das Kristallgitter (CaSO4 + 2H2O ⎯→ CaSO4 ...
- Feuerhemmende Wirkung von Gipsbaustoffen Ca. 20 M.-% der Gesamtmasse von Gips (CaSO4 • 2H2O) ist im Kristall eingebautes Wasser (folgt aus dem Molekulargewicht von CaSO4 = 136 und 2H2O = 36). In 1 m2 einer 10 cm dicken, trockenen Wandbauplatte ...
- Luftkalk (Calciumcarbonat-Gesteinen) Der Ausgangsstoff für Kalk in jeglicher Form, also auch für den Luftkalk, ist der Kalk-stein, der meist gebrochen oder gemahlen Verwendung findet. Aber auch kristallin kommt Kalk in den Mineralien Calcit, ...
- Herstellung und Erhärtung von Luftkalk Der natürl. Ausgansstoff Kalkstein stellt den energiearmen Zustand des Bindemittel Kalk und somit den stabilen Zustand dar. Er wird bei einer Temperatur von > 890 °C entsäuert, das heißt CO2 wird ausgetrieben, ...
- Eigenschaften von Luftkalk nach der Erhärtung • Putze aus Luftkalk regulieren wegen ihrer Porosität die Raumfeuchte (Klimaregulie-rung)• Druckfestigkeit < 1-2 N/mm2• Kalkputze sind "gut verarbeitbar"• langsame Erhärtung in Abhängigkeit ...
- Hydraulische Kalke Für die Herstellung werden tonhaltige Kalksteine verwendet. Temp.bereich ca > 1450°C gebrannt, wobei neben CaO auch hydraulisch abbindende Calcium-Silikat-Phasen (C2S) entstehen. Ausgangsgestein ist Mergel ...
- Was ist ein Zement? Zement ist ein hydraulisches Bindemittel für die Baustoffe Mörtel und Beton. Rohmaterialien sind: Kalkstein, Ton, Sand und Eisenerz.
- Wie wird Zement hergestellt? Rohmaterial durch Sprengung in Steinbrüchen gewonnen u. in Brechanlagen zu Schotter zerkleinert. gleichbleibende Zusammensetzung des Rohmaterials (homogenisiert) gleichmäßige Vermischung Vom Mischbett ...
- Was sind die Haupklinkerphasen Tricalciumsilicat3 CaO ● SiO2C3SAlit Dicalciumsilicat2 CaO ● SiO2C2SBelit Tricalciumaluminat3 CaO ● Al2O3C3AAluminat Calciumaluminatferrit4 CaO ● Al2O3 ● Fe2O3C2(A, F) oder ...
- Festigkeitsentwicklung bei Zement geschieht in Zweiabschnitten: 1) Anstreifen/ Erstarren (dauer: Minuten, Stunden) 2) Erhärten (dauer: Stunden, Wochen, Monate)
- Hydratation Chem. Bindung von Wassermolekülen Anorganisch-mineralische Bindemittel erhärten hydraulisch, wenn nach Anmischen mit Wasser hochfeste, wasserbeständige, kristaline, mineralische Materialien entstehen. ...
- Welches Problem stellt dasTricalciumaluminat C3A für den Zement? Das Tricalciumaluminat C3A reagiert als erstes sehr rasch mit Wasser und würde ein sofortiges Ansteifen des Leimes hervorrufen Dies stellt ein besonderes Problem für die Verarbeitbarkeit des Zementes ...
- Was macht das Ettringit im Zement? Das Ettringit kristalisiert in langen Nadeln von der Oberfläche des Zementleims aus,es kommt zum ersten Ansteifen. Es ist ein Erstarrungsregler, der das rasche Ansteifen verlangsamt.
- Welche Bedeutung haben Tricalciumsilicat u. Dicalciumsilikat? Sie sind für die Festigkeit des Zementsteins von Bedeutung, sie bilden in der 2. Phase feine lange Calciumsilikathydratanadeln, die sich ineinander verfilzen!
- Gefügeentwicklung bei der Zementhydratation 3. Stufe Bildung feiner u. kurzer Nadeln u. Fasern, Raum wird verdichtet. C3S u. C2S spalten Kalkhydrate Ca(OH2) ab, dadurch kommt es zu einem pH-Wert von 12,6 des Porenwassers → Der Korrosionsschutz des ...
- Welchen Einfluss kann man auf die Zementeigenschaft nehmen? Die Mahlfeinheit Auswirkung:→ Erhärtungsgeschwindigkeit, Verarbeitbarkeit, Festigkeit Reaktiongeschwindigkeit u. Wärmeentwicklung lassen sich Steuern durch C3S, C2S, S, P, V, T
- Portlandzementklinker (K) Die häufigsten Ausgangsprodukte zur Herstellung von Portlandzementklinker sind Kalkstein und Ton oder Kalkmergel. Ähnlich den hydraulischen Kalken bestehen sie aus den Hauptkomponenten Kalk, Kieselsäure, ...
- Hüttensand (S) Beim Schmelzen von Eisenerz im Hochofen fällt Hochofenschlacke an. Die aus dem Hochofen abgezogene Schlackenschmelze wird mit Wasser abgeschreckt. Es entsteht ein glasig erstarrter, latent hydraulischer ...
- Zementarten und ihre Zusammensetzung ● Portlandzement CEM Ireiner Portlandzementklinker ● Portlandkomposit zement CEM IIPortlandzementklinker + jeweils ein weiterer Haupt-bestandteil ● Hochofenzement CEM IIIPortlandzementklinker ...
- Weißzement Außer normalen grauen Zementen gibt es auch Weißzemente. Diese werden aus sehr eisenarmen Rohstoffen hergestellt (Fe2O3-Gehalt < 0,1 %). Je höher der Eisengehalt ist, desto dunkler ist der Zement. Hauptsächlich ...
- Schnellzement In der Praxis wird nur ein Zement, der nach zwei Stunden eine Mörteldruckfestigkeit von > 4 N/mm² erreicht als Schnellzement bezeichnet
- Eigenschaften von Zementstein (vollständig erhärteter Zementleim) Die beim Anmischen zugesetzte Wassermenge beeinflusst in ganz erheblichem Maße die Porosität und damit auch Festigkeit und Dichtheit (Dauerhaftigkeit, Bestän-digkeit) des Zementsteins.
- Wasserzementwert und Porosität Als "Wasser/Zement-Wert", auch "w/z-Wert" genannt, bezeichnet man das Verhältnis von Wassermenge zu Zementmenge. Wassermenge/Zementmenge Bei w/z-Wert 0,4 vollständige Hydratation mögl. (gesamter Zementklinker ...
- Was sind die Komponente von Beton? Zement, Wasser und Gesteinskörnung
- Welche Begriffe werden im Zusammenhang mit Beton immer wieder verwendet? Zementleim - verarbeitbares, plastisches Wasser-Zement-Gemisch Zementstein - vollständig erhärteter Zementleim Frischbeton - verarbeitbarer, plastischer Beton Grüner Beton - verarbeitet, verdichtet ...
- Vor- u. Nachteile von Beton Vorteile: unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten auf alle Beanspruchungen geziehlt einstellbare Eigenschaften die bei richtiger Anwendung und Ausführungfast fast unbegrenzte Dauerhaftigkeit ohne nennenswerte ...
- Gesteinskörnung im Beton Gesteinskörnung im Beton 60-80% → beeinflusst Festbeton erheblich. Besteht aus: abgestuften Sand, Kies o. Splittgemisch aus Granit, Basalt, Kalkstein, Sandstein u. Quarz. Festigkeit: 20-400 N/mm2 ...
- Anforderungen der Gesteinskörnung (Beton) Druckfestigkeit (βD 80-100 N/mm2) Rostbeständigkeit Keine störenden schädlichen Bestandteile→organische Bestandteile stören Erhärtung Mehlfeine Stoffe→ stören Verbund Salze→ fördern ...
- Bedeutung des Sand-, Kies- Gemisches für den Beton Aus ökonomischen werkstoffteschnichen Gründen, Beton möglichst hoher Anteil Gesteinskörnung und weniger Zementleim→1) Zement teurer als Gesteinskörnung→2) Gesteinskörnung besitzt eine höhere ...
- Aufbau von Korngemischen/Sieblinien Korngemisch soll Minimum an Hohlräumen aufweisen optimale Schutzwirkung der Körner untereinander und geringere Zementleim bedarf geringe Gesamtkornoberfläche damit minimaler Zementleimbedarf modell der ...
- Beschreiben sie das Korngemisch durch die so genannte Fullerparabel Di = (di/D)1/2 x 100 [%]Di = Anteil der Gesteinskörner in % mit Durchmesser < di (fällt durch ein Sieb mit der Lochweite d)di = jeweils betrachteter KorndurchmesserD = Durchmesser des GrößtkornsBeispiel: ...
- Körnungsziffer k Diese dient zur Ermittlung der für das jeweilige Korngemisch erforderlichen Wassermenge, die in Verbindung mit Zement einen brauchbaren Beton ergibt. k= 1/100 * Σi (100-Di)
- Überkorn, Unterkorn und Ausfallkörner Überkorn: Anteil des Korngemisches mit Korngrößen oberhalb der größten Sieblochweite Unterkorn: Anteil des Korngemisches mit Korngrößen kleiner o. gleich der kleinsten Sieblochweite Ausfallkörner: Eine ...
- Festbetonarten Leichtbeton p< 2g/cm3 (Leichtzuschläge) - wenn Gewichtseinsparung nötig, wird erziehlt durch erhöhte Porosität, durch Gesteinskörnung mit hoher Kornprosität Normalbeton 2 < p < 2,6 g/cm3 Schwerbeton p ...
- Festigkeiten des Betons DruckfestigkeitHerkömmliche Probekörper zur Bestimmung der Druckfestigkeit sind Würfel und Zylin-der. Festigkeiten werden in der europäischen Normung am Zylinder gemessen. Der in der deutschen Normung ...
- Dauerstandfestigkeit von Beton Die Werte von βD28 (bzw. fck28) werden im so genannten Kurzzeitdruckversuch ermittelt. Dabei wird die Belastung bis zum Bruch der Probe in "Minuten" durchgeführt. Von ent-scheidender Bedeutung ist ...
- Verformungen des Festbetons Belastungen oder lastfreie Einwirkungen, wie z. Bsp. Temperatur- und Feuchteände-rungen, rufen im Festbeton Formänderungen hervor: Elastische Verformung εel: (lastabhängig) nach kurzzeitiger Last ...
- Hochfester Beton Merkmale des hochfesten Betons sind niedrige w/z-Werte und die Verwen-dung des Zusatzstoffes Silicastaub. → Durch Einsatz von Fließmitteln w/z-Wert praktisch unter 0,35→ praktisch keine Kapilarporen→ ...
- Selbstverdichtender Beton (SVB) Ohne irgendein EInfluss ausser Schwerkraft werden Bewehrungszwischenräume und Schalung ausgefüllt.
- Leichtbeton Sind Betone mit eine Trockenrohdichte < 2000kg/m3 um Gewicht mögl. klein zu halten → Porenhaltige Gesteinskörnung oder durch Stoffe die Porenbildung fördern
- Betonschäden • Abplatzungen der Betonüberdeckung• Rostfahnen• Risse• Kiesnester (Ansammlung von Gesteinskörnung)• Verfärbung des Betons• Wechsel der Oberflächenstruktur an einem Bauteil• ...
- Korrosion des Betonstahls Gründe: Anwesenheit von 02, Anwesenheit von H2O, pH-Wert von Beton 12,5→keine Korrosion / pH-Wert unter 9,5 oder die Passivschicht wird durch Cl--Ionen (Tausalz) aufgehoben→ es kommt zur Carbonatisierung ...
- Carbonatisierung von Beton Kohlendioxid diffundiert durch Poren in den Beton und reagiert dort mit Calciumhydroxid zu Kalkstein und Wasser. Carbonatisierung beginnt auf der Oberfläche und dringt mit der Zeit in die Tiefe. Carbonatisierungsgeschw. ...
- Korrosionsschutz Beton wird erreicht durch niedrige w/z-Wert ( um Porosität niedrig zu halten) optimale Verdichtung ( wg. Porosität/ Dichte) Optimale Nachbehandlung ( um Risse und unvollständige Erhärtung zu verhindern ausreichende ...
- Instandsetzung von Oberflächenschädeninfolge Bewehrungskorrosion Freilegen aller erkennbaren Schadensstellen Entrosten der freigelegten Bewehrungsstäbe Konservieren der Entrosteten Bewehrung, durch eine Korrosionschutzbeschichtung Herstellen einer Haftbrücke zwischen ...
- Welche Beschichtungen werden zum Schutz und Instandsetzung von Oberflächen benutzt? Es werden polymergebundene Beschichtungsstoffe eingesetzt: Hydrophobierung→ Feuchteschutz durch Reduzierung von kapilaren Wasseraufnahme, keine Filmbildung / Porenverschluss Impregnierung: mit Werkstoffen ...